lautwandel 53 Wörterbücher · 2,7 Mio. Artikel
Wildcard · " Volltext

Aggregat · alle Wörterbücher

Hochzeit

nhd. bis spez. · 12 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

RhWB
Anchors
13 in 12 Wb.
Sprachstufen
6 von 16
Verweise rein
45
Verweise raus
52

Eintrag · Rheinisches Wb.

Hochzeit

Bd. 3, Sp. 719
Hoch-zeit Rhfrk an der Nahe u. im Hunsr unter Kürzung beider Teile, u. zwar hoxtset, hux- [-tsit Kreuzn-Kirn]; huxtsərt Meis-Meddersh; hox- Kreuzn-Seesb; hogsərt, hu- (-sət) Verbr. in Simm, Goar, Zell, Bernk [Simm-Stdt (bei Rottm) hugsiχ]; an der Saar hoxtsęit, hǫx-; Mos bis Zell hoxtseit [Trier-Stdt -tsę·i.t; in Bernk, Zell vielfach hoxtsit, -tset]; Eif huxtseit (s. S.) [Bitb huχ-, huš-; Prüm-Ihren ho·u.tsekt]; in Koch, May, Kobl, Goar bis zur kurtrier. Südgrenze, SWNeuw huxtsənt, hox-, huk- [Koch-Driesch Urschmitt huksət, –ərt]; sonst Neuw, Altk huxtsit, –tsət; Rip huxtsit, –tsek (s. S.), hū:-, hu- [Monsch hux- u. hox-; Aach, Geilk hū·ə.x-]; Nfrk hoxtīt (s. S.) [in der Selfk ist das Wort seltener, dafür bruliχ, wie im Klevld brøləf]; Pl. -də(n) [Simm -dər] f.: 1.a. wie nhd., Eheschliessung, die kirchl. u. weltl. Feier; de grön, de selvere, golde H.; en grusse (schün, got, ferm, fette, flotte) H., en klen H.; die zwin mache bal H. heiraten bald; H. hale (halten) (fire feiern) H.zeitsfeier veranstalten; op de H. gohn als Gast Rip, Allg.; man unterscheidet im Wildenburgschen die Schenk-, Gebe-, Wirtshochzeit, im Berg die Gebeh., im Kr. Altk Ess-, Kaffee-, Wirtsh. (s. d. W.); die Verlobung heisst Handstreich, Lobung, Weisung, Wingkoff, Brautplechten, wobei die Braut den Treupfennig erhielt; die Vorfeier der H., gewöhnlich am Abend vor dem ersten kirchl. Aufgebot (sech anschrive losse beim Pastor, Ruf, Mahnung, vom Predigstuhl fallen, üver de Bänk flege; s. d. W.) oder vor der standesamtlichen Trauung (maiern, ongertrauen, Anschlag), wobei die Junggesellen ihr Recht (Jür, Afstand, Heulbier, auch je nach Geb. am Hochzeitstage gefordert) fordern, heisst Heilich(t), Hillig, Letsch, Maulop, Brüjemströsteng, Küchengelage usf. (s. Wk. III 15); früher wurde zu den Hochzeiten gegastet (gastiert), indem der Hochzeitsgaster, –bitter, Gästebidder (meist zwei Burschen im Kittel u. mit einem Stab) von Hof zu Hof zog, um zur H. zu laden (op de Brutlag versüken Rees); ein buntes Band, das an dem Stabe befestigt wurde, galt als Zusage Altk, Berg, Klevld; dabei der Einladespruch (Gästebiddersgebet Rees): Sag goden Dag; he sett ech mingen Stock on mingen Staff on donn dobei ming Hötchen af; die Annemarie es de Brut, on Gustav es der Brütegam; se laden öch en zom allerbest, zo ehrem baldigen Hochtitsfest. Stöhl on Bänke denen (dienen) zom Best, Metzer on Gaffeln nit vergessen; ohne Metz on Gaffel es nett (geradeso) so schleit als wie den Büggel (Beutel) ohne Geild! NBerg (rip.). En Gruəss van Brut on Bräutigam, get (ihr) mäuten (müsst) no H. kuəmen; et gewen Prumen (Pflaumen) wie Dumen, nit allge (ganz) so lang, Rosinen äs Klätschhäuern (dicke Klicker), nit allge