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schaefer

mhd. bis sprichw. · 11 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Meyers
Anchors
11 in 11 Wb.
Sprachstufen
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Eintrag · Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

Schäfer

Bd. 17, Sp. 677
Schäfer, 1) Johann Wilhelm, Literarhistoriker, geb. 17. Sept. 1809 in Seehausen bei Bremen, gest. 2. März 1880 in Bremen, studierte seit 1827 Philologie in Leipzig und war seit 1831 Lehrer an der Hauptschule in Bremen. Er schrieb: »Grundriß der Geschichte der deutschen Literatur« (Brem. 1836; 12. Aufl., Berl. 1877); »Handbuch der Geschichte der deutschen Literatur« (Brem. 1842–44, 2 Tle.; 2. Aufl. 1855); »Goethes Leben« (das. 1851, 2 Bde.; 3. Aufl., Leipz. 1877); »Schiller« (Leipz. 1853); »Geschichte der deutschen Literatur des 18. Jahrhunderts« (das. 1855–60, 3 Bde.; 2. Aufl. von Muncker, 1881); »Literaturbilder« (2. Aufl., das. 1881) u. a. 2) Arnold Dietrich, Historiker, Bruder des vorigen, geb. 16. Okt. 1819 in Seehausen bei Bremen, gest. 19. Nov. 1883 in Bonn, studierte 1838–42 in Leipzig. war Lehrer am Blochmannschen Institut in Dresden. seit 1850 Professor an der Fürstenschule in Grimma, wurde 1858 Professor der Geschichte an der Universität Greifswald und 1865 in Bonn. S. schrieb: »Demosthenes und seine Zeit« (Leipz. 1856–58, 3 Bde.; 2. Ausg. 1885–87); »Abriß der Quellenkunde der griechischen Geschichte bis auf Polybios« (das. 1867; 4. Aufl. von Nissen, 1889) und »der römischen Geschichte« (das. 1881; 2. Aufl. von Nissen, 1885); »Die Hansa und die norddeutsche Marine« (Bonn 1869); »Geschichte des Siebenjährigen Krieges« (Berl. 1867 bis 1874, 2 Bde.); »Historische Aufsätze und Festreden« (das. 1873). Vgl. Asbach, Zur Erinnerung an A. D. S. (Leipz. 1895). 3) Karl, Architekt, geb. 18. Jan. 1844 in Kassel, machte seine Studien auf dem Polytechnikum daselbst, wurde dort 1868 Lehrer der Baukunst und ging dann 1870 als Universitätsbaumeister nach Marburg, wo er die umfangreichen Universitätsbauten mit Benutzung vorhandener Klostergebäude im mittelalterlichen Stil ausführte und auch eine lebhafte Tätigkeit auf dem Gebiete des Privatbaues entfaltete. 1878 nahm er seinen Wohnsitz in Berlin, habilitierte sich hier als Privatdozent an der Technischen Hochschule und wurde 1884 Professor für mittelalterliche Baukunst. In Berlin erbaute er unter anderm den Palast der Lebensversicherungsgesellschaft »Equitable«. 1894 wurde er als Oberbaurat und Professor nach Karlsruhe berufen. Viel genannt wurde er in den letzten Jahren wegen seiner Erneuerungsbauten (Friedrichsbau des Heidelberger Schlosses 1897–1903, Martinstor und Schwabentor in Freiburg i. Br., Dom in Meißen seit 1903), die, sehr persönlich gehalten, zum Teil lebhaften Widerspruch fanden. Er gab heraus: »Ornamentale Glasmalereien des Mittelalters und der Renaissance« (mit Roßteuscher, Berl. 1881–88); »Die Bauhütte, Entwürfe im Stil des Mittelalters« (das. 1883–95, 3 Bde.); »Die Holzarchitektur Deutschlands vom 14.