Pension 1
regelmäßiger (überwiegend von obrigkeitlichen Kammern pro Jahr festgelegter, jedoch meist quartalsweise ausgezahlter) Unterhalt; auch als bes Gnadenbezeugung a
allg: für zur Selbstversorgung nicht od unzureichend fähiger Personen ausgesetzte Versorgungszahlung in Geld (u Naturalien); mehrf neben ‘Besoldung’ Ist..an die überwiesenen P-en, sowohl an Geld als Naturalien, bey Fürstlicher Cammer gedacht worden? GWBB19,98,3 Voigt 17.1.06 unsre Lage ist wie die des sämmtlichen Deutschlandes ungewiß und precär. Doch scheint für das Nächste nichts zu fürchten, und ich vermuthe, daß das Weihnachtsquartal der Besoldungen und P-en nicht zurückbleiben werde GWBB19,246,14 Knebel 13.12.06 da die Besoldungen und P-en retro bezahlt werden, wird also die letzte Quittung [
über die Stipendienzahlung an August] Michael 99 eingereicht GWBB13,48,9 CarlAug 31.1.98 A(53,297,28) Bericht [Ende Okt 17] [Oberaufs] B26,32,13 Voigt 11.7.15
uö(selten) b
speziell: Altersruhegeld für (wegen Arbeitsunfähigkeit) von ihrer Dienstpflicht entbundene Menschen: als (in den Anstellungsverträgen vereinbarte) Zahlung der Kammer für ehemals in staatlichen od Hofdiensten Tätige Des..Grafen Potocki Excellenz haben, als Curator der Akademie zu Charkof..die Benennung einiger Professoren, zu verschiedenen daselbst noch offenen Stellen, verlangt..Man wünschte nun zu erfahren: Wie es mit einer P. nach etwa 25 Dienstjahren gehalten würde GWBB16,362,6 Potocki 27.11.03 K Besorgniß..ob..Voß seine eutinische P. [
als Gymnasialrektor aD] behalten würde, wenn er eine neue Stelle annähme GWBB17,23,11 Eichstädt 21.1.04 [
betr Kontrakt mit JJGraff] im Fall derselbe durch Alter oder Krankheit in den Fall kommen sollte, die Obliegenheiten eines Schauspielers nicht weiter erfüllen zu können..eine jährliche P. von Zweyhundert Thaler und nach Verlauf von sechs Jahren, von Dreyhundert Thaler jährlich zugesichert GWBA(Pasqué 2,192) Kontrakt 4.6.03 [G/Kirms TheaterKomm] der Hauptmann..hatte mir..erzählt, daß dieser [
ein junger Mann], bei'm Kriegsbureau angestellt, ihm schon manchmal, wenn die P-en gestockt, uneigennützig sehr gute Dienste geleistet habe GWB27,267,3 DuW 9 B11,220,14 Voigt 30.9.96 B19,284,8 Luden 14.3.07 B16,376,1 CarlAug 10.12.03 B22,389,3 Kirms [Anf Apr 11]
uö als privates Legat setzte sich Wilhelm mit der Alten aus einander..sie sollte Mignon zu Theresen bringen, und hernach eine kleine P., die er ihr versprach, wo sie wollte, verzehren GWB23,112,2 Lj VII 8 Es vermacht mir nicht allein in ihrem lezten Willen..Seel. Fräulein [
SKvKlettenberg] eine jährliche P. von 144 fl. ..sondern Sie bekennet auch daß Sie von mir die Summe von 550 fl. in Händen und anderwärts zu meinem Nutzen ausgeliehen habe GWBDjG
35,224,31 RAnw [21.4.75] DjG
35,224,1 RAnw [7.4.75] c
speziell: Hinterbliebenenrente für Witwen u Waisen verstorbener Bediensteter [
