nähren 1
in der älteren Bed1) pflegen, kurieren, wohltun Leichtgedrückt der Augenlieder|Eines, die den Stern bewhelmen,|Deutet auf den Schelm der Schelmen,|Doch das andre schaut so bieder.|Dieß, wenn jen's verwundend angelt,|Heilend, n-d wird sich's weisen.|Niemand kann ich glücklich preisen,|Der des Doppelblicks ermangelt GWB6,165,34 DivSuleika 2
trans; jdn/sich, eine Sache mit (geistiger) Nahrung versorgen, am Leben erhalten; auch ‘jdn/sich an/mit/von etw n.’; gelegentlich anthropomorphisierend bei nicht-menschlichen Subjekten a
konkr: jdn/sich mit Lebensmitteln, Nährstoffen versorgen, auch: Tiere füttern; mehrf (im Vergl u übertr) ‘sich von Brosamen n.’ in Anspielung auf Matth 15,27 u ‘sich vom Abhub/sparsam n.’ iSv mit kümmerlichen Resten od Ersatz vorlieb nehmen (müssen) wegen des Pelicans, der seine Jungen mit dem eignen Blute nährt GWBB23,250,12 DFriedlaender 15.1.13 der Mönche Bettler n-de Küche GWB12,423 LöwenstuhlOper Vs 45 Wie wir bei den Pflanzen finden, daß..die ausgebildeten Blüthen und Früchte auf dem Stamme gleichsam gewurzelt sind, und sich von vollkommneren Säften
n., als ihnen die Wurzel zuerst zugebracht hat GWBN1,259,13 FlD 654 Jede zweischalige Muschel, die sich in ihren Wänden von der übrigen Welt absondert, sehen wir billig als ein Individuum an; so lebt sie, so bewegt sie sich allenfalls, so nährt sie sich, pflanzt sich fort und so wird sie verzehrt GWBN8,256,2 Lepaden Geht es mir doch wie dem cananäischen Weiblein, welche es nicht erniedrigend findet, sich von Brosamen zu
n., die von einem reichen Gastmahl abfallen GWBB48,58,11 GAChKestner 27.12.30 26,191,28 DuW 4 18,266,17 Märchen T2,169,23 v 1.10.97 AA67,24 Werth I B21,445,19 Jacobi 19.12.10
uö ‘n-der Stoff’ für Nährstoff GWBN3,51,9 FlH I Theophr b
jdn/sich mit Lebensnotwendigem ausstatten, eine Existenzgrundlage schaffen; bes auch als Aufgabe des Landesherren; zweimal ‘sich auf freier Landstraße n.’ euphem für: vom Straßenraub leben der Mensch muß ein Handwerk haben, das ihn nähre GWBB4,59,24 Krafft 9.9.79 Ein König nährt seine Leute GWB8,174,23 Egm I Warum treibt sich das Volk so, und schreit? Es will sich ernähren,|Kinder zeugen, und die
n., so gut es vermag GWB1,310 Vs 64 VenEpigr 10 Es war ein ädlicher Lindenschmidt|Nährt sich auf freyer Landstrasen GWBDjG
32,44 ElsässVolksl LiedLindenschmidt 2 T3,15,19 v 5.6.01 22,153,3 Lj V 3 13
1,128 FinaleJohParis 35
uö c
Tiere halten, züchten Ehemals nährten die ersten römischen Häuser dergleichen Pferde in ihren Marställen GWB32,229,24 ItR RömKarn d
mBez auf Feuer: am Brennen halten, mit (neuem) Brennstoff versorgen, schüren; im Bild auch: anfachen; einmal ‘frisch genährt’ Unsterbliche..Habt ihr nur darum..mir die kindliche|Beschäftigung, des heil'gen Feuers Gluth|Zu
n. aufgetragen..Daß ich nur meines Hauses Gräuel später|Und tiefer fühlen sollte? GWB10,46 Iph
2 1045 die Wärme eines dießmal gut genährten Feuers gibt mir frischen Muth, ein neues Blatt anzufangen GWB30,269,9 ItR [