decke, Suppe met Rosinen, fosch (frisch) Fliəsch on Schenkelfliəsch met witte (weissen) Buəhnen, Risbrei met Prumen, dann en kaulen (kalten) Dronk on en löstigen Sprongk; früəh kuəmen on lang do bliwen; et Metzken on et Gäffelken nit vergeten, et Büəlchen (Beutelchen) met dem Geil (Gelde) gar nit NBerg (nfrk.). Hier sett ek min Stöckske hen, ek hop (hoffe), det ek wellkommen ben. Ons Komplemente sin mor klein, doch hop ek, se solle angenehm sein. Brutt en Bräudigam loten ow fröndlich invetieren, de drij Ehrendag helpen te zieren, dat Beste welle wej niet verlieren; gej mott onse Stock met Bändjes (Lender) zieren, domet wej ons könne lote siehn! Rees-Ringenbg, Mörs-Rheinbg. Gujen Dag! Hier komm ek an met de Gästebidder Staff! Sett den Stock neven minnen Fut, on dorop minnen Hut. Et zättera! Ek söll ou gujen Dag säggen van Scholten Jann on Stina Wohlgemut (Namen der Brautleute), van de Brügams Vader on Brügams Moder, van de Brutsvader on Brutsmoder, se lieten ou versüken an'n Donnerdag op de Brutlag. Et zättera! Se dajen sek verspreken, van Dage tu Weken, van Weken tu Johren, on'n Donnerdag wollt se sek pooren. Et zättera! En Gläsken Bier on Branndewin, dat sall för de Gäst den Anfang sin. Dann 'n Köppken Koffij met 'n Klöntjen, dat gäft en süt Möndjen; 'n Stöck van de Schinken, dor kann man gut op drenken; 'n Stöck van 'n halwe Kopp, dann geht et achter on för ob; 'n Stöck van de Scholder, dann geht bu länger bu doller; Rissepapp met Pottzucker on Kanehl, dann werd selvst de klene Kinder fidel. Van de Gansen on Hühner häbb 'k ok hören spreken, doch häbb 'k nit gesiehn öhr de Hälse breken. De Bäcker van Wesel es niet gekommen, nou häbb't de Noberfraues et Backen angenommen. Et es ewen doch vorzüglich gerojen, man brukt et niet to kocken on niet to brojen. Lange Piepen on Tabak, dat es de Mannslöj öhr Geschmack. En Gläsken Bier, on ok den Spölmann tu Pläsir. Häbbt dann de Gäst ken Senn mehr an't Karten, könnt se sek en ander Pläsierken maken: Danzen on sprengen, on en Liedjen sengen. Et zättera! Nou woll 'k de jonge Mädjes noch mellen: Dat se sek op de Tid bej de Brut in duht stellen, öm die to frisieren, de Höörkes to krassen, et Näcksken to wassen, et Düksken to steken, et Schordeldüksken nit to vergeten, de Schühkes to schnallen, dat de Brut den Brügam ok woll mag gefallen. Et zättera! Nou heb 'k noch en Anliegen an de Jonggesellen: Dat se sek bej 'n Brügam in duht stellen, on dat se tu sinnen on öhren Nutzen ordentlich mögen de Flinten putzen, dat se nit stoht te kätzen on te flätzen, dat et orndlech mag knallen, dat sall Brut on Brügam woll gefallen. Et zättera! Nou häbb ek noch en Anliegen an de Vehmajd: Dat se schleht de Ossen op de Hörn on de Kuhw op de Start, dat se döchteg Melk öhr geft in't Fatt. Et zättera! Nou häbb ek noch en Anliegen an de jounge Mädjes: Dat se es nosieht in öhre Lädjes, ov se niet find't in en van de Höckskes 'n Bändjen of Lindjen an min Stöcksken. Et bruckt niet to sin van ene Längde, ok niet van ene Klör, et geht der ewen