Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)
Ode
Ode
öde Adj. ‘verlassen, leer’, ahd. ōdi ‘leer, verlassen’ (um 1000), mhd. œde ‘leer, unbebaut, unbewohnt’, aengl. īeþe, anord. auðr ‘leer, wüst’, got. auþs oder auþeis ‘leer, verlassen’ (germ. *auþja-) ist vergleichbar mit griech. á͞utōs (αὔτως) ‘gerade so, für sich allein, lediglich, nichtig’, autós (αὐτός) ‘selbst’ (s. auto-), á͞usios (αὔσιος) ‘eitel, vergeblich’, air. ūathad ‘Einzelheit, Vereinzelung’. Erschließbar sind ie. *auto-, *auti̯o-, die als Bildungen mit t-Formans zur Wurzel ie. *au-, *u̯ē̌- ‘herab, weg von’ (wozu auch Westen, s. d.) gestellt werden können. – Öde f. ‘Einsamkeit, Verlassenheit, unfruchtbares, unbebautes Land’, ahd. ōdī ‘Einöde, Verwüstung’ (8. Jh.), mhd. œde ‘unbebauter und unbewohnter Grund, Wüste’. veröden Vb. ‘austrocknen, unfruchtbar werden’ (seit 17. Jh.), zuvor schon ahd. firōden ‘verwüsten, zerstören’ (8. Jh.).