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Ode

ahd. bis spez. · 15 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Meyers
Anchors
15 in 15 Wb.
Sprachstufen
8 von 16
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Eintrag · Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

Ode

Bd. 14, Sp. 897
Ode (griech.) heißt dasjenige Erzeugnis der Lyrik (s. d.), in dem die ästhetischen Werte des Erhabenen (und nicht, wie im Lied, diejenigen des Schönen) zum Ausdruck kommen, sei es das Erhabene der Natur oder des menschlichen Willens oder des Schicksals. Der Größe dieses Inhalts gemäß verbindet sich in der O. das lyrische Element oft mit dem reflektierenden Element der Poesie. Dem starken Affekt, den sie verkörpert, entsprechen oft die kühnen Übergänge und Sprünge der Gedanken; der künstliche Strophenbau verrät ihren Gegensatz zu der Sangbarkeit des Liedes. Die O. weiß die tiefsten Regungen menschlicher Freude und Trauer, des Verlangens und Widerstrebens zu erschöpfen; aber nicht die kleinern Begebenheiten des Privatlebens, sondern nur die großen Eindrücke der Natur, der nationalen und politischen Vorgänge in Geschichte und Leben, die religiösen und philosophischen Probleme des erschütterten Herzens erwecken ihren erhabenen Schwung. Die O. findet sich als geistliche O. am frühesten bei den Hebräern (Psalmen Davids), als weltliche bei den Griechen (Pindars olympische Oden) und Römern (Horaz). Das christliche Altertum erhebt sich in den Clementinischen Hymnen, das Mittelalter unter dem bezeichnenden Einfluß des Franz von Assisi, Jacopone da Todi (»Stabat mater«), Thomas von Celano (»Dies irae«) und Thomas von Aquino (»Lauda Sion«) zum geistlichen Odenschwung. In Italien kam die O. im 16. Jahrh. in Aufnahme (Bernardo Tasso, Luigi Alamanni); aber erst Gabriello Chiabrera (gest. 1637) schuf bedeutende Dichtungen dieser Art. Unter den spätern italienischen Poeten haben sich besonders Vincenzo da Filicaja, Vittorio Alfieri und Alessandro Manzoni (»Il cinque Maggio«) als Odendichter ausgezeichnet. Die Literaturgeschichte der Spanier erkennt Ponce de Leon (gest. 1591), Fernando de Herrera und unter den Neuern Juan Baptista de Arriaza (»Cantos patrioticos«) den Preis zu. Von den ältern Franzosen genießt den ausgezeichnetsten Ruhm als Odendichter der frostige Jean Baptiste Rousseau, von den neuern A. Chénier, Victor Hugo, A. de Musset (»Dieu«), Lamartine u. a. In England errangen Abraham Cowley, John Dryden (»Alexander's feast, or the power of music«) und Alex. Pope den größten Beifall. Unter den Slawen haben die Russen Dershawin, Puschkin und Lermontow Oden gedichtet. In Deutschland ist die O. insbes. durch Klopstock, Ramler, Goethe, Hölderlin, Platen, Möser u. a. gepflegt worden. – In der Musik ist O. soviel wie Lied, besonders im 17.–18. Jahrh. der Name des einstimmigen, begleiteten Liedes sowie der Festkantate (Purcells »Welcome songs«, Huldigungskantaten etc. heißen Oden). O.-symphonie, bei den Franzosen soviel wie Symphonie mit Chor.
2692 Zeichen · 41 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 8.–11. Jh.
    Althochdeutsch
    ode

    Althochdeutsches Wörterbuch

    ode s. edo.

  2. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    ODEconj.

    Mhd. Wb. (Benecke/Müller/Zarncke) · +3 Parallelbelege

    ODE , OD , ODER conj. oder. ahd. odo , edo Graff 1,147. goth. aiþþau. daneben alde ( s. dasselbe ) und olde, old ( s. da…

  3. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    odeAdv.?

    Köbler Mnd. Wörterbuch · +1 Parallelbeleg

    ode , Adv.? nhd. gemächlich, leichtlich, gern E.: as. ôthi* 3, Adj., leicht, mühelos, einfach; s. germ. *auþa- (1), *auþ…

  4. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    odef.

