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stümper

mhd. bis spez. · 14 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

DWB
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15 in 14 Wb.
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Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

stümper m.

Bd. 20, Sp. 420
stümper, m. , bemitleidenswerter; untüchtiger mensch. herkunft und form. 11) entsprechend nur mnl. stomper Verwijs-Verdam 7, 2202, nl. stumper, stumperd nl. wb. 16, 382. schwed. stympare, norw.n. stymper aus dem mnd., s. Hellquist svensk et. ordb. 893; Falk-Torp 1194. von stump, stumpf truncus, und zwar eher vom subst. als vom adj., vgl. aber A; zur bildung vgl. schweiz. buscher 'mensch von kleiner gestalt' Staub-Tobler 4, 1773 und 2stumper, s. o.; kaum von stumpfen 'verunstalten', s. sp. 465, jedenfalls -er nicht als suffix eines nomen agentis, denn die älteste bedeutung von stümper ist eine passive, s. A. stumpf und stümper verhalten sich in ihren bedeutungen zu einander wie ahd. stumbal truncus und stumpal stolidus, s. sp. 398. vgl. auch, im sinne von stümper B 1, bair.: stumpf 'mensch, der in einem handwerk, ohne es ordentlich gelernt zu haben, aushilft' Schmeller-Fr. 2, 762. 22) vereinzelt anders abgeleitet, nach dem typus auf -nâri: iezundt ist es gemeyn, das schier kein bettler, kein stumppner ist, ehr will ein herr geheiszen sein (1519) Egranus ungedr. pred. 60 Buchwald; mit einem zweiten, als suffix eines nom. ag. aufgefaszten -er erweitert: štümperer pfuscher Bauer-Collitz 101a. 33) nd. herkunft, seit dem 14. jh. bezeugt, aus dem nd. früh ins md. gelangt; bei Luther (A 2) neben dem gleichbedeutenden, im nd. fehlenden stümpler; bei obd. autoren, abgesehen von Moscherosch (stümpfer christl. vermächtn. [1643] 265), erst im 18. jh.; entsprechend die mundartliche verbreitung: nd., besonders im westen, auch holstein. und ostpreusz.; md. vereinzelt, s. luxemburg. ma. 427; Müller-Fraureuth 2, 584; vorkommen im obd., s. Martin-Lienhart 2, 597; Hunziker Aargau. 264, beruht auf schriftsprachlichem einflusz, s. Fischer schwäb. 5, 1916. 44) vom 16. bis ins 18. jh. häufig verhochdeutschte formen mit pf. — mnd. überwiegend nicht umgelautet, so gelegentlich nd. noch im 17. und 18. jh.; daneben jedoch schon 1387 umgelautet, s. Schiller-Lübben 4, 450. bedeutung. AA. in seinen äuszeren verhältnissen unglücklicher, schwacher, jämmerlicher, beeinträchtigter; älteste bedeutung, anscheinend direct auf der ältesten bedeutung von stumpf 'verstümmelt', s. sp. 441, beruhend; jedoch kann secundäre, wenn auch sehr alte, anlehnung an das adj. eingetreten sein. A@11) armer, in schlechten verhältnissen sich befindender mensch: stumper, unsalige, dertighe (elend) miser Diefenbach nov. gl. 254b; auch gl. 363b; stumper, onghevelligher (d. i. jämmerlicher) miser v. d. Schueren Teuth. 384b Verdam; stümper miserae aut tenuis conditionis homo, der abgestumpfet und stumpf worden ist Schottel 1426; ähnlich Stieler 2225. ganz eng in der bedeutung 'vermögensloser': hastu keynen menschen zu eynem stumpere gemacht, der dar noch von armut stelen ader rauben muste J. Geffcken bilderkatech. d. 15. jh., beil. 103; da begehrten die benomenen (denen ihr eigentum confisciert worden war) nur zu sterben, den sie waren zu stompfers geworden Grunau preusz. chron. 