Antiope:] Ein Jammer dringt durch der Unsterblichen|Wohlthätig Wesen,|Wenn ihres lang bewahrten Herdes|Letzte Gluth verlischt.|Von keinem neuen Geschlechte leuchtet|Frisch genährte Flamme durch's Haus GWB11,26 Elp
2 560 [G/Riemer] [
Haman:] dieses schlaue Volk sieht Einen Weg nur offen:|So lang die Ordnung steht, so lang hat's nichts zu hoffen.|Es nährt drum insgeheim den fast getuschten Brand,|Und eh' wir's uns versehn, so flammt das ganze Land GWB16,24 JahrmPlund
2 322 11,12 Elp
2 222 [G/Riemer] e
(Ackerboden, Brunnenanlage) mit Wasser speisen, versorgen Hier kommen die Verschiedenheiten des Bodens in Betracht; reichlich genährt durch Feuchte der Thäler, verkümmert durch Trockne der Höhen, geschützt vor Frost und Hitze in jedem Maße, oder beiden unausweichbar bloßgestellt GWBN6,120,27 BotanStudien [1831] Auf dem freyen Platze meinem Hause gegenüber steht ein großes anständiges Wasserbecken, welches von einer stark fließenden Röhre hinreichend genährt wird GWBB49,81,6 Schultz 18.9.31 f
mBez auf Abstrakta (zB Gefühle, Hoffnungen, Gedanken): hegen, erhalten, vermehren, vergrößern, verstärken; überwiegend bildhaft Die menschliche Natur hat mehr ähnliche Eigenheiten, solche Skrupel gern zu erzeugen und sorgfältig zu
n. GWB22,7,15 Lj IV 1 das Interesse nährt sich wie ein Schneeball GWBB41,63,14 Klee [17.]6.26 K Der Mensch scheint mit nichts vertrauter zu sein als mit seinen Hoffnungen und Wünschen, die er lange im Herzen nährt und bewahrt GWB22,125,23 Lj IV 19 10,10 Iph
2 183 Gespr(He3
1,437) Kanzl Müller 3.2.23
uö bildl ‘eine Wunde n.’ oä iSv offen halten, den Seelenschmerz andauern lassen Einsam nähr' ich meine Wunde,|Und mit stets erneuter Klage|Traur' ich um's verlorne Glück GWB1,56 Erster Verlust 5 12,403 UnglHausgenossen Plp Vs 7 3
absolut: satt machen, nahrhaft sein, genügen Scheint es auch dürr den kahlen Berg hinan,|So nährt es doch, das Schaf bewollt sich dran GWB4,55 Am feuchten Fels 4 seine [
des wilden Weizens] n-den Eigenschaften sind genau dieselben [
wie beim gemeinen Weizen] GWB46,204,28 Hackert TgbKnight Syrakus Sorglosigkeit ist eine n-de Tugend GWBB4,160,7 ChStein 3.1.80 will ich die Blumen des frühen,|Will ich die Früchte des späteren Jahres|was reizt und entzückt, was sättigt und nährt|Will ich den Himmel, die Erde mit einem Namen begreifen|nenn' ich Sakontola dich, und so ist alles gesagt GWB4,122 Will ich die Blumen 2 [Korr 53,531] N3,23,4 FlH I Aristot [Riemer?] 48,114,3 Polygnot Gespr(He1,417) Tischbein [23.2.87] 13
1,339,16 Götz
3 V 9
uö ‘eine besser n-de Stelle’ iSv eine einträglichere Stelle GWB42
1,98,14 Einl:DtGilBlas
→ GWB
er- GWB
fort- GWB
langgenährt GWB
wohlgenährt GWB
allernährend GWB
feuchtenährend GWB
leichtnährend GWB
mitnährend GWB
pferdenährend GWB
wohlnährend Syn zu 1
heilen kurieren pflegen wohltun zu 2 unterhalten versorgen zu 2a ernähren füttern speisen zu 2c halten züchten zu 2d schüren zu 2f erhalten haben hegen vergrößern vermehren verstärken zu 3 sättigen 1) vgl DivWb 275 Beatrice FrankB.
F.