lautwandel 53 Wörterbücher · 2,7 Mio. Artikel
Wildcard · " Volltext

Aggregat · alle Wörterbücher

Scherer

mhd. bis sprichw. · 18 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Meyers
Anchors
22 in 18 Wb.
Sprachstufen
7 von 16
Verweise rein
12
Verweise raus
20

Eintrag · Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

Scherer

Bd. 17, Sp. 742
Scherer, 1) Georg, Dichter, geb. 16. März 1828 in Dennenlohe bei Ansbach, studierte in München Philosophie und Philologie, wurde nach größern Studienreisen 1865 Dozent für Literatur- und Kunstgeschichte am Polytechnikum in Stuttgart und 1875 Professor an der Kunstschule daselbst. Seit 1881 lebt er als Schriftsteller wieder in München. Seine Gedichte zeichnen sich durch Gemütstiefe und Formvollendung aus; seine Sprache ist schlicht und volkstümlich. Um die Erforschung und Auszeichnung des deutschen Volksliedes hat S. sich besonders verdient gemacht. Er veröffentlichte: »Gedichte« (Leipz. 1864; 6. Aufl. mit Illustrationen von P. Thumann, Stuttg. 1897); »Deutscher Dichterwald«, lyrische Anthologie (22. Aufl., Stuttg. 1906); »Die schönsten deutschen Volkslieder«, mit Bildern und Singweisen (u. Aufl., Leipz. 1868; Prachtausgabe ohne Singweisen, 1875); »Jungbrunnen«, deutsche Volkslieder (3. Aufl., Berl. 1874); »Illustriertes deutsches Kinderbuch« (Bd. 1, 7. Aufl., Leipz. 1905; Bd. 2, 2. Aufl. 1877); »Rätselbuch« (3. Aufl., Münch. 1899); »Die Wacht am Rhein«, Monographie (Berl. 1871); »Liederborn«, 200 Volks- und volkstümliche Lieder mit Singweisen (das. 1880) und gab das »Birket Foster-Album« (Münch. 1881) mit deutschem Text heraus. 2) Wilhelm, namhafter Germanist, geb. 26. April 1841 zu Schönborn in Niederösterreich, gest. 6. Aug. 1886 in Berlin, begann 1858 auf der Universität zu Wien seine sprachwissenschaftlichen Studien, die er seit 1860 in Berlin fortsetzte, habilitierte sich 1864 an der Wiener Hochschule und wurde hier 1868 nach Fr. Pfeiffers Tode zum ordentlichen Professor für deutsche Sprache und Literatur ernannt. 1872 in gleicher Eigenschaft nach Straßburg berufen, entfaltete er hier eine äußerst fruchtbare Lehrtätigkeit, bis er im Herbst 1877 einem Ruf als Professor der neuern deutschen Literaturgeschichte an der Universität Berlin folgte, wo er 1884 auch zum Mitglied der Akademie ernannt wurde. Von Scherers literarischen Publikationen, die im wesentlichen deutsche Sprachwissenschaft und Literaturgeschichte (letztere von den ältesten Zeiten bis auf die Gegenwart) behandeln, sind hervorzuheben: »Denkmäler deutscher Poesie und Prosa« (mit Müllenhoff, Berl. 1864; 3. Aufl. 1892); seine Untersuchungen über die Literatur des 11. und 12. Jahrh.: »Deutsche Studien« (Wien 1870–78, 3 Tle.; 2. Aufl., Prag 1891), »Geistliche Poeten der deutschen Kaiserzeit« (Straßb. 1874–75,2 Hefte), »Geschichte der deutschen Dichtung im 11. und 12. Jahrhundert« (das. 1875); ferner die Monographie »Jakob Grimm« (Berl. 1865, 2. erweiterte Aufl. 1885); »Zur Geschichte der deutschen Sprache« (das. 1868, 3. Ausg. 1890); »Vorträge und Aufsätze zur Geschichte des geistigen Lebens in Deutschland und Österreich« (das. 1874); »Die Anfänge des deutschen Prosaromans« (Straßb. 1877); »Aus Goethes Frühzeit, Bruchstücke eines Kommentars zum jungen Goethe« (das. 1879) und seine »Geschichte der deutschen Literatur« (Berl. 1883, 10. Aufl. 1905), die sich als ein hochbedeutender Versuch zeigt, unter Berücksichtigung aller gewonnenen wissenschaftlichen Resultate, gleichsam aus der Mitte der Forschung heraus, eine allen Kreisen zugängliche, durch anmutig lebendige Darstellung ausgezeichnete Geschichte der Entwickelung der deutschen Nationalliteratur zu geben. Für O. Lorenz' »Geschichte des Elsasses« (3. Aufl., Berl. 1884) behandelte er die Literatur des Elsaß, mitten Brink begründete er 1874 in Straßburg die »Quellen und Forschungen zur Sprach- und Kulturgeschichte der germanischen Völker«. Aus seinem Nachlaß erschienen die »Aufsätze über Goethe« (Berl. 1886, 2. Aufl. 1900), die »Poetik« (das. 1888), die »Kleinen Schriften« (hrsg. von Burdach und Erich Schmidt, das. 1893, 2 Bde.) und »Karl Müllenhoff, ein Lebensbild« (das. 1896). Als akademischer Lehrer entwickelte S. eine überaus anregende Tätigkeit und begründete eine lange Zeit vorherrschende literarhistorische Schule von ausgeprägter Eigenart.
3931 Zeichen · 85 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    schërer