    Grimm (DWB, 1854–1961) · +1 Parallelbeleg

    ode , f. ein erhabenes, schwungvolles lyrisches gedicht; im 17. jh. entlehnt aus franz. ode d. i. griech. ᾠδή ( lyrische…

  5. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Ode

    Goethe-Wörterbuch

    Ode Goethes Oden-Begriff bezieht sich vorrangig auf die Erhabenheit des gewählten Gegenstandes u die stilistisch gehoben…

  6. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Ode

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57) · +1 Parallelbeleg

    Ode , griech., Gesang; lyrisches Gedicht, im engern Sinne lyrisches Gedicht mit hohem Schwung des Gefühls und der Sprach…

  7. modern
    Dialekt
    deAdj.

    Westfälisches Wb.

    ode Adj. öde ( Rek Kh). ¶ RhWb 6,342: öde ; NdsWb 9,230: ode .

  8. Spezial
    Odef

    Dt.-Russ. phil. Termini · +1 Parallelbeleg

    Ode , f ода , ж

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit ode

348 Bildungen · 114 Erstglied · 232 Zweitglied · 2 Ableitungen

ode‑ als Erstglied (30 von 114)

odebär

DWB

ode·baer

odebär , ödebär , m. der storch ( s. adebär theil 1, 176) Dief. 117 c , nov. gl. 89 a mit nebenformen: ciconia haiʒt ain storch und haiʒt in…

odebar

Lexer

ode·bar

ode-bar swm. BMZ BMZ storch, ciconia: odebare, -vare, ödeber, -ver, edebar, -ber, -bere, -fare, adebar, -ber, bor Dfg. 117 c , n. gl. 89 a .…

odebere

KöblerMhd

ode·bere

odebere , sw. M. nhd. Storch ÜG.: lat. circonia Gl Q.: BdN (1348/1350), Gl E.: s. ödber L.: Lexer 154c (odebar), LexerHW 2, 141 (odebar), Be…

Odebrecht, Rud

DWBQVZ

--- kleines philosophisches wörterbuch. Berlin 1908 . ---

Odeele

DRW

ode·ele

Odeele, f. Anteil an einem Besitz? vgl. Erbtheel [Landesteilung:] dat wi ghedelet hebben ene odeele unde ene rechte ervedele in deme lande t…

ôdêⁱle

MNWB

ode·ile

° ôdêⁱle , f. , Besitzteilung (Schl.-H.-L. Reg. 6, 926).

Odeion

Meyers

ode·ion

Odeion (griech.), soviel wie Odeum (s. d.).

Odekolon

PfWB

ode·kolon

Odekolon n. : = Kölnisch Wasser , Odekolon (ōdəko'lon) [vereinzelt]. — Frz. eau de Cologne. — Südhess. IV 1062 ; Rhein. VI 342 .

Odekolong

RhWB

Odekolong odəkolo·ŋ., otə-  Rip; otə- Düss ; otəkolo·n. Elbf ; odəkolonjə Siegld , Mettm-Cronenbg ; ōdəkoloniχ Gummb (früher auch ein an…

Odekolonje

WWB

Odekol o nje f. [ Det Bek Rek Bch Dor] Eau de Cologne, Kölnisch Wasser. ⟨ Otte -, Otter -, Otto -; - lonne [ Rek Bch], sonst - lonje ⟩ ¶ RhW…

Odekolonn

SHW

Odekolonn Band 4, Spalte 1061-1062

Odelawand

SHW

Odelawand Band 4, Spalte 1061-1062

Odelawang'

MeckWB

Odelawang' Olewang' n. Lavendelöl: he ... rök as Odelawang un Muschatbläut Bri. 2, 46; 6, 40; sprüt'te af un an ut 'n lütt Buddel Olewang up…

Odeleben, Otto frhr. v

DWBQVZ

--- Napoleon's feldzug in Sachsen im jahre 1813. Dresden u. Leipzig 2 1816 . — QV V —. ---

odelein

DWB

ode·lein

odelein , n. demin. zu ode: wolan, so fahr, odelein, zu dem, von dem du erschollen. Weckherlin 378 (41 Göd. ).

Odelewant

PfWB

ode·lewant

Odelewant Gen.? : 1. 'Minze (Mentha aquatica u. piperita)', Odlewand [FR-Bockh ( Wilde 174)], Ordelewand [Zweibr ( Wilde 174)]. — 2. eine wo…

odeln

SHW

odeln Band 4, Spalte 1061-1062

Odelsthing

Meyers

Odelsthing (vgl. Odal und Ding), eine Abteilung des norwegischen Storthings, welch letzteres aus seinen Mitgliedern ein Viertel auszuwählen …

odelīche

KöblerMhd

odelīche , Adv. Vw.: s. œdiclīche*

Odem N

Idiotikon

Odem N. Band 1, Spalte 85 Odem N. 1,85

odem

FWB

1. ›Atmung, Atemtätigkeit, Atemzug (des Menschen und Gottes)‹; steht teils als Zeichen für ›Leben‹; offen zu 2.; 2. ›Atem, Atemluft, ein- un…

odemgang

DWB

odem·gang

odemgang , othemgang , m. das athmen: da in den othemgang des entrauschten riesen leben drang. Herder 1, 426 Hempel.

