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Tange

ae. bis Dial. · 6 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

WWB
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7 in 6 Wb.
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Eintrag · Westfälisches Wb.

Tange f.

Bd. 5, Sp. 810
Tange f. [verbr.] 1.1. Zange; zum Halten, Biegen und Trennen dienendes Werkzeug aus zwei durch ein Scharnier verbundenen Backen, die in Griffe übergehen. Tang vör Plattisen Flachzange (Kr. SteinfurtStf Kr. Steinfurt@NordwaldeNw). Tange för Winkelisen (Kr. AhausAhs Kr. Ahaus@AhausAh). Tange to’t Ringe-Inkniepen Ösenzange (Werkzeug des Schuhmachers) (Kr. WarendorfWdf Kr. Warendorf@FreckenhorstFr). — Ra.: Et süht uut as ne Tange up’t Farken es passt überhaupt nicht zusammen (WmWb). He häff ’n in de Tange nommen hat ihn hart unter Druck gesetzt (WmWb). De kaas met de Tange nich anpacken ist sehr schmutzig, sehr böse (WmWb); hai suüt üut, me soll ne nit met’e Tange ampacken sieht furchtbar schmutzig aus (Kr. IserlohnIsl Kr. Iserlohn@IserlohnIs). Man kann ne met de Tange nich anpacken er ist sehr leicht reizbar (Kr. MünsterMün Kr. Münster@WestbevernWb || mehrf.). — 1.2. Vorrichtung an der Hobelbank zum Einklemmen (Kr. IserlohnIsl Kr. Iserlohn@SümmernSü). — 2.1. Teil des Vorderpfluges, wohinein der Schwengel gehängt wird (Kr. Borken u. die krfr. Stadt BocholtBor Kr. Borken u. die krfr. Stadt Bocholt@BarloBa). — 2.2. Astgabel, wie sie z.B. als Deichselstütze gebraucht wird (Frbg.) (Kr. MünsterMün Kr. Münster@WestladbergenWl). — 2.3. Arme des vorderen Wagengestells, zwischen denen die Deichsel befestigt ist (Frbg.). — 2.4. hintere Wagenarme (des vierrädrigen Ackerwagens) (Frbg.). — 3. vorderer, mittlerer Schneidezahn bei Huftieren (die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. Lünen@WellinghofenWl), bei (jungen) Pferden [verstr.]. — 4.1. boshafte, zänkische, streitsüchtige (weibl.) Person. Dat Froumensk is ne olle Tange (WmWb). — 4.2. geizige Person (Kr. Altena u. die krfr. Stadt LüdenscheidAlt Al). ¶ WWB-Source:238:RhWbRhWb 9,706: Zange; WWB-Source:207:NdsWbNdsWb 12,28: Tange; HnVwb 4,768: Zange¹. Zus.:→ Angel~, Angel-bo²ge~, Band~, Bekken~, Bil~, Binde~, Bīt~, Blik~, Böªge~, Bolle~, Drad~, Dzn~, Feªrken~, Fisitēr~, Flak~, Flō²~, Fǖr~, Gaffel~, Hāken~, Hande~, Hō¹f~, Hol~, Holsken~, Kasten~, Klots~, Kloªwe~, Knīp~, Knō²p~, Knō²p-lok~, Leªder~, Līm~, Lok~, Mūl~, Nē¹t~, Ōr~, Plat~, Rachen~, Ring~, Ūt-rīt~, Rōr~, Rund~, Sswik~, Twik~, Achter-wāgen~.
2448 Zeichen · 75 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 8.–11. Jh.
    Altenglisch
    tangesw. F. (n)

    Köbler Ae. Wörterbuch

    tange , sw. F. (n) Vw.: s. tang (2)

  2. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    tangeF.

    Köbler Mnd. Wörterbuch · +3 Parallelbelege

    tange , F. nhd. Zange, Lichtputzschere, Dochtschere, Feuerzange, umgreifende Klammer, Fessel (F.) (1), Schließe, Spange …

  3. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    TangeDie

    Campe (1807–1813)

    † Die Tange , Mz. — n , der Tannzapfen.

  4. modern
    Dialekt
    Tangef.

    Westfälisches Wb.

