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sœben

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MeckWB
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Eintrag · Mecklenburgisches Wb.

sœben Zahlwort

Bd. 6, Sp. 495
Wossidia sœben Zahlwort sieben; säben, -w- Mi 73a; meist lautlich vereinfacht sœbm; sœm; a. Spr.: 'in Deme Soven unde veftighesten Jare' (1457) Ebel Urfehden 189. 1. eig.: dee hett sœben (nämlich Sinne; vgl. Sinn) as de Bor ist verrückt WiWismar@OertzenhofOertz; du kannst danzen un nich bet sœben tellen nicht beim Dreschen zu siebt Takt halten Schö; de Rathusklock in Rostock steiht ümmer up half sœben (Spott auf die Stadtverordneten) Ro; im Vgl.: sei trök 'n Gesicht as sœben Dag' Rägenwäder WiWismar@PoelPoel; Sprww.: 'de van seven spreckt, de lügt', weil man ... öfters sagte, Ich wills selbst sieben beschwören, und doch hernachmahls falsch befunden ward Franck Meckl. 1, 169; sœben mit einen Slagg, säd' de Snider, un slög' sœben Fleigen dot Lu Ludwigslust@LaupinLaup; Kegelruf: sœben ahn Fru un Kegel WaWaren@RöbelRöb; Anruf an die Weihe: In dinen Katen Sünd sœben Soldaten RoRostock@GresenhorstGres; Reim zum Siebensprung-Tanz (vgl. Sœben- sprüng'): Unse Katt hett sœben Jungen: Nd. Kbl. 13, 39; im Laternenlied: Sœben Katten beten sick: Wo. V. 4, 626; Abzählreim: Een, twee, dree, vier, fif, söß, sœben, Uns' oll Katt hett Jungen krägen: 937—39; doch meist in hd. Form 912—36; spöttisch über eine alte Jungfer: dei is all œwer dreimal sœben (näml. Jahre) HaHagenow@RedefinRed. 2. feste Verbindungen: de sœben Kennewarden die sieben Siebener-Merkmale des alten Rostock, vgl. Bd. 4, 223; sœben Sinnen s. Sinn; sœben Bräuder s. Sœbenbräuder; sœben Saken s. Sœbensaken; sœben Sleper s. Sœbensleper; sœben Sprüng' s. Sœbensprüng'; Nummer sœben Gefängnis Nd. Kbl. 29, 82; 30, 9; Irrenhaus s. Nummer (Bd. 5, 141); ne anner Klock sœben s. Klock 2 a (Bd. 4, 365). 3. sieben wird oft als große, aber unbestimmte, typische Zahl gebraucht a. lange Zeiträume: wenn du (ein Kind) dat (etwas Weggeschlepptes) nich wedderbringst, denn geiht di 't sœben Stunnen slecht Prügeldrohung Ro; oh, lat em (Kind) man blarren, dee blarrt keen sœben Dag' ebda; du frettst jo, as wenn du in sœben Dag' nicks krägen hest RoRostock@KlockenhagenKlock; dee (todkrank aussehende Frau) süht ut, as wenn s' all sœben Dag' inne Ierd' stäken hett (begraben war) Wa; in sœben Wäken Wo. V. 1, 130 a; dee (ein Dicker) hett sœben Johr an 'n Titt lägen Wa; dee (ein Schäfer von absonderlichem Verhalten) hett sœben Johr in de Brak gahn ebda; dee (ein Dummkopf) hett sœben Johr mit de Fibel up 'n Heubœhn säten (statt zur Schule zu gehen) PaParchim@BenzinBenz; dor heff ick sœben Johr üm weent Wo. V. 2, 1; de Grütt dee kaakt noch sœben Johr 4, 366; ick heff di (den Storch) in sœben Johr nich mihr seihn 2, 1254; Frugensrat un Räuwsaat gerött alle sœben Johr Wa; alle sœben Johr kümmt 'n Ding taupaß Mahnung, nichts wegzuwerfen WiWismar@PoelPoel; dat kümmt langsam as bi 'n Ossen de Melk, all' sœben Johr 'n Druppen Ro; ick heww di ... in säben kolle Winter nich seihn Reut. 3, 260. b. weite Strecken: 'n Kleed, dat is sœben Mil un 'n Dörp lang WaWaren@RogeezRog; dee (verdorbenes Wild) stinkt jo sœben Milen in de Wind up (gegen den Wind an) RoRostock@WarnemündeWarn; dee (ein Dummkopf) is sœben Mil hinner de Ossen Wa; ick (Schäfer) kann minen Hund schicken œwer sœben Barg' WaWaren@JabelJab; vgl. Feldscheid' (Bd. 2, 861); di smit ick œwer sœben Gelind Prügeldrohung StaStargard@SchönbeckSchönb; de Diern güng' ümmer sœben Süllen