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Petersilĭe

ae. bis spez. · 14 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Meyers
Anchors
14 in 14 Wb.
Sprachstufen
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Eintrag · Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

Petersilĭe

Bd. 15, Sp. 657
Petersilĭe (Petroselinum Hoffm.), Gattung der Umbelliferen, ein- oder zweijährige Kräuter mit dreifach gefiederten Blättern, keilförmigen bis fadenförmigen Segmenten, wenigblätterigen Hüllen, vielblätterigen Hüllchen, weißen oder gelblichen Blüten und eiförmiger, kahler, seitlich zusammengedrückter, fast zweiknöpfiger Frucht. Fünf Arten in Mitteleuropa und dem Mittelmeergebiet. Die gemeine P. (P. sativum Hoffm.), zweijährig, mit rübenförmiger, fleischiger Wurzel, 0,5–1 m hohem, verästeltem, gestreiftem Stengel, etwas glänzenden, kahlen, oberseits dunkelgrünen, unterseits hellen, zwei- bis dreifach gedreit-fiederteiligen Blättern und grüngelblichen Blüten, wächst in Südosteuropa wild, wurde schon im Altertum arzneilich benutzt, und Karl d. Gr. befahl ihren Anbau in den kaiserlichen Gärten. Jetzt ist sie das gebräuchlichste Küchengewürz. Sie gedeiht am besten in humosem Sandboden, und man sät sie im Herbst, April und Juni in Reihen. Als Schnittpetersilie ist besonders die krause P. (Kraus-, Moospetersilie) zu empfehlen, weil sie weniger leicht in Samen schießt, und weil bei ihr eine gefährliche Verwechselung mit der giftigen Hundspetersilie (Aethusa cynapium) nicht vorkommen kann. Man unterscheidet die Hundspetersilie von junger P. ganz sicher durch den Geruch. Als Wurzelgewächs sät man die P. recht früh und stellt die Pflanzen nach und nach beim Jäten und Behacken fußbreit voneinander. In beiden Fällen verträgt die P. dumpfe Lage, wo der Boden recht frisch bleibt. Man kann in geschützter Lage Pflanzen, die man in Fußweite gezogen hat, im Garten stehen lassen, wenn man sie bei strenger, trockner Kälte mit Stroh bedeckt. Die möhrenartigen oder rundlichen Wurzeln schmecken süßlich und gewürzhaft und werden als Gewürz und Gemüse gegessen. Sie wurden früher wie das Kraut und die Früchte arzneilich benutzt. Das aus den Früchten gewonnene ätherische Öl (2–6 Proz.) ist farblos, etwas dickflüssig, oft schon bei gewöhnlicher Temperatur halbfest, riecht dem Petersilienkraut ähnlich, aber doch abweichend und besteht aus Apiol (Petroselinol, Petersilienkampfer) C12H14O4, einem Olefintetraoxybenzol. Dies bildet farblose Kristalle, riecht schwach nach P., schmilzt bei 30°, siedet bei 294° und löst sich in Alkohol und Äther, nicht in Wasser. Neben Apiol enthält das Öl Pinen C10H16. Das Kraut der P. enthält ein farb-, geruch- u. geschmackloses Glykosid, das Apiin C27H32O16, das bei der Spaltung Trioxyflavon liefert, und ein ätherisches Öl, das wie frische P. riecht u. sehr wenig Apiol enthält. – Wilde P., soviel wie Schierling. s. Conium.
2594 Zeichen · 36 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 8.–11. Jh.
    Altenglisch
    petersiliesw. F. (n)

    Köbler Ae. Wörterbuch

    petersilie , sw. F. (n) nhd. Petersilie Hw.: vgl. as. *petersili?, ahd. petersil I.: Lw. lat. petroselīnum E.: s. lat. p…

  2. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    pêtersilief.

    Mittelniederdeutsches Wb.

    pêtersilie ( peeter-, -sillye, -cilie, -cyllye ), -sil(li)ge, ° -selie (Zs. Phil. 9, 205), f. ( Gen. Sg. -n ; Pl. -n ): …

  3. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Petersīlie

    Adelung (1793–1801) · +3 Parallelbelege

    Die Petersīlie , (fünfsylbig,) im gemeinen Leben Petersilje, plur. inus. eine Pflanze, deren weiße eßbare Wurzel einen a…

  4. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Petersilie

    Goethe-Wörterbuch

    Petersilie als morphol Studienobjekt P.|Spinat|Kaffee aufkeimen zu sehn N13,180,27 Morph Plp → Bergpetersilge Rüdiger We…

  5. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Petersilie

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57) · +1 Parallelbeleg

    Petersilie (Petroselinum) , s. Apium.

