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Storchschnabel

nhd. bis spez. · 12 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Meyers
Anchors
13 in 12 Wb.
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Eintrag · Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

Storchschnabel

Bd. 19, Sp. 67
Storchschnabel (Pantograph, früher auch Affe), ein zuerst von Christ. Scheiner 1631 in seiner »Pantographia, seu Ars delineandi res quaslibet« beschriebenes Instrument zur Übertragung von Zeichnungen in verkleinertem, vergrößertem oder gleichem Maßstabe. Die jetzt üblichste Einrichtung zeigt die beistehende Figur 1. A B C D ist ein aus vier Linealen gebildetes Gelenkparallelogramm, in dessen Ecken Achsen senkrecht auf der Zeichnungsebene stehen. Werden auf den Linealen AB und B C zwei Punkte O und R so ausgewählt, daß sie mit D auf einer geraden Linie liegen, und wird im Punkt O eine auf dem Zeichenbrett feste senkrechte Achse (Pivot), die den Drehpunkt für die ganze Bewegung des Storchschnabels bildet, ferner in R ein Führungsstift befestigt, der über die zu übertragende Figur, z. B. dem Rechteck r, hingeführt wird, so wird ein in D eingesetzter Schreibstift eine der Figur r ähnliche Figur d beschreiben. Das Größenverhältnis der Figuren r und d ist dann gleich BR : BC. Durch Verschiebung der Punkte R und O auf den mit Teilung versehenen Linealen läßt sich dies Verhältnis beliebig ändern. Will man die gegebene Figur vergrößern, so braucht man nur die Einsätze für den Führungsstift und Zeichenstift zu vertauschen. Fig. 2 zeigt einen S. andrer Konstruktion. Derselbe besteht aus dem Gelenkparallelogramm A B C D und dem Lineal E F, das parallel zu C D damit verbunden wird. In dem Schnittpunkt O der Diagonalen des Parallelogramms mit E F befindet sich die feste Achse, in A der Führungsstift, in C der Schreibstift. Das Größenverhältnis der beiden Figuren a und c ist gleich AO : OC = AE : ED und kann durch Verschiebung der Lineale beliebig geändert werden. Bei den schwebenden Pantographen hängt das Instrument mittels Drähte an einem kraneuartigen Gestell, so daß nur der Fahrstift auf der Zeichnung ruht, und ist mit einer Libelle, das Gestell mit Dosenniveau versehen. Vgl. Burmester, Lehrbuch der Kinematik, Bd. 1 (Leipz. 1888); Pellehn, Der Pantograph 1603–1903 (Berl. 1903).
2008 Zeichen · 22 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Storchschnabel

    Adelung (1793–1801) · +3 Parallelbelege

    Der Storchschnabel , des -s, plur. die -schnäbel, eigentlich, der lange spitzige Schnabel des Storches. Figürlich, wegen…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Storchschnabel

    Goethe-Wörterbuch

    Storchschnabel [bisher nicht publizierter Wortartikel]

  3. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Storchschnabel

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57) · +2 Parallelbelege

    Storchschnabel od. Pantograph , ein von dem Jesuiten Scheiner in der ersten Hälfte des 17. Jahrh. erfundenes, nachher ve…

  4. modern
    Dialekt
    Storchschnabel

    Schweizerisches Idiotikon · +2 Parallelbelege

    Storchschnabel Band 9, Spalte 1067 Storchschnabel 9,1067

  5. Sprichwörter
    Storchschnabel

    Wander (Sprichwörter)

    Storchschnabel Einem den Storchschnabel stechen. »Sobald er den Rücken kehrt, machen sie ihm Eselsohren, schlagen sie ih…

  6. Spezial
    Storchschnabel

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Storch|schna|bel (Geranium sp.) m. (-s, ...schnäbel) ‹bot› gerane (-ni) m. ▬ Blutroter Storchschnabel (Geranium sanguine…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit storchschnabel

6 Bildungen · 6 Erstglied · 0 Zweitglied · 0 Ableitungen

Zerlegung von storchschnabel 3 Komponenten

storch+(schna+bel)

storchschnabel setzt sich aus 3 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

storchschnabel‑ als Erstglied (6 von 6)

Storchschnabelart

Campe

storchschnabel·art

Die Storchschnabelart , Mz. — en , eine Art des Storchschnabels. I der Pflanzenlehre nennt man nach der natürlichen Verwandtschaft Storchsch…

storchschnabelisieren

DWB

storchschnabelisieren , verb. , ( vereinzelt ) mit dem storchschnabel zeichnen ( s. oben 3, b, ε ). hier das partic. als adj.: Mainz war jet…

storchschnabelkraut

DWB

storchschnabel·kraut

storchschnabelkraut , n. , kraut von geranium ( oben 3, c ): nim holderblätter und storckenschnabelkraut zu einer salbe gegen rothlauf Gäbel…

Zitieren als…
APA
Cotta, M. (2026). „storchschnabel". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 15. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/storchschnabel/meyers
MLA
Cotta, Marcel. „storchschnabel". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/storchschnabel/meyers. Abgerufen 15. May 2026.
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Cotta, Marcel. „storchschnabel". lautwandel.de. Zugegriffen 15. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/storchschnabel/meyers.
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