well met dör. On enen Drinkstüwer in minne Hand, dann es de Gästebidder ok kontant. Et zättera! On dann stellt ou in as willkommene Gäst, dat Brut on Brügam siehn kann, dat de Gästebidder hier es gewest Rees. En Komplement van Brütt en Brügem (N. N.), on gej sit ingeläje (eingeladen), an den on den Dag no de Brölef te komme; gej sollt metbrenge en decke Täss (Tasche mit Geld) on en schärp Mess. Dann krigge (kriegt ihr) en Stöck van de Schenk, enne lochtege Dronk on enne löstege Sprongk, en för dat andere sall Brütt en Brügem wäll sörge! Geld-Schravelen. Braut und Bräutigam haben mich geschickt, Euch zur H. zu laden; es wird nicht gesotten u. nicht gebraten, Ihr müsst bis zu Mittag warten, damit Ihr Euch könnt besser laden Eif 1853. Wenn nun der Gästebidder mit den Zusagen der Geladenen wieder zurückgekehrt ist, dann gilt es im Hochzeitshaus alles für die Hochzeit gehörig vorzubereiten. Das Haus wird einer grossen Reinigung unterworfen van de Sölder bös in de Kellder, Garten u. Hof aufs sauberste in Ordnung gebracht, damit die Gäste, besonders von der angetrauten Familie nichts zu tadeln finden; denn ein Rundgang in Stall u. Hof, auch über das Feld gehört mit zum Fest. Heiratete die Braut in einen Hof ein, so kam sie in'n vollen Inbul u. hatte zur Aussteuer nicht viel Möbel mitzubringen. Doch wurde de Brutskast mit Inhalt an Leinen u. Kleidung fast für die Lebenszeit u. Bettstelle mit Bettzeug wenigstens mitgegeben. Dieses wurde kurz vor der Hochzeit zum Hause des Bräutigams gebracht u. im Schlafzimmer der junge Löij aufgestellt. Die Brügamsmoder sorgte für die sachgemässe Ausstattung u. Einrichtung der Brutskamer. Ausser ihren häuslichen u. wirtschaftlichen Pflichten hatte jetzt die Brügamsmoder die Hände voll Arbeit, um alle Vorbereitungen für die mit der Hochzeit verbundenen Gastereien zu treffen. Eine tüchtige Kochfrau oder der Gästebidder als Koch u. Kellermeister leisteten ihr hierbei fleissige Dienste. Auch stellten die Frauen üt de Noberschop gern ihre Dienste zur Verfügung, weil es als Noberpflicht galt, in Freud und Leid einander beizustehen. Es war von ihr schon lange vorgesorgt, ihren Gästen eine ordentliche Hochtitsmohltit bieten zu können, denn Schultenmoder wollte sich bei solcher Gelegenheit nit lumpen loten, wenn sie auch sonst von sich nit völl Wesen mik. Auch am Hause der Braut wurden Vorbereitungen getroffen zum Halemohl (Holmahl), welches am Tag vor der Hochzeit stattfand. Die jungen Leute aus der Nachbarschaft des Bräutigams kamen dann mit diesem dorthin, um die Braut zum Hofe desselben abzuholen mit der Hufkarr. Nach der Anzahl der Teilnehmer richteten sich auch die Fuhrwerke. Diese wurden teils vom Hofe des Bräutigams oder von den nächsten Nachbarn, den Not- oder Fahrnobers, gestellt. Eine Harmonika oder Musikant met de Viol durfte nicht fehlen. So zog denn eine lustige Gesellschaft unter Führung des Gästebidders mit Spektakel u. Gesang zum Hof der Braut, wo ausgespannt wurde. Hier wurden die Gäste vorzüglich bewirtet mit Koffi on