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Rame

mhd. bis Dial. · 8 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

RhWB
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19 in 8 Wb.
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Eintrag · Rheinisches Wb.

Rame

Bd. 7, Sp. 46
Rame, Ramen das Wort, mhd. ram(e)f., m., ahd. rama, nhd. Rahmen, ist allg. u. zwar Rhfrk rām f. u. jünger auch rāmə m. [Saarbr vielfach rmə m.]; Mosfrk ebenso rā:m f. u. jünger auch -mən m. [Saarl r:m f., rāmən, Pl. -E- m.; Saar von Merz an ru·m.; Mos von Trier ö. Stdt bis Bernk, WBitb rū:m; Trier w. Stdt, Wittl, Bitb, SPrüm -:-; Trier-Krettnach Morschd Pluwig Prosterath Waldw, Wittl-Bengel Honth Kinh Kinderbeuren, Bernk-Malborn Neunk, Zell-Briedel Liesenich, Koch, Kobl-Kettig Kobern, May, Daun, Bitb-Ammeldingen Koxhsn Mötsch, Prüm-Büdesh Ringhuschd Schwirzh Weinsh ra·m.; Wittl-NÖffl, Zell-Beilst, Koch-Ernst, Kobl-Winning -ǫ- f., überall daneben jünger -mən m.]; Westerw rā:m seltener f., meist -mə m. [kurköln. Neuw, Altk-Birnb Flammersf ra·m.(ən); Derschen Weitef Hellert rm; Obernau ra·m.ən u. rū:mə m.]; Siegld rām f., meist durch rāmə m. verdrängt; LRip rā:m m. (im Süd. f.) u. seltener -mə m. [Aden, Ahrw vielfach ra·m., Pl. -ę- f. u. seltener rā:mə m.; Köln-Gleuel, Aach-Richterich r:m m.; Bo-Volmershv, Bergh-Quadr -mə m.; Bergh-Manh, Jül-Siersd ręmχə]; Bo, RRip meist rā:mə, selten rā:m m.; Berg rāmən m. [Waldbr-Dattenf rā:m; Gummb-Bergneust rmən; Sol-Stdt rā:m f.]; Eup, SNfrk rā:m m. [-:- Heinsb-Effeld Waldenr]; Klevld rām m. [-- Geld-Aldekerk, Klev-Goch] [Doppelformen: rāmə m. Einfassung: rām f. Gestell Saargeb.; ra·m.ən m. Bilderrahmen: ra·m. f. Spalier Koch-Laub; rā:mən m. Bilderr.: ra·m. f. Zwischenleder zwischen Sohle u. Vorderschuh Sieg-Ägid; rā:m m. u. f. Monsch-Witzerath]; Pl. -mə(n) [NBerg, Klevld auch -məs], Demin. rEmχə(n), -E:- (doch fehlt auch im Geb. der Schärfung oft diese), -ę-, –i-, –ī:- (wo -u-, –ū:), -mšə –kə: 1. Einfassung aus Holz oder Metall, wie E. eines Bildes (hier meist Rämchen), der Schul-, Schiefertafel, der Tür- oder Fensteröffnung, eines Grabes, Bilder-, Spegels-, Dür-, Finsterr. [Blendr. (-Blind-) der äussere in der Wand befestigte F. Bo; Rämcher Pl. die Leisten zwischen den Fensterscheiben Bo-Berkum Züllighv]; en R. öm de Lei; en R. (Goldr., polierte, schwarzpolierte R., en Fotografierrämche) öm e Bild mache losse RRip, Allg. RA.: En Frau es dem Hus, wat der R. dem Beld es MGladb-Rheind. Nau mache mer noch en R. drem (bei einer lustigen, drastischen Szene, greulichen Fratze), on dat Bildche es ferdig; öm dat Gesich (Fratze) moss de der en R. mache losse, dat es ze schün! Westerw. Du bes su ardig, mer soll dich en e Rämche mache! Dür. R. rech, twee för dem Bas on enne för de Knech! sagt der Zimmermann, wenn Rahmen von Türen u. Fenster gerichtet sind; ein Schnaps wird dann eingeschenkt Geld-Schravelen. Der däht alles öm R.