3, 174, ähnlich 1, 372; ist auch nicht ein geringer schaden, der aus stetigen schwelgen kömpt, du wirst arm und zum stümper J. Gigas postilla (1595) 1, 80; verbunden mit der bedeutung 'geiziger': lasz es an gelde und gûte nicht gebrechen, das du nicht karg und ein stümper geheiszen werst (md. hs. d. 15. jh.) altd. bl. 1, 136. meist mehr auf die gesamtlage bezogen, die aber als von den vermögensverhältnissen abhängig gedacht wird: ein laster, welches nicht allein arme stümper und diebe, sondern auch wol reiche und herrliche besessen hat H. Roth catechism. pred. (1573) 1, 78b; also mus ich das leben mein, auf Christus wort hin wagen, sonst werd ich dort ein stümper sein, gros armut ewig tragen V. Triller schles. singbüchl. (1555) d 3; modern noch nd.: (ich) sah recht deutlich wieder, dasz die pflege des 'patriotischen' in unserm lande sache der stümper, der bedienten, der armen teufel ist Fontane familienbr. 1, 265. 'mühselig lebender': du (armer köhler) ligst allhie im wald, arbeitest tag und nacht, bleibst doch für und für ein armer mühseliger buler und stumpffer Kirchhof wendunm. (1581) 131a; een koopmann sünder geld is n stümper in de welt Kern-Wilms Ostfriesl. 39; man ... ist ein elender stümper schlägt sich elend durchs leben Frischbier 2, 385b. besonders 'ein bestimmtes, wenig ertragreiches, geringes gewerbe betreibender', wie stümpler 1: ein appoteker efte ein visweker (fischweicher), ein tepper, ein oltlepper (schuhflicker), ein racher (schinder) efte ein ander stumper dodes danz 65 Bäthcke; kleinkrämer und stümper bei Kinderling reinigk. 404; am häufigsten von den fischern, einem der armseligsten berufe: und zuvor war ein armer stümper, ein nasser bruder und loser plümper Pape christ. sors (1617) m 1a; (Petrus) war ein stümper und ein plümper, er arbeitete sich die gantze nacht müde, und konte doch keine fisch bekommen Schupp schr. 6; fischer sünd plümpr, un wenn se nicks krîgn, sünd arm stümpr Danneil altmärk. 158. A@22) schon früh stark pejorativ 'wegen seiner armseligkeit verachteter': do weren dusse vordorven stumper unde weddereven de dar dat aldermynste to geven konden efte wolden (v. 1502) städtechron. 16, 393; du stümper, hettest müssen ein bettler seyn, wenn ich dich nit genommen hett Luther tischreden (1576) 308; 'hoffnungsloser': was hast du stümper je gethan, damit du könst fr gott bestan? Dedekind christl. ritter l 8a. een stomper homme de mauvais gouvernement, haud frugi homo, homo negligens, mali regiminis Plantijn thes. theut. ling. (1573) Ee 1; ebenso stomper homo obtusus, hebes, ignavus, negligens, non frugi Kilian (1605) 533. A@33) wegen seiner, wie auch immer bedingten, miszlichen lage bemitleideter; schon in ältester zeit: nu werde ich geczegen des könyglichen schatzes; o we und we myr armen stümper md. hs. a. d. 15. jh. in altd. bl. 1, 141; alzo vyl der arme stumper yn das vas (und ertrank) ebda 139. später häufig mit dem nebensinn 'wegen seiner ungeschicklichkeit mit gutmütigem, mehr oder weniger geringschätzenden mitleid betrachteter', besonders guter stümper: wie der gute stümper in seiner thorheit ersoffen war Chr. Weise erznarren (1704) 125; daher der gute stumpffer auch beide hände, zur schutzwehr so viel weniger gebrauchen können E. Francisi alleredelste rache (1668) 265; die ohren müssen dem ehrlichen stümper wol geklungen haben Chr. Weise erznarren 64 ndr. anders, im sinne von 'kleiner, unbedeutender tropf': al bin ich der onreynste der eyn magh siin in libe; jedoch ist se de kleynste von hertzen und demutichst aller wybe ... wy snoed ich si, ich bin ir eyghen stumper bruder Hans Marienl. 