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schwächlich

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Pfeifer_etym
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9 in 8 Wb.
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Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)

schwächlich

schwächlich

schwach Adj. ‘kraftlos, dünn, wenig gehaltvoll’, mhd. swach ‘schlecht, gering, unedel, niedrig, armselig, kraftlos’, mnd. swak, auch ‘biegsam’, mnl. swac ‘biegsam, gebrechlich’, nl. zwak läßt sich mit mnd. swāken, swēken ‘wackeln’, norw. (mundartlich) svaga ‘schwanken, schlenkern’, svagga ‘schwankend gehen’, anord. sveggja ‘hin und her schwingen’ zu der unter schwingen (s. d.) angeführten Wortgruppe stellen, könnte also einer nasallosen Variante ie. *su̯eg-, *su̯ek- des dort angegebenen Ansatzes ie. *su̯eng-, *su̯enk- ‘biegen, drehend schwingen, schwenken’ folgen. Als Ausgangsbedeutung ergäbe sich ‘biegsam, schwankend’, die in ‘schlecht, kraftlos’ übergeht. – Schwäche f. ‘Kraftlosigkeit’ (16. Jh.), abgeleitet vom Adjektiv; vgl. mhd. swache ‘Unehre, Schmach’, frühnhd. sweche ‘dünner Teil der Messerklinge’ (15. Jh.). Schwachheit f. ‘Kraftlosigkeit’, mhd. swachheit, swacheit ‘Geringheit, Unehre, Schmach, Kränklichkeit’. schwächen Vb. ‘schwach, hinfällig, kraftlos machen’, mhd. swechen ‘verächtlich machen, beschimpfen, erniedrigen’; vgl. auch mhd. swachen ‘schlecht, armselig sein, schlecht werden oder machen, verachten, tadeln, schänden’. schwächlich Adj. ‘von nicht kräftigem Körperbau, kraftlos’, mhd. swach-, swechlich ‘schlecht, gering, verachtet, kraftlos’. Schwächling m. ‘(körperlich und moralisch) kraft- und haltloser Mensch’ (Anfang 18. Jh.). Schwachkopf m. ‘dummer, einfältiger Kerl’ (um 1800). Schwachmatikus m. ‘Schwächling’ (1. Hälfte 19. Jh.), scherzhafte Latinisierung der Studentensprache (etwa nach Rheumatikus, Phlegmatikus). Schwachsinn m. ‘Mangel an Empfindung und Verstand’ (18. Jh.), dann auch ‘Unsinn, dummes Zeug’, medizinisch ‘Intelligenzmangel durch Unterentwicklung des Gehirns oder durch Gehirnschädigung’; schwachsinnig Adj. (18. Jh.).
1779 Zeichen · 52 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Schwaechlich

    Adelung (1793–1801) · +3 Parallelbelege

    Schwaechlich , -er, -ste, adj. et adv. ein wenig schwach, eigentlich, dem was schwach ist, ähnlich; daher es auch oft nu…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    schwächlich

    Goethe-Wörterbuch

    schwächlich a iSv filigran, wenig massiv, nicht kräftig (ausgebildet), fragil, von unbeträchtlicher Dicke So ist jeglich…

  3. modern
    Dialekt
    schwächlichAdj.

    Pfälzisches Wb. · +2 Parallelbelege

    schwächlich Adj. : wie schd., schwächlich [verbr., Lambert Penns 147]; vgl. schwächerlich . Er isch e bissel sch. [ BZ-A…

  4. Spezial
    schwächlich

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    schwäch|lich adj. 1 (körperlich schwach) debl (-i, -a), fiaco (-chi, -ca) 2 (zart) delicat (-ac, -a) 3 (welk) flace (-ci…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit schwaechlich

1 Bildungen · 1 Erstglied · 0 Zweitglied · 0 Ableitungen

Ableitung von schwaechlich

schwach + -lich

schwaechlich leitet sich vom Lemma schwach ab mit Suffix -lich, mit Umlaut-Wechsel.

schwaechlich‑ als Erstglied (1 von 1)

schwächlichkeit

DWB

schwaechlich·keit

schwächlichkeit , f. zum vorigen gebildet: schwächlichkeit, languor, valetudo infirma; gemüthsschwächlichkeit, animi debilitas; leibesschwäc…

Zitieren als…
APA
Cotta, M. (2026). „schwaechlich". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 11. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/schwaechlich/pfeifer_etym
MLA
Cotta, Marcel. „schwaechlich". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/schwaechlich/pfeifer_etym. Abgerufen 11. May 2026.
Chicago
Cotta, Marcel. „schwaechlich". lautwandel.de. Zugegriffen 11. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/schwaechlich/pfeifer_etym.
BibTeX
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