–18. Jahrhundert« (das. 1884–1903); »Bauornamente der romanischen und gotischen Zeit« (das. 1889–1903); »Schriftproben in gotischem Stil« (das. 1889); »Die mustergiltigen Kirchenbauten des Mittelalters in Deutschland« (mit O. Stiehl, das. 1892–1901); »Die Kathedrale von Reims« und »Mauern und Tore des alten Nürnberg« (in dem Sammelwerk »Die Baukunst«, das. 1898 u. 1902); »Die Abtei Eberbach im Mittelalter« (das. 1901) u. a. 4) Dietrich, Geschichtsforscher, geb. 16. Mai 1845 in Bremen, studierte in Jena und Göttingen, ward bei der Herausgabe der »Hanserezesse« beschäftigt, wurde 1871 außerordentlicher Professor der Geschichte in Jena, 1883 ordentlicher Professor daselbst, 1884 in Breslau, 1888 in Tübingen, 1896 in Heidelberg, 1901 in Berlin. Er schrieb: »Dänische Annalen und Chroniken von der Mitte des 13. bis zum Ende des 15. Jahrhunderts« (Hannov. 1872); »Die Hansestädte und König Waldemar von Dänemark« (Jena 1879); »Deutsches Nationalbewußtsein im Lichte der Geschichte« (Jena 1884); »Das eigentliche Arbeitsgebiet der Geschichte« (das. 1888); »Geschichte und Kulturgeschichte, eine Erwiderung« (das. 1891); »Deutschland zur See« (das. 1897); »Die Hause« (Münch. 1903); »Kolonialgeschichte« (in der Sammlung Göschen, 2. Aufl., Leipz. 1906) und setzte Dahlmanns »Geschichte von Dänemark« (Bd. 4 u. 5, von 1523–1648, Gotha 1893–1902) fort. In den »Hanserezessen« gab er die 3. Abteilung von 1477–1530 (Leipz. 1881- 1905, Bd. 1–7), außerdem »Das Buch des lübischen Vogts auf Schonen« (Bd. 4 der »Hansischen Geschichtsquellen«, Halle 1887). 5) Theodor, um das Diakonissenwesen und die innere Mission verdienter Schriftsteller, geb. 17. Febr. 1846 in Friedberg (Hessen), studierte in Gießen, Erlangen, Leipzig, wirkte 1869–70 als deutscher lutherischer Pastor in Paris, darauf als Inspektor der Anstalten in Alsterdorf bei Hamburg und ist seit Herbst 1872 Direktor der Diakonissenanstalt in Altona, Dr. theol. honoris causa. Er schrieb unter anderm: »Die weibliche Diakonie in ihrem ganzen Umfange dargestellt« (2. Aufl., Stuttg. 1887–94, 3 Bde.); »Leitfaden der innern Mission« (4. Aufl., Hamb. 1903); »Praktisches Christentum«, Vorträge (4 Tle., Gütersl. 1888–1901); »Die innere Mission in der Schule« (6. Aufl., das. 1902); »Die innere Mission auf der Kanzel, homiletisches Hilfsbuch« (Münch. 1897); »Agende für die Feste und Feiern der innern Mission« (Berl. 1896); »Zur Erinnerung an die Diakonissen-Einsegnung« (1884; 3. Aufl., Gütersl. 1904); »Diakonissenkatechismus« (2. Aufl., das. 1899); »Im Dienst der Liebe« (3. Aufl., das. 1902); »Pariser Erinnerungen eines deutschen Pastors« (das. 1897); »Kalender der innern Mission« (das. 1897) u. a. Außerdem gab er heraus: »Die innere Mission in Deutschland«, Sammelwerk (1878–80, 4 Bde.); »Reden und Predigten vom Gebet der Diakonie und innern Mission« (2. Ausg., Leipz. 1890, 5 Bde.); »Evangelisches Volkslexikon zur Orientierung in den sozialen Fragen der Gegenwart« (Bielef. 1900). Auch ist er Herausgeber der »Monatsschrift für innere Mission« (Gütersloh, seit 1881) und des »Jahrbuchs für Krüppelfürsorge« (Hamb. 1899 ff.).
5808 Zeichen · 149 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    schæferstm.