ə er wühlt in der Arbeit, kann sich nicht genug tun mit der A. Aden-Engeln. — R., u. zwar Füdder- u. Hengerramen am Wagengestell, deren Arme durch das Achsenholz gehen Gummb-Berghsn, Wippf-Thier, Lennep-Neuenhs. — Das Gestell der Egge MülhRh, Geilk-Süggerath, des Förderwagens, in der Bergmspr. Siegld, Altk. — Das R.gestell, in dem die Ackerwalze sich rund dreht Grevbr-Belmen, Mörs-Wallach. — Auf dem Werpramen oder kurz R. liegt die Kette beim Weben Allg. — Viergespann des Schleiwerkes als Boden des Dachstuhls, wagerecht aufliegend Gummb-Berghsn, May-Pillig. — Rämchen mit Draht bespannt, in dem die Honigwabe sich befindet (auch diese oft so genannt), dat voll R. wiərd aus em Beienkasten geholt, entdeckelt (afgedeckelt) u. geschlaudert Allg. — 2. mehr übertr. a. nicht nur Einfassung der Fensteröffnung, sondern auch das Fenster als ganzes schlechthin, u. die Holzblende; dat Hus hat sess R.ə sechs Fenster Front; ene Krützr. Fenster, das ein F.kreuz hat; e Dakrämmke Dachluke mit Fenster; mak de R. los (offen), — tu (zu); Jann hät e Loek en der R. geschmiəte, on doə moss de R. wiər make loəte; he noəhm de R. bald met der neugierig ganz nahe an einem Fenster vorbeiging; hestond met de lange Pip in de R.; he leggt em R. liegt im Fenster; goht üt de R.! MGladb-Rheydt Hardt, Kref, Kemp, Geld, Mörs, Klev, n. Ruhr. — b. Gestell, zum Aufbewahren des Brotes, auch Brotr.; mer hon noch vill Brot of der R. leien Wend, Saar, Mos bis Koch, Wittl, Bitb, Neuw-Heimb Weis u. im N. abseits Aden-Engeln, Eusk-Dirmerzh Elsig OWichterich, Köln-Keldenich, Bergh-Kerpen; Äppelr. zur Aufbewahrung der Äpfel, auch in Eusk-Dirmerzh; Luhr. zum Trocknen der Lohkuchen MüEif. — c. Rebspalier um einen Garten herum oder an der untern u. obern Grenze des Weinbergs; Holzzaun, an dem meist Reben ranken Mos von Wittl-Kinh Osann an u. in den Weinbaugeb. von Goar, Neuw, Ahr; les net iwer de R. lese keine Trauben über die Grenze Bernk-Cues. — d. ein ca. 2 cm breiter Lederstreifen, der beim Aufsohlen zuerst rundum gelegt u. mit der Schuhsohle auf die gezwickte Fläche aufgenäht oder aufgepinnt wird Bitb, Sieg. — e. langer Heuhaufen; et Heu op R.ə schlohn Dür-Bürvenich, Altk-OIngelb, Neuw-Steimel (Rämmchen kämmen).f. rEmχə Sturmband am Hut; Hundekette Neuw-Bieber. — g. Faden Heinsb-Erpen. — h. rā:m Knarren Holz Dür-Stdt; derbes Butterbrot Rheinb-Meckenh, Dür-Stdt; rā:mə Saarbr-Quierschd, Kobl-Weissenthurm, Aden-Galenbg; r:mən NStedem. — i. in der Wend.: De hät e got Rämmke Humor, von einer Schnapsgassenschenke gesagt Kemp-Süchteln; öm R. bleiwen nicht abschweifen, z. B. in der Rede Trier-Stdt; der Ärwet gäht firänner (voran) vän (von) der R. geht flott vonstatten Koch-Greimersbg.
5389 Zeichen · 155 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    râmestf.