betr Leibarzt] Osann fordert nicht weniger als 800 rh., eine P. für seine Frau auf den Fall seines Ablebens von 200 rh., für den iungen Hufland auch etwas pp GWBB6,290,13 ChStein 7.6.84 Der Überbringer des Gegenwärtigen ist der Sohn des hier vor kurzem verstorbenen Hofbildhauer Kaufmanns, der nach Rom zurückgeht um bey seiner Mutter zu leben welcher eine verhältnißmäßige P. verwilligt ward GWBB47,6,4 GAChKestner 4.4.30 sind die beyden unmündigen Söhne des verstorbenen Lieutenants von Mandelsloh..1781 als Cadets..angestellet worden und haben bisher ihre Verpflegung und Erziehung auf Kosten Fürstlicher Kriegs-Casse, ausgenommen diejenige P. von 50 Rh. jährlich, welche ihnen aus fürstlicher Cammer hieselbst verabreichet wird..genossen GWBA(GJb11,73) CarlAug 5.5.84 [KriegsKomm] Es hat..Großherzogl. Landschafts-Collegium..unsern Antrag [
betr Rentenhöhe für die Witwe PKaufmanns] theilweise abgelehnt..mit der Bemerkung daß besagter Kaufmann die..ihm gewährten 400 Thlr. nicht versteuert habe. Wir bringen diesen Fall zu Ew. Königl. Hoheit Kenntniß, glauben aber daß die Unbekanntschaft ihres verstorbenen Ehemanns mit einer gesetzlichen Bestimmung der Witwe nicht zum Nachtheil gereichen könne, indem die P. ohne Weiteres zugesagt worden GWBA(FfA I 27,1013,1) CarlFriedr [vor 1.4.30] [Oberaufs] B26,277,19 Voigt 27.2.16 B27,57,20 CarlAug 14.6.16 B43,297,3 Grüner [29.2.28] K
uö d
speziell: Ausbildungsunterhalt, Stipendium; mBez auf junge Künstler Marchese Caraccioli..nahm Philipp Hackert freundlich auf und sagte: "Sie werden mir einen Gefallen erweisen, wenn Sie einen jungen Sicilianer [
den Maler GEranti], der ein Schüler vom Ritter Maron ist, und ein..gutes Bild gemacht hat, an den König empfehlen, daß er eine P. bekömmt, in Rom noch drei oder vier Jahre zu studiren GWB46,284,27 Hackert Protekt uVertrauen [
betr Studienaufenthalt des jungen Malers FPreller in Rom 1826ff] Preller, dem ich die Nachricht von Verlängerung der P. seines Sohnes mittheilte GWBT12,256,20 v 14.6.30 B49,126,6 Zelter 31.10.31
uö(selten) e
speziell: Entschädigung, Kompensation für materiellen Verzicht od (wirtschaftliche) Verluste, einmal für die gesundheitlichen Schäden eines Kriegsinvaliden [
betr Leibrente Büttners als Entgelt für seine an die Jenaer Universität verkaufte Göttinger Bibliothek] Seine ansehnliche Bibliothek zu vermehren wendete er die P. an, die man ihm jährlich für die schuldige Summe der Stammbibliothek darreichte GWB35,130,10 TuJ 1802 man habe der Gewerckschaft ein freyes Werck übergeben und der Freyin von Gersdorf sowohl ein..Abfindungsquantum [
für ihre Rechte am Ilmenauer Bergwerk] von 6000 rtl., als auch eine P. von 300 rtl. vom Februar 1783 auf ihre Lebenszeit verwilligt GWBA1,400,21 Votum [18.10./1.11.85] Als mein seeliger Freund [
HJvLindau] den Peter im Baumgarten seiner damals noch lebenden Mutter abnahm, war es sein Vorsaz und Versprechen dem Knaben eine gute Erziehung zu geben..Er that ihn deswegen..nach Marschlins und übergab ihn der Fürsorge des Herrn von Salis dem er eine iährliche P. dafür zu zahlen versprach GWBB4,29,19 Scholley 26.4.79 K T1,55,12 v 30.11.77 A1,197,32 Votum [nach 13.7.82]
uö(selten) f
speziell: Gratifikation in Anerkennung spezieller (einmaliger, kurzfristiger) Verdienste [
betr lebenslang jährlich 500 Livres aus Carl Augusts Privatschatulle für eine ihm auf der Kavalierstour durch Frankreich (1771) bekannt gewordene Dame] Die Brossard hat mir von Mez einen erbärmlichen Brief geschrieben, dass ihre P. ausbleibt..Sey so gut die Sache gleich zu berichtigen, das arme Mädgen ist in groser Verlegenheit GWBB4,138,22 Bertuch 20.11.79 nachdem er [
