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Lode

mhd. bis sprichw. · 15 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Adelung
Anchors
17 in 15 Wb.
Sprachstufen
6 von 16
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50
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14

Eintrag · Adelung (1793–1801)

Lode

Bd. 2, Sp. 2090
Die Lode, plur. die -n, ein nur im gemeinen Leben übliches Wort. 1) Ein Lappen, Lumpen; in einigen, besonders Oberdeutschen Gegenden. Ein Loden Tuches, ein Stück, ein Lappen. Die Loden hängen an dem Kleide herunter, die Lumpen. Ungewalkte Tücher, welche noch haarig sind, führen bey den Tuchmachern gleichfalls den Nahmen der Loden, und eben so werden im Oberdeutschen die groben Fußdecken genannt, daher es daselbst eigene Lodenweber oder Loderer gibt. 2) Im Forstwesen wird der Trieb oder Schuß, d. i. dasjenige, um wie viel ein Baum in Einem Jahre in der Länge gewachsen ist, eine Lode, in einigen Gegenden auch wohl ein Limpf genannt. Ja auch die Ringe in dem Holze, welche den Jahrwuchs in der Dicke bezeichnen, führen gleichfalls diesen Nahmen. 3) Die jungen aufgeschossenen Bäume des Laubholzes, so lange sie noch Reisern ähnlich sind, die Schößlinge, sind gleichfalls unter dem Nahmen der Loden bekannt. Junge Schößlinge oder Loden. Anm. In beyden Bedeutungen ist der Begriff der leichten Bewegung ohne Zweifel der herrschende. In der ersten ist er es unläugbar, wie aus den verwandten lodern, liederlich, flattern, schlottern, Lotterbube u. s. f. erhellet. In der zweyten und dritten könnte dieses Wort zu Latte gehören; allein aus dem folgenden Zeitworte loden erhellet, daß auch hier die Bewegung der Stammbegriff ist, so wie die gleichbedeutenden Schuß und Schößling von schießen herkommen. Im Isländ. ist Lod und im Schwed. Lo eine Zote, ein Büschel Haare oder Wolle, und luden rauch, zotig.
1505 Zeichen · 22 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    lodeswm.

    Mhd. Handwörterbuch (Lexer) · +4 Parallelbelege

    lode swm. BMZ lutte in haderlutte: grobes wollenzeug, loden Gl. Helmbr. (1752). ich koufet' einen loden alsô balde, als …

  2. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    lodeSb.

    Köbler Mnd. Wörterbuch · +4 Parallelbelege

    lode , Sb. Vw.: s. loie* (1) L.: Lü 209a (lode)

  3. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Lode

    Adelung (1793–1801) · +3 Parallelbelege

    Die Lode , plur. die -n, ein nur im gemeinen Leben übliches Wort. 1) Ein Lappen, Lumpen; in einigen, besonders Oberdeuts…

  4. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Lode

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57)

    Lode , in einigen Gegenden Deutschlands grobes Wolletuch, in andern Leinwand; daher L.nweber.

  5. modern
    Dialekt
    Lode

    Rheinisches Wb.

    Lode das Wort, vorzüglich Rip, Berg, SNfrk, Klevld, ist im Süd. zunächst nur noch vereinzelt belegt, u. zwar Kreuzn-Stdt…

  6. Sprichwörter
    Lode

    Wander (Sprichwörter)

    Lode 1. Lange Loden, kurzer Verstand. ( Kamnitz. ) 2. Aich war d'r de Loden schaudem. ( Kreis Militsch. ) Als Drohung, z…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit lode

115 Bildungen · 79 Erstglied · 35 Zweitglied · 1 Ableitungen

lode‑ als Erstglied (30 von 79)

Lodeinoje Pole

Meyers

Lodeinoje Pole , Kreisstadt im russ. Gouv. Olonez, am Swir, hat 2 Kirchen, ein Denkmal Peters I. und (1900) 1457 Einw. – Peter d. Gr. legte …

Lodelen

Wander

lode·len

Lodelen Eisder 1 lödele 2 bricht nid. ( Luzern. ) 1 ) Stets fort, ununterbrochen. 2 ) Wackeln, nicht gehörig fest, beweglich wie ein Loden s…

Lodeleteⁿ

Idiotikon

Lodeleteⁿ Band 3, Spalte 1100 Lodeleteⁿ 3,1100

lodeleⁿ

Idiotikon

lodeleⁿ Band 3, Spalte 1100 lodeleⁿ 3,1100

lodelicht

DWB

lode·licht

lodelicht , adj. schlaff, neben lottelicht, s. d.: lodelecht, laxus, vietus, flaccidus. Dasyp. ; lodlächt, luck, nit knüpft, wälk, relaxus, …

lodelig

Idiotikon

lodelig Band 3, Spalte 1100 lodelig 3,1100

Lodelinsart

Meyers

Lodelinsart (spr. lodd'längßár), Gemeinde in der belg. Provinz Hennegau, Arrond. Charleroy, im N. von Charleroy, Knotenpunkt der Staatsbahnl…

lodeln

DWB

lod·eln

lodeln , verb. zotteln, schlaff einher gehen, neben lotteln, s. d.: etliche kamen eben lodlen, ungegürt und ungeschürzet wie die mm vom bad…

lode (loe, loge)

LW

lode (loe, loge), quercula major, Gamanderlein, Frauenbiss. Vgl. loie.