    Mhd. Handwörterbuch (Lexer) · +1 Parallelbeleg

    schërer s. schërære.

  2. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    schererM.

    Köbler Mnd. Wörterbuch · +3 Parallelbelege

    scherer , M. Vw.: s. schērære* (1)

  3. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Schêrer

    Adelung (1793–1801) · +4 Parallelbelege

    Der Schêrer , des -s, plur. ut nom. sing. Fämin. die Schererinn, eine Person, welche scheret, doch nur in dem dritten un…

  4. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Scherer

    Goethe-Wörterbuch

    Scherer Schafscherer; in bildl Zshg wer [ kann ] verbieten zu zappeln|Den Schafen unter der Schur?|Stell' ich mich wohl …

  5. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Scherer

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57) · +2 Parallelbelege

    Scherer , Barthélemy Louis Joseph, geb. 1750 zu Delle bei Belfort, Fleischerssohn, entlief seinen Eltern und diente 12 J…

  6. modern
    Dialekt
    Schërer

    Elsässisches Wb. · +5 Parallelbelege

    PfWB RhWB Schërer [ʿSárər Steinbr. M. ] m. 1. Maulwurf M. 2. dreizinkiger Karst Steinbr.

  7. Sprichwörter
    Scherer

    Wander (Sprichwörter)

    Scherer 1. Bei den Scherern vnd im bad erfert man alzeit was news. – Franck, II, 15 a ; Lehmann, II, 26, 13; Suringar, C…

Verweisungsnetz

38 Knoten, 24 Kanten

Tap auf Knoten öffnet Detail · Drag zum Umpositionieren · Scroll zum Zoomen

1-Hop 2-Hop
Filter:
Anchor 4 Kompositum 16 Sackgasse 18

Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit scherer

77 Bildungen · 24 Erstglied · 51 Zweitglied · 2 Ableitungen

Ableitung von scherer 2 Analysen

scher + -er

scherer leitet sich vom Lemma scher ab mit Suffix -er.

Alternativen: sch+-er+-er

Zerlegung von scherer 2 Komponenten

sche+rer

scherer setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

scherer‑ als Erstglied (24 von 24)

schererbinde

DWB

scherer·binde

schererbinde , f. : schärerbinden (die) wie die schärer oder wundartzet brauchend ein yetlichen leybs schaden zeverbinden, habenula, mitella…

schererei

DWB

schere·rei

schererei , f. : schärung, et schärerey, die, it. das schären, et die schur, tonsura, ac metaphor. molestia, afflictatio, inquietatio. Stiel…

Schêrerey

Adelung

schere·rey

Die Schêrerey , plur. die -en, von Scheren 2 2) doch nur in den gemeinen Sprecharten, so wohl für Plackerey, muthwillige Bedrückung, als auc…

Scherergesellschaft

DRW

scherer·gesellschaft

Scherergesellschaft, f. Zunft der Scherer (I) span zwüschent der zunft und scherergesellschaft 1433 SchweizId. VII 735 Faksimile nachdem er …

Schererhandwerk

DRW

scherer·handwerk

Schererhandwerk, n. Gewerbe und Zunft der Scherer (I) vgl. Schererin alle die, die daz seddelerhantwerg ... und schererhantwerg dryben ... […

schererin

DWB

scher·erin

schererin , f. tonstrix Maaler 345 d , frau eines scherers ( barbiers ), mhd. schererin s. Lexer handwb. 2, 707 : tonstrix scera, schererynn…

schererisch

DWB

schere·risch

schererisch , adj. : schwäbische blinde leyrer, burgundische trümleinschlager, betgreier, schererische schwegler ( pfeifer ), beckerische oh…

Schererknecht

DRW

scherer·knecht

Schererknecht, m. Gehilfe eines Scherers (I) Uͦ.V., schererknecht uff der brugg Z. 1504 GlückshrZürich 337 J.R. schererknecht ist dabei und …

Schererlohn

DRW

scherer·lohn

Schererlohn, m. Entgelt für die Dienste eines Scherers (I), spez. für die Behandlung einer Verletzung bdv.: Scherlohn (I) so sol der also wu…

scherermantel

DWB

scherer·mantel

scherermantel , m. : der guet herr ward damit ( mit einem zu langen und altmodischen mantel ) wol verspotet; das muest er geschehen lassen, …

scherermeister

DWB

scherer·meister

scherermeister , m. : in der hindersten kammern funden sie einen scherermeister. quelle ( aus dem 15. jahrh. ) bei Lexer handwb. 2, 707 .

