Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)
Sinter m.
Sinter m.
Sinter m. durch Ablagerung aus fließendem Wasser entstandenes poröses Gestein, ahd. sintar ‘Metallschlacke’ (um 800), mhd. sinder, sinter ‘Abfall von bearbeitetem (glühendem) Metall, Metallschlacke’, asächs. sinder, mnd. sinder, sünder, mnl. sinder, nl. sinter, aengl. sinder, anord. sindr, schwed. sinter (germ. *sendra- m. n. ‘Schlacke’), daneben mit l-Suffix gleichbed. mhd. sindel, woraus mnl. sijntel ‘Metallschlacke’, nl. sintel ‘halb ausgebranntes Stück Steinkohle’, sind vergleichbar mit russ.-kslaw. sjadra ‘geronnene Flüssigkeit’, tschech. sádra ‘Gips’, so daß sich als Ausgangsformen ie. *sendhro-, *sendhrā ‘geronnene, sich verdichtende Flüssigkeit’ erschließen lassen. In heutiger Verwendung (s. oben) seit etwa 1700. – sintern Vb. ‘durch Einwirken von Hitze (und Druck) oberflächlich schmelzen, zusammenwachsen und sich verfestigen’, in der frühen Bergmannssprache ‘gerinnen, sich aus dem Wasser absetzen, mit einer Kruste überziehen’ (16. Jh.), vom Wasser ‘langsam, tropfenweise (durchs Gestein) rinnen’ (Ende 17. Jh.), mhd. sindern, reflexiv ‘zu Sinter, Abfall werden, sich als untauglich absondern’.