978 M. in verbindung mit der bedeutung 'wegen seiner untüchtigkeit oder sonstwie schlechten lage verachteter' in wenigen attributiven wendungen, besonders armer stümper noch in jüngerer und modernster sprache erhalten: der tantzmeister war ein armer stümpfer, dahero er das mittel ergriffen, einigen freundlichen mägdchen seine kunst ohne entgeld zu lehren Sylvanus verw. muttersöhngen (1728) 78; ich lache nur den guten stümper aus: die definition samt den divisionen sind nicht drei heller wert Henrici ernst-scherzh. u. sat. ged. 1, 478; ohne sie (die lehrlinge) in dem handwerk und in der kunst zu üben, welches ... die welt mit vielen armen stümpern anfüllt Basedow method. unterr. 206; an der eigentlich modernen bedeutung (B) häufig teilnehmend: niemals aber ist das wahre genie ... ein solcher armer stümper Bürger w. 340a Bohtz. A@44) im nd. 'körperlich gebrechlicher': t is n olden (oder armen) stümper fan n kërel ten Doornkaat-Koolman 3, 354; 'mensch von schwacher gesundheit' Krüger Emden 68; klacaŕ hinker, stümper, stelzfusz, krüppel Pfuhl oberlaus. wb. 254. selten, nur bei nd. autoren, literarisch geworden: der arme stümper sieht nur nicht mehr genug dazu Bismarck br. a. s. braut 64; nur mit dem fusze muszt du nicht stampfen wollen; denn dann sieht mans ... dasz du stümper das zipperlein hast J. Chr. L. Haken in lit.-denkm. 66-69, 95; mit starkem accent der zärtlichkeit: mein stümper (d. i. Bismarck), welch eine unruhe wird heut in seinem hause sein! J. v. Bismarck br. 55. verächtlich alter stümper: ... du bist schon spack und spahn, ein alter stümper, der nicht mehr kann Droysen Aristophanes (1835) 2, 141; ich bin ein alter stümper, ein müder mann, dessen thatkraft und productivität erschöpft ist Roon denkw. 2, 411. BB. 'der in seinem handwerk, kunst und wissenschaft nichts oder nur geringes versteht und leistet', in breiter zone zwischen dem in einer sache ungeschickten bis zu dem eine geringwertige geistige haltung zeigenden, seit dem 17. jh.; aus der bedeutung 'wegen seines zustandes bemitleidenswerter' hat sich die bedeutung 'wegen seiner untüchtigkeit verachtenswerter' entwickelt; zudem wird die neue bedeutung im gegensatz zur alten activisch empfunden: stümper ist, wer stümpert. stümper hat, anders als stümpler und pfuscher, nie die concrete bedeutung 'auszerhalb der zunft stehender handwerker' gehabt, vgl. aber stümperhandwerker, sp. 423; auch der moderner sprache eigene gegensatz von stümper zum gelernten fachmann beruht lediglich auf dem pejorativen gehalt des wortes. B@11) dennoch oft als handwerklicher sphäre angehörend empfunden: die anzahl derer stimper in denen handwercken, professionen, künsten und wissenschaften W. B. v. Tschirnhausz getreuer hofm. (1727) 219; einer von denen unrechten reimern, die man, nach gebrauch der handwercksleute, hudler oder stümper nennet Frisch unsauberk. 5; eine natürliche und unvermeidliche dialektik der reinen vernunft, nicht eine, in die sich etwa ein stümper durch mangel an kenntnissen selbst verwickelt Kant schr. 3, 237 akad.; möchte ... lieber einen groszen mann in seinem schlafrocke und seiner nachtmütze, als einen stümper in seinem feyerkleide sehen Lessing 10, 138 L.