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ständig

nhd. bis spez. · 12 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

DWB
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Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

ständig adj.

Bd. 17, Sp. 771
ständig, adj. feststehend, dauernd: ableitung zu stand bezw. standen = stehen. sie begegnet ahd. und mhd. nur in zusammensetzungen, s. Graff 6, 609. Lexer handwb. 2, 1175. (selbstständiger in der wendung: dor wider stendig sin, sich widersetzen, die Lexer nachtr. 370 aus der Heiligenstädter willkür v. 1335 beibringt.) im nhd. findet sich das wort seit der 1. hälfte des 16. jahrh. (Sender chron., s. unten), doch zunächst meist in verwendungen, die vom heutigen sprachgebrauche abweichen. von den lexicographen hat es zuerst Hulsius (1616) aufgenommen, doch fehlt es noch bei Stieler, und Steinbach 2, 671 setzt es ausdrücklich als 'vox ratione derivationis solum annotata' an. vgl. auch noch Frisch 2, 318b: ständig, adj. steht selten allein, aber öffter in der composition. nach Heynatz Antibarb. 2, 441 sagt man ständig (in den bedeutungen 2 und 3, c) 'in Niedersachsen im gemeinen leben.' (in neuerer zeit ist es in der bedeutung 2 ganz gewöhnlich.) mnd. begegnet stendich in zahlreichen belegen, die alle aus der 1. hälfte des 16. jahrh. stammen, s. Schiller-Lübben 4, 387a, doch stets in der bedeutung des hd. geständig, zugestehend (s. theil 4, 1, 4198 f.); es ist also von ständig zu trennen. dagegen gehören hierher nl. standigh, stabilis, Kilian 2, 630a und schwed. ständig. heute scheint das wort den oberd. mundarten fremd zu sein, dagegen findet es sich im mitteld. (fränk.-thür.) und im niederd.: in Handschuhsheim štenic(h) Lenz 67b, westerw. stännig Schmidt 231. Kehrein 1, 388, luxemb. stänneg Gangler 429, oberhess. schdennich Crecelius 804; thür. šdanig Hertel sprachsch. 233, schtannig Liesenberg 204; nd. ständig brem. wb. 4, 993. Schütze 4, 180. Stürenburg 259b, štänd(e)ch Bauer-Collitz 98b, stännig Mi 86a. Danneil 209b, stennig Strodtmann 229. Schambach 209b. vgl. noch Weigand 2, 796. Kluge6 375b. 11) in der ältern sprache findet sich ständig, obwol im ganzen selten, in mannigfacher verwendung, wobei meistens die sinnliche bedeutung des stehens noch deutlich ist. 1@aa) ganz eigentlich von menschen findet sich vereinzelt der adverbiale dat. plur.: da der hencker das schwert hat auszochen, und es der knab gesechen hat, ist er also bunden auff der hauptstatt hin und her gelauffen ... also hat er dem knaben stendigen den kopf abgehauen. d. städtechron. 23, 110, 1 (Sender Augsb. chron. v. 1536, zu 1505, vgl. die var. unter ständling). ständig 'im stehen' bezeichnet hier also die aufrechte körperhaltung im gegensatz zum liegen, knien u. s. w., ohne den begriff der ortsbewegung auszuschlieszen. 1@bb) in andern fällen dagegen bezeichnet es gerade das verweilen an demselben orte im gegensatze zum fortgehen. so in der verbindung ständig machen. 