Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)
Rausch
Rausch
rauschen Vb. ‘ein anhaltendes Geräusch von sich geben (von im Wind bewegten Blättern oder fließendem Wasser)’. Das westgerm. Verb mhd. rūschen, riuschen, mnd. rūschen, rūsken, mnl. ruuscen, nl. ruisen ‘rauschen’ ist wie mnd. rūsen ‘lärmen, schreien, toben, rasen’, schwed. (aus dem Mnd.?) rusa ‘fortstürzen, eilen’ als lautnachahmende Bildung aufzufassen. Alle außergerm. Anknüpfungsversuche sind ungesichert. – Rausch m. ‘Benebelung der Sinne als Folge von Genuß betäubender Mittel’ (16. Jh.), daran anknüpfend ‘seelische Trunkenheit, Taumel, Ekstase’ (18. Jh.), zuvor ‘rauschender Schall’, mhd. rūsch ‘rauschende Bewegung, Anlauf, Angriff’, Rückbildung aus dem Verb. Im Sinne von ‘(leichte) Trunkenheit’ zuerst Reuschlin (1551), dann Rausch (1575), mnd. rūsch (seit 1563), ursprünglich wohl scherzhaft in bezug auf das ‘Rauschen im Kopf’. berauschen Vb. ‘in einen Rausch versetzen, (be)trunken machen, leicht betäuben, in Begeisterungstaumel versetzen’, reflexiv ‘in Begeisterungstaumel geraten’ (17. Jh.). Rauschgift n. ‘Mittel, das einen Rausch oder ähnliche Lustempfindung hervorruft’ (um 1920).