lautwandel 53 Wörterbücher · 2,7 Mio. Artikel
Wildcard · " Volltext

Aggregat · alle Wörterbücher

2. Münze

mhd. bis spez. · 15 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Adelung
Anchors
22 in 15 Wb.
Sprachstufen
7 von 16
Verweise rein
38
Verweise raus
81

Eintrag · Adelung (1793–1801)

2. Münze

Bd. 3, Sp. 317
2. Die Münze, plur. die -n, geprägtes Metall. 1. Eigentlich, wo dieses Wort auf doppelte Art gebraucht wird. 1) Als ein individuelles Nennwort, einzelne Stücke geprägten Metalles zu bezeichnen; in welchem Verstande es doch nur von sogenannten Medaillen, d. i. solchen Stücken geprägten Metalls, welche zum Andenken merkwürdiger Begebenheiten oder Personen veranstaltet worden, gebraucht wird, nicht aber von dem eigentlichen Gelde. Eine Gedächtnißmünze. Zwey Begräbnißmünzen, Denkmünzen, Schanmünzen u. s. f. Drey goldene Münzen. Doch wird es auch von den Geldsorten der vorigen Zeiten, so fern sie nicht mehr gänge und gebe sind, und also nur als Medaillen genutzt werden, auf diese Art gebraucht. Eine Römische Münze, Zwey Blechmünzen. 2) Als ein Collectivum, Geld, d. i. zum Behuf des Handels und Wandels geprägtes Metall, zu bezeichnen; wo der Plural nur von mehrern Arten, von Münzarten oder Münzsorten üblich ist. (a) Überhaupt. Münze schlagen. Gute, falsche Münze. Die Münze absetzen, steigern, erhöhen u. s. f. Jemanden in Silbermünze bezahlen. Acht Groschen Scheidemünze. Ein Gulden Kupfermünze. Jemanden mit gleicher Münze bezahlen, figürlich, ihm Gleiches mit Gleichem vergelten. Schwarze Münze, eine in Baiern bey Bezahlung der Grundzinsen und gerichtlichen Strafen übliche Art zu rechnen, nach welcher 1 Pfund Regensburger in weißer Münze 56/7 Gulden, 1 Pfund Pfennige acht Schillinge, 240 Pfennige oder[] 11/7 Gulden, 1 Schilling 4 Gr. oder 84/7 Kreuzer, und 1 Groschen 71/2 Pf. oder 21/7 Kreuzer beträgt. Schwarze Münze nannte man ehedem diejenige, welche mit vielem Kupfer vermischt war, zum Unterschiede von der weißen oder feinen Silbermünze. (b) In engerer Bedeutung ist Münze im gemeinen Leben oft so viel als einzelnes Geld, in Niedersachsen klein Geld, in Oberdeutschen Handmünze, im Gegensatze des ganzen Geldes oder größerer Stücke Geldes. 2. Figürlich, das Haus, in welchem Münze gepräget, oder Geld geschlagen wird, mit der ganzen dazu gehörigen Anstalt; die Münzanstalt. Zuweilen auch das Recht, Münze schlagen zu dürfen, das Münzrecht, oder Münzregal, in welchem Verstande es schon in dem Schwabenspiegel vorkommt. Anm. Im Schwabenspiegel Munzze, im Nieders. Münte, im Angels. Myriet, im Engl. und Dän. Mint, im Schwed. Mynt, im Finnländ. Mynti, im Böhm. Mince; mit einer andern Ableitungssylbe im Nieders. auch Munje, im Wallis. Mwnai, im Engl. Money, im Franz. Monnoio. Gemeiniglich leitet man dieses Wort unmittelbar aus dem Lat. Moneta her, weil es gewiß genug ist, daß das nördliche Europa den Gebrauch des Geldes aus Italien bekommen hat. Das Lateinische Wort soll alsdann bald von monere, bald von dem Hebr. manah, zählen, bald von einem andern Stamme herkommen. Allein, wenn auch unser Münze zunächst aus Moneta gebildet seyn sollte, so gehöret es doch einem alten echt Europäischen Stamme zu. Ihre hat sehr deutlich gezeiget, daß die Münze von dem auf dem Metalle geprägten Zeichen den Nahmen habe, und daß das Wort von dem Schwed. Mynck, Mint, ein Bild, eine Figur, abstammt, welches mit dem Hebr. חמובה ein Bild, von der veralteten Wurzel מון überein kommt. Bey dem Ottfried bedeutet Meina ein Zeichen, im Bretagnischen noch jetzt Man, wo auch Min das Antlitz ist. S. Miene. Ihre beweiset mit mehrern Stellen aus alten Schwedischen Schriften, daß Münze ursprünglich das Gepräge, das Bild des Landesherren auf dem Metalle bedeutet habe, und erst später nach einer sehr gewöhnlichen Figur von dem geprägten Metalle selbst gebraucht worden.
3499 Zeichen · 61 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    MÜNZEstf.