1@b@aα) von dauerndem, festem wohnsitz: indesz ... war mein endlicher wille, dasz ich in einem jahre nicht wieder nach Liegnitz ziehen wollte, sondern etwan ins reich zu einem herrn reisen ... darum denn i. f. g. auf andere mittel gedachten, wie sie mich ständig und verbindlich machen möchten. schicken derowegen nach meinem vater und begehren, er wolle mir erlauben, dasz ich wissentlich an i. f. g. hof ziehen möchte. Schweinichen 1, 116 (zu 1575). 1@b@bβ) fliehende zum stehen bringen: mit diesem aber erschien ein verschimmelter ... mensch; welcher als ein vermeintes gespenste ... alle anwesende verjagte, und ob dieser zwar winckte und ruffte, sie hätten sich für ihm als einem lebendigen menschen nichts zu befürchten, so war doch ausser uns beyden niemand ständig zu machen, bisz endlich könig Erich selbst hierzu kam. Lohenstein Armin. 2, 887a. 1@cc) besonders von zugthieren, störrisch, widerspenstig, wofür auch stätig, -isch, vgl. das.: allein hiesz es, restitor, ein haupt-mangel der pferde, s. stätig, stüttig. Frisch 2, 318b; von ständigen pferden. wann sie im ziehen stille stehen, und von der stelle nicht wollen ... es ist ein böse tücke an einem pferde, wanns ständig ist, dann wann man mit dem wagen im koth steckt, so wollen sie alsdann nicht wieder anziehen, und soll offt eines die andern alle ständig machen. Coler hausb. 1, 382b; sie schicken sich zusammen als wie ein alter träger ständiger esel und ein junges frisches geiles pferd für einen pflug gespannet. interim 180; jhe edler pferd, jhe arger launen ... wie offt wol ist es worden stendig, odr ist gelauffen gar unbendig? froschm. P 6a; wie sollt' ich hoffen nur zu langen an das ziel, da mich ein ständig pferd zurücke tragen wil. Scherffer Hugo 111, s. Frommann 4, 186 und Drechsler W. Scherffer s. 251. s. auch Schm.2 2, 765. so noch jetzt westerwäld. stännig, s. Schmidt 231. Pfister 283. Kehrein 1, 388. 1@dd) vereinzelt von pflanzen, feststehend: hier eine eiche, markig, ständig, die fichte dort, gelenk, lebendig. Kinkel Otto der schütz 9. 1@ee) als bergwerksausdruck: ständiges, stehendes gebirge 'festes, in sich selbst haltbares, keiner zimmerung oder mauerung bedürfendes gebirge' (s. oben standhaft 1, d): das verfahren bei der ausmauerung hängt ... davon ab, ob das ort, welches ausgemauert werden soll, von mehr oder weniger ständigem oder von schwimmendem gebirge umgeben ist. s. Veith 219 (gegensatz: lockere, unständige schichten. ebenda); seigere, oder stehende, ständige markscheide, grenze zweier neben einander liegender grubenfelder, die durch eine verticale ebene gebildet ist (im gegensatze zu der horizontalen flachen oder schwebenden markscheide). 334; solche markschaften, es seyen stendige oder flache, sollen getreulich gehalten werden, dasz keiner verruckt werde. ungar. bergwerksordn. v. 1575, erläut. 8, § 11 bei Th. Wagner corpus juris metallici (Leipzig 1791) 251. 22) in neuerer sprache fast nur in zeitlichem sinne, von beständig nicht oder wenig verschieden, dauernd, nicht nur vorübergehend. 