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knacken

mhd. bis spez. · 14 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Pfeifer_etym
Anchors
18 in 14 Wb.
Sprachstufen
7 von 16
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29
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Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)

knacken

knacken

knacken Vb. ‘einen kurzen, harten, hellen Laut von sich geben, mit einem kurzen, harten, hellen Laut knallen, auf-, zerbrechen, zerquetschen, gewaltsam öffnen’, frühnhd. knacken ‘krachen, einen Sprung, Riß bekommen’ (15. Jh.), mnd. knāken, knacken ‘krachen’, mnl. cnāken, cnacken, nl. knacken ‘knicken, brechen, krachen’, schwed. knaka ‘krachen’, engl. (mundartlich) to knack ‘krachen, brechen’ bilden mit ablautenden mhd. (niederrhein.) knochen ‘pressen, drücken’, aengl. cnocian ‘schlagen, stoßen’, engl. to knock ‘klopfen, schlagen, stoßen’, anord. knoka ‘schlagen, prügeln’ eine nur im Germ. vorkommende Gruppe von Lautnachahmungen. – Knack m. ‘kurzer krachender Laut, Riß, Sprung’ (17. Jh.; md. gnacke, 15. Jh.) ist entweder Rückbildung aus dem Verb oder Substantivierung der lautnachahmenden Interjektion knack. Knacker m. ‘knackendes Geräusch’ (17. Jh.), heute vor allem ‘komischer, (auch) geiziger alter Mann’ (um 1900), oft als Schelte oder spöttisch (da man die Gelenke knacken hört) alter Knacker; ferner (im Anschluß an knacken ‘geräuschvoll aufbrechen’) ‘Nußknacker’ (1700) sowie ‘Einbrecher’ (19. Jh.), vgl. Geldschrankknacker (20. Jh.), landschaftlich (auch f.) ‘Knackwurst’. Knackwurst f. angeräucherte Wurst aus gehacktem Fleisch mit Fettstückchen und dünner, spröder Schale (16. Jh.), nach dem knackenden Geräusch, das beim Hineinbeißen entsteht. Knacks m. ‘knackendes Geräusch, Knack, Sprung, Riß, gesundheitlicher Schaden’ (18. Jh.), verstärkende Bildung zu gleichbed. Knack (s. oben), wie knacksen Vb. (19. Jh.), Intensivum zu knacken (falls nicht von Knacks abgeleitet). verknacksen Vb. in Wendungen wie sich den Fuß, die Hand verknacksen ‘verstauchen’, oft mit knackendem Geräusch der Knochen oder Sehnen (um 1900). Anderer Herkunft ist verknacken ‘verurteilen’ (s. d.).
1793 Zeichen · 51 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    knackenswv.

    Mhd. Handwörterbuch (Lexer) · +1 Parallelbeleg

    knacken swv. krachen, knacken md. dat em alle ribben scholen knaken Mone schausp. 2,40. ich lige ( lüge ), isz möchte kn…

  2. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    knackensw. V.

    Köbler Mnd. Wörterbuch · +4 Parallelbelege

    knacken , sw. V. nhd. in Bündel drehen Hw.: s. knocken E.: s. knocken L.: MndHwb 2, 592 (knacken)

  3. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Knacken

    Adelung (1793–1801) · +3 Parallelbelege

    Knacken , verb. reg. welches in doppelter Gestalt üblich ist. I. Als ein Neutrum, mit dem Hülfsworte haben. 1) Denjenige…

  4. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    knacken

    Goethe-Wörterbuch

    knacken a ein Bruchgeräusch von sich geben [ Jahrmarktsbrand ] die Breter prasselten, die Latten knackten 18,331,6 Nov D…

  5. modern
    Dialekt
    knackenintrans., trans.

    Mecklenburgisches Wb. · +2 Parallelbelege

    knacken knacken, brechen; lautmalend; 3. Sg. Prät. im W knack, auch knackt 1. intrans. : dat Kuurn (des einzufahrenden G…

  6. Sprichwörter
    Knacken

    Wander (Sprichwörter)

    Knacken 1. Dat knackt wol, äwerst dat breckt nich. – Dähnert, 240 a . Man stirbt nicht gleich, wenn man auch einmal kran…

  7. Spezial
    knacken

    Deutsch-Ladinisch (Mischí) · +1 Parallelbeleg

    kna|cken I vb.intr. 1 (krachen, knistern) gracé (-cia) 2 (brechen) se rumpí , se spaché, gracé (gracia) II vb.tr. 1 spac…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit knacken

10 Bildungen · 4 Erstglied · 3 Zweitglied · 3 Ableitungen

knacken‑ als Erstglied (4 von 4)

Knackenmurer

MeckWB

knacken·murer

Knackenmurer m. untüchtiger Maurer, eig. der nur versteht, Gerüstknacken anzunageln und abzureißen Ro.

Knackenpolier

MeckWB

knacken·polier

Knackenpolier m. Zimmermann oder Maurer, der den Gerüstbau leitet Wa; auch Knackje ( s. d. ); spöttisch für den Handlanger beim Gerüstbau Ro…

knackenvull

MeckWB

knackenvull knackend voll, voll zum Knacken, Brechen; vgl. knarrenvull .

knacken als Zweitglied (3 von 3)

aufknacken

DWB

auf·knacken

aufknacken , nuces frangere: Philine, auf ihrem koffer sitzend, knackte nüsse auf. Göthe 19, 54 . davon überhaupt, etwas hartes öfnen: gut g…

Rauderknacken

MeckWBN

raud·erknacken

Wossidia Rauderknacken m. Riemenlager am Boot aus einem Kantholzstück: Rooderknaggen ( Schö Schönberg@Boltenhagen Bolt ) Rud. Handb. Boote 7…

zerknacken

DWB

zer·knacken

zerknacken , verb. , in stücke knacken, mit einem knackenden geräusche zerbrechen, zerbeiszen, 1) trans.: eine nusz z. Adelung 2 4, 1688; si…

Ableitungen von knacken (3 von 3)

erknacken

DWB

erknacken , 1 1) intr. crepitare: das holz im ofen erknackt; die bank erknackte und brach zusammen. 2 2) tr. aufknacken: nüsse erknacken, nu…

verknacken

Pfeifer_etym

verknacken Vb. ‘wegen einer Straftat gerichtlich verurteilen’ (2. Hälfte 19. Jh.) ist vermutlich eine Umbildung von dem im Rotw. und in der …

zerknacken

DWB

zerknacken , verb. , in stücke knacken, mit einem knackenden geräusche zerbrechen, zerbeiszen, 1) trans.: eine nusz z. Adelung 2 4, 1688; si…