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Tändeln

nhd. bis spez. · 9 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Campe
Anchors
9 in 9 Wb.
Sprachstufen
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7

Eintrag · Campe (1807–1813)

Tändeln v., intrs

Bd. 4, Sp. 772a
Tändeln, v. intrs 1) Eigentlich, leichte Bewegungen zum Vergnügen oder Zeitvertreibe machen; in welchem Verstande man es im N. D. dendeln, demken nennt, wenn man ein Kind auf dem Schoße tanzen läßt; in Schlesien tillazzeln. I weiterer und gewöhnlicher Bedeutung, zum Vergnügen oder Zeitvertreibe sich mit unbedeutenden, kleinlichen oder unnützen Dingen beschäftigen, oder auf eine etwas kindische, spielende Art mit etwas umgehen Mit etwas tändeln, anstatt sich ernsthaft zu beschäftigen. Er tändelt gern. Mit einem Kinde tändeln. Mit den Mädchen tändeln. I N. D. in dieser Bedeutung auch dammeln, daueln, draueln, fenteln  in andern Gegenden dahlen, im Holsteinschen herbeln. 2) Zaudern, zögern, wahrscheinlich zunächst, sofern spielende Beschäftigung mit kleinlichen unnützen Dingen daran Schuld ist; im N. D. tünteln. D. Tändeln.
841 Zeichen · 16 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Tändeln

    Adelung (1793–1801) · +3 Parallelbelege

    Tändeln , verb. regul. neutr. mit dem Hülfsworte haben. 1. Eigentlich, leichte Bewegungen bloß zum Vergnügen oder Zeitve…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    tändeln

    Goethe-Wörterbuch

    tändeln [bisher nicht publizierter Wortartikel]

  3. modern
    Dialekt
    tändelnschw.

    Pfälzisches Wb. · +1 Parallelbeleg

    tändeln schw. : ' scherzen, spielen ', dändele [ ZW-Bottb ]. Rhein. VIII 1049 .

  4. Spezial
    tändeln

    Deutsch-Ladinisch (Mischí) · +1 Parallelbeleg

    tän|deln vb.intr. matié (-iëia), fá matades, fá damat.

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit taendeln

3 Bildungen · 0 Erstglied · 1 Zweitglied · 2 Ableitungen

Zerlegung von taendeln 2 Komponenten

tand+eln

taendeln setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

taendeln als Zweitglied (1 von 1)

vertändeln

DWB

ver·taendeln

vertändeln , verb. , seit ende des 17. jhs. nachzuweisen, beliebt zur bezeichnung verschiedener arten leichtsinnigen thuns und durchbringens…

Ableitungen von taendeln (2 von 2)

vertändeln

DWB

vertändeln , verb. , seit ende des 17. jhs. nachzuweisen, beliebt zur bezeichnung verschiedener arten leichtsinnigen thuns und durchbringens…

Zitieren als…
APA
Cotta, M. (2026). „taendeln". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 12. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/taendeln/campe
MLA
Cotta, Marcel. „taendeln". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/taendeln/campe. Abgerufen 12. May 2026.
Chicago
Cotta, Marcel. „taendeln". lautwandel.de. Zugegriffen 12. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/taendeln/campe.
BibTeX
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