vWolbock] von der Gnade Ludwigs XVIII. ihr [
der Pflegerin während seiner Erkrankung in Gefangenschaft] eine jährliche P. von 600 Franken ausgemittelt hatte GWBA(Vogel 391) Aktenniederschr 27.11.28 B10,35,4 Bertuch [16.10.92] g
speziell: Abfindung, im Hinblick auf vorzeitige Auflösung des Arbeitsvertrages [
betr den wegen Ungenügens entlassenen Konzertmeister FSDestouches] In dem ersten..Erlaß ist dem Concertmeister der lebenslängliche Gnadengehalt, ohne Abzug, um ihn wo er will zu verzehren, bewilliget..In der späteren Erläuterung aber ist zwar die P. erhöhet, jedoch die Bedingung hinzugefügt worden „bis er eine andere hinlängliche Versorgung hat”..Die..P. kann wohl nur als Supplement seines künstigen Verdienstes angesehen werden GWBB21,144,4u11 CarlAug 28.11.09 h
speziell: (zeitweiliger) Zuschuß zu einem vorhandenen (kleinen od unsicheren) Einkommen, auch Basisgehalt α
als Unterstützung Geringverdienender [
betr Fechtmeister Fellon] Er wünscht nur etwas weniges zur Einrichtung und den Fechtboden frey, so getraut er sich ohne P. seinen Lebensunterhalt zu erwerben, wollte man ihm 50 rh. oder 100
f. iährlich akkordiren so würde er glücklich seyn GWBB5,153,10 JFFritsch 24.6.81 B3,256,2 Krafft 11.11.78 β
als (bedingter) Unterhalt freier Künstler u Gelehrter, zugl Ausdruck von (bürgerlichem od fürstlichem) Repräsentationswillen u Mäzenatentum; selten ‘eine P. ziehen, heben’ iSv die Unterhaltssumme (auf einer Bank) abheben Bei einem geschickten Künstler, der nicht gerade Bestellungen hat, oder auf's G'rathewohl arbeiten kann, bestelle man von Seiten der Vorsteher [
etwaiger Kunstanstalten] gewissenhaft gearbeitete Bilder; man bezahle sie ihm nach Billigkeit, und überlasse sie alsdann Liebhabern um einen geringern Preis. Der Verlust, der hieraus entspringt, wird eine größere Wohlthat für den Künstler, als wenn man ihm eine P. ohne Bedingungen gäbe GWB34
1,117,13 KuARheinMain Frankf [
General Rey zu JPHackert:] Daß ihr kein guter Republikaner sein könnt, ist mir sehr begreiflich; denn ein Künstler, der jährlich 6000 Livres P. verliert, nebst einer schönen Wohnung und hundert andern Bequemlichkeiten, kann unmöglich ein Freund von der neuen Ordnung der Dinge sein GWB46,316,12 Hackert Rettg Es wird nunmehr bald iährig, dass ich Ihnen Ihre P. zugeschikt habe. Ich mögte aber gern erst was hier von Ihnen vorzuweisen haben, ehe ich Ihren Gönnern und Freunden wieder Ihren Nahmen nenne GWBB4,330,18 Maler Müller 6.11.80 Winckelmann darf sich keine Hoffnung auf eine P. vom [
Dresdner] Hofe machen GWB40,288,15 UngedrWinckelmBr Tischbein..ließ sich auf das ungeheure Bild der Helena ein, das er zuletzt stehen ließ, schickte in 3 Jahren nichts an den Herzog [
Ernst II vSachsen-Gotha-Altenburg], glaubte zuletzt ihn entbehren zu können, und zog die P. nicht mehr GWBB9,92,5 Herder 2.3.89 44,50,21 Cell III 5 Gespr(He1,283) JJBodmer 22.11.79 B9,149,24 Meyer 21.8.89 N4,24,21 FlH VI Hooke 46,238,26 Hackert Anstellg
uö 2
metonym (im Anschluß an 1b): Ruhestand; in der Fügung ‘jdn in P. setzen’; in scherzh-bildl Zshg Diese [