2@aa) zufrühest von einnahmen, aus- und abgaben, wo es die regelmäszigen zum unterschied von den gelegentlichen, zufälligen bezeichnet, wo dann zu dem begriffe der zeitlichen fortdauer der des festgesetzten und sichern hinzukommt: ständig, stable, asseuré. ständige zinsz und gülte, rentes asseurées, ce qui revient de certain. Hulsius (1616) 306a; -ständig, -stendig, adj. stato, fisto, certo, fermo. v. beständig. ständige renten, ständige einkommen haben, haver rendite, entrate ferme, certe, fisse, annuali. Kramer dict. 2, 931c; 'ständige spanndienste, beständige, welche das ganze jahr zu bestimmten zeiten fortdauern, gemessene. ständige gefälle, beständige, im gegensatze der unständigen, d. i. zufälligen oder veränderlichen'. Adelung. 2@bb) in neuerer sprache auch sonst von dem, was bei gegebenem anlasz regelmäszig wiederkehrt: diese namen konnten wieder mit der zeit in förmliche und ständige appellativa übergehen. J. Grimm Reinhart fuchs s. ii; von Berthold Auerbach ist es bekannt, dasz er weit über den eignen bedarf gedanken und einfälle verfertigte .. das bewusztsein dieses reichthums machte ihn verschwenderisch, und wenn er im gespräch mit anderen schriftstellern dergleichen kleine geistige nippsachen hervorbrachte, war es eine ständige redensart von ihm: 'wollen sie es haben? ich schenke es ihnen'. H. Seidel sonderbare geschichten7 81 (herr Omnia). hier ist ständig üblicher als beständig, aber doch schon seltener als stehend. gleich gut sind beide wörter in verbindungen wie: ja, ihr frommen helden, unter ständigen todesgefahren habt ihr eure wahrheit verkündet. Auerbach neues leben 2, 90. 2@cc) in andern fällen bezeichnet ständig das, was gleichmäszig andauert, wo in der regel beständig vorgezogen wird; vgl.: 'in Niedersachsen sagt man im gemeinen leben: ... sie leben in ständiger feindschaft.' Heynatz 2, 441. so: ein ständiger hunger nach neuem ist eine zeitungskrankheit. Hippel lebensl. 1, 419 bei Heynatz 2, 441. — ungewöhnlich für beharrlich, gleichmäszig, einheitlich: der character des helden (Wallenstein), der meiner meinung nach auch eine verbesserung bedürfte, könnte gewisz mit wenigem ständiger gemacht werden. Karl August in einem briefe vom 31. jan. 1799 bei Düntzer Göthe u. K. A. 2, 777. — für immer gültig: was man auch für seltsame einwendungen gegen eine wesentliche schönheit des körpers überhaupt, gegen ewig wahre, ständige principien körperlicher schönheit ausgeheckt hat. Lavater fragm. 1, 59. 2@dd) ständig (nicht beständig) ist im nhd. häufig zur bezeichnung von menschen, die eine thätigkeit dauernd ausüben oder die ein für allemal wozu ernannt sind, vgl. Brinckmeier glossar. diplom. 2, 573b: als wir aber jhnen anzeigen wolten, dasz wir ... willens weren .., sie auch in die gemeinschafft der ständigen priester auffzunehmen (μετόχους τῶν ἀεὶ ἱερέων καταστῆσαι). 3 Macc. 3, 20; die knappschaft besteht aus ständigen und unständigen bergarbeitern. ständige bergarbeiter sind diejenigen, welche in die knappschafts-rolle eingetragen sind; unständige hingegen diejenigen, welche nur zeitweilig und mit der bedingung, dasz sie nach vorhergegangener kündigung jederzeit entlassen werden können, zur bergarbeit angenommen werden. quelle bei Veith bergwb. 