Eintrag · Mhd. Wb. (Benecke/Müller/Zarncke)
erlîde stv.
1. mit accusativ der sache. ich erleit grôʒe arbeit Iw. 19. vgl. a. Heinr. 633. die âventiure erlîden bestehn Parz. 605,27. 617,19. 620, 17. 659,9. vgl. Reinh. 2597. kumber erlîden Parz. 591,26. Iw. 166. ich wânde mîn kumber wære erliten vorbei MS. 1,174. a. ich hân von ir zorne leides vil erliten das. die martel erlîden Bert. 79. nôt erlîden Trist. 993. strît erlîden Parz. 587, 28. ungemach erlîden Iw. 222. — auch von angenehmen sachen: gemach erlîden Parz. 642,3.
2. mit einem den accusativ vertretenden satze. sô mac ich doch wol erlîden, daʒ ich ir sî zem besten bî Walth. 66,14. er kunde niht erlîden daʒ in (ihnen) sîn freude was erkorn Barl. 52,14.
3. mit accus. der person. nu macht irʒ nœtlich, ir frouwen, daʒ iuch nieman erlîden leiden mac Bert. 121.