    Mhd. Wb. (Benecke/Müller/Zarncke) · +4 Parallelbelege

    MÜNZE stf. lat. moneta , ahd. muniza Graff 2,805. moneta muntz voc. o. 26,23. munze sumerl. 11,48. muonse das. 27,75. pe…

  2. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    2. Münze

    Adelung (1793–1801) · +8 Parallelbelege

    2. Die Münze , plur. die -n, geprägtes Metall. 1. Eigentlich, wo dieses Wort auf doppelte Art gebraucht wird. 1) Als ein…

  3. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Münze

    Goethe-Wörterbuch

    Münze 75% der rund 600 Belege pl; etwa die Hälfte bezüglich auf Sammlerstücke, Medaillen sowie bestimmte Gepräge hinsich…

  4. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Münze

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09) · +1 Parallelbeleg

    Münze ( Minze ), Pflanzengattung, s. Mentha .

  5. modern
    Dialekt
    Münzef.

    Pfälzisches Wb. · +2 Parallelbelege

    Münze 2 f. : ' Burg, Vorburg, Vorwerk einer Burg ', heute eher als Eigenname (FlN) aufgefaßt und nur noch bezogen auf di…

  6. Sprichwörter
    Münze

    Wander (Sprichwörter)

    Münze 1. Bei alten Münzen zweifelt niemand. Nur bei neuen entsteht die Frage, ob echt oder falsch. Das Neue unterliegt d…

  7. Spezial
    Münze

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Mün|ze f. (-,-n) monëda (-des) f. ▬ Münze n sammeln abiné (chirí adöm, colezioné) monëdes.

Verweisungsnetz

85 Knoten, 93 Kanten

Tap auf Knoten öffnet Detail · Drag zum Umpositionieren · Scroll zum Zoomen

1-Hop 2-Hop
Filter:
Anchor 13 Hub 1 Kompositum 63 Sackgasse 8

Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit muenze

64 Bildungen · 26 Erstglied · 37 Zweitglied · 1 Ableitungen

muenze‑ als Erstglied (26 von 26)

Münzedikt

GWB

muenz·edikt

Münzedikt obrigkeitliche Verordnung bezüglich des Münzwesens, hier zur Einführung des ‘Konventionsfußes’ (sd) Sächsisches vorläufiges Mandat…

münzeisen

DWB

muenz·eisen

münzeisen , n. münzstempel. Jacobsson 3, 105 a ; monopistrum, munzeisern, monczysen, nd. muntyseren Dief. 367 a .

münzemeister

BMZ

muenze·meister

münzemeister stm. der die münze gepachtet hat, sonst auch münzære genannt ( s. dasselbe ). so sol er ( der bischoff ) die münze versuochen, …

münzen

FWB

1. ›münzen, das Münzrecht ausüben‹; trans.: ›etw. (Metalle) zu Geldmünzen verarbeiten‹; mit Verschiebung der Bezugsgröße (vom Material zum P…

Münzenabguß

GWB

muenzen·abguss

Münzenabguß wie ‘Abguß’ 1 Abends Münzen-Abgüße besprochen T4,345,16 v 22.11.12 Syn Münzabguß Rüdiger Welter R.W.