Odemholen

GWB

odem·holen

Odemholen expressiv für das pulsierende Werden u Vergehen der Natur; im Vergl [ mBez auf das Verhältnis von Licht u Farben ] das Entzünden d…

odemlos

DWB

odem·los

odemlos , othemlos , adj. und adv. was athemlos ( theil 1, 593): schau an dein armes reich, das gleich dem schatten schwebt, das seel- und o…

odemzug

DWB

odem·zug

odemzug , othemzug , m. was athemzug ( theil 1, 593): die brust thut schnellere, lautere odemzüge. Engel 7, 205 ; die aus den othemzügen der…

ode als Zweitglied (30 von 232)

léode

KöblerAe

*léode , st. M. (i) Pl. nhd. Leute Vw.: s. éast-, norþ- E.: s. léod (2) L.: Hall/Meritt 252a, Lehnert 135b

rode

KöblerAfries

*rode , F. nhd. Rodung, Graben (M.) ne. clearance, ditch (N.) Vw.: s. sêsīl-, sīl- Hw.: vgl. an. ruð, as. *roth?, ahd. rod E.: s. germ. *rud…

Legislaturperiode

RDWB1

Legislatur·periode

Legislaturperiode f период, на время которого действует законодательный орган

Periode

RDWB1

Periode f период euphem. менструация

ahtode

Lexer

aht·ode

ahtode , ahtede , ahte num. ord. BMZ der achte ahtode Diem. 40,6. Wack. pr. 4,1. 4. Mart. 98,17. Lieht. 397,1 ; ahtote Schreiber 1,78. Fasn.…

alamōde

MNWB

ala·mode

* alamōde , allemōde , allemōdisch , adj. , modisch.

Antipode

Pfeifer_etym

Antipode m. ‘auf entgegengesetztem Standpunkt stehender Mensch, Widersacher’, nur noch selten ‘Bewohner des gegenüberliegenden Punktes der E…

Arode

DRW

Arode Wrechte Klöntrup,Osnabr. I 89 Faksimile Klöntrup,Osnabr. III 323

aschebôde

MNWB

asche·bode

aschebôde , f. , Aschbude, Bude zum Aufbewahren der Asche (als Handelsartikel).

bantknode

MWB

bant·knode

bantknode swM. ‘Knoten im Band’ das schiff [...] nit ist gebonden genug / von etlichen lichten geboden [Geboten] , / die sint als klein bant…

bastrôde

MNWB

bast·rode

° bastrôde , f. , Bastrute, junges Holz noch im Bast, ohne feste Borke, schwanke Gerte.

behôde

MNWB

° behôde , mit b. sorgfältig, mit Achtsamkeit .

börgerbōde

MNWB

boerger·bode

börgerbōde , m. , Bote, städt. Beamter, der z. B. Aufträge des Rates, des Bürgermeisters , der Bürgerschaft in der Stadt ausführt , Geld ein…

borchhôde

MNWB

borch·hode

borchhôde (-hude) , f. , vgl. borchvrēde, oft neben einander borchvrēde unde b. Burghut , Besatzungsdienst in den Burgen, den städtischen Pf…

brôde

MNWB

1 brö̑de , brôde , adj. , gebrechlich, schwach, de b. minsche.

buode

Lexer

buode stswf. BMZ md. bûde hütte, gezelt, bude Trist. H. Pass. ( K. 512,39 von einem stalle ). Jer. 23 a . 46 d . 101 b . Kirchb. 702,17. 28.…

bādegode

KöblerMnd

bādegode , F. nhd. Taufpatin E.: s. bat, gode L.: Lü 25a (badegode)

Commōde

Adelung

Die Commōde , plur. die -n, ein Hausrath, welcher zugleich die Stelle eines Tisches und eines Schrankes mit Schubladen vertritt; aus dem Fra…

Ableitungen von ode (2 von 2)

Erode

LDWB1

Erode [E·rǭ·de] nom.propr. m. Herodes.

Geode

GWB

Geode rundlicher, hohler, ein Mineral umschließender Gesteinskörper; einmal erläuternd für ‘Pseudoaetit’ (sd) Pseudo-Ätit. G. 1) N9,32,28 JM…