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Mollen

mnd. bis Dial. · 7 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

ElsWB
Anchors
9 in 7 Wb.
Sprachstufen
3 von 16
Verweise rein
18
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11

Eintrag · Elsässisches Wb.

Mollen

Bd. 1, Sp. 671a
Mollen, Molli, Moler [Mòlə Dü. Bebelnh. Barr Ndhsn. Bisch. Rothb. Lorenzen; Mòli Felleri. Heidw. Roppenzw. Ruf. Obhergh. Katzent. Zinsw.; Màlər Mittl.; Mórl M.] m. 1. Molch, Regenmolch Roppenzw. Mittl. Barr; Kaulquappe Rothb. ‘giftige Krotten, Mollen, Nattern, Drackhen’ Zwinger II. 2. Mensch mit dickem Kopf, Dickkopf, grober Mensch meist als Schimpfname gebraucht. E M. wie e Eimmenkorb Bienenkorb Zins. In Bed. 1 und 2 oft auch Zss. Mollenkopf (s. d.), Mollikopf Ruf. s. auch Moller I. 3. Stier Lorenzen. 4. ein Ballspiel der Knaben. Es wirft einer den Ball in die Höhe und sagt: Molli, Molli uf der Seppi! Der Seppi muss den Ball schnell auffangen und auf einen andern werfen; trifft er ihn nicht, so muss er den Ball holen und M. auf einen neuen Namen werfen; trifft er aber, so muss der Getroffene das Spiel fortsetzen Obhergh. Ob hierher? †‘Möle Klumpen Fleisch im Uterus, Missgeburt Fisch. Ehez. 179, 19. ‘Molle Klump, Knollen Klein. Schweiz. 4, 172. Schwäb. 389. Bayer. 1, 1589.
1015 Zeichen · 47 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    mollenm.

    Mittelniederdeutsches Wb. · +1 Parallelbeleg

    ~houwer , mollen- , m. , Handwerker der hölzerne Mulden aushaut (sehr häufig als Beiname). —

  2. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    mollenverb.

    Grimm (DWB, 1854–1961)

    mollen , verb. : gefarzt ist nicht gemollet, hofirt ist nicht geschworen. Lehmann floril. 2, 130 . der sinn dieses sonst…

  3. modern
    Dialekt
    Mollen

    Elsässisches Wb. · +5 Parallelbelege

    Molle n , Molli , Moler [Mòlə Dü. Bebelnh. Barr Ndhsn. Bisch. Rothb. Lorenzen ; Mòli Felleri. Heidw. Roppenzw. Ruf. Obhe…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit mollen

71 Bildungen · 56 Erstglied · 15 Zweitglied · 0 Ableitungen

Zerlegung von mollen 2 Komponenten

mol+len

mollen setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

mollen‑ als Erstglied (30 von 56)

Mollenbock

SHW

Mollen-bock Band 4, Spalte 733-734

Mollenkopf

SHW

Mollen-kopf Band 4, Spalte 733-734

mollenbikke

KöblerMnd

mollenbikke , F. Vw.: s. mȫlenbicke*

Mollenbœgel

MeckWB

mollen·boegel

Mollenbœgel m. oval gebogener Stock als Rand der geflochtenen Kartoffelmulde: Pfitzn.-K. 45.

mollenbēke

KöblerMnd

mollenbēke , F. Vw.: s. mȫlenbēke

Mollendo

Meyers

Mollendo , Hafenstadt an der Küste des peruan. Depart. Arequipa, unter 17°1´ südl. Br., 11 km südlich von Islay (s. d.), Ausgangspunkt der E…

mollendām

KöblerMnd

mollendām , M. Vw.: s. mȫlendam

mollengesteuwe

KöblerMnd

mollengesteuwe , N. Vw.: s. mȫlengesteuwe*

Mollenhauger

MeckWB

mollen·hauger

Mollenhauger m. Muldenhauer 1. Handwerker, welcher Holzmulden verfertigt: 'Molden- und Stabholzhauer (geben an Contribution) 3 Rthlr.' (1755…

Mollen II

RhWB

Mollen II = Stier s. Mullen;

Mollenjack

MeckWB

mollen·jack

Mollenjack Molljack f. Jacke aus Molton: jede Knecht kreg' to Wihnachten in Dewitz ne rod' Molljack Sta; blag' Mollenjacken wiren de besten …

mollenkopf

DWB

mollen·kopf

mollenkopf , m. dickkopf; schwäb. molliskopf dickkopf, fettkopf, nach dem schwäb. neutrum molle, was rindvieh, kuhkalb bezeichnet wol wegen …

mollenkopfig

PfWB

mollen·kopfig

mollen-kopfig Adj. : ' starrsinnig, dickköpfig ', mollekoppich [ KU-A'glan ]; vgl. Mollenkopf 3.

mollenkraut

DWB

mollen·kraut

mollenkraut , n. ricinus communis, der wunderbaum; niederl. mollenkruid. Nemnich.

mollenlāken

KöblerMnd

mollenlāken , N. Vw.: s. mȫlenlāken

mollen als Zweitglied (15 von 15)

a(n)schmollen

Idiotikon

a(n)schmollen Band 9, Spalte 934 a(n)schmollen 9,934

bikke (mollen-)

MNWB

~bikke (mollen-), f. , Hacke, Hammer zum Schärfen der Mühlsteine. —

dîk (mollen-)

MNWB

dik·mollen

~dîk (mollen-), m. , Mühlenteich, Aufstauung des Mühlwassers zur regelmäßigen Versorgung der Wassermühle. —

erschmollen

DWB

ersch·mollen

erschmollen , subridere: es söllend ouch die rotterischen ( factiosi ) prediger nit erschmollen, wie si fründlich könnend, dasz ich dise mei…

schmollen

DWB

sch·mollen

schmollen , verb. subridere, aliquid aegre ferre, erst im späteren mhd. als smollen belegte ablautbildung zu mhd. smielen, lächeln, mit der …

stê(i)n (mollen-)

MNWB

stein·mollen

~stê(i)n (mollen-), m. , Mühlstein, de underste unde de bȫvenste/ ȫverste m. der untere festliegende (Bodenstein, Lieger) und der obere umla…