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Nachdruck

nhd. bis spez. · 12 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Campe
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18 in 12 Wb.
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Eintrag · Campe (1807–1813)

Nachdruck Der

Bd. 3, Sp. 395b
Der Nachdruck, — es, Mz. — drücke. 1) Von nachdrücken, O. D. nachdrucken. (1) Die Handlung, da man nachdrückt, ein Druck, den man nach einem vorangegangenen thut, ein wiederholter Druck; ohne Mehrzahl. Beim Weinpressen ist der Nachdruck das zweite Pressen nach dem ersten geringern Pressen. Bei den Jägern heißt das Wiederkauen des Rothwildes der Nachdruck. S. Nachdrücken. Uneigentlich, ein Druck gleichsam, eine große Kraft, welche nachhilft, welche die vorher angewandte vermehrt, ihr erst den gehörigen Erfolg giebt. Etwas mit Nachdruck unternehmen, angreifen, mit großer Kraft und mit Erfolg. Mit großem Nachdrucke reden, mit kräftiger Stimme und heftiger Bewegung. Einer Sache Nachdruck geben, ihr größere Kraft, Wichtigkeit verleihen, ihren Fortgang beschleunigen, oder ihren Erfolg bewi Ohne Nachdruck, ohne beschleunigende, oder den Erfolg bewirkende Kraft. Das Geld muß seinen Bemühungen den Nachdruck geben, muß ihm helfen, muß das Beste bei der Sache thun. Nachdruck auf etwas legen, es wichtig, von größerer Bedeutung machen, z. B. auf ein Wort, etwa dadurch daß man es mit höherer Stimme ausspricht, oder es sonst vor andern hervorhebt. (2) Was durch den Nachdruck oder zweiten Druck erhalten wird. I Weinbaue ist der Nachdruck derjenige Most, welchen man durch das zweite stärkere Pressen erhält, der Nachschuß, Nachlauf; zum Unterschiede von demjenigen, welcher von selbst aus den Trauben rinnt oder welchen man durch schwaches Pressen aus denselben erhält, dem Vordruck, Vorschuß oder Vorlauf. 2) Von nachdrucken, (1) die Handlung, da man nachdrucket, besonders mit Beeinträchtigung der Rechte des rechtmäßigen Verlegers; ohne Mehrzahl. Sich des Nachdruckes schuldig machen. (2) Eine auf solche Art nachgedruckte Sache, besonders, eine solche Schrift. Nachdrücke verkaufen. Seine Sammlung enthält viele Nachdrücke.
1842 Zeichen · 25 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Nachdruck

    Adelung (1793–1801) · +5 Parallelbelege

    Der Nachdruck , des -es, plur. die -drücke. 1. Von dem Zeitworte nachdrücken, so fern es im Oberdeutschen gleichfalls na…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    2Nachdruck

    Goethe-Wörterbuch · +1 Parallelbeleg

    2 Nachdruck starke Betonung, Akzent, wodurch die Bedeutung od Dringlichkeit von etw hervorgehoben wird; meist bezogen au…

  3. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Nachdruck

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57) · +1 Parallelbeleg

    Nachdruck , die Vervielfachung einer Schrift, musikalischen Composition, Zeichnung durch einen Unberechtigten; früher ko…

  4. modern
    Dialekt
    Nachdruck

    Elsässisches Wb. · +1 Parallelbeleg

    Nachdruck [Nótrùk Bf. ] m. das Ergebnis des zweiten Pressens von Trauben, Nusskernen, Mohnsamen, Raps u. dgl.

  5. Sprichwörter
    Nachdruck

    Wander (Sprichwörter)

    Nachdruck Der Nachdruck (vnd das End) thuts in allen Dingen. – Petri, II, 102; Henisch, 887, 5; Sailer, 187. Was du bego…

  6. Spezial
    Nachdruck, fotografischerm

    Dt.-Russ. phil. Termini · +4 Parallelbelege

    Nachdruck , m , fotografischer перепечатка , ж , фотографическая

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit nachdruck

17 Bildungen · 17 Erstglied · 0 Zweitglied · 0 Ableitungen

Zerlegung von nachdruck 2 Komponenten

nach+druck

nachdruck setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

nachdruck‑ als Erstglied (17 von 17)

nachdrucken

DWB

nach·drucken

nachdrucken , verb. zu nachdruck 1, ein schrift- oder bildwerk wiederholt ( besonders unrechtmäsziger weise ) abdrucken. Stieler 345 ; ein b…

nachdrucken

FWB

1. ›(jm.) militärisch nachrücken, nachsetzen‹; ütr.: ›(jm.) Hilfe leisten, helfen‹; 2. ›(ein Druckwerk) nachdrucken‹

nachdrucker

DWB

nach·drucker

nachdrucker , m. nachdrucker, ein buchdieb. Henisch 757 ; nachtrucker Simpl. 2, 504, 4 K. Stieler 345 ; der unrechtmäszige verleger, d. i. d…

nachdruckerei

DWB

nach·druckerei

nachdruckerei , f. beschäftigung des nachdruckers; bildlich nachahmung, nachäffung: meine optische nachdruckerei der wirklichkeit. J. Paul w…

nachdruckerisch

DWB

nachdrucker·isch

nachdruckerisch , adj. : büchersäle und zwei jährliche büchermessen — die nachdruckerische in Frankfurt nicht einmal gezählt — überschreien …

Nachdrucksunwesen

GWB

nachdruck·sunwesen

Nachdrucksunwesen Mit Recht beklagen Sie sich, daß das Nachdrucks-Unwesen mit der lieben Preßfreyheit im östreichischen erst recht überhand …

nachdrucksvoll

DWB

nachdruck·s·voll

nachdrucksvoll , adj. und adv. voll nachdrucks, sehr nachdrücklich: eine nachdrucksvolle wahrheit, rede; nachdrucksvoll antworten u. dgl.

nachdruckszeichen

DWB

nachdruck·s·zeichen

nachdruckszeichen , n. : nachdruckszeichen wird von denen lehrern der grammaticke das ausrufungszeichen genennet. Zedler 23, 80 .

Nachdruckverfahren

FiloSlov

nachdruck·verfahren

Nachdruckverfahren , n способ , м перепечатки книг без изготовления нового набора

nachdruckwein

DWB

nachdruck·wein

nachdruckwein , m. der durch den nachdruck (2, 1) gewonnene wein, vinum tortivum. Aler 1429 a ; nachtruckwein Fischart Garg. F 3 a (1617 G 2…