hoch machte tolle Sprünge beim Tanzen: Wo. Reut. 55; dat is ne Verwandtschaft üm sœben Ecken eine weitläufige Schw. c. viele Maßeinheiten: dor (aus großer Nase) kann 'n sœben Pund Kalffleisch ut haugen RoRostock@GresenhorstGres; de Kohlstrunk is so grot wossen, sünd sœben Faden Holt ut klöwt (im Lügenmärchen) Börg; Schral, Wind, schral, Sœben Sträk mit 'n mal Wi Wismar@PoelPoel. d. viele Lebewesen: dat (Nagel, Gerät u. ä.) höllt mihr as sœben Buern Ma; Wa; wat ein liederlich Fru versladdern kann, kœnen sœben Kierls nich verdeinen LuLudwigslust@GrabowGrab; so mollig (wie ein Reicher) föhlen sick keen sœben arm Sniders Schw; dee (schlechter Handwerker) is sœben Meisters dörch 't Hus lopen ebda; mit Lœgen un all' hett uns' Kater sœben Jungen Abfertigung für Lügner Lu Ludwigslust@Groß LaaschGLaasch; hei is so dumm as sœben swart Swin GüGüstrow@BützowBütz; vgl. Fleig' (Bd. 2, 980); eenen Düwel sleiht man rut, un sœben sleiht man rin (von der Kinderzucht) Wi. e. viele Dinge: beim Kellentanz slögen sei mit dei Kellen, dat dei in sœben Stücken flögen SchwSchwerin@PlatePlate; die Zwiebel hett sœben Jacken an (Häute) Wo. V. 1, 194; der Verliebte hett sœben Brillen œwer de Ogen Wa; ein Mensch mit großer Nase kann sœben Windmœhlen inne Gang puusten HaHagenow@RedefinRed. 4. im Volksglauben spielt die Zahl sœben neben drei (Bd. 2, 476) und nägen (Bd. 5, 22) eine sehr große Rolle a. sieben Lebewesen und Dinge in Märchen und Sage: sœben Mann hüren dor jo tau, um einen Schatz zu heben RoRostock@DoberanDob; sœben Jumfern tanzen bei der Burg Werle Wo. Sa.; sieben Zwerge sind in StaStargard@NeucanowNeucan; ... bleiben zurück, als die meisten abziehen SchöSchönberg@HambergeHamb; sœben Hunn' hett Fru Gaus' vör Wo. Sa.; ein reicher Bauer hat sieben hilfreiche Kobolde in der Gestalt von grauen Katern MaMalchin@ThürkowThürk; der jüngste von sieben in unmittelbarer Folge geborenen Söhnen hat magische Heilkräfte: Bartsch 2, 41; unter sieben Söhnen oder Töchtern ist immer ein Nachtmoort: ebda; de Drak hett sœben Köpp StaStargard@WulkenzinWulk; sœben Feldscheiden muß der gespenstische Ritter beriden WiWismar@SternbergSternb; ein Deifslicht (s. d., Bd. 2, 284) wird hergestellt aus sieben Kinderherzen Wo. Sa.; vgl. Krüzband (Bd. 4, 723). b. sieben Jahre oder sieben Tage als magischer Zeitraum. Sieben Jahre lang hett de Moort em (einen Mann) räden Wo. Sa.; he (ein Märchenheld) müßt sœben Johr stumm gahn RoRostock@KörkwitzKörkw; dgl. ein Behexter MaMalchin@Groß KöthelGKöth; jem., der mit zum Blocksberg geritten ist, hett denn sœben Johr gahn, bet hei wedder tau Hus wääst is Ro Rostock@AlthofAlth; up sœben Johr hett hei (der Nix) sick vermeid't bi den Buern Tess; der Wechselbalg fängt erst an zu reden, wenn er sœben Johr baben de Ierd' is Dierh; wenn 'n 'n Speegel intweibreckt, hett man sœben Johr Unglück StaStargard@WesenbergWes; wird die erste Frucht von einem Obstbaum gestohlen, so trägt er sieben Jahre lang nicht wieder Wo. Sa.; noch sœben Johr täuben (näml. auf Heirat warten) muß ein Mädchen, das bei der Mahlzeit an einer Tischecke sitzt HaHagenow@RedefinRed; ... das œwer 't Henk von de Suppenschöttel infüllt Wo. Sa.; ... das bi 't Tügdrögen unner ne Stütt geiht GüGüstrow@SchwaanSchwaan; ... das Butter oder andere Speisen anschneidet: Bartsch 2, 57. Sieben Jahre alt muß ein Kind sein, das zauberkräftiges Garn spinnen kann Ma Malchin@GranzowGranz; StaStargard@ZirtowZirt; vgl. sœbenjöhrig; ... muß der Klüterhahn sein, dessen man sich beim Schatzheben bedient StaStargard@HolldorfHolld. Alle sieben Jahre zeigt