-M.; sondert sich der poetische mittelkopf und der stümper von dem wahren dichter ab Kretschmann s. w. 2, 15. ganz isoliert, wohl schlechthin als beschimpfung: 'verächter der scharfrichter und abdecker' Lux scharfrichter (1813) 136. B@22) weniger häufig in reiner ausbildung der diesem wie anderen wörtern der sippe (s.stümpeln 2) anhaftenden bedeutung 'der etwas unvollständig tut oder keine ausgeprägte haltung hat': der ist ein stümper, der sein werk nur auf die hälfte bringt und dann weggeht Schiller 2, 134 G.; ein weib zu nehmen, das ist nicht recht, er ist kein meister, er ist kein knecht, ein stümper musz er sein Mittler dtsche volksl. 931. B@33) charakteristische und häufige verbindungen. B@3@aa) antithetisch neben meister: denn er ist ein meister, nicht ein stümper, das sol alle welt preisen V. Herberger trawrbinden (1612) 334; ein guter meister macht ein ding recht; aber wer einen stümper dinget, dem wirds verderbet spr. 26, 10 revidierte bibelübers., dagegen Luther: hümpler. B@3@bb) von pfuscher zunächst unterschieden, indem stümper den untüchtigen, wenn auch ehrlichen, pfuscher aber den gegen die gewerbegesetze verstoszenden handwerker bezeichnet, s. Gottsched beob. 285 ff.; Eberhard syn. 5, 282; heute meist in ihrem gemeinsamen pejorativen sinne: dem pfuscher oder stümper hilft es (das instrument) die unsägliche menge nüchterner, geistloser compilationen vermehren J. G. Forster s. schr. 5, 369; die stümper überhaupt, die spötter miteinander sind unter dem Crispin im kleinen vorgestellt. und scheinen, setzt man sie dem pfuscher an die seite, so tumm, so arg sie sind, noch klug und fromme leute Chr. Günther (1735) 492. B@3@cc) unterstreichung des pejorativen charakters durch beschimpfende attribute: in den köpfen meistens armseliger stümper J. Grimm kl. schr. 6, 236; da müszt ich ein erbärmlicher stümper seyn Schiller 2, 24 G.; am häufigsten und am sinnstärksten elender stümper: was die musik betreffe, würde der kleine ... ein elender stümper bleiben ewiglich und immerdar E. Th. A. Hoffmann 10, 82 Gris.; dem verächtlichen sinne entspricht auch die verbindung mit jeder: die liebe sonne ist vor andern so unglücklich, dasz sie einem jedem stümper zur zuflucht dienen musz Gottsched vernünft. tadl. 1, 295. B@44) arten der verbindung mit einem beziehungswort. meistens präpositional mit in: wer die zeitungen nicht achtet, der bleibet ... ein ... stümper in der wissenschaft der welt und ihrem spielwerk Stieler zeitungslust (1695) )( 8a; selten mit dem reinen genitiv, poetisch: du kenner, der du edel und feuervoll, beiden nie schmeichelnd, beiden furchtbar stümper der tugend und schriften hassest Klopstock oden (1889) 1, 18. das beziehungswort als attribut: selbst technische stümper erfinden compositionen H. Steffens was ich erlebte 9, 258; schilt nicht die für poetische stümper, die einen hayn, ... u. s. w. malen, sondern am unrechten orte malen Herder 3, 156 S. CC. als erstes element in compositis wie B im sinne von 'von einem stümper herrührend; unzulängliche art zeigend', seit dem 18. jh., meistens in gelegenheitsbildungen, das ältere stümpel- gleicher function, s. sp. 416, ersetzend, älter nur stümperargument. stümperchor: und dort, versammelt um Ovid ein stümperchor, sein schönstes lied elendig travestiren Lindemann mädgen v. Orleans 1, 133;
13220 Zeichen · 275 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    stümperstm.