    Mhd. Wb. (Benecke/Müller/Zarncke) · +5 Parallelbelege

    râme stf. dasselbe. diu râme im niht enlouc, er schôʒ in Herb. 7719.

  2. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    rame

    Mnd. Handwb. (Lübben/Walther) · +7 Parallelbelege

    rame, Sahne, oxigalla.

  3. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Râme

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09) · +1 Parallelbeleg

    Râme , Dörfer in Palästina, s. Ram a.

  4. modern
    Dialekt
    Rame

    Rheinisches Wb. · +2 Parallelbelege

    Rame, Ramen das Wort, mhd. ram(e) f., m., ahd. rama, nhd. Rahmen, ist allg. u. zwar Rhfrk rām f. u. jünger auch rāmə m. …

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit rame

87 Bildungen · 70 Erstglied · 14 Zweitglied · 3 Ableitungen

rame‑ als Erstglied (30 von 70)

Rame(n)

Idiotikon

Rame(n) Band 6, Spalte 889 Rame(n) 6,889

Rame(n)gëlt

Idiotikon

Rame(n)gëlt Band 2, Spalte 261 Rame(n)gëlt 2,261

Rame(n)scheiteⁿ

Idiotikon

Rame(n)scheiteⁿ Band 8, Spalte 1504 Rame(n)scheiteⁿ 8,1504

Rame(n)schueh

Idiotikon

Rame(n)schueh Band 8, Spalte 482 Rame(n)schueh 8,482

Rame(n)schänkel

Idiotikon

Rame(n)schänkel Band 8, Spalte 970 Rame(n)schänkel 8,970

Rame(n)stuck

Idiotikon

Rame(n)stuck Band 10, Spalte 1833 Rame(n)stuck 10,1833

Rame(n)wuer

Idiotikon

Rame(n)wuer Band 16, Spalte 1083 Rame(n)wuer 16,1083

Rameau

Meyers

Rameau (spr. -mō), Jean Philippe , Komponist und Theoretiker, geb. 25. Sept. 1683 in Dijon, gest. 12. Sept. 1764 in Paris, kam schon jung na…

râmege

BMZ

ram·ege

râmege swv. mache russig, führt Ziemann aus Pez an.

râmegen

Lexer

rame·gen

râmegen swv. BMZ ramigen, remigen fuliginare Dfg. 251 a .

rmelen

WWB

rame·len

ramelen V. [ Hal Arn Mes] 1. verworren reden; (während einer Krankheit) phantasieren. — 2. langweilig reden ( Hal Bh ). — 3. dummes Zeug red…

ramelig

RhWB

ramelig -:-, –ō:- Prüm , Bitb [ -o- NWeis] Adj.: 1. schmierig, unsauber, besudelt, mit einer Schmutzkruste bedeckt, bes. vom menschlichen K…

Rameln

Meyers

ram·eln

Rameln (Schmankerl) , Wiener Gebäck, Omelettenteig gebacken und zu kleinen Tütchen gedreht, dient zum Garn ieren von Puddingen etc.

Ramelsack

RhWB

ramel·sack

Ramel-sack r:məlzāk Bitb-Wiersd m.: verächtl. schmutziger, vernachlässigter Mensch; de R. lo as am (im) Mistepuddel gedäft (getauft) gen.

râmenâ

MNWB

ram·ena

*° râmenâ , subst. : eine Biersorte (Klingged. 73); — zu * nârâmen, vgl. d. u. Richey 203.

Ramenanten

RhWBN

ramen·anten

Ramenanten Pl.: Essreste, Gerümpel entstammt ndl. ramenant< frz. remanant.

Ramenass

RhWB

rame·nass

Ramenass das Wort, ndl. ramenas, rammelas < ital. ramolaccio < mlat. armoracia entsprechend, ist zur ndl. Grenze hin westl. einschl. Monsch-…

ramenassen

WWB

ramen·assen

ramen a ssen V. [Sos] unaufhörlich, unruhig arbeiten. ⟨ - nasten u. - nästen ⟩ ¶ NdsWb 10,29: ramanassen .

rāmenbôk

MNWB

ramen·bok

*° rāmenbôk , n. : Buch das Abrechnungen über Tuchhandel enthält (Brem. Jb. 7, 35).