Plass, auch wohl auf der Dehl, der Tenne, ein Tänzchen gemacht. Dann wurden die Karren beladen mit den Sachen der Braut, die noch zurückgeblieben waren: Bettzeug u. Kleidung, auch wohl deren Spinnrad. Vorn, am bekränzten Bügel der Brutskarr wurde ein Schinken aufgehangen, der im neuen Haushalt nicht fehlen durfte. Oft wurde von den jungen Leuten der Brautnachbarschaft trödelhalber versucht, durch Verstecken des Pferdegeschirres die Abfahrt der Braut zu verhindern; doch wurde dieses schliesslich wieder zur rechten Zeit zur Stelle gebracht, u. so konnte, nach rührendem Abschied der Braut von ihren Eltern, die Abfahrt beginnen. Hinter der Brutskarr wurde die bekränzte Brutskuh von den beiden Notnobers der Braut nachgeführt. Es war dafür ein besonders gutes u. schönes Tier ausersehen, das dann oft die Stammmutter der späteren Viehzucht bildete. Die Fahrt zum Hause des Bräutigams ging aber nicht so glatt vonstatten. Der Zug wurde unterwegs häufig durch ein rasch über den Weg gespanntes Seil oder Frechtschliet angehalten von Bekannten oder auch Fremden, die nach einem Schnaps Verlangen trugen. Deshalb war der Brügamsknecht, der den Zug begleitete, mit einer grossen irdenen Fuselkann wohlversehen, oder, wenn deren Inhalt nicht mehr ausreichte, musste man sich durch en Drinkstüver lösen. Unter Peitschenknall u. Gesang wurde beim Hochzeitshaus vorgefahren. Der Bräutigam hob seine Braut von der Karre u. setzte sie vor der Haustür ab, wo sie von den Eltern begrüsst u. ins Haus geleitet wurde. Vielfach war es auch Sitte, wo noch die offenen Herdfeuer vorhanden waren, dass die Schwiegermutter die Braut zum Feuerherd führte u. die dort zum Aufhängen der Töpfe über das Feuer dienende Hohlkette dreimal um den Kopf der neuen Bäuerin schwenkte: Im Namen des Vaters, des Sohnes u. des heiligen Geistes. Sie wurde dadurch in die Hausgemeinschaft aufgenommen. Da es zu der Zeit nicht Sitte war, die Hochzeit in einer Wirtschaft zu feiern, wo der Wirt für Tafel u. Gedecke sorgen musste, auch die Porzellangeschäfte noch kein Leihgut zur Verfügung hielten, so musste für Ess- u. Trinkgeschirr von Nachbarn u. Bekannten ausgeholfen werden. Dafür sorgten denn die Nachbarfrauen, welche dasselbe zusammenholten, wobei jede Hausfrau ihre Sachen mit Rotsteen kennzeichnete, damit keine Verwechslungen vorkamen. Es wurden aber damals noch vielfach zinnerne Teller u. Bäcke benutzt, welche schön blank geputzt eine Zierde der Küche bildeten, wo sie besonders auf dem Richel am Busen (Rauchfang) prangten. Zinnerne Schüssel u. Bäcke waren auch beliebte Hochzeitsgeschenke. Das Backen der Stuten u. Korinthenweggen sowie des beliebten Plass war auch Sache der Nachbarsfrauen, die darin sehr geschickt waren. Auch halfen die Nobers dem Koch oder der Köchin das nötige Gemüse u. Kartoffeln vorzubereiten, beim Koffimahlen, Zucker knippen. Auch wurde ein mächtiger Kessel Rissepapp (Reisbrei) gekocht; derselbe wurde in grosse Zinnbäcke gefüllt, dick mit Pottzucker (Farin) u. Kanehl (Zimt) bestreut u. bildete