    Mhd. Handwörterbuch (Lexer)

    stümper stm. stümper, schwächling. lasz es an gelde und gûte niht gebrechen, das du nicht karg und ein stümper geheiszen…

  2. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    stümperm.

    Mittelniederdeutsches Wb.

    stümper , m. , 1. der sozial schlecht gestellt , bedürftig, verelendet, besitzlos ist, ên arme s. wērden ; der allgemein…

  3. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Stümper

    Adelung (1793–1801) · +4 Parallelbelege

    Der Stümper , des -s, plur. ut nom. sing. derjenige, welcher das, was er zu können und zu wissen vorgibt, nur sehr unvol…

  4. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Stümper

    Goethe-Wörterbuch

    Stümper [bisher nicht publizierter Wortartikel]

  5. modern
    Dialekt
    Stümper

    Elsässisches Wb. · +4 Parallelbelege

    Stümper [ʿStempər Logelnh. ] m. wie hochd. einer, der in seinem Fach nichts leistet. ‘

  6. Sprichwörter
    Stümper

    Wander (Sprichwörter)

    Stümper 1. Die grössten Stümper machen die meisten Späne. – Simrock, 10005; Körte, 5794. 2. Ein Stümper findet kein gute…

  7. Spezial
    Stümper

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Stüm|per m. (-s,-) (Pfuscher) fuscer (-i) m. , pantuciadura (-res) m. , patoch (-oc) m. , slober (-bri) m.

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit stuemper

35 Bildungen · 33 Erstglied · 1 Zweitglied · 1 Ableitungen

Ableitung von stuemper

stump + -er

stuemper leitet sich vom Lemma stump ab mit Suffix -er, mit Umlaut-Wechsel.

Zerlegung von stuemper 2 Komponenten

stuem+per

stuemper setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

stuemper‑ als Erstglied (30 von 33)

stümperarbeit

DWB

stuemper·arbeit

stümperarbeit , f. , unvollkommene, schlechte arbeit: darum ist bei ihnen auch so viele stümperarbeit und so wenig freies, echterfreuliches …

stümperargument

DWB

stuemper·argument

-argument , n. : dieweil nu der arme mensch mit seinen stümpferargumenten nichts das fur in sein möchte kan erhalten Cyr. Spangenberg wider …

stümperchen

DWB

stuem·perchen

stümperchen , n. , nd., zärtlich von einem bemitleidenswerten menschen, wie stümper A: seyn sie nicht allzu barsch wenn sie sie bekommen. da…

stümperei

DWB

stumpe·rei

stümperei , f. , abstractbildung zu stümper und stümpern, seit dem 16. jh. bezeugt; auch stümpferei, wie stümpfer, s. sp. 420. 1 1) armselig…

Stümperey

Adelung

stumpe·rey

Die Stümperey , plur. die -en, ungeschickte, unvollkommene Arbeit oder Fertigkeit; in einigen Gegenden Stümplerey.

stümpergedicht

DWB

stuemper·gedicht

-gedicht : das ein stümpergedicht mit demselben behagen recitirt, wie etwa ein Rückertsches R. Schumann ges. schr. 4, 263 ;

stümperhaft

DWB

stump·erhaft

stümperhaft , adj. , unzulänglich, unvollkommen, entsprechend stümper B, seit dem 17. jh. bezeugt. von der art etwas zu tun: ( die spielleut…

stümperhaftigkeit

DWB

stuemper·haftigkeit

stümperhaftigkeit , f. , zuerst gebucht von Campe 4, 731 : dasz so viel halbheit, stümperhaftigkeit und lebensüberdrusz das feinste geäder d…

stümperhand

DWB

stuemper·hand

-hand : der schilt die schöpferhand gottes für eine stümperhand A. G. Meiszner skizzen 3, 210 ;

