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Kopiermaschine

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Eintrag · Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

Kopiermaschine

Bd. 11, Sp. 468
Kopiermaschine, Vorrichtung zur mechanischen Reproduktion von Körperformen unter Benutzung eines gleichen oder ähnlichen Modells. Alle Kopiermaschinen beruhen auf dem Prinzip, einen Punkt der Maschine durch Andrücken an das Modell nach den Formen des letztern zu bewegen und diese Bewegung vermittelst passender Verbindungen so auf ein Werkzeug zu übertragen, daß dieses die gleiche Bewegung in zwangläufigen Bahnen in gleichem, kleinerm oder größerm Maß ausführt. Ist z. B. eine Maschine so eingerichtet, daß zwei ihrer Punkte immer genau dieselben Bahnen beschreiben, so wird, wenn man den einen Punkt auf den Linien einer Zeichnung führt, der andre durch Verbindung mit einem schneidenden Werkzeug benutzt werden können, dieselbe Zeichnung in eine Platte einzugraben. Eine Wiedergabe in verändertem Maßstab wird erfolgen, wenn Führungspunkt und Werkzeug nur geometrisch ähnliche Bahnen beschreiben. Als Verbindungsmittel benutzt man am häufigsten den Storchschnabel (s. d.). Eine Statuenkopiermaschine wird im Grundgedanken durch die Abbildung dargestellt. Die Gelenkverbindung ABCDEF ist ein Storchschnabel, dessen Gewicht durch das an einer über die Rolle J geführten Schnur hängende Gegengewicht K ausgeglichen wird. Es beschreiben daher die Punkte D und F bei Bewegungen in der Ebene des Apparats ähnliche Linien. Da bei A ein Kugelgelenk angebracht ist, so kann sich die Stange AF auch um eine vertikale Achse drehen; offenbar werden aber dabei die beiden Punkte D und F ebenfalls Wege beschreiben, deren Länge ihren Entfernungen von der Achse A proportional ist. Soll nun ein kleines Modell vergrößert werden, so befindet sich in D ein Stift, der durch die Hand des Arbeiters immer gegen das Modell gedrückt wird, während in F ein schnell rotierender Meißel (für die feinsten Arbeiten mit Diamantspitze) das überflüssige Material entfernt. Beide Statuen ruhen auf drehbaren Tischen, die von den Schnecken G und H mittels der Schraubräder L und M allmählich um gleiche Winkel gedreht werden, wodurch nach und nach die ganze Statue unter den Meißel kommt. Ein andre K., der ebenfalls der Storchschnabel zugrunde liegt, ist die Heilmannsche Stickmaschine (s. d.). Über Kopiermaschinen für kongruente Nachahmung des Originals s. Tafel »Drehbank«, S. IV. Auch zur Herstellung zahlreicher andrer Gegenstände, namentlich von Maschinenteilen, kommen Kopierwerke in Anwendung, und je nach dem bestimmten Fall besitzen sie eigentümliche Konstruktion, so daß auf diesem Gebiet eine große Mannigfaltigkeit herrscht. Vgl. Guillochieren und Reliefmaschine. Über Kopiermaschinen zur Vervielfältigung von Schriftstücken etc. s. Kopieren.
2633 Zeichen · 28 Sätze

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Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    kopiermaschine

    Grimm (DWB, 1854–1961)

    kopiermaschine , f. maschine zum copieren: kunst sei kein bloszes silhouettenbrett des gesichts oder eine englische kopi…

  2. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Kopiermaschine

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

    Kopiermaschine , Vorrichtung zur mechanischen Reproduktion von Körperformen unter Benutzung eines gleichen oder ähnliche…

  3. Spezial
    Kopiermaschine

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Ko|pier|ma|schi|ne f. (-,-n) mascin da fotocopié f. , fotocopiadú (-dus) m.

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit kopiermaschine

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