Eintrag · Mhd. Wb. (Benecke/Müller/Zarncke)
schære stf.
1. scheere. ahd. scâri Graff 6,527. Schmeller 3, 384. RA. 171. vgl. scher. hieʒ bringen ein schære kaiserchr. 77. c. kein snîder lebt sô rehte stolz, der sîne kunst bewære, gebristet im der schære, dâ mite er schrôte ein edel tuoch troj. s. 1. d. vgl. 173. b. 184. c. ein geiʒ vuoʒ und ein schære Helbl. 1,189. her scherær, strîchet scharsach unde schær das. 3,78. âne meʒʒer und âne schær schar er mir vil schône Pf. Germ. 1,350. — bâten sich dicke villen mit pesmen unde schære Tundal. 62,84. vgl. RA. 714. — des krebeʒes schêre Albr. 35,407. Megb. 248, 22.
2. schwert. daʒ sîn schære habe undanc, diu dâ verre reichet dan und sleht ûf einen waden Nith. H. s. 239. MS. 2,72. a. vgl. MS. H. 3, 202. a.
3. das abschneiden der haare, tonsur. daʒ sich phaffen und muniche mit der schêre zeichen mûʒen von den leien durch die tonsur auszeichnen Leys. pred. 86,3.