64. — auch die thätigkeit selbst hat dies beiwort: weil sie zu ständigem tagelöhnern nicht viel gelegenheit und noch weniger stetigkeit haben, so wandern sie als handelsleute in die umgegend. Frenssen Jörn Uhl 39. — ferner ständiges mitglied einer körperschaft, und von solchen körperschaften und collegien selbst, z. b. ein ständiger ausschusz. ständige garnison in einer stadt u. a. m. entsprechend ständige befestigung. (auffällig ist eine von Campe angezogene stelle, wo ständig gerade den entgegengesetzten sinn zu haben scheint: da die vielfältigen abänderungen der senate bei dem kammergerichte zu manchen klagen anlasz gegeben, so legt der verfasser einen plan vor, nach welchem der senat künftig nicht blosz ständig sein [also für eine session] und eine gewisse bestimmte zeit beisammen bleiben, sondern perpetuirlicher senat sein sollte.) 2@ee) in neuerer zeit sehr geläufig als adverb, gleichbedeutend mit beständig, fortwährend, stets: er ist ständig nicht zu hause. Heynatz Antibarb. 2, 441 ('in Niedersachsen' 'im gemeinen leben'); er ist ständig auf der strasze. Frischbier 2, 362a; gott und alle seine heiligen engel waren auf unsrer hochzeit, und die sind ständig beinah sichtbar um uns, wenn wir allein sind. Hippel 1, 162; der geistliche herr ... las dann den text aus der groszen, ständig auf dem kanzelbrette lagernden bibel. C. F. Meyer nov. 1, 191. (in folgender stelle vielleicht eher als prädicatsadj. zu nehmen: [der mensch] beleibt nit stendig in einem wesen. Albr. v. Eybe 42b.) so weit verbreitet in der volkssprache Mittel- und Norddeutschlands, s. die idiotiken von Lenz 67b ('auf die dauer'). Crecelius 804. Hertel sprachsch. 233. Liesenberg 204. Frischbier 2, 361b f. nd. s. Strodtmann 229. brem. wb. 4, 994. Schütze 4, 180. Mi 86a. Stürenburg 259b. Schambach 209b; besonders in der verbindung stets und ständig Hertel a. a. o. Liesenberg 204. Danneil 209b. Schambach 209b. 33) besonderheiten, besonders mundartliches. 3@aa) in der ältern sprache vereinzelt für '(an einen) adressiert': die mit j. k. w. eignen handenn geschribene an mich stendige credentz (beglaubigung). Heidelberger urk. v. 1589 bei Dief.-Wülcker 862. 3@bb) im luxemb. bedeutet stänneg bejahrt: èng stänneg frau 'eine frau, die schon bei jahren ist'. Gangler 429. 3@cc) andres im nd. so begegnet stendich schon mnd. (16. jahrh.) im sinne des hochd. geständig, s. oben und Schiller-Lübben 4, 387a. ebenso im neueren nd. he will niks ständig wesen, er leugnet alles. brem. wb. 4, 993; he wull nikks ständig staan. Stürenburg 259b; s. ferner Schütze 4, 180. Mi 86a. Danneil 209b. 3@dd) dann auch im sinne von 'schuldig' (der bei jemand noch etwas 'stehen' hat): wy sünd hier noch wat stennig. Strodtmann 229; bet nu her to bin ik jou niks ständig. brem. wb. 4, 994; hei is mek nits stennig. Schambach 209b. 3@ee) der bedeutung 2 näherstehend sagt man in Holstein: ik glov et ständig, sicher, fest. Schütze 4, 180.
12012 Zeichen · 294 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Ständig