am Hochzeitstag mit Butterbrot u. Schinken die Hauptabendmahlzeit. Die Männer aus der Nachbarschaft, besonders die Notnobers, stellten ihre Dienste zur Verfügung, um auf der Diele Tische u. Bänke von Brettern herzustellen, damit für alle geladenen Gäste ausser in den Zimmern u. im Vorhüs, Unterkunft geschaffen wurde. War das Haus zu klein, um alle Gäste zu fassen, oder das Wetter zu unsicher, um unter den Obstbäumen auf dem Hof Tische u. Bänke aufzustellen, so stellten gern die Nachbarn ihre Räume zur Verfügung. War die Braut mit ihrer Begleitung angekommen, so kamen auch Nachbarn, Frauen u. Männer, zur Begrüssung herbei. Die Frauen nahmen das mitgebrachte Bettzeug in Empfang. Es war ihre Noberpflicht, dat Brutsbett in stand te maken. Es kam aber auch vor, dass allerhand mit hineingepackt wurde, als Stöcke, Fussbänkchen u. dgl. Sachen; deshalb untersuchte später, wenn alles zur Ruhe war, die Hausmutter dasselbe, um etwa angerichteten Schabernack abzustellen. Die Männer machten sich auch viel Arbeit, um die Brutkuh einzustallen, bes. aber, um die mitgebrachten Schinken mit der Fleischgabel an die Spill in die Wiem aufzuhängen; bei dieser Arbeit wurde zur Stärkung manch Schnäps-chen geleert. War dann Ruhe im Hause eingetreten, so errichteten Junggesellen u. Jungfrauen der Nachbarschaft den an mehreren Abenden vorher schön aus Taxel oder Fichtengrün gewickelten Bogen oder Kranz an der Haustüre. War die Errichtung beendet, so wurde das Lied angestimmt: Wir winden dir den Jungfernkranz. Dann kam der Bräutigam heraus u. brachte zur Stärkung eine Schnapsflasche; gemeinsam wurde dann der Weg des Brautpaares vom Hof zur Kirche mit gehacktem Grün bestreut; hatte aber ein Brautpaar aus Geiz sich das Kränzen verboten, um keine Kränzzeche (s. d.) nachher geben zu müssen, so wurde als Schimpf ein Strohkranz gewunden u. Häcksel oder Kaff gestreut Rees. Vor der H. wurde die Braut ufgebunnen, ihr Haar in Zöpfen u. Flechten um den Kopf gebunden u. auf die Haarwölbung der Brautkranz (Br.krone) mit Flügeln von Spitzen u. mit Bändern aufgesetzt Hunsr; den Burschen, welche der H. beiwohnten, spengelten die Mädchen Sträusse auf die Hüte u. den Männern solche auf die Brust; jedes Mädchen erhielt dafür ein Sackduch Bitb. Am Hochzeitstage sammeln sich die Eingeladenen in dem Hause von Braut u. Bräutigam, wo ihnen an Hut oder Mütze oder die Brust ein Lorbeer- oder Rosmarinzweig, verziert mit zwei Bändchen (blau u. rot oder grün u. rot) vom Bräutigam bzw. der Braut angesteckt wird, ehe man sich ins eigentliche Hochzeitshaus begibt Birkf. Tritt man zum Kirchgang an, erscheint zum Ulk oft eine andere Person, die sich als Braut ausgibt; der Bräutigam gibt sich nicht zufrieden, bis die rechte erscheint Altk-Dauersbg; die Frauen erhalten beim Abzug zur Kirche einen Schnaps Altk-OIngelb. Vor dem Kirchgang trat der Freiersmann (Heiratsvermittler) vor das Brautpaar u. sprach: Geehrte Versammlung, teure, werte Hochzeitsfreunde, liebes Brautpaar! Wie aller Welt Brauch u. Mode, tut der