Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)
säubern
säubern
sauber Adj. ‘rein, schmutzfrei’, ahd. sūbar, sūbiri (9. Jh.), mhd. sūber, sūver, sūfer ‘sauber, rein, schön’, asächs. suƀri, mnl. sūver, nl. zuiver, aengl. sȳfre (‘nüchtern, mäßig, makellos, rein’) sind über vlat. *sūber bzw. *sūbrius ‘mäßig, besonnen’ entlehnt aus lat. sōbrius ‘nüchtern (nicht betrunken), enthaltsam, besonnen’ (wohl entstanden aus *sō(d)-, Nebenform zu lat. sē(d) ‘ohne’, und lat. ēbrius ‘trunken’, eigentlich ‘naß, befeuchtet’). Die Bedeutungsentwicklung führt von ‘nüchtern, enthaltsam, besonnen’ über ‘makellos’ zu ‘rein’. – Sauberkeit f. ‘Zustand der Reinheit’ (16. Jh.), anfangs auch Sauberheit, mhd. sūberheit ‘Reinheit, Schönheit, Vornehmheit’; vgl. ahd. unsūbarkeit ‘Unflat, Schmutz’ (11. Jh.). säuberlich Adj. ‘reinlich’, ahd. sūbarlīhho Adv. (11. Jh.), mhd. sūberlich ‘artig, züchtig, anständig’. säubern Vb. ‘saubermachen, reinigen, von Verunreinigungen befreien’, ahd. sūbaren, sūbiren, sūbarōn (9. Jh.), mhd. sūbern, siubern; Säuberung f. ‘Reinigung’, mhd. sūberunge ‘Säuberung, Läuterung’.