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Pauke

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Adelung
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Eintrag · Adelung (1793–1801)

Pauke

Bd. 3, Sp. 675
Die Pauke, plur. die -n, ein hohles, rundes, mit einem Felle bespanntes musikalisches Werkzeug, welches einen hohlen dumpfigen Schall von sich gibt, wenn es geschlagen wird. In diesem Verstande belegte man ehedem auch unsere heutigen Trommeln mit dem Nahmen der Pauken, so wie die Pauken auch oft Trommeln, und um ihrer halb runden Gestalt willen Kesseltrommeln genannt wurden. Von dieser ehemahligen weitern Bedeutung rühret es auch her, daß man ein hohles cylindrisches Gefäß, worin der Kaffeh gebrannt oder geröstet wird, so wohl eine Kaffehpauke als auch eine Kaffehtrommel und oft nur eine Pauke oder Trommel schlechthin zu nennen pflegt. Jetzt gebraucht man dieses Wort nur in engerer Bedeutung, ein gemeiniglich kupfernes, zuweilen aber auch silbernes, halb rundes musikalisches Werkzeug zu bezeichnen, welches auf der offenen Seite mit einem Felle bespannt ist, und,[] wenn es geschlagen wird, einen starken dumpfigen Schall von sich gibt; zum Unterschiede von einer Trommel. Eine solche Pauke nannte man ehedem auch zum Unterschiede von den Trommeln und wegen ihrer halb runden kesselartigen Gestalt auch Kesselpauken, mit welchem Nahmen sie auch noch jetzt zuweilen beleget werden. Heerpauken, so fern sie bey den Kriegsheeren gebraucht werden. Die Pauken schlagen. Der Pauke ein Loch machen, figürlich und im gemeinen Leben, der Sache ein Ende machen, ihr den Ausschlag geben. Ich muß der Pauke nur ein Loch machen, damit ich weiß, woran ich bin, Less. Anm. Im Oberd. ehedem Puk, Pawk, Bök, die Bankel, und mit dem eingeschalteten n Bunge, Bunke, im Schwed. Pukor, und selbst im Pers. Bik. S. das folgende.
1616 Zeichen · 17 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Pauke

    Adelung (1793–1801) · +3 Parallelbelege

    Die Pauke , plur. die -n, ein hohles, rundes, mit einem Felle bespanntes musikalisches Werkzeug, welches einen hohlen du…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Pauke

    Goethe-Wörterbuch

    Pauke auch -ck- großes, volltönendes Schlaginstrument mit kesselförmigem Resonanzkörper, zT zugl metonym für den entspre…

  3. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Pauke

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57)

    Pauke (tympanum) , bei den Alten jedes hohle, mit einer Haut überspannte Instrument; jetzt ein mit Eselshaut überspannte…

  4. modern
    Dialekt
    Pauke

    Bayerisches Wörterbuch · +7 Parallelbelege

    Pauke Band 1, Spalte 1,1415f.

  5. Sprichwörter
    Pauke

    Wander (Sprichwörter)

    Pauke 1. Die Pauke gibt einen grossen Klang, ist aber inwendig leer. 2. Es heisst alles Pauken getragen, aber wie. Ein M…

  6. Spezial
    Pauke

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Pau|ke f. (-,-n) 1 ‹mus› (Schlaginstrument) pauca (-ches) f. 2 (Strafpredigt) pordica (-ches) f. , slomenada (-des) f. ▬…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit pauke

48 Bildungen · 42 Erstglied · 5 Zweitglied · 1 Ableitungen

pauke‑ als Erstglied (30 von 42)

Paukeler

RhWB

pauke·ler

Paukeler Sg. u. Pl. -oug- Wittl-Cröv ; -ōk- Daun-Tettschd ; -- Prüm-Mürlenb ; -ęi- Saarl-Wadgassen m.: gemeiner Mensch, Pl. Gesindel.

paukelig

RhWB

paukelig -ōg- Wittl-Meerf Adj.: zum Gesindel gehörig, bettelhaft, dreist.