    Mhd. Wb. (Benecke/Müller/Zarncke)

    schæfære , schæfer stm. schäfer. opilio sumerl. 48,67. Diefenb. gl. 197. David ein schêfer was rittersp. 533.

  2. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Schäfer

    Adelung (1793–1801) · +3 Parallelbelege

    Der Schäfer , des -s, plur. ut nom. sing. Fämin. die Schäferinn, eine Person, welche die Schafe weidet, deren Geschäft e…

  3. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Schäfer

    Goethe-Wörterbuch

    Schäfer bes beim jungen Goethe noch im Kontext der Rokoko-Anakreontik u ihrer Idealisierung des Schäferlebens, wobei nic…

  4. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Schäfer

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

    Schäfer , 1) Johann Wilhelm , Literarhistoriker, geb. 17. Sept. 1809 in Seehausen bei Bremen, gest. 2. März 1880 in Brem…

  5. modern
    Dialekt
    Schäfer

    Elsässisches Wb. · +2 Parallelbelege

    PfWB LothWB RhWB Schäfer [ʿSáfər O. U.; ʿSǽfər Str. W. ] m. wie hochd. allg. D e r S. hat d Schäf enus uf d Weid gfüe h …

  6. Sprichwörter
    Schäfer

    Wander (Sprichwörter)

    Schäfer 1. Böse Schäfer lieben bissige Hunde. 2. Böse Schäfer machen fette Wölfe. – Winckler, IV, 56. 3. Der Schäfer geh…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit schaefer

183 Bildungen · 170 Erstglied · 12 Zweitglied · 1 Ableitungen

Ableitung von schaefer

schaf + -er

schaefer leitet sich vom Lemma schaf ab mit Suffix -er, mit Umlaut-Wechsel.

Zerlegung von schaefer 2 Komponenten

scha+efer

schaefer setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

schaefer‑ als Erstglied (30 von 170)

schäferabend

DWB

schaefer·abend

schäferabend , m. : unser leben ist kein schäferabend, kein abend vollendeter arbeit. Dya Na Sore 1, 230.

schäferart

DWB

schaefer·art

schäferart , f. : wohl mancher wär' in liebespein nach schäferart gestorben. Bürger 16 b .

schäferau

DWB

schaefe·rau

schäferau , f. au, wo schäfer leben ( vgl. DWB schäfer 2): der ( liebesgott, der ) voll blöder unschuld schien, herrschet auf den schäferaue…

schäferausdruck

DWB

schaefer·ausdruck

schäferausdruck , m. ein bei den schäfern gebräuchlicher ausdruck: zu balken steigen, ein schäferausdruck für sterben. Voss 2, 368, 10 .

Schäferbickel

RhWB

schaefer·bickel

Schäfer-bickel Wend-Marping m.: im Anfangsvers beim Fingerratesp.: Bommernickel, Sch., wievell Hore (Hörner) hat der Bock?

schäferbrief

DWB

schaefer·brief

schäferbrief , m. zärtlicher liebesbrief: sobald ich nur diese schäferbriefe aus meinem briefgewölbe voll brieftaschen oder briefranzen wied…

Schäferbrünnlein

PfWB

schaefer·bruennlein

Schäfer-brünnlein n. : FlN, ein Brunnen, Schäfeʳbrinnel. Den kleinen Kindern erzählt man, sie kämen aus dem Sch. [ GH-Kuhdt ]. SHW Südhess. …

schäferbursch

DWB

schaefer·bursch

schäferbursch , m. bursch, der die schafe hütet: habe dir jüngst was wunderliches von einem schäferburschen vernommen. Fr. Müller 3, 370 .

schäfercharacter

DWB

schaefer·character

schäfercharacter , m. character eines schäfers, besonders in der bukolischen dichtung ( vgl. DWB schäfer 2): anstatt 'ohne zorn und falten' …

schäferchor

DWB

schaefer·chor

schäferchor , m. : im maimond tanzt ein schäferchor dir hundert frohe reigen vor. Bürger 48 a .

