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Staden

mhd. bis sprichw. · 15 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Pfeifer_etym
Anchors
18 in 15 Wb.
Sprachstufen
7 von 16
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27
Verweise raus
38

Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)

Staden

Staden

Gestade n. ‘Meeresufer, Küste, Strand’, mhd. gestat (Genitiv gestades) ist eine Kollektivbildung zu ahd. stad m. (8. Jh.), stado m. n. (Hs. 12. Jh.), mhd. stat (Genitiv stades) m. n., stade m., nhd. Staden m. (15. Jh.), asächs. stað m., mnd. stāde n., aengl. stæþ n., got. staþs m. (oder staþ n.) ‘Ufer, Gestade’ (germ. *stada- n.). Verwandt sind (mit anderer Stammbildung) anord. stǫð ‘Stand, Stelle, Landeplatz’, lat. status ‘das Stehen, Stellung, Stand’, statuere ‘hin-, aufstellen’, lit. statùs ‘gerade, direkt, schroff, unhöflich, steil, abschüssig’. Sie führen als Bildungen mit Dentalsuffix auf die Wurzel ie. *stā- und gehören damit zu der unter stehen (s. d.) behandelten Wortfamilie. Gestade bezeichnet im Gegensatz zum Wasser das ‘Feststehende, das Festland’, wird jedoch von dem sich vom Nd. her ausbreitenden Ufer in die poetische Sprache abgedrängt.
863 Zeichen · 41 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    staden

    Mhd. Handwörterbuch (Lexer) · +2 Parallelbelege

    staden s. stade;

  2. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    staden

    Mnd. Handwb. (Lübben/Walther) · +1 Parallelbeleg

    staden, sw. v. = steden.

  3. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Stadenv., trs

    Campe (1807–1813) · +1 Parallelbeleg

    † Staden , v. trs . im N. D. 1) Bestätigen, einsetzen. 2) Gestatten. D. Staden. D. — ung .

  4. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Staden

    Goethe-Wörterbuch

    Staden [bisher nicht online publizierter Wortartikel]

  5. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Staden

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09) · +1 Parallelbeleg

    Staden , 1) Stadt in der hess. Provinz Oberhessen, Kreis Friedberg, an der Nidda, hat eine evang. Kirche, Synagoge, Schl…

  6. modern
    Dialekt
    Staden

    Elsässisches Wb. · +6 Parallelbelege

    Stade n [ʿStâtə Mü. Co. Hf. Wh. ; ʿStôtə K. Z. ; Pl. ʿStátə Bf. ] m. 1. Staden, Ufer. Ër is t am S. üwerm Fische n i n g…

  7. Sprichwörter
    Staden

    Wander (Sprichwörter)

    Staden Doa loas i ma an stad'n aufgeigna. ( Niederösterreich. )

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit staden

25 Bildungen · 9 Erstglied · 13 Zweitglied · 3 Ableitungen

staden‑ als Erstglied (9 von 9)

Stadenfadem

RhWB

staden·fadem

Staden-fadem -tfdəm Trier-Fell Mehring m.: starke, schraffe Schnur am Gabelnetz (Gaudes), die beiden Gabelspitzen verbindend; sie schleift…

Stadenfresser

LothWB

staden·fresser

Stade n fresser Uferunterspüler: stille Wässer, Stadefresser Mü. baier. 2, 732: stille Wasser fressen das Stad.

Stadengeld

RhWB

staden·geld

Staden-geld -ādə- Bernk-Thalfang (veralt.) n.: Standgeld auf dem dortigen Markte.

Stadenhuppser

PfWB

staden·huppser

Staden-huppser m. : ' das Insekt Wasserläufer (Gerris gibbifer) ', Starehubbseʳ (ˈšdārə̩hubsəʳ) [ PS-Bundth ]; Syn. s. Wasserläufer .

Stadenochs

ElsWB

staden·ochs

Stade n ochs [‘Stôtəòks Z. Prinzh. ] m. der Ochse auf der linken Seite von der Deichsel.

Stadenriestel

ElsWB

Stade n riestel n. rechte Handhabe am Hinterteil des Pfluges Hf.

staden als Zweitglied (13 von 13)

afbestāden

MNWB

afbestāden , swv. , abschichten, durch Ausstattung abfinden.

anbestaden

KöblerMnd

anbestaden , V. Vw.: s. anebestaden*

anebestaden

KöblerMnd

ane·bestaden

anebestaden , V. nhd. anberaumen, festsetzen E.: s. ane (2), bestaden L.: Lü 15a (anbestaden)

bestāden

MNWB

best·aden

bestāden , bestādigen s. bestēden, bestêden, bestēdigen, bestêdigen.

erstāden

MNWB

erst·aden

erstāden , swv. , erstatten, ersetzen; (stāden) gestatten.

upstāden

MNWB

upstāden , swv. : 1. c. A. p. Einlass gewähren , „ wente hertoge Wilhelm sin vader one to Wulffenbuttel upstadede in der meninge dat he myt …

vorstāden

MNWB

vorst·aden

vorstāden , vorstēden , vȫrstāden , swv. , gestatten , erlauben, vorlassen, zulassen, tõm ampte v. zur Zunft zulassen, in die Zunft aufnehme…

vōrtstāden

MNWB

vort·staden

vōrtstāden , -stēden , swv. , zulassen, als Meister in die Gilde aufnehmen, tõ mê(i)ster v. Vgl. vorstāden.

ūtstaden

KöblerMnd

ūtstaden , sw. V. Vw.: s. ūtstāden*

Ableitungen von staden (3 von 3)

bestāden

MNWB

bestāden , bestādigen s. bestēden, bestêden, bestēdigen, bestêdigen.

erstāden

MNWB

erstāden , swv. , erstatten, ersetzen; (stāden) gestatten.

gestāden

MNWB

gestāden , stāden , swv. , gestatten.