Paukelvolk

RhWB

paukel·volk

Paukel-volk -oug- Wittl-Cröv ; -ōg- Bitb-Dudeld n,: verächtl. zänkisches, sich gern streitendes Gesindel, Kesselflicker.

paukendonner

DWB

pauken·donner

paukendonner , m. , vgl. paukenwirbel: vom leichten hirtenrohre stieg der schall zum paukendonner. Herder bei Campe.

paukenfell

DWB

pauken·fell

paukenfell , n. das fell, womit die pauken überzogen werden Jacobsson 3, 216 b ; pauken- oder trommelfell des ohres, membrana tympani Nemnic…

Paukenfellspanner

Campe

paukenfell·spanner

Der Paukenfellspanner , — s, Mz . gl. in der Zerglk. ein Muskel, welcher vom obern Theile der Trompete dicht am Keilbeine kömmt, über die Tr…

paukengepränge

DWB

pauken·gepraenge

paukengepränge , n. : uns ist das echo der knallenden büchsen mehr als trompeten und paukengepräng. Scheffel waldeinsamkeit 30 .

paukengeschrei

DWB

pauken·geschrei

paukengeschrei , n. : wie oft ich zu reden .. anfienge, so oft überrauscheten sie mich mit trompetenklang, paukengeschrei .., dasz ich oft m…

paukengestell

DWB

pauken·gestell

paukengestell , n. gestell, worauf man die pauken setzt, wenn sie geschlagen werden sollen. Jacobsson 3, 216 b .

paukengewirbel

DWB

pauken·gewirbel

paukengewirbel , n. collectiv zu paukenwirbel: doch furchtbar jetzt aus dem nebenhaus braust polterndes paukengewirbel heraus. A. Grün ged. …

paukenhall

DWB

pauken·hall

paukenhall , m. der hall, schall der pauken: ( unter ) kriegsgeschrei und paukenhall. Herder Cid 54 ; paukenhall, trompetenschmettern! Immer…

paukenklang

DWB

pauken·klang

paukenklang , m. was paukenhall, -schall: und dieses war der schlusz, der durch den paukenklang und der trompeten schall sehr stark ins zimm…

Paukenring

Campe

pauken·ring

Der Paukenring , — es, Mz. — e , in der Zerglk., der Gehörgang, welcher ein ganz abgesonderter knöcherner Ring ist, welcher oben nicht zusam…

paukensaite

DWB

pauken·saite

paukensaite , f. chorda tympani, ein feiner, durch die paukenhöhle des ohres zu den organen am boden der mundhöhle laufender nervenfaden. Me…

paukenschall

DWB

pauken·schall

paukenschall , m. , vergl. paukenhall , -klang: sucht bei musik und paukenschall erholung für betäubte sinnen! Gotter 1, 448 ; ( da ) vernim…

paukenschlägel

DWB

pauken·schlaegel

paukenschlägel , m. womit man die pauke schlägt. Ludwig 1382 : paukenschlägel flogen auf kopf- und andere häute. J. Paul flegelj. 2, 82 .

paukenschläger

DWB

pauken·schlaeger

paukenschläger , m. tympanator Dief. 583 c : der rasche paukenschläger. J. G. Jacobi 5, 72 ; paukenschläger und guitarrenspieler. Platen 4, …

paukenschlag

DWB

pauken·schlag

paukenschlag , m. schlag auf die pauken, das paukenschlagen: der kessel pauken-schlag lermt bei den waffen-schlegen. Pietsch geb. schriften …

pauke als Zweitglied (5 von 5)

heerpauke

DWB

heer·pauke

heerpauke , f. tympanum aeneum. das ahd. heri-pouhhan bezeichnete, der ursprünglichen bedeutung des letzten compositionstheiles gemäsz, über…

kesselpauke

DWB

kessel·pauke

kesselpauke , f. kesselartige pauke, im 17. 18. jh. beliebt. Stieler 107 u. a. s. einen beleg unter kaffate. heiszt auch kesseltrommel, heer…

standpauke

DWB

stand·pauke

standpauke , f. , studentisch für standrede, vgl. das.: jemand eine standpauke halten.

Ableitungen von pauke (1 von 1)

gepauke

DWB

gepauke , n. fortgesetztes pauken: wenn ball oder maskerade war, ( das war ) ein gefiedel, geflöte, geblase, gepauke. Engel 12, 246 .