schäferdichter

DWB

schaefer·dichter

schäferdichter , m. bukolischer dichter, idyllendichter: Vosz wird ... wenn er fortfährt, sich so in die sitten und denkungsart des volks hi…

schäferdönchen

DWB

schäferdönchen , n. geschichte, mährchen, wie sie sich schäfer erzählen (dönchen aus nd. döneken eigentlich ' tönchen ', liedchen, brem. wb.…

Schäferdüppen

RhWB

schaefer·dueppen

Schäfer-düppen šī:fəšdøpən Malm n.: ein blecherner Topf oder zwei Töpfe nebeneinander, zum Essentragen für den Schäfer, späterhin auch für d…

schäfereden

DWB

schaefe·reden

schäfereden , n. paradies für schäfer: ach, der bardejüngling ( Klopstock ) schuf damals noch sein schäfer-eden! Herder z. litt. u. kunst 3,…

schäferei

DWB

schaefe·rei

schäferei , f. , mhd. schæferîe, md. schêferŷe, schêffereie seit dem 14. jahrh. Lexer handwb. 2, 629 . Weigand 2, 539 , nl. schaeperie Kilia…

schäferelegie

DWB

schaefer·elegie

schäferelegie , f. : wir wollen uns begnügen, eine schäferelegie von ihr ( madame Desfoulieres ) anzuführen. Ramler Batteux 1, 388 .

Schäferēy

Adelung

schaefe·rey

Die Schäferēy , plur. die -en, eine Anstalt, wo Schafe in Menge gehalten und gewartet werden, ingleichen der Ort, wo sie gehalten werden, un…

schäferfeier

DWB

schaefer·feier

schäferfeier , f. : grosz war diese schäffer-feir. Rist Parnasz 652 ; es naht sich eine schäferfeier und singt und jauchzt aus voller brust.…

schäferfest

DWB

schaefer·fest

schäferfest , n. : das arkadische schäferfest suchte seines gleichen, excellenz. Gutzkow ritter v. geiste 2 1, 306.

schaefer als Zweitglied (12 von 12)

Hofschäfer

PfWB

hof·schaefer

Hof-schäfer m. : 'Schäfer im Klosterhof'. a. 1621: Häußlin ... so iezundt dem Hofschöffer [WerschwSchR, Bl. 4]. —

lohnschäfer

DWB

lohn·schaefer

lohnschäfer , m. : ihre ( der schäfer ) bestallung ist unterschiedlich, indem sie entweder, als lohnschäfer, um lohn und deputat dienen, ode…

opernschäfer

DWB

opern·schaefer

opernschäfer , m. : hier konnte ich mich nicht länger enthalten, über diesen opernschäfer zu lachen. Rabener (1755) 2, 50 .

Pachtschäfer

Adelung

pacht·schaefer

Der Pachtschäfer , des -s, plur. ut nom. sing. ein Schäfer, welcher die Schäferey gepachtet hat; zum Unterschiede von dem Lohn- und Menge- o…

setzschäfer

DWB

setz·schaefer

setzschäfer , m. schäfer, der mit einem gewissen procentsatz am gewinn und verlust der schafzucht betheiligt ist. öcon. lex. (1744) 2546. Ad…

triftschäfer

DWB

trift·schaefer

triftschäfer , m. : ihre ( der schäfer ) bestallung ist unterschiedlich, indem sie entweder als lohnschäfer um lohn und deputat dienen, oder…

Weichselschäfer

DWB

weichsel·schaefer

Weichselschäfer , m. mitglied des Danziger dichterkreises Stieler geh. Venus 47 neudr., gebildet nach Pegnitzschäfer.

Ableitungen von schaefer (1 von 1)

unschäferlich

DWB

unschäferlich , adj. Gervinus gesch. d. d. dicht. 3, 273 . —