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Pauke

nhd. bis spez. · 14 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Wander
Anchors
16 in 14 Wb.
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Eintrag · Wander (Sprichwörter)

Pauke

Bd. 3, Sp. 1198
Pauke 1. Die Pauke gibt einen grossen Klang, ist aber inwendig leer. 2. Es heisst alles Pauken getragen, aber wie. Ein Mann, der bei Musikaufführungen das Geschäft hatte, die Pauken zu tragen, erkrankte plötzlich und musste sich vertreten lassen. Als der Stellvertreter, der sie etwas ungeschickt trug, unter den Fenstern des Kranken vorbeiging, brach dieser in die obigen Worte aus, die wegen ihrer leichten Anwendung auf andere Fälle ungeschickter Behandlung einer Sache sprichwörtlich wurden. 3. Was man mit Pauken ausrichten kann, dazu braucht man keine Trommeln. – Eiselein, 503; Simrock, 7724. Dies Sprichwort gehört, wie mir Herr Kreisgerichtsdirector Ottow, der es mir gesandt hat, mittheilt, zu den wenigen, die sich in dem Buche C. Tölpel's Bauren-Moral mit einem lächerlichen Wörterbuche (Kamtschatka 1752) finden, und soll dem lateinischen: Quod potest fieri paucioribus, non debet fieri pluribus, nachgebildet sein, so wenig es demselben zu entsprechen scheint. Die erwähnte »Bauernmoral« ist im Schaltjahr (I, 138) abgedruckt, wo sich auch das Sprichwort findet. 4. Wer vor der Pauke flieht, läuft in Pfeile. 5. Der Pauke ein Loch machen (werfen). – Körte, 4685; Braun, I, 3189. 6. Die Pauke hat ein Loch gekriegt. – Klix, 58. 7. Einen mit Pauken und Trompeten empfangen. 8. Pauke bekommen. D.i. Prügel. [Zusätze und Ergänzungen] 9. Mit Pauken und Trompeten. D.i. mit festlichem Gepränge. Erinnert an den Pomp höfischen Lebens, welchem die genannten Instrumente erst den rechten Glanz verliehen. Die Fürsten betrachteten deren Verwendung als ein Privilegium regale, und hielten eifersüchtig Wacht, damit nicht der gemeine Mann sich eine sträfliche Verletzung dieses Vorrechts zu Schulden kommen lasse. In jenen Zeiten war es geradezu verboten, eine Hochzeit mit Pauken und Trompeten zu feiern, wenn sich nicht ein graduirter Mann, ein Doctor oder Magister unter den Gästen befand. (Fliegende Blätter, VI, 3.)
1926 Zeichen · 36 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Pauke

    Adelung (1793–1801) · +3 Parallelbelege

    Die Pauke , plur. die -n, ein hohles, rundes, mit einem Felle bespanntes musikalisches Werkzeug, welches einen hohlen du…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Pauke

    Goethe-Wörterbuch

    Pauke auch -ck- großes, volltönendes Schlaginstrument mit kesselförmigem Resonanzkörper, zT zugl metonym für den entspre…

  3. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Pauke

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57)

    Pauke (tympanum) , bei den Alten jedes hohle, mit einer Haut überspannte Instrument; jetzt ein mit Eselshaut überspannte…

  4. modern
    Dialekt
    Pauke

    Bayerisches Wörterbuch · +7 Parallelbelege

    Pauke Band 1, Spalte 1,1415f.

  5. Sprichwörter
    Pauke

    Wander (Sprichwörter)

    Pauke 1. Die Pauke gibt einen grossen Klang, ist aber inwendig leer. 2. Es heisst alles Pauken getragen, aber wie. Ein M…

  6. Spezial
    Pauke

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Pau|ke f. (-,-n) 1 ‹mus› (Schlaginstrument) pauca (-ches) f. 2 (Strafpredigt) pordica (-ches) f. , slomenada (-des) f. ▬…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit pauke

58 Bildungen · 42 Erstglied · 15 Zweitglied · 1 Ableitungen

pauke‑ als Erstglied (30 von 42)

Paukeler

RhWB

pauke·ler

Paukeler Sg. u. Pl. -oug- Wittl-Cröv ; -ōk- Daun-Tettschd ; -- Prüm-Mürlenb ; -ęi- Saarl-Wadgassen m.: gemeiner Mensch, Pl. Gesindel.

paukelig

RhWB

paukelig -ōg- Wittl-Meerf Adj.: zum Gesindel gehörig, bettelhaft, dreist.

