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Tändeln

nhd. bis spez. · 9 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Adelung
Anchors
9 in 9 Wb.
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Eintrag · Adelung (1793–1801)

Tändeln

Bd. 4, Sp. 528
Tändeln, verb. regul. neutr. mit dem Hülfsworte haben. 1. Eigentlich, leichte Bewegungen bloß zum Vergnügen oder Zeitvertreibe machen, in welcher Bedeutung es doch jetzt mit der folgenden weitern zusammen geflossen ist. Ein Kind auf dem Schoße tanzen lassen, heißt in diesem eigentlichen Verstande noch im Nieders. dendeln, demken, in Engl. to dandle, in Schlesien tillazzeln. 2. In weiterm Verstande, sich zum Zeitvertreibe oder zur Belustigung mit unerheblichen Kleinigkeiten oder unnützen Dingen beschäftigen; spielen. Das heißt nur getändelt. Mit einem Kinde tändeln. Er tändelt gern. Den ganzen Tag mit Tändeln zubringen. Mit einem Frauenzimmer tändeln, in einigen gemeinen Mundarten dahlen. 3. Zaudern, zögern, in einer Sache mit unnützer Langsamkeit verfahren, vermuthlich zunächst, so fern diese Langsamkeit von unnöthiger Beschäftigung mit Kleinigkeiten herrühret; im gemeinen Leben in Nieder-Deutschland tünteln. So auch das Tändeln. Anm. Im Engl. to dandle, im Französ. dandiner. Bey dem Horneck lautet dieses Wort mit der ausländischen Endung -iren, tändellieren. Es ist überwiegend wahrscheinlich, daß leichte, spielhafte Bewegung der herrschende Begriff in diesem Worte ist, so[] daß es von tanzen, denken, in seiner ursprünglichen Bedeutung, und dem Schwed. danka, herum schweifen, nur im Endlaute verschieden ist. Die Sylbe -eln bedeutet theils eine Wiederhohlung, theils auch eine Verkleinerung. Für tändeln in der zweyten Bedeutung gebrauchen die Niedersachsen auch dammeln, draueln, daueln, fenteln u. s. f.
1525 Zeichen · 30 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Tändeln

    Adelung (1793–1801) · +3 Parallelbelege

    Tändeln , verb. regul. neutr. mit dem Hülfsworte haben. 1. Eigentlich, leichte Bewegungen bloß zum Vergnügen oder Zeitve…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    tändeln

    Goethe-Wörterbuch

    tändeln [bisher nicht publizierter Wortartikel]

  3. modern
    Dialekt
    tändelnschw.

    Pfälzisches Wb. · +1 Parallelbeleg

    tändeln schw. : ' scherzen, spielen ', dändele [ ZW-Bottb ]. Rhein. VIII 1049 .

  4. Spezial
    tändeln

    Deutsch-Ladinisch (Mischí) · +1 Parallelbeleg

    tän|deln vb.intr. matié (-iëia), fá matades, fá damat.

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit taendeln

3 Bildungen · 0 Erstglied · 1 Zweitglied · 2 Ableitungen

Zerlegung von taendeln 2 Komponenten

tand+eln

taendeln setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

taendeln als Zweitglied (1 von 1)

vertändeln

DWB

ver·taendeln

vertändeln , verb. , seit ende des 17. jhs. nachzuweisen, beliebt zur bezeichnung verschiedener arten leichtsinnigen thuns und durchbringens…

Ableitungen von taendeln (2 von 2)

vertändeln

DWB

vertändeln , verb. , seit ende des 17. jhs. nachzuweisen, beliebt zur bezeichnung verschiedener arten leichtsinnigen thuns und durchbringens…