frz-revolutionären] Gesinnungen verbreiteten sich um so eher als man in dem Betragen der nordischen Monarchen eben keine entschiedene Sittlichkeit gewahr werden konnte. Polen ward getheilt und wieder getheilt, bis endlich nichts mehr davon übrig blieb. Hier sah man Monarchen die einen ihres Gleichen in P. zu setzen gedachten, dort rührte sich ein Volk um ähnlicher Weise mit seinem König zu verfahren GWB33,377,19 BelagergMainz Plp B6,115,6 ChStein 29.12.82
uö(selten) 3
Räumlichkeit a
(überwiegend von alleinstehenden Erwachsenen genutztes) Quartier (mit Verpflegung) in Privathaushalten [
Nichte, mBez auf den Ritter:] Er wird einen Schutzort für mich finden. Jedes Kloster, jede P. soll mir ein angenehmer Aufenthalt werden GWB17,206,2 GrCoph IV 1 kamen unzählige Engländer und Engländerinnen, die bey meiner Schwiegertochter gute Aufnahme fanden..Jüngere Männer aus den drey Königreichen leben hier in P-en, und so kommt man gar nicht aus der Gewohnheit, über sie nachzudenken GWBB43,108,6 Boisserée 12.[10.]27 Emil [
Herder] wird etwa 2 bis 2½ Jahr in der Zillbach bleiben. Die P. daselbst wird mit jährlich 33 Carolin bezahlt GWBB15,78,14 CarlAug 20.6.00 B21,442,17 Kirms 14.12.10 B41,83,22 Giesecke 30.6.26 K
uö(selten) b
(privat geführte, für ortsfremde Schüler auch Kost u Logis bietende) Bildungs- u Erziehungseinrichtung, Pensionat; auch ‘jdn in P. tun, geben’, ‘in P. sein’ [
Charlotte:] Meine einzige Tochter that ich in P., wo sie sich freilich mannichfaltiger ausbildet, als bei einem ländlichen Aufenthalte geschehen könnte GWB20,9,27 Wv I 1 [
betr Ideen, in Frankfurt Künstler auch als Lehrende anzusiedeln] Wäre ein solcher Meister verheirathet..so könnte er Jünglinge in's Quartier, an Tisch nehmen, und eine förmliche P. einrichten, wobei ihm die Gebildeten schon als Unterlehrer an Handen gingen GWB34
1,114,15 KuARheinMain Auf den Gedanken, P-en zu errichten, war man durch die Nothwendigkeit gekommen..daß die französische Sprache lebendig gelehrt und überliefert werden müsse GWB26,189,15 DuW 4 Mit einem jungen Engländer, der sich in der Pfeilischen P. bildete, hatte ich viel Verkehr GWB27,26,23 DuW 6 Wer ist wohl unter Ihren Freunden in der Schweiz, durch den man recht genaue Nachricht von der Erziehungsanstalt zu Halwyl [
korrekt: Hofwyl] erhalten könnte, zugleich mit einem gewissenhaften Gutachten, inwiefern man Kinder und von welchem Alter man dort in P. geben könnte? GWBB27,164,2 Meyer 13.9.16 20,286,9 Wv II 7 41
1,151,17 Üb:Arnold,Pfingstmontag [1820] T8,222,4 v 1.8.22
uö 4
für das (in Privathaushalten angebotene) regelmäßige (Mittag- od Abend-)Essen für Personen ohne eigenen Haushalt Die Tischgesellschaft, die man mir..empfahl, war sehr angenehm und unterhaltend. Ein paar alte Jungfrauen hatten diese P. schon lange mit Ordnung und gutem Erfolg geführt; es konnten ungefähr zehen Personen sein, ältere und jüngere GWB27,232,10 DuW 9 ein körperliches Übel, daß mir..nach Tische die Kehle wie zugeschnürt war, welches ich erst später sehr leicht los wurde, als ich einem rothen Wein, den wir in der P. gewöhnlich und sehr gern tranken, entsagte GWB28,8,25 DuW 11 27,357,7 DuW 10
uö(selten) → Kammer- → GWB
Militär- GWB
Witwen- Syn zu 1a-c,e-g,hα Gnadengehalt Rente zu 1d und hβ Stipendium zu 2 Ruhestand zu 3b Pensionsanstalt zu 4 Mittagstisch Juliane BrandschJ.B.