Münzenberg

Meyers

muenzen·berg

Münzenberg , Stadt in der hess. Provinz Oberhessen, Kreis Friedberg, an der Eisenbahn Butzbach-Lich, hat eine evang. Kirche, Basaltbrüche un…

münzengepräge

DWB

muenzen·gepraege

münzengepräge , n. das auf münzen geprägte: unter allen bildenden künsten ist das münzengepräge am wenigsten freies kunstwerk. Herder zur li…

münzengeschmack

DWB

muenzen·geschmack

münzengeschmack , m. geschmack der sich bei der prägung von münzen entfaltet: über Klotzens schrift vom münzengeschmacke. Herder zur litt. 1…

münzenkabinet

DWB

muenzen·kabinet

münzenkabinet , n. worin münzen gesammelt sind, münzkabinet: ein münzenkabinet nach dem geschmacke der alten zu sammeln. Herder zur litt. 14…

Münzenkenner

Campe

muenzen·kenner

Der Münzenkenner , — s, Mz . gl. eine Person, welche Münzenkenntniß oder Münzenkunde besitzt (Numismatiker ). S. Münzenkenntniß .

Münzenkundig

Campe

muenzen·kundig

◎ Münzenkundig , adj . u. adv . Münzenkunde besitzend, zur Münzenkunde gehörig, davon handelnd  (numismatisch ).

münzenkunst

DWB

muenzen·kunst

münzenkunst , f. kunst münzen zu schlagen, münzkunst: eben daher nimmt sich in sehr unabhängigen monarchien, wo alles auf die willkür und de…

münzensammler

DWB

muenzen·sammler

münzensammler , m. sammler von münzen: jene münzensammler und münzenerklärer. Herder zur litt. 14, 150 .

münzensammlung

DWB

muenzen·sammlung

münzensammlung , f. sammlung von münzen, münzsammlung; auch ort dafür: den ersten besten griff in eine münzensammlung christlicher, und inso…

Münzepoche

GWB

muenze·poche

Münzepoche (hist u numismat eingrenzbarer) Zeitraum spezieller Münzprägung bzw Münzkunst [ betr Ankauf von Voigts hinterlassener Sammlung an…

münzerei

DWB

muenze·rei

münzerei , f. das münzen, besonders in verächtlichem sinne ( vergl. falschmünzerei); ort, wo gemünzt wird, münze. Campe. vergl. münzei.

münzerisch

DWB

muenze·risch

münzerisch , adj. dem münzer zugehörig: münzerische kunstwörter, termini monetales, münzerische arbeit, monetariorum operae, münzerische auf…

muenze als Zweitglied (30 von 37)

Ackermünze

Adelung

acker·muenze

Die Ackermünze , plur. inusit. ein Nahme, 1) einer Art der wilden Poley, welche auf den Äckern wächset, und auch von einigen Bachmünze genan…

Affenmünze

Wander

affen·muenze

Affenmünze Mit Affenmünze bezahlen. – Leroux, I, 131. Durch Possen und nichtige Ausflüchte einer Sache zu entgehen suchen; mit Narrenspossen…

Bachmünze

Adelung

bach·muenze

Die Bachmünze , plur. inus. eine Art wilder Münze, Mentha aquatica, L. Fischmünze, Krötenmünze. Sie wächst gern an Bächen und feuchten Örter…

Bêrgmünze

Adelung

berg·muenze

Die Bêrgmünze , plur. inus. eine Art Münze, oder Melisse, mit zweytheiligen Blumenstielen, welche aus den Winkeln der Blätter entspringen un…

Böhme (Münze)

Wander

boehme·muenze

Böhme (Münze) Böhme (Münze). 1. An Böhm un a Tippel Fett. In Breslau als Bezeichnung eines dürftigen Lohnes. 2. Um ein Böhm kauft man ein St…

denkmünze

DWB

denk·muenze

denkmünze , f. numus memorialis, zum andenken eines auszerordentlichen ereignisses geprägt, medaille, schaustück, gedächtnismünze, die zuwei…

dickmünze

DWB

dick·muenze

dickmünze , f. eine dicke starke münze im gegensatz zu den dünnen blechmünzen, bracteaten. ebenso dickpfenning, dickthaler.