stümperhandwerker

DWB

stuemper·handwerker

-handwerker , wie stümpler 1: die flick- oder stümpferhandwerker durften sich nur im weichbild der stadt ... ansiedeln Bruns volksw. d. prov…

stümpericht

DWB

stumpe·richt

stümpericht , adj. , ds. wie stümperig, in allgemein pejorativem sinne: was hat uns der alte kindischer kerl und stümperichter kalmeuser zu …

stümperîe

MNWB

stumpe·rie

° stümperîe , f. , Kleinlichkeit, Knauserei (Bugenhagen-Bibel Sirach 35, 14, lat. munera prada).

stümperig

DWB

stumpe·rig

stümperig , adj. , kümmerlich, körperlich schwach und gebrechlich, entsprechend stümper A 4. mundartlich fries., nd. und thür., s. Möller sö…

stümperin

DWB

stump·erin

stümperin , f. , von stümper. 1) ' unglückseliges, dummes weib ', wie stümper A: o du stümperinne, weisz du nicht, das du bist in das husz u…

stümperisch

DWB

stumpe·risch

stümperisch , adj. , ' armselig ', wie stümper A, jedoch mit dem beisinn ' schimpflich, schamlos ', vielleicht unter anlehnung an 2 stumpfen…

stümperlein

DWB

stuemper·lein

stümperlein , n. und m., alem., kosewort der mutter für das kind Martin-Lienhart 2, 597 ; ungeschicktes mädchen beim seilspringspiel: stumpe…

stümperlich

DWB

stump·erlich

stümperlich , adj. , stümperhaft: das urtheil lautete: wir hätten uns beide stümperlich geschlagen T. W. Gubitz erlebn. 1, 43 . —

Stümpermäßig

Campe

stuemper·maessig

Stümpermäßig , adj . u. adv . einem Stümper gemäß, stümperhaft. »Aber meine Relation (Erzählung, Darlegung, Bericht), wenn ich sie dagegen h…

stümpermäszig

DWB

stümpermäszig , adj. : der zeug ist schon verschnitten: ich werde einflicken oder recken müssen. — aber das klingt so stümpermäszig Lessing …

stümperpferd

DWB

stuemper·pferd

-pferd : da jener, der zuerst sein stümperpferd entrisz hinzuschrieb: pferd und ja nicht schaaf ist dies Herder 29, 425 S.;

stümperpolitik

DWB

stuemper·politik

-politik : man hat diese absicht unterstellt, weil sie vollkommen der stümperpolitik entspricht J. Venedey Irland 2, 424 ;

stümperschaft

DWB

stuemper·schaft

stümperschaft , f. : frühe liebeslieder sind es, in denen der erkennende am besten den zu ewiger stümperschaft verdammten von dem werdenden …

stümpertum

DWB

stuemper·tum

stümpertum , n. : viel von seinem künstlerischen wollen und vollbringen sprechen, ist mir stets ein merkmal des stümperthums gewesen F. Wehl…

stuemper als Zweitglied (1 von 1)

pracherstümper

MNWB

pracher·stuemper

*° pracherstümper , m. : sozial niedrig gestellte Person ohne nennenswerten Besitz, Bettler, nümmermêr rîke wērden sondern ên p. blîven (Nic…

Ableitungen von stuemper (1 von 1)

gestümper

DWB

gestümper , n. , verbalsubstantiv zu stümpern: gestümper, se dit de tout ouvrage mal fait Schwan 1, 737 , bungle, work badly done Adler dict…

Zitieren als…
APA
Cotta, M. (2026). „stuemper". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 10. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/stuemper/dwb?formid=S54508
MLA
Cotta, Marcel. „stuemper". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/stuemper/dwb?formid=S54508. Abgerufen 10. May 2026.
Chicago
Cotta, Marcel. „stuemper". lautwandel.de. Zugegriffen 10. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/stuemper/dwb?formid=S54508.
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