    Adelung (1793–1801) · +3 Parallelbelege

    Ständig , adj. et adv. stehend, was stehet, ein für sich allein nur in einigen Fällen übliches Wort. Ständige Spanndiens…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    ständig

    Goethe-Wörterbuch

    ständig [bisher nicht online publizierter Wortartikel]

  3. modern
    Dialekt
    ständig

    Elsässisches Wb. · +4 Parallelbelege

    ständig [tantik O. Bf. ; tænti Str. ; tanti K. Z. ; tænteχ Wh. ; tainik M. ; táini Geisp. ; táni Bisch. ] Ad. stä…

  4. Spezial
    ständigadj

    Dt.-Russ. phil. Termini · +2 Parallelbelege

    ständig , adj постоянный , п

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit staendig

41 Bildungen · 3 Erstglied · 25 Zweitglied · 13 Ableitungen

Ableitung von staendig

stand + -ig

staendig leitet sich vom Lemma stand ab mit Suffix -ig, mit Umlaut-Wechsel.

Zerlegung von staendig 2 Komponenten

staen+dig

staendig setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

staendig‑ als Erstglied (3 von 3)

ständigkeit

DWB

staendig·keit

ständigkeit , f. certezza, statezza, fermezza. Kramer dict. 2, 931 c , der es jedoch nur in zusammensetzungen zu kennen scheint, wie auch St…

ständiglich

DWB

stand·iglich

ständiglich , adj. adv. , ganz vereinzelt für ständig (2, a ): ständiglich, revenant de certain au seigneur, nombré mesuré, ou poisé sans di…

staendig als Zweitglied (25 von 25)

abständig

DWB

abständig , emoriens, deficiens: ein abständiger baum; abständiges holz; dasz die bäume alterten und zum theil schon abständig wären. Stolbe…

anständig

DWB

anstan·dig

anständig , adv. apte, decenter: sie antwortete mir sanft und gefällig, wie es einer anständig betrübten ziemt. Göthe 21, 29 ; der späte mon…

bauständig

DWB

bau·staendig

bauständig , sartus tectus, in gutem bau und stand: als die weitschweifige last hiesigen groszen regimentes bawständig und bei seinen würden…

beständig

DWB

bestan·dig

beständig , adv. continuo, firmiter: einen todten auferwecken und bestendig ( auf die dauer ) lebendig machen. Ayrer proc. 2, 10 ; nach zwei…

Beyständig

Adelung

bey·staendig

* Beyständig , adj. et adv. 1) Hülfe oder Beystand leistend, doch nur im Oberdeutschen, und Niedersächsischen, wo bistandig eben diese Bedeu…

feuerbeständig

DWB

feuer·bestaendig

feuerbeständig , ignis vim sustinens, fixus: ein feuerbeständiges durchsichtiges rubinglas. Felsenb. 4, 561; hierauf wird das gerippe zur st…

geständig

DWB

gesta·endig

geständig , adj. und adv. , mhd. gestendic, mnl. ghestandigh, constans, firmus Kilian, nrhein. und mnd. gestant, ostfries. gestand, gestandi…

inständig

DWB

instan·dig

inständig , adj. und adv. beharrlich, gleichsam inne stehend, im gleichen zustande bestehend ( vgl. oben instand); ahd. als adv. instendigo …

rechtsbeständig

DWB

rechts·bestaendig

rechtsbeständig , adj. und adv. zu recht bestehend ( vgl. zu recht bestehen sp. 383 unter k ): und solche ( summe ) dem dortigen waisenhause…

rechtsständig

DWB

rechts·staendig

rechtsständig , adj. einem gerichte ständig, dessen gerichtsbarkeit unterworfen. Adelung ; rechtständig, ad juri standum obligatus, paratus:…

rechtsverständig

DWB

rechts·verstaendig

rechtsverständig , adj. das gesetzliche recht verstehend: eine frage rechtsverständigen männern vorlegen; ein rechtsverständiges gutachten. …

rückständig

DWB

rueck·staendig

rückständig , adj. residuus Stieler 2132 . Frisch 2, 130 c : von meinen rückständigen forderungen hab ich keinen deut gekriegt. Hölty 249 ; …

selbstständig

DWB

selbst·staendig

selbstständig , adj. für sich bestehend, unabhängig. Adelung ; substantialis Frisch 2, 262 b ; so schon mnd. sulfstandich Schiller - Lübben …

überständig

DWB

ueber·staendig

überständig , adj. 1 1) was über die gehörige oder bestimmte zeit gestanden hat, seit dem 16. jahrh. litterarisch bezeugt. 1@a a) vom holz: …

unanständig

DWB

unanständig , adj. adv. , verneintes oder eingeschränktes anständig. um die mitte des 17. jhs. ringt die form unanständig noch mit der form …

unbeständig

DWB

unbe·staendig

unbeständig , adj. adv. , nicht beständig; ἀσταθής , inconstans; nach wesen, kraft oder dauer ohne bestand. erst aus dem 15. jh. belegt, das…

unständig

DWB

unständig , adj. adv. , gth. v. ständig. mnd. unstendich; mnl. onstandich, -stendich. vgl. unbeständig, unstet. 1 1) ständig 1 entsprechend,…

unverständig

DWB

unver·staendig

unverständig , adj. adv. , nicht verständig ( th. 12, 1, 1571). spätmhd. unverstendic; mnd. unvorstendich neben unvorstendel; mnl. nl. onver…

