Eintrag · Mhd. Wb. (Benecke/Müller/Zarncke)
MÜNZE stf.
1. das nach einer bestimmten vorschrift geprägte geld. dem bischove erteilt man ouch, swenne er niuwe herre wirt, daʒ er wol mac geben eine niuwe münze, unde dannen hin, ob er sîn niht wolt enbern, jærlîch eine. swenne er abir eine mit rât sîner bruoder, der gotshûs dienstman unde burger, ûʒ gegît, in der swære unde in der güete, als er si ûʒ gît, alsô sol si stân unz an daʒ ende unde niht lîhtern in dem gebreche basl. recht 7,2. die munce zu Vrîberc sal man niht dicker anderweiden noch vernuwen anme slage und an den pfenningen, wan zu einem mâle in dem jâre freiberger stdtr. 180. zehen schoc grôʒer Prâger münze zitt. jahrb. 33,24. die müntz die schwächert sich niht klein narrensch. 102,44. die alte müntz ist ganz herdurch das. 102,41, vgl. anm. münze slahen Berth. 256. alsô wart in ein geprege ir münze niht geslagen Lohengrin s. 123,1. ich hœre genuoge liute klagen, der triuwen münze sî verslagen Vrid. 44,22. die münze versuochen untersuchen, ob sie den gesetzlichen vorschriften entspreche, das. 8,2, wo eine beschreibung folgt, auf welche weise dies geschah. — übrigens scheint münze gold ausgeschlossen zu haben, vgl. Schmeller 2,604 fg. man lîhet eim ietz münz umb golt narrensch. 93,20. vgl. die anm. daʒ fürbaʒ niemant keinen pfenning, weder alten noch neuen, noch chainerlay münz erseigen noch ersuochen sol münch. stdtr. s. 147.
2. der ort, wo das geld geprägt wird. wan daʒ si koufent silber in die münze: daʒ ander sol man alleʒ wegen ze vrônwâge in der münze. ouch sulen si enhein silber verkoufen wan in der münze basl. recht 7,12. er sol gân in die münze, dâ der münzemeister ist bereitende unde ûʒ zellende phenninge das. 8,4. unde brante unz an die münze unde die selbe zîle herabe Clos. chron. 77. der wec der durch die münzen (swf.?) gêt an die fleischbanc meran. stdtr. 425. swelch waltworhte silber brengit in die munce daʒ niht lôtec ist freiberger stdtr. 180 u. s. w. alleʒ lant daʒ in die münze zu Vrîberc gehôrt das. 265.