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schaefer

mhd. bis sprichw. · 11 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Adelung
Anchors
11 in 11 Wb.
Sprachstufen
6 von 16
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21
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19

Eintrag · Adelung (1793–1801)

Schäfer

Bd. 3, Sp. 1324
Der Schäfer, des -s, plur. ut nom. sing. Fämin. die Schäferinn, eine Person, welche die Schafe weidet, deren Geschäft es ist, die Schafe zu weiden; der Schafhirt, die Schafhirtinn. In engerer Bedeutung ist der Schäfer der vornehmste unter den Schafhirten einer Herde, dessen Untergebene den Nahmen der Schafknechte oder Schäferknechte führen. In der Dichtkunst, wo man das Schäferleben der ersten jugendlichen Welt, aus dichterischer Freyheit, überaus unschuldig, geistreich und vergnügt schildert, sind die Schäfer und Schäferinnen die zärtlichsten, schuldlosesten und reitzendsten Geschöpfe unter der Sonne; daher diese Ausdrücke denn auch von einem zärtlichen Liebhaber und einer zärtlichen Liebhaberinn überhaupt gebraucht werden. Wenn in einigen Gegenden im Zehentwesen diejenigen Hocken am Ende des Ackers, deren weniger als zehen sind, und wovon also der Zehente nicht gegeben werden kann, Schäfer heißen, so ist es ohne Zweifel eine Figur, zumahl da man sie in einigen Gegenden auch Kinder nennt. Minder figürlich heißen sie Freyhocken, Endehocken. Im Nieders. Schäper, Schöper, im Österreich. Schäfler.
1112 Zeichen · 12 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    schæferstm.

    Mhd. Wb. (Benecke/Müller/Zarncke)

    schæfære , schæfer stm. schäfer. opilio sumerl. 48,67. Diefenb. gl. 197. David ein schêfer was rittersp. 533.

  2. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Schäfer

    Adelung (1793–1801) · +3 Parallelbelege

    Der Schäfer , des -s, plur. ut nom. sing. Fämin. die Schäferinn, eine Person, welche die Schafe weidet, deren Geschäft e…

  3. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Schäfer

    Goethe-Wörterbuch

    Schäfer bes beim jungen Goethe noch im Kontext der Rokoko-Anakreontik u ihrer Idealisierung des Schäferlebens, wobei nic…

  4. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Schäfer

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

    Schäfer , 1) Johann Wilhelm , Literarhistoriker, geb. 17. Sept. 1809 in Seehausen bei Bremen, gest. 2. März 1880 in Brem…

  5. modern
    Dialekt
    Schäfer

    Elsässisches Wb. · +2 Parallelbelege

    PfWB LothWB RhWB Schäfer [ʿSáfər O. U.; ʿSǽfər Str. W. ] m. wie hochd. allg. D e r S. hat d Schäf enus uf d Weid gfüe h …

  6. Sprichwörter
    Schäfer

    Wander (Sprichwörter)

    Schäfer 1. Böse Schäfer lieben bissige Hunde. 2. Böse Schäfer machen fette Wölfe. – Winckler, IV, 56. 3. Der Schäfer geh…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit schaefer

183 Bildungen · 170 Erstglied · 12 Zweitglied · 1 Ableitungen

Ableitung von schaefer

schaf + -er

schaefer leitet sich vom Lemma schaf ab mit Suffix -er, mit Umlaut-Wechsel.

Zerlegung von schaefer 2 Komponenten

scha+efer

schaefer setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

schaefer‑ als Erstglied (30 von 170)

schäferabend

DWB

schaefer·abend

schäferabend , m. : unser leben ist kein schäferabend, kein abend vollendeter arbeit. Dya Na Sore 1, 230.

schäferart

DWB

schaefer·art

schäferart , f. : wohl mancher wär' in liebespein nach schäferart gestorben. Bürger 16 b .

schäferau

DWB

schaefe·rau

schäferau , f. au, wo schäfer leben ( vgl. DWB schäfer 2): der ( liebesgott, der ) voll blöder unschuld schien, herrschet auf den schäferaue…

schäferausdruck

DWB

schaefer·ausdruck

schäferausdruck , m. ein bei den schäfern gebräuchlicher ausdruck: zu balken steigen, ein schäferausdruck für sterben. Voss 2, 368, 10 .

