Eintrag · Etymologisches Wb. des Ahd. (EWA)
lid
50), Abr und weiteren Gl., B, GB, BL, T,
OT, MF, M, WB, MZ, O, BGB III, NBo,
NCat, NMC, Nps, Npw und Npg:
‚Glied,, daz furista lid
Gelenk, Finger, Fingerglied, Glied einer
Gemeinschaft, Diener; articulus, artus, bra-
1239 ubarlîbo – lidS1240
chium, corpus, genu, meatus, membrum,
minister, pars corporis‘
‚das〈Var.: -ie-;
wichtigste Glied; principale‘
-dh-, -th, -t〉. Das Subst., ein urspr. u-St., ist
völlig in die i-Dekl. übergetreten. Der alte u-
St. lidu- zeigt sich nur im VG von Komp.
Neben dem Nom.Pl.m.f. -i kommt vereinzelt
und spät der Nom.Pl.n. -ir, -er nach den
*-iz/az-St. vor. – Mhd. lit st.n./m., pl. diu lit,
lide, lider, die lide
‚Glied, Gelenk, Teil,, frühnhd. lied n.
Stück, Mitglied, Gehilfe‘
‚Gelenk, Scharnier, Glied, Teil, Mitglied,, nhd. mdartl. schweiz.
Stufe in der Erbfolge‘
lid n./m.
‚Glied, Gelenk, Teil (des Schlacht-, vor-
viehs), Glied in der Verwandtschaft‘
arlb. lied n.
‚Glied‘, kärnt. lit n.
‚Glied, Ge-, tirol. līd n.
lenk‘
‚Glied‘, rhein. lid n.
‚Glied,, kurhess. lid n.
Gelenk am Körper, Kettenglied, Teil (des
Schlachtviehs), Kamerad‘
‚Glied‘, mittelelb., schlesw.-holst., meckl.
lidd n.
‚Glied, Finger-, Kettenglied‘, ndd. līd,
led n.
‚dss.‘, lüneb. ledd n.
‚Glied‘, hochspr.
ist lediglich die Kollektivbildung Glied (s.
gilid) fortgesetzt.