sich die verwunschene Prinzessin WiWismar@WarinWar; ... der tote Jäger, der gemordet hatte Bartsch 1, 414; alle sœben Johr möt hei (der Scheidengänger) noch gahn Ha Hagenow@WittenburgWitt; Lehs; ... sall Fru Waud' kamen Wo. Sa.; ... zeigt sick de gollen Haspel up den Gollen Haspelbarg HaHagenow@DrönnewitzDrönnewitz; ... möt een verdrinken in 'n Wanzkaer See Sta Stargard@BlankenseeBlank; ... is in de Sült 'n Kind rinsmäten, süs hett dat keen Däg' hatt mit dat Soltmaken Wo. Sa. c. sonstige Belege aus dem Volksglauben: Wihnachtsabend möten sœben Gerichte up 'n Disch sin (als Heilzauber) Lu Ludwigslust@LaupinLaup; ein Hochtit treckt sœben anner nah sick: Meckl. 29, 90. d. die Volksmedizin verwendet die magische Siebenzahl häufig: sœben Hasensprüng', sœben Kräwtstein, sœben Hääktskeiwen, sœben Hääktsogen sind Bestandteile eines Heilmittels gegen Epilepsie: Schill. Kr. 3, 2a; Arch. Landesk. 14, 527; sieben in einen Pfannkuchen eingebackene Schafsläuse sollen vom Fieber heilen LuLudwigslust@LaupinLaup; wer ein Gerstenkorn am Auge hat, muß den Hühnern stillschweigend sœben Küürn Gasten hinwerfen Wa; der Biß eines tollwütigen Hundes soll unwirksam bleiben, wenn der Gebissene mit einem Degen, womit sieben Brüder erstochen sein sollen, verwundet wird: Horn Selmsd. 1, 374; ein Notfüer (s. d., Bd. 5, 131) mußte, um wirksam zu sein, durch zwei von sieben Brüdern entzündet werden, und zwar von denjenigen, die am weitesten auseinander wohnten LuLudwigslust@GöhlenGöhl; in Segenssprüchen: Dor grawt sœben Bräuder an einen Graben (gegen Blutung) Staak Krankh. 278; Dor wullen sei dei sœben Rosen verbäuten (gegen die Rose) 202; einer Kuh werden gegen Unfrucht barkeit sœben ellern Knöp (Knospen) eingegeben RoRostock@BartelshagenBart; Vieh wird geräuchert (vgl. rökern III, Bd. 5, 974) mit Splittern von sœben Süllen WaWaren@SchwarzSchwarz. 5. Wetterregeln: de März hett all sœben Sommerdag' Wa; wenn sich ein Regenbogen zeigt, rägent dat noch sœben Dag' SchwSchwerin@RuthenbeckRuth; nah 'n duwwelten Rägenbagen rägent ... Lu; vgl. Sœbenbräuder, Sœbensleper. 6. subst.: 'n Daler, wo in de Johrstall dree Sœben sünd (ein Taler mit der Jahreszahl 1777), hilft gegen das Fastlosen, denn dat sünd jo dree Krüze Ro; solch ein Geldstück unter einen neuen Schiffsmast gelegt Wo. Seem. 2, 194; de oll Vagelgripstadt (Rostock) ... mit all ehr goden Sœbens un all ehr bösen Sœbens (scherzhafte Verknüpfung der Kennewarden, vgl. Bd. 4, 223, mit dem Folg.) Bri. 7, 1; Schelte für böse, zänkische Frau, vgl. Borch.-Wustm. 451: 'eine böse Sieben' Mantz. Sel. 2, 128; ne olle böse Sœben GüGüstrow@BützowBütz; 'ne böse Säöwen Hey. Kam. 180; Rda. über einen stillen Besucher: dee sitt dor as de poolsch Sœben (1887) RoRostock@RibnitzRibn. Kurzform Sœw aus sœwen: en Kohhirerjung' (im Märchen) hett ne verkihrt Sœw vör 'n Kopp hatt Wöpk; für die Sieben als Spielkarte; Rda. beim Kartenspiel: de Sœw verlett den Süper nich SchwSchwerin@PinnowPinn; Dim. in der Klage des Spielers: ick heff luter Sœwken WaWaren@TressowTress. 7. Ordnungszahl s. sœbent, sœwt. Vgl. auch sœwendehalf, sœwthalf. 8. Zss.: halfsœben, Klocksœbenholt. FN.: Sœben Barg', 'Sieben Ruten', De sœben Dörper (preußische Enklave südlich von Ma Malchin@StavenhagenStav); Sœbenbäkenbarg, -böömsbarg, -bornsche Dannen, -bröderkul, -düwelsbarg; 'Siebenbergenschlag, -eichenslagg, -eichensoll, -stein, -tannen, -widenwiese'. — Mnd. seven, söven. — Br. Wb. 4, 780; Dä. 423a; Da. 181a; Kü. 3, 190; Me. 4, 697.
9609 Zeichen · 192 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    söben