Schererordnung

DRW

scherer·ordnung

Schererordnung, f. rechtliche Regelung für Scherer (I) scherer und bader ordnung 1. Hälfte 16. Jh. KonstanzWirtschR. 145

schererpossen

DWB

scherer·possen

schererpossen , m. barbierstreich; von den geschäftlichen verrichtungen eines scherers: nun wie sie han ein weil verschlossen ir leben so mi…

scherersbirne

DWB

scherer·s·birne

scherersbirne , f. : hessische birn, löwenbirn, scherersbirn, hessiacum, hessiaticum. Henisch 391, 36 .

schererschere

DWB

scherer·schere

schererschere , f. tuch-, gewandschere: forpex .. scherer- vel gewantschere Dief. gloss. 244 a ; scherer scher nov. gloss. 179 a , vgl. mnd.…

schererschære

KöblerMhd

schererschære , st. F. Vw.: s. scheræreschære*

Scherer, Wilh

DWBQVZ

Scherer, Wilh. *1841 Schönborn/Niederöst. †1886 Berlin.

scherer als Zweitglied (30 von 51)

Äscherer

Campe

Äscherer , des — s, d. Mz. w. d. Ez. einer, dessen Geschäft es ist, Holz in den Wäldern für die Glas= und Schmelzhütten zu Asche zu brennen;…

Baumscherer

PfWB

baum·scherer

Baum-scherer m. : ' Hirschkäfer ', Baamschereʳ [ KU-Gries ]; vgl. PfWB Baumschnitter .

bescherer

Lexer

be-scherer stm. zutheiler. in der tenkenen hant sal er (künec) haben ein guldînen apfel, daʒ bediutet, daʒ er sî ein bescherer und ein teile…

Boortafscherer

MeckWB

Wossidia Boortafscherer m. Barbier: Hey. Kam. 77.

Boortscherer

MeckWB

boort·scherer

Wossidia Boortscherer m. Barbier, ä. Spr.: 'Levoldus bardscerere' (1288) Beitr. Rost. 2, 3, 65; 'Johannes frater bartscerre' (Ro 1292-1300) …

Daukscherer

MeckWB

Wossidia Daukscherer m. Tuchscherer; ä. Wandscherer: 'die Tuchscherer sollen sich der Krautkarten (Kardendistel) zu gebrauchen befleißigen u…

feldscherer

DWB

feld·scherer

feldscherer , m. dasselbe, vgl. ahd. scërari: so sie wöllen die lahme tatzen heil haben, müssen sie dem feldscherer gute wort geben. Kirchho…

Fuscherer

MeckWB

fusch·erer

Wossidia Fuscherer m. ein schlechter Ackerer Wi Wismar@Kirchdorf Kirchd .

gänscherer

DWB

gaensche·rer

gänscherer , m. rotwelsch, kranker, bettelnder handwerksknecht. Fischart groszm. 50 ( Sch. 584), d. i. gensscherer, s. gänse scheren unter g…

Geckscherer

RhWB

geck·scherer

Geck-scherer m.: Possenreisser, Spassvogel, Sticheler, der andere gern zum besten hält.

gewandscherer

DWB

gewand·scherer

gewandscherer , m. : gewantscherer, pannicisor, pannitonsor idem gewantschneider, vulgo tuchler pannicida, pannicisor. voc. incip. theut.; G…

Grindscherer

Wander

grind·scherer

Grindscherer Da möchte der Grindscherer kommen. ( Oberösterreich. ) »Zu schmuzigen Kindern sagt man: Geh wasch dich, sinst kimt da Grindsche…

haarscherer

DWB

haar·scherer

haarscherer , tonsor: haarscheerer durch bestimmung, dem innern berufe nach lederhändler. Immermann Münchh. 1, 25 .

Ableitungen von scherer (2 von 2)

bescherer

Lexer

be-scherer stm. zutheiler. in der tenkenen hant sal er (künec) haben ein guldînen apfel, daʒ bediutet, daʒ er sî ein bescherer und ein teile…

¹schērer(e)

MNWB

1 schērer(e) , m. , 1. Bader, Barbier. 2. Tuchscherer.