Freiersmann auf den Hochzeitsmorgen, vor der Trauung, einen kleinen Vortrag halten; der Versammlung u. namentlich dem hochverehrten Brautpaar. Das will ich auch tun, soweit mein Studium aufweist. Nun zur Sache, geliebtes Brautpaar! Euch gilt vornehmlich meine Rede; denn heute öffnet sich eine neue Bahn auf Eurer Lebensreise; froh tretet Ihr den Ehestand an, nach frommer Pilger Weise. Ja, mit Gebet u. mit Gesang beginnt mutig Euren Gang, Gott wird Euch sicher leiten. Wie nun aber jeder Stand sein Angenehmes sowie auch sein Unangenehmes hat, so ist es auch mit dem Ehestand; denn es gibt keine Rosen ohne Dornen, u. wer das Angenehme haben will, der darf das Unangenehme nicht scheuen. Lieben u. geliebt zu werden, Freuden u. Leiden des Lebens zu teilen, Hand in Hand durchs Leben zu pilgern, das ist der Zweck des Ehestandes, u. unser Herr u. Gott will es so haben; denn er ist ja der Stifter der Ehen in den Worten: Es ist nicht gut, dass der Mensch allein sei, ich will ihm eine Gehilfin machen. Seid ihr nun gesonnen, einander zur Ehe zu nehmen, so antwortet: ja! Gebet Euch darauf die beiden Rechten: Es schlossen, Herr, mit Hand u. Mund die neuen Gatten ihren Bund, u. sie bestätigen die Pflicht jetzt hier vor aller Angesicht. Mit Gnaden schaue Gott herab, dass sie zusammen bis zum Grab verträglich, freundlich, gleichgesinnt, vor allem gottesfürchtig sind. Führt Gott sie auch auf rauher Bahn, liebreich nimmt er sich ihrer an; er stärket sie in Kreuz u. Leid, zur Hoffnung ihrer Seligkeit. Amen! Nun wünsch ich Euch viel Glück zu diesem neuen Bund u. der werten Versammlung einen Braten, so dick wie der Donnersberg, u. ein Fass voll Wein, so gross wie das Heidelberger Fass, worauf 600 Mann tanzen können, ohne sich zu stossen Birkf-NBromb. Der Zug setzt sich zur Kirche in Bewegung (an der Spitze einige Musikanten), zunächst Brautführer [Vorhochzeider, zwei Männer der nächsten Verwandtschaft von Braut u. Bräutigam (se sen gint (gegen) em Bitb) Rhfrk, Mosfrk; Brutsmädjes on Brügemsknechts Klevld]; in der Eif ging das Vorbräutchen, ein kleines Mädchen, mit einem Sträuss-chen u. einer Krone geschmückt u. die Brautkerze in der Hand tragend, dazu noch der Braut vor, begleitete sie bei der Trauung zum Altar u. von ihm zurück. Nach der Trauung zögerten die Brautleute, die am Altar knieten, mit dem Aufstehen; denn welcher von beiden zuerst aufstand, musste späterhin im Haushalt zuerst aufstehen u. das Feuer anzünden Verbr. Der Pastor, der die Trauung vollzieht, erhält von den Brautleuten ein Sackduch Eif. Beim Verlassen der Kirche wechselten die Führer der Brautleute ihre Stelle, so dass der Führer des Bräutigams Führer der Braut wurde u. so umgekehrt. Kinder mit Stäbchen aus geschältem Haselholz schritten vor dem Hochzeiter, sprechend: wir bauen dem Hochzeider e Brick; wann er driwer geht, hat er Glick! Wend-Ruthw 1849. Ein Brautpaar darf auf dem Gange zur Kirche keinen Aufenthalt machen, auch nicht umkehren, sonst hat es Unglück im Ehestande zu erwarten Verbr. Beim Verlassen der Kirche u. beim Eintritt ins Haus spannen die Knaben dem Brautpaar ein Seil über den Weg, das erst gelöst wird, wenn der Bräutigam Kupfermünzen verteilte (et Lind ophale Köln-Brück; de Braut fängen Hunsr) Rip, Nfrk, Hunsr; hierbei die Rufe: Brut, Br., Bröggem, Kastemännchen (25-Pf.