Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)
Schabernack m.
Schabernack m.
Schabernack m. ‘übermütiger, lustiger Streich’. Herkunft unklar. Mhd. schavernac, schabernac ‘rauhhaariger, grober, den Nacken reibender Winterhut, höhnender, neckender Streich’, auch ‘Schimpf, Hohn’ (14. Jh.) lebt weiter in Schabernack ‘Streich, Possen’ (vgl. auch schaffernack, 15. Jh., sowie mnd. schavernak ‘Hohn, Spott, böser Possenstreich’). Etymologisch bietet sich eine Beziehung zu schaben und Nacken, auch zu necken an. Sicher unabhängig davon sind mhd. schavernac ‘Südwein’, ursprünglich wohl ‘Wein aus Chiavenna’, und der um 1200 urkundlich nachgewiesene Name eines mittelrheinischen Weingutes ze Schabernakken. – schabernacken Vb. ‘schadenfroh necken’, schabernagken (14. Jh.).