unvollständig

DWB

unvoll·staendig

unvollständig , adj. adv. , nicht vollständig ( s. d. ). dän. ufuldstændig; schwed. ofullständig. von diesem neueren, erst im 18. jahrh. nac…

verständig

DWB

verstan·dig

verständig , adj. u. adv. , ableitung von verstand, seit der mhd. periode weit verbreitet. form. mhd. verstendec mhd. wb. 2, 2, 591 b ; Lexe…

vollständig

DWB

voll·staendig

vollständig , adj. , das wort fehlt im mhd. und wird auch von den älteren nhd. lexikographen nicht verzeichnet, obgleich belege seit dem 16.…

wohlanständig

DWB

wohlan·staendig

-anständig , adj. und adv. , was wohl ansteht in sittlicher hinsicht, zuweilen auch in ästhetischem verstande für wohlgefällig. 'wohlanständ…

zuständig

DWB

zuständig , adj. , mhd. noch nicht belegt, aber mnd. tôstendich Schiller-Lübben 4, 592 , mnl. Verwijs-Verdam 8, 480 . wie im mnd. und mnl., …

Ableitungen von staendig (13 von 13)

beständig

DWB

beständig , adv. continuo, firmiter: einen todten auferwecken und bestendig ( auf die dauer ) lebendig machen. Ayrer proc. 2, 10 ; nach zwei…

beständigen

DWB

beständigen , stabilire: und als er ( Karl der gr. ) den namen des keiserthuombs bestendiget im Niderland, stiesz in ein fieber an. Frank ch…

beständiglich

DWB

beständiglich , adv. firmiter: er überwand die jüden bestendiglich. apost. gesch. 18, 28 ; wie die schrift bestendiglich zeuget. Luther 5, 8…

geständig

DWB

geständig , adj. und adv. , mhd. gestendic, mnl. ghestandigh, constans, firmus Kilian, nrhein. und mnd. gestant, ostfries. gestand, gestandi…

geständigen

DWB

geständigen , verb. eingestehen: die von dem beklagten geständigten umstände. anfrage der clevischen regierung in Kleins annalen 12, 37 , be…

Mißständig

Campe

Mißständig , — er, — ste , adj . u. adv . einen Mißstand habend, übel anstehend.

unständig

DWB

unständig , adj. adv. , gth. v. ständig. mnd. unstendich; mnl. onstandich, -stendich. vgl. unbeständig, unstet. 1 1) ständig 1 entsprechend,…

urständig

DWB

urständig , adj. , adv. zu urstand 1: die urständige oder vorgehende gnaden gottes Harsdörffer secretarius 1, S s s 1 a ; unter den vier hau…

verständig

DWB

verständig , adj. u. adv. , ableitung von verstand, seit der mhd. periode weit verbreitet. form. mhd. verstendec mhd. wb. 2, 2, 591 b ; Lexe…

Verständige

GWB

Verständige [bisher nicht publizierter Wortartikel]

verständigen

DWB

verständigen , verb. , denominativbildung zum vorigen. Wilmanns gramm. 2 , § 128, 2 macht darauf aufmerksam, dasz schon dem stammwort ver- z…

verständiglich

DWB

verständiglich , adj. und adv. , ein altes wort, das im 17. jh. erlischt. mhd. verstendiclich, auch ohne umlaut adv. verstanteclîchen mhd. w…

verständigung

DWB

verständigung , f. , in einem belege aus dem 17. jh. vertreten ( Harsdörffer 1656 s. unten ), taucht dann in den wbb. des 18. jh. auf, in de…

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Cotta, M. (2026). „staendig". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 9. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/staendig/dwb
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Cotta, Marcel. „staendig". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/staendig/dwb. Abgerufen 9. May 2026.
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Cotta, Marcel. „staendig". lautwandel.de. Zugegriffen 9. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/staendig/dwb.
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