  6. modern
    Dialekt
    Petersilie

    Pfälzisches Wb. · +2 Parallelbelege

    Petersilie s. Peterle ;

  7. Sprichwörter
    Petersilie

    Wander (Sprichwörter)

    Petersilie 1. Gangk (geh) on kôp (kaufe) dek Petterzelge, dan kanste din Wâter god mâken, sied de Elberfeller. ( Pletten…

  8. Spezial
    Petersilie

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Pe|ter|si|lie (Petroselinum crispum) f. (-,-n) ‹bot› petersil m.

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit petersilie

25 Bildungen · 22 Erstglied · 3 Zweitglied · 0 Ableitungen

Ableitung von petersilie

petersili + -e

petersilie leitet sich vom Lemma petersili ab mit Suffix -e.

petersilie‑ als Erstglied (22 von 22)

Petersilienfleisch

Campe

petersilie·n·fleisch

Das Petersilienfleisch , — es , o. Mz . mit dem Kraute oder den Wurzeln der Petersilie gekochtes Fleisch, im O. D. Peterleinsfleisch .

Petersilienholder

Campe

petersilie·n·holder

Der Petersilienholder , — s, Mz . gl. eine Art des Holders (Sambu cus laciniata L .), weil seine Blätter den Blättern der Petersilie ähnlich…

Petersilienkraut

GWB

petersilie·n·kraut

Petersilienkraut wilde, großblättrige, glatte Petersilie; evtl identisch mit „Hipposelinum = Pferdesilge”, „Petroselinum macedonicum” bzw „S…

pêtersilienkrût

MNWB

petersilie·n·krut

pêtersilienkrût ( -cilien- ), n. (flekt. -d- ): Stengel und Blätter, Kraut von Petroselinum crispum; wāter van p.-de Extrakt von Petersilien…

Petersilienkuchen

Campe

petersilie·n·kuchen

Der Petersilienkuchen , — s, Mz . gl. mit Petersilien bestreuter oder auf andere Art damit zubereiteter Kuchen. Popowitsch.

Petersilienöl

Campe

petersilie·noel

Das Petersilienöl , — es, Mz . u. ein aus dem Samen der Petersilie gezogenes wesentliches Öl, welches größtentheils im Wasser untersinket.

pêtersilienpulver

MNWB

petersilie·n·pulver

° pêtersilienpulver ( -silliyen- ), n. : fein zerstoßene Teile von Petroselinum crispum oder dessen Saat (Stockh. Arzneib. 96).

pêtersiliensâme

MNWB

petersilie·n·same

pêtersiliensâme ( -cilien- ), m. ( Pl. -n -sâme ) : Samen von Petroselinum crispum (als Zutat verschiedener Heiltränke).

pêter(silien)sāp

MNWB

petersilie·n·sap

° pêter(silien)sāp ( -saep ), -sillien- ( -cillien-), n. : Extrakt aus Teilen von Petroselinum crispum oder dessen Saat (Goth. Arzneib. 115 …

pêtersiliensât

MNWB

petersilie·n·sat

pêtersiliensât ( -cilien- ), -sillien- ( -cillien- ), -sil(l)igen-, -silgen-, n. (nur Sg. ; Gen. -des ): 1. (kollekt.:) Samen, Saat von Petr…

pêter(silien)wāter

MNWB

petersilie·n·water

° pêter(silien)wāter , -seli(g)en- , n. : Destillat aus den zerstoßenen vegetativen Teilen von Petroselinum crispum, p. māk alsô nim de wört…

Petersilienwein

Adelung

petersilie·n·wein

Der Petersilienwein , des -es, plur. inus. eine Art Weinstöcke mit fünffachen Blättern, deren Blättchen wie das Kraut der Petersilie vielmah…

pêtersilienwörtel

MNWB

petersilie·n·woertel

pêtersilienwörtel ( peeter-, -cilien- ), -sillien-, -sillige(n)- ( -cilligen- ), -silgen-, ° pettersilien- ( -cilien w- ) (Nd. Jb. 2, 33), f…

petersilie als Zweitglied (3 von 3)

Bêrg-Petersilie

Adelung

berg·petersilie

Die Bêrg-Petersilie , plur. inus. eine Art Vogelnest oder Heilwurz, mit aus einander gesperrten Blättchen, welche auf freyen Hügeln wild wäc…

hundspetersilie

DWB

hunds·petersilie

hundspetersilie , f. aethusa cynapium, gartenschierling, und conium maculatum, gefleckter oder groszer schierling.