Schäferbickel

RhWB

schaefer·bickel

Schäfer-bickel Wend-Marping m.: im Anfangsvers beim Fingerratesp.: Bommernickel, Sch., wievell Hore (Hörner) hat der Bock?

schäferbrief

DWB

schaefer·brief

schäferbrief , m. zärtlicher liebesbrief: sobald ich nur diese schäferbriefe aus meinem briefgewölbe voll brieftaschen oder briefranzen wied…

Schäferbrünnlein

PfWB

schaefer·bruennlein

Schäfer-brünnlein n. : FlN, ein Brunnen, Schäfeʳbrinnel. Den kleinen Kindern erzählt man, sie kämen aus dem Sch. [ GH-Kuhdt ]. SHW Südhess. …

schäferbursch

DWB

schaefer·bursch

schäferbursch , m. bursch, der die schafe hütet: habe dir jüngst was wunderliches von einem schäferburschen vernommen. Fr. Müller 3, 370 .

schäfercharacter

DWB

schaefer·character

schäfercharacter , m. character eines schäfers, besonders in der bukolischen dichtung ( vgl. DWB schäfer 2): anstatt 'ohne zorn und falten' …

schäferchor

DWB

schaefer·chor

schäferchor , m. : im maimond tanzt ein schäferchor dir hundert frohe reigen vor. Bürger 48 a .

schäferdichter

DWB

schaefer·dichter

schäferdichter , m. bukolischer dichter, idyllendichter: Vosz wird ... wenn er fortfährt, sich so in die sitten und denkungsart des volks hi…

schäferdönchen

DWB

schäferdönchen , n. geschichte, mährchen, wie sie sich schäfer erzählen (dönchen aus nd. döneken eigentlich ' tönchen ', liedchen, brem. wb.…

Schäferdüppen

RhWB

schaefer·dueppen

Schäfer-düppen šī:fəšdøpən Malm n.: ein blecherner Topf oder zwei Töpfe nebeneinander, zum Essentragen für den Schäfer, späterhin auch für d…

schäfereden

DWB

schaefe·reden

schäfereden , n. paradies für schäfer: ach, der bardejüngling ( Klopstock ) schuf damals noch sein schäfer-eden! Herder z. litt. u. kunst 3,…

schäferei

DWB

schaefe·rei

schäferei , f. , mhd. schæferîe, md. schêferŷe, schêffereie seit dem 14. jahrh. Lexer handwb. 2, 629 . Weigand 2, 539 , nl. schaeperie Kilia…

schäferelegie

DWB

schaefer·elegie

schäferelegie , f. : wir wollen uns begnügen, eine schäferelegie von ihr ( madame Desfoulieres ) anzuführen. Ramler Batteux 1, 388 .

Schäferēy

Adelung

schaefe·rey

Die Schäferēy , plur. die -en, eine Anstalt, wo Schafe in Menge gehalten und gewartet werden, ingleichen der Ort, wo sie gehalten werden, un…

schäferfeier

DWB

schaefer·feier

schäferfeier , f. : grosz war diese schäffer-feir. Rist Parnasz 652 ; es naht sich eine schäferfeier und singt und jauchzt aus voller brust.…

schäferfest

DWB

schaefer·fest

schäferfest , n. : das arkadische schäferfest suchte seines gleichen, excellenz. Gutzkow ritter v. geiste 2 1, 306.

schaefer als Zweitglied (12 von 12)

Hofschäfer

PfWB

hof·schaefer

Hof-schäfer m. : 'Schäfer im Klosterhof'. a. 1621: Häußlin ... so iezundt dem Hofschöffer [WerschwSchR, Bl. 4]. —

lohnschäfer

DWB

lohn·schaefer

lohnschäfer , m. : ihre ( der schäfer ) bestallung ist unterschiedlich, indem sie entweder, als lohnschäfer, um lohn und deputat dienen, ode…

opernschäfer

DWB

opern·schaefer

opernschäfer , m. : hier konnte ich mich nicht länger enthalten, über diesen opernschäfer zu lachen. Rabener (1755) 2, 50 .

Pachtschäfer

Adelung

pacht·schaefer

Der Pachtschäfer , des -s, plur. ut nom. sing. ein Schäfer, welcher die Schäferey gepachtet hat; zum Unterschiede von dem Lohn- und Menge- o…

setzschäfer

DWB

setz·schaefer

setzschäfer , m. schäfer, der mit einem gewissen procentsatz am gewinn und verlust der schafzucht betheiligt ist. öcon. lex. (1744) 2546. Ad…

triftschäfer

DWB

trift·schaefer

triftschäfer , m. : ihre ( der schäfer ) bestallung ist unterschiedlich, indem sie entweder als lohnschäfer um lohn und deputat dienen, oder…

Weichselschäfer

DWB

weichsel·schaefer

Weichselschäfer , m. mitglied des Danziger dichterkreises Stieler geh. Venus 47 neudr., gebildet nach Pegnitzschäfer.

Ableitungen von schaefer (1 von 1)

unschäferlich

DWB

unschäferlich , adj. Gervinus gesch. d. d. dicht. 3, 273 . —