    Tange f. [verbr.] 1.1. Zange; zum Halten, Biegen und Trennen dienendes Werkzeug aus zwei durch ein Scharnier verbundenen…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit tange

722 Bildungen · 76 Erstglied · 646 Zweitglied · 0 Ableitungen

tange‑ als Erstglied (30 von 76)

tange 1

KöblerAfries

tange 1 , st. F. (ō) nhd. Zange ne. tongs (Pl.) Hw.: vgl. an. tǫng, ae. tang (2), anfrk. tangan, as. tanga, ahd. zanga Q.: W E.: germ. *tang…

tangeken

KöblerMnd

tange·ken

tangeken , N. nhd. „Zängchen“, kleine Zange, kleines einteiliges Greifwerkzeug, Pinzette E.: s. tange, ken W.: s. nhd. Zängchen, N., Zängche…

tangeken, tengeken

MNWB

tangeken·tengeken

° tangeken, tengeken, n. : 1. kleine Zange, „ Vate, dar inne syn o(e)rde, dorslach, tengeken, schereken edder desser ghelyk, ghifft dat punt…

tangelbaum

DWB

tangel·baum

tangelbaum , m. nadelholzbaum: tangel- oder nadelbäume so im gemeinen leben schwarzholz genennet werden. Heppe jagdlust 3, 352 .

Tangelbisseⁿ

Idiotikon

Tangelbisseⁿ Band 4, Spalte 1698 Tangelbisseⁿ -ä- 4,1698

Tangelbloch N

Idiotikon

Tangelbloch N. Band 5, Spalte 13 Tangelbloch N. 5,13

Tangele

WWB

tang·ele

Tangele IdW.: Angeln un Tangeln a) Getreidegranne. — b) Nadel der Konifere ( Kr. Warburg Wbg Kü). ¶ RhWB WWB-Source:238:RhWb RhWb 8,1050: Ta…

tangeleⁿ

Idiotikon

tangeleⁿ Band 13, Spalte 600 tangeleⁿ 13,600

tangelholz

DWB

tangel·holz

tangelholz , n. nadelholz Frisch 2, 361 b ( auch tangerholz aus einer pommerischen holzordnung vom j. 1719). Heppe leith. 209 . Nemnich 3, 4…

Tangelistock

Idiotikon

Tangelistock Band 10, Spalte 1762 Tangelistock 10,1762

tangellaib

DWB

tangel·laib

tangellaib , m. eine abgabe an den dorfschmied, urspr. wol für das dengeln der sensen u. s. w.: um disen lon und tangellaib solle der schmid…

tangelmann

DWB

tangel·mann

tangelmann , m. schwäb. dangelmann, was dengelmännlein Birlinger a. a. o.

Tangelmannli

Idiotikon

Tangelmannli Band 4, Spalte 281 Tangelmannli 4,281

Tangelmoos

Campe

tangel·moos

Das Tangelmoos , — es, Mz . u. das Nadelkolbenmoos (Lycopodium selago L .).

tangelmos

DWB

tangel·mos

tangelmos , n. auch nadelkolbenmos, lycopodium selago Nemnich 2, 477 . Oken 3, 318 .

tangeln

DWB

tang·eln

tangeln , tängeln , s. DWB dengeln theil 2, 925: ehe der schnitter die sense tängelt Musäus 4, 15 ; kneten: der affe habe über den lehm sich…

Tangelschnuer

Idiotikon

Tangelschnuer Band 9, Spalte 1309 Tangelschnuer 9,1309

Tangelsichleⁿ

Idiotikon

Tangelsichleⁿ Band 7, Spalte 189 Tangelsichleⁿ 7,189

Tangelsteiⁿ

Idiotikon

Tangelsteiⁿ Band 11, Spalte 902 Tangelsteiⁿ -ä- 11,902

Tangelstreu

Campe

tangel·streu

Die Tangelstreu , o. Mz . Streu, wozu man Tangeln nimmt, die Nadelstreu ; zum Unterschiede von der Laubstreu, Strohstreu .

