Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)
Pension f.
Pension f.
Pension f. ‘Ruhegeld, Ruhestand eines Beamten, Fremdenheim’. Mfrz. frz. pension wird Anfang des 15. Jhs. mit seiner Bedeutung ‘jährliche Bezüge, Gehalt, Jahrgeld, Ehrensold’ ins Dt. übernommen. Voraufgehendes afrz. pension ‘Mietzins, Einkünfte, Unterhalt’ beruht auf lat. pēnsio (Genitiv pēnsiōnis) ‘das (Ab)wägen, (Aus)zahlung, Abgabe, Miet-, Pachtzins’, mlat. auch ‘Jahreszins, -lohn, Lohn’ (wovon mnd. pensie ‘Zins, Pacht, Jahrgeld’); zu lat. pendere (pēnsum) ‘(ab)wägen, erwägen, beurteilen, schätzen, (be)zahlen’ (s. Pensum). Im 18. Jh. geht Pension auch auf ‘Ruhegehalt, Altersunterstützung, Witwengeld’ über. Die Ende des 17. Jhs. im Anschluß an das Frz. aufkommende Bedeutung ‘Kost-, Wohnungsgeld’, speziell ‘Zahlungen für die Unterbringung in einem Heim, einer Bildungsanstalt’, wird im 18. Jh. (wie frz. pension bereits im 17. Jh.) auf diese, dann auch auf ähnliche Einrichtungen (‘Fremden-, Familienheim’, 19. Jh.) übertragen. – Pensionär m. ‘wer eine Pension empfängt, Beamter im Ruhestand’ (Anfang 19. Jh.), ‘Gast in einem Fremdenheim’ (Ende 19. Jh.), vorher ‘Zögling einer Erziehungsanstalt’ (Anfang 18. Jh.), frz. pensionnaire (vgl. mlat. pensionarius ‘Empfänger eines jährlichen Einkommens’ und ‘Zinspflichtiger’). Pensionat n. ‘Erziehungs-, Bildungsinstitut für Schüler, besonders Töchter aus begüterten Familien’ (19. Jh.), frz. pensionnat. pensionieren Vb. ‘in den Ruhestand (mit entsprechenden Bezügen) versetzen’ (18. Jh.), zuvor (selten) ‘mit einem Ehrensold ausstatten’ (16. Jh.), mfrz. frz. pensionner.