    Mhd. Handwörterbuch (Lexer)

    söben , sobende s. siben, sibende.

  2. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    soebenadv.

    Grimm (DWB, 1854–1961)

    soeben , adv. , zusammenrückung von zeigendem so und zeitlichem eben ( betont soében), vgl. unter eben 4, th. 3, 10: ( w…

  3. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    soeben

    Goethe-Wörterbuch

    soeben [bisher nicht online publizierter Wortartikel]

  4. modern
    Dialekt
    sœbenZahlwort

    Mecklenburgisches Wb.

    sœben Zahlwort sieben; säben, -w- Mi 73 a ; meist lautlich vereinfacht sœbm; sœm; a. Spr.: 'in Deme Soven unde veftighes…

  5. Spezial
    soeben

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    so|eben adv. mefodër, impormó, dër sëgn, te chësc momënt. ▬ er ist soeben angekommen al é mefodër rové adalerch.

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit soeben

44 Bildungen · 44 Erstglied · 0 Zweitglied · 0 Ableitungen

Zerlegung von soeben 2 Komponenten

soe+ben

soeben setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

soeben‑ als Erstglied (30 von 44)

sœbenachtel

MeckWB

soeben·achtel

sœbenachtel siebenachtel; Rda. über einen Betrunkenen: dee is stark sœbenachtel Gü Gülz ; entsprechend dreiviertel (Bd. 2, 492).

Sœbenbräuder

MeckWB

Sœbenbräuder m., Sœbenbräuderdag m. der Kalendertag Septem fratrum, der 10. Juli; Wetterregeln: wenn 't Sœbenbräuder rägent, rägent 't sœben…

Sœbenbrot

MeckWB

soeben·brot

Sœbenbrot PN. im Schwank: Jochen Sœbenbrot un Lieschen Fleischfräter Wi HViech .

Sœbendalerspierd

MeckWB

Sœbendalerspierd n. 'Siebentalerpferd' in der Rda. dei (Frau) is upputzt as 'n Sœbendalerspierd übermäßig aufgeputzt (1890) Wa Jab .

Sœbendeilspulver

MeckWB

Sœbendeilspulver n. wie Berliner Frätpulver, s. Frätpulver (Bd. 2, 1071) Schill. Kr. 2, 3 b .

Sœbendöder

MeckWB

soeben·doeder

Sœbendöder m. 'Siebentöter'; nach dem Volksglauben wird ein Kind, das mit Zähnen geboren wird, nach frühem Tode zum Nachzehrer: wenn 'n Kind…

Sœbendrumspiker

MeckWB

Sœbendrumspiker m. siebenzölliger Nagel: mit Boltens un Spikers, Duwwelspikers un Sœbendrumspikers Bri. 6, 185; dazu Anm. S. 250.

