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Storchschnabel

nhd. bis spez. · 12 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Campe
Anchors
13 in 12 Wb.
Sprachstufen
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Eintrag · Campe (1807–1813)

Storchschnabel Der

Bd. 4, Sp. 680a
Der Storchschnabel, — s, Mz. — schnäbel, der lange spitzige Schnabel eines Storches. Uneigentlich wegen einiger Ähnlichkeit 1) Ein zahlreiches Pflanzengeschlecht, welches sich besonders durch seine lange, dünne, spitz zulaufende und einem Storch= oder Reiherschnabel nicht unähnliche Frucht auszeichnet (Geranium L.); auch Kranichschnabel, worunter man aber in engerer Bedeutung einige Arten des Storchschnabels verstehet (s. Kranichschnabel), auch Gichtkraut  Die Arten unterscheiden sich theils durch die Gestalt ihrer Blätter, durch ihre Blüten, welche roth, fast durch alle Stufen dieser Farbe, weiß und roth gestreift sind , durch ihren Geruch  Scharlachrother oder feuriger Storchschnabel (Geranium fulgidum L.). Höckeriger St. (C. gibbosum L.), dessen Blumen bei Nacht angenehm riechen. Fleischiger St. (G. carnosum L.) mit weißen Blumen. Färbender St. (G. inquinans L.) am Vorgebirge der guten Hoffnung, dessen Blätter einen starken bisamartigen Geruch von sich geben, wenn man sie berührt, wobei die Finger zugleich mit einer rostigen Farbe beschmuzt werden. Saurer St. (G. acetosum L.) mit rosenfarbigen Blumen, dessen Blätter wie Sauerampfer schmecken. Schildförmiger St. (G. peltatum L.) mit schildförmigen fünflappigen Blättern und blaßrothen Blumen. Der wohlriechende St. (G. odoratissimum L.) mit eirunden weichen wohlriechenden Blättern und kleinen weißen Blumen. Der vielblumige, nach Bisam riechende St. (G. moschatum L.) hat wohlriechende Blätter und kleine Blumen; das Muskatenkraut. Der traurige St. (G. triste L.) hat eine schwarze knollige ausdauernde Wurzel, treibt jährlich neue Stengel und Blätter, und hat Abends und in der Nacht einen sehr angenehmen Geruch. Der knollige St. (G. tuberosum L.) hat eine knollige ausdauernde Wurzel. Der knotige St. (G. nodosum L.). Außer diesen giebt es noch viele andere Arten, unter welchen der Waldstorchschnabel, Sumpf= oder Bruchstorchschnabel, Wiesenstorchschnabel, Taubenschnabel, das Roberts= oder Gichtkraut (G. robertianum L.), die Blutwurzel (G. sanguineum L.) noch zu bemerken sind. 2) Eine Art Stachelschnecken, der Löffel (Murex haustellum L.); auch Schnepfenschnabel  3) Ein Hebezeug, mit einem langen schief hervorragenden Balken, Lasten damit aus den Schiffen und in die Schiffe zu heben. S. Krahn. 4) Ein Werkzeug, welches aus mehrern aneinander gefügten beweglichen Stäbchen bestehet, von welchen das eine, an dessen Ende ein Bleistift angebracht ist, einen Riß ins Kleine zeichnet, während man mit der Spitze an dem Ende des entgegengesetzten Stäbchens dem Umriß des Gegenstandes im Großen nachgehet oder nachzeichnet. Umgekehrt kann man auch einen Riß damit größer zeichnen. Man nennt es auch den Affen, weil es getreu nachahmet. 5) Bei den Schmieden sind die Storchschnäbel Zangen mit langen spitzen Kneipen.
2829 Zeichen · 59 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Storchschnabel

    Adelung (1793–1801) · +3 Parallelbelege

    Der Storchschnabel , des -s, plur. die -schnäbel, eigentlich, der lange spitzige Schnabel des Storches. Figürlich, wegen…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Storchschnabel

    Goethe-Wörterbuch

    Storchschnabel [bisher nicht publizierter Wortartikel]

  3. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Storchschnabel

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57) · +2 Parallelbelege

    Storchschnabel od. Pantograph , ein von dem Jesuiten Scheiner in der ersten Hälfte des 17. Jahrh. erfundenes, nachher ve…

  4. modern
    Dialekt
    Storchschnabel

    Schweizerisches Idiotikon · +2 Parallelbelege

    Storchschnabel Band 9, Spalte 1067 Storchschnabel 9,1067

  5. Sprichwörter
    Storchschnabel

    Wander (Sprichwörter)

    Storchschnabel Einem den Storchschnabel stechen. »Sobald er den Rücken kehrt, machen sie ihm Eselsohren, schlagen sie ih…

  6. Spezial
    Storchschnabel

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Storch|schna|bel (Geranium sp.) m. (-s, ...schnäbel) ‹bot› gerane (-ni) m. ▬ Blutroter Storchschnabel (Geranium sanguine…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit storchschnabel

6 Bildungen · 6 Erstglied · 0 Zweitglied · 0 Ableitungen

Zerlegung von storchschnabel 3 Komponenten

storch+(schna+bel)

storchschnabel setzt sich aus 3 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

storchschnabel‑ als Erstglied (6 von 6)

Storchschnabelart

Campe

storchschnabel·art

Die Storchschnabelart , Mz. — en , eine Art des Storchschnabels. I der Pflanzenlehre nennt man nach der natürlichen Verwandtschaft Storchsch…

storchschnabelisieren

DWB

storchschnabelisieren , verb. , ( vereinzelt ) mit dem storchschnabel zeichnen ( s. oben 3, b, ε ). hier das partic. als adj.: Mainz war jet…

storchschnabelkraut

DWB

storchschnabel·kraut

storchschnabelkraut , n. , kraut von geranium ( oben 3, c ): nim holderblätter und storckenschnabelkraut zu einer salbe gegen rothlauf Gäbel…

Zitieren als…
APA
Cotta, M. (2026). „storchschnabel". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 15. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/storchschnabel/campe
MLA
Cotta, Marcel. „storchschnabel". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/storchschnabel/campe. Abgerufen 15. May 2026.
Chicago
Cotta, Marcel. „storchschnabel". lautwandel.de. Zugegriffen 15. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/storchschnabel/campe.
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