Frauenmünze

Adelung

frau·n·muenze

Die Frauenmünze , plur. inus. 1) Eine Art der Gartenmünze, deren rauhe Blätter einen angenehmen Geruch, aber scharfen bittern Geschmack habe…

Friedensmünze

Adelung

frieden·s·muenze

Die Friedensmünze , plur. die -n, eine Münze, welche zum Andenken eines geschlossenen Friedens gepräget wird.

Gartenmünze

Adelung

garten·muenze

Die Gartenmünze , plur. inus. diejenigen Arten der Münze, welche bey uns in Gärten gebauet werden, dergleichen die Krausemünze, Frauenmünze …

goldmünze

DWB

gold·muenze

goldmünze , f. , münze aus gold: ( ein verdienter bürger ) den koenynck Maximilianus ... geadelt hait ime geuende eynen adeler boeuen sijn h…

Hêckmünze

Adelung

heck·muenze

Die Hêckmünze , plur. die -n, eine falsche, nachgemachte Münze; ingleichen ein Ort, oder eine Werkstätte, wo falsche, verbothene, untauglich…

hohlmünze

DWB

hohl·muenze

hohlmünze , f. alte nur einseitig geprägte münze von concaver form, bracteat: hohlmünzen, nummi bracteati Frisch 1, 462 a ; einen aufsatz üb…

Kapuzinermünze

Wander

kapuziner·muenze

Kapuzinermünze Mit Kapuzinermünze zahlen. – Klosterspiegel, 11, 5. Wenn jemand, statt zu zählen, mit einer Danksagung sich abfindet.

Katzenmünze

Adelung

katzen·muenze

Die Katzenmünze , plur. inus. eine der Münze an Gestalt ähnliche Pflanze, welche aber einen widrigen Geruch hat, daher der Nahme so viel als…

krausemünze

DWB

krause·muenze

krausemünze , f. mentha crispa, noch bei Adelung getrennt ' besser krause münze', nl. kruizemunt, dän. krusemynte, schw. krusmynta, lett. kr…

Krötenmünze

Adelung

kroeten·muenze

Die Krötenmünze , plur. inus. ein Nahme der Bachmünze, weil sich die Kröten gern unter ihr aufhalten, S. Adelung Bachmünze .

landmünze

DWB

land·muenze

landmünze , f. 1 1) münze eines landes, moneta principis sive domini regnantis, ubique a suis recipienda. Frisch 1, 569 c . 2 2) bairisch ei…

pferdemünze

DWB

pferd·e·muenze

pferdemünze , f. menthastrum Hederich 1770 , mentha aquatica, silvestris Nemnich 2, 550. 554 , pferdsmünze Aler 1527 b ; altmärk. pärmint Da…

rechnungsmünze

DWB

rechnung·s·muenze

rechnungsmünze , f. eine münze, die nicht wirklich geprägt vorhanden, sondern nur zur erleichterung der rechnungen angenommen ist, z. b. die…

rossmünze

DWB

ross·muenze

rossmünze , f. , mhd. rosseminza, origanum. sumerl. 63, 26; name mehrerer münzenarten, besonders mentha silvestris Nemnich, auch mentha aqua…

Ableitungen von muenze (1 von 1)

unmünze

DWB

unmünze , f. : münz oder unmünz avers oder revers Fischer schwäb. wb. 4, 1817 ; 6, 203; zeiget uns müntz und unmüntz Nas eins u. hundert 4, …