Tangeltrückli

Idiotikon

Tangeltrückli Band 14, Spalte 864 Tangeltrückli 14,864

Tangeltütschi

Idiotikon

Tangeltütschi Band 13, Spalte 2192 Tangeltütschi 13,2192

tange als Zweitglied (30 von 646)

Äscherstange

Campe

Die Äscherstange , Mz. die — n, bei den Lohgerbern, eine Stange, an deren Ende ein Brettchen befestigt ist, den Kalk in dem Äscher in die Hö…

Bohnenstange

RDWB1

Bohnenstange f каланча перен. ; худой, как жердь; долговязый разг. ; дылда разг. ; коломенская верста идиом. , разг. ; дядя достань воробышк…

Fahnenstange

RDWB1

Fahnenstange f Ende der ~ idiom. , umg. - всё, каюк разг. ; (это) конец; (нам) кранты разг.

abdrucksstange

DWB

abdruck·s·stange

abdrucksstange , f. eine kleine stange im schlosz eines gewehrs, welche in die nusz einspringt, dasz es nicht losgehe.

Abgleichstange

Campe

abgleich·stange

Die Abgleichstange , Mz. die — n, ein Werkzeug der Uhrmacher, womit sie untersuchen, ob zwischen Feder und Schnecke das richtige Verhältniß …

ABWURFSTANGE

DWB2

abwurf·stange

DWB2 ABWURFSTANGE f. DWB2 vom wild abgeworfene ( geweih ) stange: DWB2 ⟨1909⟩ ( d. eichkatze ) schärft die zähne an einer abwurfstange vom r…

Achsenstange

RhWB

achsen·stange

Achsen-stange Bitb f.: eiserne Achsenspille an der Holzachse, die von beiden Seiten unter der A. mittels eines Riegels verbunden wird.

Äscherstánge

Adelung

aescher·stange

Die Äscherstánge , plur. die -n, bey den Lohgärbern, eine Stange mit einem Brete am Ende, den Kalk in dem Äscher damit in die Höhe zu heben.

ALARMSTANGE

DWB2

alarm·stange

DWB2 ALARMSTANGE f. DWB2 stange als feuerzeichen zur auslösung von alarm ( vgl. älteres lärmstange): DWB2 ⟨z.j.1809⟩ sahen wir in der vor un…

Angeletange

WWB

angele·tange

Angele-tange Zange zum Biegen von Angeln Kr. Iserlohn Isl Kr. Iserlohn@Iserlohn Is .

Anwaagstange

PfWB

Anwaag-stange f. : ' Stange, die zur Anwaage gehört ', Aaⁿwoostang [ KU-Bedb ].

armstange

KöblerMnd

armst·ange

armstange , F. nhd. „Armstange“, Armfessel (?) E.: s. arm (2), stange L.: MndHwb 1, 123 (armstange) Son.: örtlich beschränkt

aufsitzstange

DWB

aufsitz·stange

aufsitzstange , f. hünerstange, mhd. hanboum: hanboume stuonden blôʒ, der zadel hüener abe in schôʒ. Parz. 194, 7 .

Ausreißstange

PfWB

Ausreiß-stange f. : ' Stange, mit der Wingertsstöcke ausgerissen werden ', Ausreißstang [ NW-Kallstdt ].

Balancierstange

Pfeifer_etym

balancier·stange

Balance f. ‘Gleichgewicht’. Auf spätlat. bilanx ‘Waage mit zwei Waagschalen’ (s. bi- und vgl. lat. lanx, Genitiv lancis, ‘Schüssel, Schale’)…

Bandtange

WWB

band·tange

Band-tange Zange des Küfers zum Anziehen des Faßreifens Kr. Olpe Olp Kr. Olpe@Rhonard Ro = WWB-Source:42:Bröcher Bröcher 20.

Baumstange

RhWB

baum·stange

Baum-stange f.: RA.: Er hät en por Ben wie en B. dünn Trier-Waldrach .

Beªrwenstange

WWB

bearwe·n·stange

Beªrwen-stange ⟨ „ Biäwenstangen “ ( Kr. Tecklenburg Tek Kr. Tecklenburg@Ibbenbüren Ib ), „ Biärm- “ ( Kr. Osnabrück Osn At) ⟩ dass.

Bekkentange

WWB

bekken·tange

Bekken-tange. bekn-tange eine Zangenart, mit der die Luppe aus dem Schweißofen geholt wurde (Mark Ellbracht 34).

bernetange

KöblerMnd

berne·tange

bernetange , F. nhd. „Brennzange“, Schmiedewerkzeug E.: s. bernen, tange L.: MndHwb 1, 224 (bernetange)