Sœbendüümker

MeckWB

Sœbendüümker m. Name des Großen Wagens Schw Pinn ; benannt nach dem 'Reiterchen' in diesem Sternbild, vgl. Dum 6 a (Bd. 2, 560).

Sœbendüünk

MeckWB

Sœbendüünk m. wie das Vor. Schö Gletz . Me. 4, 699.

Sœbendüwelswoch

MeckWB

soeben·duewelswoch

Sœbendüwelswoch f. Woche, in der Zank und Streit herrschen; von der Ehe gesagt: ierst de Stutenwochen, denn de Sœbendüwelswochen Ha Red .

sœbenduwwelt

MeckWB

sœbenduwwelt siebenfach; Spruch des Besuchers beim Weggehen: Gott bescher di dat sœbenduwwelt wedder Wa; zur Wortbildung vgl. drei-, nägendu…

sœbenerlei

MeckWB

soeben·er·lei

sœbenerlei siebenerlei; entsprechend der Rolle der Zahl sieben im Volksglauben ( vgl. sœben 4 ) öfter belegt; das magische Räuchern des Vieh…

sœbenjöhrig

MeckWB

sœbenjöhrig siebenjährig; scherzhaft vom Mageren: dee hett 'n appelrund Angesicht as 'n sœbenjöhrigen Windhund Gü Gülz ; weitere Rda. vgl. K…

sœbenklauk

MeckWB

soeben·klauk

sœbenklauk wie nägenklauk (Bd. 5, 24): du büst sonn' sœbenklauken Wi Sternb ; hei is sœbenklauk un hett doch in 'n Nettel schäten Ro Marl .

Sœbenkrüzer

MeckWB

soeben·kruezer

Sœbenkrüzer m. verstärkende Wortbildung zu Krüzer (Bd. 4, 727); ollen Sœbenkrüzer vierschrötiger Kerl Wi Poel ; 'Siebenkreuzer' großer Hut, …

sœbenmal

MeckWB

soeben·mal

sœbenmal siebenmal 1. eig. sieben Male; ein Seemann möt sœbenmal Kap Huurn passiert hebben, dann ist er gegen Krankheiten gefeit Ro Warn ; s…

Sœbenpenning

MeckWB

soeben·penning

Sœbenpenning nur in a. Spr. als Sevenpenning bezeugt 'Siebenpfennig': PN. 'gerhardus sevenpenning' (1288) Brockm. 105.

Sœbenpunkt

MeckWB

soeben·punkt

Sœbenpunkt m. Marienkäfer, coccinella septempunctata Sta Nedd ; Syn. s. bei Sünnenworm . Me. 4, 700.

Sœbensaken

MeckWB

soeben·saken

Sœbensaken Pl. f. Siebensachen, Habseligkeiten: Mi 73 a ; Ro Ribn ; hei ... fung an, sine säben Saken tausamtaupacken Reut. 2, 449; den nige…

sœbenscharpig

MeckWB

soeben·scharpig

sœbenscharpig mit sieben Schärfen versehen: sœbenscharpig Isen nannten die Fischer auf Wi Poel den siebenzinkigen Elger ( s. d., Bd. 2, 717 …

Sœbenseelenfuurt

MeckWB

Sœbenseelenfuurt f. FN. in der Rostocker Heide L. Krause Heide 29.

Sœbensinner

MeckWB

soeben·sinner

Sœbensinner m. Verrückter Wa; eig. einer, der sieben Sinne hat, vgl. Sinn und sœben 1.

sœbensinnig

MeckWB

soeben·sinnig

sœbensinnig verrückt: dat is 'n Sœbensinnigen Ha Red ; Pa Schliev ; vgl. das Vor.

Sœbensleper

MeckWB

soeben·sleper

Sœbensleper m. Siebenschläfer 1. nur in hd. Wortform belegt die Schlafmaus, glis glis: 'ein Siebenschläfer, sonst im südlichen Deutschland l…

Sœbensleperdag

MeckWB

soebensleper·dag

Sœbensleperdag -sleper m. Siebenschläfer(tag), der Kalendertag Septem dormientium, der 27. Juni; Volksglaube: wer up 'n Sœbensleperdag gebur…