Paukelvolk

RhWB

paukel·volk

Paukel-volk -oug- Wittl-Cröv ; -ōg- Bitb-Dudeld n,: verächtl. zänkisches, sich gern streitendes Gesindel, Kesselflicker.

paukendonner

DWB

pauken·donner

paukendonner , m. , vgl. paukenwirbel: vom leichten hirtenrohre stieg der schall zum paukendonner. Herder bei Campe.

paukenfell

DWB

pauken·fell

paukenfell , n. das fell, womit die pauken überzogen werden Jacobsson 3, 216 b ; pauken- oder trommelfell des ohres, membrana tympani Nemnic…

Paukenfellspanner

Campe

paukenfell·spanner

Der Paukenfellspanner , — s, Mz . gl. in der Zerglk. ein Muskel, welcher vom obern Theile der Trompete dicht am Keilbeine kömmt, über die Tr…

paukengepränge

DWB

pauken·gepraenge

paukengepränge , n. : uns ist das echo der knallenden büchsen mehr als trompeten und paukengepräng. Scheffel waldeinsamkeit 30 .

paukengeschrei

DWB

pauken·geschrei

paukengeschrei , n. : wie oft ich zu reden .. anfienge, so oft überrauscheten sie mich mit trompetenklang, paukengeschrei .., dasz ich oft m…

paukengestell

DWB

pauken·gestell

paukengestell , n. gestell, worauf man die pauken setzt, wenn sie geschlagen werden sollen. Jacobsson 3, 216 b .

paukengewirbel

DWB

pauken·gewirbel

paukengewirbel , n. collectiv zu paukenwirbel: doch furchtbar jetzt aus dem nebenhaus braust polterndes paukengewirbel heraus. A. Grün ged. …

paukenhall

DWB

pauken·hall

paukenhall , m. der hall, schall der pauken: ( unter ) kriegsgeschrei und paukenhall. Herder Cid 54 ; paukenhall, trompetenschmettern! Immer…

paukenklang

DWB

pauken·klang

paukenklang , m. was paukenhall, -schall: und dieses war der schlusz, der durch den paukenklang und der trompeten schall sehr stark ins zimm…

Paukenring

Campe

pauken·ring

Der Paukenring , — es, Mz. — e , in der Zerglk., der Gehörgang, welcher ein ganz abgesonderter knöcherner Ring ist, welcher oben nicht zusam…

paukensaite

DWB

pauken·saite

paukensaite , f. chorda tympani, ein feiner, durch die paukenhöhle des ohres zu den organen am boden der mundhöhle laufender nervenfaden. Me…

paukenschall

DWB

pauken·schall

paukenschall , m. , vergl. DWB paukenhall , -klang: sucht bei musik und paukenschall erholung für betäubte sinnen! Gotter 1, 448 ; ( da ) ve…

paukenschlägel

DWB

pauken·schlaegel

paukenschlägel , m. womit man die pauke schlägt. Ludwig 1382 : paukenschlägel flogen auf kopf- und andere häute. J. Paul flegelj. 2, 82 .

paukenschläger

DWB

pauken·schlaeger

paukenschläger , m. tympanator Dief. 583 c : der rasche paukenschläger. J. G. Jacobi 5, 72 ; paukenschläger und guitarrenspieler. Platen 4, …

paukenschlag

DWB

pauken·schlag

paukenschlag , m. schlag auf die pauken, das paukenschlagen: der kessel pauken-schlag lermt bei den waffen-schlegen. Pietsch geb. schriften …

pauke als Zweitglied (15 von 15)

gepauke

DWB

gepauke , n. fortgesetztes pauken: wenn ball oder maskerade war, ( das war ) ein gefiedel, geflöte, geblase, gepauke. Engel 12, 246 .

heerpauke

DWB

heer·pauke

heerpauke , f. tympanum aeneum. das ahd. heri-pouhhan bezeichnete, der ursprünglichen bedeutung des letzten compositionstheiles gemäsz, über…

kesselpauke

DWB

kessel·pauke

kesselpauke , f. kesselartige pauke, im 17. 18. jh. beliebt. Stieler 107 u. a. s. einen beleg unter kaffate. heiszt auch kesseltrommel, heer…

rosspauke

DWB

ross·pauke

rosspauke , f. : rosspauken, eine pflaumenart, prunus insititia, weil einem paar an den fellen über einander gelegten reiterpauken ähnlich. …

siegespauke

DWB

siege·s·pauke

siegespauke , f. : siegespauken trommeln aus der schlacht. Schiller 1, 342 .

stadtpauke

DWB

stadt·pauke

stadtpauke , f. : da gab es denn keinen geringen schreck, als wir in einer mondhellen nacht aus dem schlafe gepaukt wurden. ein arrestant ha…

standpauke

DWB

stand·pauke

standpauke , f. , studentisch für standrede, vgl. das.: jemand eine standpauke halten.

todespauke

DWB

tod·es·pauke

todespauke , f. : heute werden dir ( Vitzliputzli ) geschlachtet achtzig Spanier, .. horch die todespauke dröhnt schon. H. Heine 18, 97 .

zauberpauke

DWB

zauber·pauke

-pauke , f. , ein lappisches zaubergeräth: J. Scheffer lappon. beschreibung bei Widmann Fausts leb. 662. 667 K.; auch: Kind ged. 2, 152 . —

zimbelpauke

DWB

zimbel·pauke

-pauke , f. : ' ist ein orgelregister, dergleichen man in der St. Catharinenkirche zu Hamburg findet ' ebda 8, 2414. —

zuchtpauke

DWB

zucht·pauke

zuchtpauke , f. : als von Hans Waldmann, der gehürnten zuchtpauken in Zürich, das Frauenmünster durchgefegt wurde, kamen etliche verscheucht…

Ableitungen von pauke (1 von 1)

gepauke

DWB

gepauke , n. fortgesetztes pauken: wenn ball oder maskerade war, ( das war ) ein gefiedel, geflöte, geblase, gepauke. Engel 12, 246 .