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Schlêppe

nhd. bis sprichw. · 12 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Adelung
Anchors
13 in 12 Wb.
Sprachstufen
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Eintrag · Adelung (1793–1801)

Schlêppe

Bd. 3, Sp. 1523
Die Schlêppe, plur. die -n, Diminut. das Schleppchen, Oberd. Schlepplein, von dem Zeitworte schleppen. 1) Bey dem andern Geschlechte in vielen Gegenden ist die Schleppe, in Baiern Schlappe, eine Art der Bekleidung des Kopfes, welche mit einer dreyeckigen Spitze die Stirn bedecket. In weiterer Bedeutung ist es eine leinwandene u. s. f. Bekleidung des Kopfes, welche mehr aus einem Überschlage bestehet, der hinten zugezogen, und oft auch nur eine Mütze genannt wird. Vermuthlich weil eine solche Bekleidung den Kopf nur schlaff bedecket, oder doch anfänglich eine nur schlaffe Bekleidung war. Im Nieders. ist Schlippe die Schürze.[] 2) Ein schleppendes Ding, besonders derjenige Theil eines Kleides, welcher auf der Erde nachschleppet. Die Schleppe eines Mantels, eines Frauenzimmerkleides, siehe Schleppkleid. Jemanden die Schleppe tragen, die Schleppe des Kleides oder Mantels, daher derjenige, welcher vornehmen Personen die Schleppe nachträgt, der Schleppenträger genannt wird. Im Niedersächsischen heißt die Schleppe eines Kleides Sleep, Slepe, sonst auch im Hochdeutschen der Schweif, bey den Schwäbischen Dichtern der Gehren, der Pfeil, in einigen Oberdeutschen Gegenden die Zesche, von ziehen. 3) Ein Werkzeug zum Schleppen; in welchem Verstande im Bergbaue die zwey Stangen, worauf der Schlepptrog fortgeschleppet wird, Schleppen heißen. 4) Bey den Papiermachern ist die Schleppe ein dünnes schmales Bret mit wollenem Beuteltuche überzogen, welches auf die aus der Presse genommenen noch nassen Papierbogen gelegt, und auch der Schlitten genannt wird; vielleicht wegen einiger Ähnlichkeit, da denn Schleppe so viel als Schleife seyn würde.
1648 Zeichen · 18 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Schlêppe

    Adelung (1793–1801) · +4 Parallelbelege

    Die Schlêppe , plur. die -n, Diminut. das Schleppchen, Oberd. Schlepplein, von dem Zeitworte schleppen. 1) Bey dem ander…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Schleppe

    Goethe-Wörterbuch

    Schleppe apokopiert ‘Schlepp’ 16,124 Vs 27 auf dem Boden schleifendes (rückwärtiges) Teil der Oberbekleidung, meist von …

  3. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Schleppe

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09) · +1 Parallelbeleg

    Schleppe , die gegen die Mitte des 14. Jahrh. in Frankreich und bald nachher auch in andern Ländern zur Mode gewordene V…

  4. modern
    Dialekt
    Schlepp(e)

    Elsässisches Wb. · +3 Parallelbelege

    Schlepp(e) [ʿSlèp Gebw. Ruf. Obhergh. ] f. (m. Wittenh. ) 1. nachschleifender Teil des Frauenrockes Ruf. Auch der ganze …

  5. Sprichwörter
    Schleppe

    Wander (Sprichwörter)

    Schleppe Ich will keine Schleppe tragen. Holl. : Ik mag zulk een' sleep achter mij niet hebben. ( Harrebomée, II, 273 b …

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit schleppe

29 Bildungen · 26 Erstglied · 2 Zweitglied · 1 Ableitungen

schleppe‑ als Erstglied (26 von 26)

schleppen1

PfWB

schleppen 1 schw. : 1. '(mühsam) tragen, eine schwere Last tragen', schleppe (šlebə) [verbr., PfId. 124 Lambert Penns 135 Krämer Gal 187]; v…

schleppen2

PfWB

schleppen 2 'Schlingen, Knoten machen' s. schlüpfen .

schleppend

Pfeifer_etym

schlepp·end

schleppen Vb. ‘auf dem Boden nachziehen, mühsam forttragen, fortziehen’, reflexiv ‘sich mit Anstrengung bewegen’. Mnd. slēpen ‘schleppen, sc…

schleppen I

RhWB

schleppen I -e- = schlitzen s. schlippen III;

schleppen II

RhWB

schleppen II -e- = zur Schleife binden s. schlippen bei Schlopp III.

schleppen III

RhWB

schleppen III das Wort ist neben schleifen II, schleipen durchgedrungen (freilich nicht allg., so nicht WEif, selten Rhfrk, wo schleipen ), …

schleppenmesser

DWB

schleppen·messer

schleppenmesser , m. : ich brauche lieber bei damen keinen schleppenmesser, den ich an ihre schleppen anlege. J. Paul literar. nachlasz 4, 6…

schleppennatter

DWB

schleppen·natter

schleppennatter , f. eine asiatische natternart mit zwei gelblichen streifen auf dem rücken und braunen querbändern, coluber stolatus. Nemni…

schleppenschwanz

DWB

schleppen·schwanz

schleppenschwanz , m. schleppe ( wofür die ältere sprache swanz sagte, s. schleppe 1, a ): ach, feins mein lieb, nun spitz die füsz, wohl au…

schleppenträger

DWB

schleppen·traeger

schleppenträger , m. syrmatophorus Frisch 2, 197 a , der einer vornehmen person die schleppe nachträgt Adelung ; auch übertragen: schleppent…

Schlepper1

PfWB

Schlepper 1 m. : 1. 'Bergarbeiter, der die Grubenwagen schiebt', Schleppeʳ (šlebəʳ) [ KU-Schmittw/O ]. — 2. 'Wasserfahrzeug, das andere schl…

schlepperei

DWB

schleppe·rei

schlepperei , f. das schleppen, etwas verächtlicher ausdruck: schlepperey, schleppung, die, et das schleppen, assectatio, comitatus, it. rap…

schlepperlein

DWB

schlepper·lein

schlepperlein , n. kinderklapper; unvollständiges wagenfuder holz, heu u. s. w. Schm. 2, 531 .

schleppern

DWB

schlepp·ern

schleppern , verb. lautmalendes wort. 1) bair. schlottern, zittern, klappern Schm. 2, 531. 2 ) kärntn. schlürfen Lexer 220 . vgl. schlappern…

Schleppeteⁿ

Idiotikon

Schleppeteⁿ Band 9, Spalte 619 Schleppeteⁿ 9,619

Schleppets

SHW

Schleppets Band 5, Spalte 425-426

Schleppeⁿtschäggs

Idiotikon

Schleppeⁿtschäggs Band 14, Spalte 1722 Schleppeⁿtschäggs 14,1722

schleppe als Zweitglied (2 von 2)

geschleppe

DWB

geschleppe , n. , verbalsubst. zu schleppen. 1 1) das schleppen, tractus, raptus Steinbach 2, 442 ; übertragen, von einer liebschaft: obersä…

Ableitungen von schleppe (1 von 1)

geschleppe

DWB

geschleppe , n. , verbalsubst. zu schleppen. 1 1) das schleppen, tractus, raptus Steinbach 2, 442 ; übertragen, von einer liebschaft: obersä…