ramendé

LDWB1

ram·ende

ramendé [ra·men·dę́] vb.tr. (ramendëia) ausbessern → comedé fora .

râmener

Lexer

rame·ner

râmener stm. s. v. a. losener. er ( der verteidiger des angeklagten ) batte, im warner und losner zu vergunnen - - dar auf er Cunraden Klamm…

Ramenghi

Meyers

Ramenghi , Bartol ., Maler, s. Bagnacavallo .

rāmenhof

MNWB

ramen·hof

° rāmenhof , rām- , rāmhōf ( -hoef ), m. (flekt. -hōv- -hāv- ): verpachteter Ort, Hof auf dem die Wandrahmen aufgestellt sind (in Hamburg; z…

rāmenhü̂re

MNWB

ramen·huere

° rāmenhü̂re , -hü̂r , f. : Entgelt, Miete für die Nutzung von Wandrahmen, wantberê(i)der heft betālet ê(i)n jâr r. vȫr ê(i)nen rāmen von 2 …

râmeninge

MNWB

ramen·inge

° râmeninge , f. ( Gen. Sg. râmeninge ) : Beschluß , Vereinbarung, nâ lûde des resessus tô Rostok vorgaddert uppe Marîen Magdalênendach vorr…

Ramenmesser

RhWB

ramen·messer

Ramen-messer (s. S.) [ rā:męts Geilk-Bauchem ] Simm , Trier , Bitb , Aden , Bergh , Wippf , SNfrk, Mörs n.: Randmesser des Schusters, zum Au…

rāmenplats

MNWB

ramen·plats

*° rāmenplats , m. : verpachteter Ort, Hof auf dem die Wandrahmen aufgestellt sind (Hamb. KR 1571 u. ö.).

rame als Zweitglied (14 von 14)

Holzbrame

Adelung

holz·brame

Die Holzbrame , plur. die -n, die Brame, d. i. das Gebüsch oder Unterholz vor einem Gehölze oder Walde; das Vorholz. Im gemeinen Leben auch …

rö̂stentrāme

MNWB

roesten·trame

° rö̂stentrāme , m. : Gitterstab eines Bratrosts , „ Trame rosten trame craticulare trames craticule” (Voc. Strals. ed. Damme).

Salzkrame

DRW

salz·krame

Salzkrame, f. zu Krame (I) (gebührenpflichtiger) Verkaufsstand für Salz yglicher saltzkrame gibt dem ertzbischoff jars eyn maiß salcz vnd dr…

Silberkrame

DRW

silber·krame

Silberkrame, f. Verkaufstand für Silberwaren uä. bdv.: Silberkramladen, Silberladen darzu auch die juden etlich aigene offene silber cramen …

sülrāme

MNWB

suel·rame

sülrāme „reguncula quot in edificio dicitur teut. s. ” (SL).

wercrame

KöblerMhd

werc·rame

wercrame , st. F. nhd. Werkrahmen Q.: Albrecht (1190-1210) E.: s. werc, rame W.: nhd. DW- L.: LexerHW 3, 774 (wercreme)

wīnrame

KöblerMhd

wīn·rame

wīnrame , sw. M., sw. F. nhd. „Weinrahme“, Weinstock Hw.: vgl. mnd. wīnrāme Q.: Cranc (1347-1359) (FB wīnreme) E.: s. wīn, rame W.: nhd. (äl…

Ableitungen von rame (3 von 3)

gerâme

BMZ

gerâme swv. 1. zum ziele gelangen. er ist hie unde wil vol kumen ( den kampf vollführen ), lêʒet is in got gerâmen freib. stdtr. 229. lêt is…

Ramée

Meyers

Ramée , 1) Pierre de la (lat. Petrus Ramus) , Humanist, geb. 1515 in Cuth, einem Dorfe bei Soissons, gest. 26. Aug. 1572 in Paris, erregte d…

verrâme

BMZ

verrâme swv. setze einen termin an, lade vor gericht. sol der schultess den parthien ein tag verramen Gr. w. 2,226. vgl. Wallr. 83 u. 84. au…