Lodenanzug

SHW

Loden-anzug Band 4, Spalte 373-374

Lodenhut

SHW

Loden-hut Band 4, Spalte 373-374

Lodenjoppe

SHW

Loden-joppe Band 4, Spalte 373-374

loden1

MeckWB

Wossidia loden 1 loten, das Lot als Senkblei gebrauchen Mi Nachl. ; im Bauhandwerk wie afloden zur Feststellung der senkrechten Richtung; na…

loden2

MeckWB

Wossidia loden 2 s. MeckWB lohen .

Lodenanzug

PfWB

loden·anzug

Loden-anzug m. : wie schd., Lodeaⁿzug, -anzuch [ GH-Nd'lustdt ZW-Battw ]. SHW Südhess. IV 373 . —

lodenbock

DWB

loden·bock

lodenbock , m. zottelbock ( vgl. DWB loden 1); als schimpfwort: krauch mir in pars, du lodenbock! R. Ringwald, plagium, act. 4 , sc. 3.

lodener

DWB

lode·ner

lodener , lodner , m. verfertiger von loden. lodener Schm. 1, 1444 Fromm.; Chuonrat der lodner. d. städtechron. 3, 331, 10; Aertge von Leide…

Lōdenjakke

WWB

Lōden-jakke f. Lodenjacke ( Kr. Münster Mün Wb).

lode als Zweitglied (30 von 35)

Erdlode

RhWB

erd·lode

Erd-lode -lǫt Sieg-Honnef Rhönd f.: Rebschössling am Boden.

ginsterlode

DWB

ginster·lode

ginsterlode , f. , der schosz des ginsterstrauches, s. DWB lode teil 6, 1115. vereinzelt bei A. v. Droste-Hülshoff : und mir zu füszen schwa…

Hundslode

Campe

hunds·lode

Х Die Hundslode , Mz. die — n , die Loden oder langen Haare des Hundes. Uneigentlich. Hundsloden bekommen oder angehängt bekommen, derbe Ver…

hûslode

MWB

hûslode swM. einfacher Lodenstoff (wohl für den Hausgebrauch bzw. in Heimarbeit angefertigt): man urloubt im [dem Bauern] hûsloden grâ / und…

hūslode

KöblerMhd

hūsl·ode

hūslode , sw. M. nhd. Hausloden, einfacher Lodenstoff Q.: Teichn (FB hūslode), Helbl (1290-1300), LS E.: s. hūs (1), lode W.: s. nhd. (ält.)…

jubelode

DWB

jubel·ode

jubelode , f. ode zu einer jubelfeier: wenn der verfasser ( Gottsched ) den einfall dazu ( zu der ordnung seiner oden ) nicht in Wien bekomm…

Knebellode

RhWB

knebel·lode

Knebel-lode -əltslǫt, meist Pl. -də Ahrw-Rech f.: die letzten Schösslinge einer umgebogenen Rebe, da, wo die R. am Stamme angebunden ist, en…

melode

LmL

mel·ode

melode melodiös, wohlklingend — melodiously, harmoniously [s.XV] LmL Herb. Tr. 1, 3 p. 26: et melodissime cantantes quandoque angeli sunt au…

overvlode

KöblerMnd

overvlode , Sb. Vw.: s. ȫvervlȫde

Reineklōde

WWB

Reineklōde f. [verstr.] 1. Reneklode (Edelpflaume). — 2. die frühreife rundliche Pflaume (Frbg.). ⟨ Rene - [ Kr. Minden Min Kr. Herford Hfd …

Reneklode

Pfeifer_etym

Reneklode, f., älter auch Reine-Claude, Reineclode, Pflaumensorte mit festen, hellgrünen, rötlich überlaufenen Früchten. Die seit dem 17. Jh…

salpeterlode

KöblerMnd

salpeter·lode

salpeterlode , Sb. Vw.: s. salpeterbōde* Son.: wahrscheinlich falsch für salpeterbōde

samenlode

DWB

samen·lode

samenlode , f. lode, junger baumschosz, der aus samen aufgewachsen ist, im gegensatz zu den aus ablegern erwachsenen stammloden, auch samenr…

Schlode

RhWB

sch·lode

Schlode eine Weiterbildung zu Schlaue, u. zwar -t, Pl. -rə, Demin. -Etχə Siegld (s. u.) f.: Furche, Vertiefung, Fältchen im Gesicht, an Arm…

sō̆m(m)erlōde

MNWB

sommer·lode

sō̆m(m)erlōde , -lāde , ° sumer- (Cheltenh. Gl. 3, 720), m. , f. , Schößling, junger Zweig. —

stammlode

DWB

stamm·lode

stammlode , f. baumschöszling, der aus den wurzeln abgehauener bäume aufschieszt: stammlohde Jacobsson 4, 251 b . stammloden im gegensatz zu…

stocklode

DWB

stock·lode

stocklode , f. , ( forstmännisch ) aufschusz, schöszling am wurzel- stock ( s. 1 stock, m., 1 truncus ): der von der wurzel ... aufgenommene…

Ableitungen von lode (1 von 1)

gelode

LW

ge-lode, n. Gewicht.