-Stück) ut dem Böggel (Beutel), Jompfer Brut, J. Br., schmit en Stöckelchen Geild herut! Wermelsk. Brut, stopp mir en Stüwer en de Fust; Brüggel (Bräutigam), stopp mir en St. en den Büggel (Beutel)! NBerg (o. O.). Helo, die Brut, die bröuht; erfolgt keine Geldgabe: Nackte Br., het kein Hemden anner Hut (Haut)! Mülh-Ruhr. Brüəm schmit de Stut! (Gebäck); erfolgt keine Geldgabe: Drügen (trockener) Br.! Kemp-Dülken 1850. Bes. war u. ist es Sitte in der Eif, den Burschen oder das Mädchen, die sich in ein anderes Dorf verheiraten, zu fangen [bei dem ortsfremden Burschen wurde während der Freierei das Reisern (s. d.) angewandt]; gewöhnlich stellten sich die Fangenden an der Kirchtüre auf u. hielten dem zur Trauung kommenden Paare ein Band vor, wobei ein Strauss überreicht u. ein Spruch gedohn wurde: Wir haben vernommen, dass Sie als Bräutgam sind kommen; da haben wir uns kurz u. gut bedacht u. Ihnen ein Sträusslein gemacht; es ist nicht von Disteln u. auch nicht von Dornen; ich glaub, Sie werden nicht darüber erzornen; es ist nicht von Gold u. nicht von Rosmarein; doch wird's dem Bräutgam wohl angenehm sein Schleid-Lommersd. Auf dem Gange zur u. von der Kirche wurde der Zug durch ärmere Leute häufig aufgehalten, die aus ihren Häusern hervortraten u. auf einem mit Seidenband geschmückten Teller den Brautleuten einen süssen Schnaps in gezierten Gläsern reichten, wogegen sie ein Stück Geld erhielten (die Sitte nannte man schorten) Kemp-Grefr, Geld-Aldekerk. Beim Einzug in die Wohnung nahm die Braut einen langen Stutenweck, den Stippert, an dessen Ende ein Häppke, ein Brötchen, vorgebacken war, brach das H., das sie als teures Kleinod in ihre Kiste legte, ab u. warf den Weck unter die jubelnden Nachbarskinder Kemp-Grefr. Vor dem Betreten des Wirtshauses, wo die Hochzeitsfeierlichkeit stattfand, schüttete die Braut ein Glas Branntwein rücklings aus u. warf auch Brötchen hinter sich unter die Dorfjugend Altk-Friesenhg Wissen. Beim Empfang der Hochzeitsgäste hielt die Braut ein mit Bändern u. Blumen geschmücktes Kümpchen in der Hand, gefüllt mit süssem Anis u. eingebrocktem Honigkuchen, woraus jeder einen Löffel voll erhielt Berg. Tanz u. Schmaus folgen; fehlt es im Hochzeitshause an Raum, so begeben sich die Gäste in die Scheunentenne zum Tanz. Den ersten Tanz tanzt der nächste Anverwandte des Bräutigams mit der Braut allein, die ihm ein Sackduch schenkt; hierauf tanzt der Bräutigam mit allen anwesenden Jungfrauen (Moden Mägden) u. die Braut mit allen anwesenden Jünglingen (Kneten), u. dann begibt man sich zur Mahlzeit Eif. Während des Schmauses erscheinen die Junggesellen, um ihre Rechte (Abstand) zu fordern: Wo ös de Brut, lot se ons ens siəhn; öm öhrentwellen send we hei, öm öhrentwellen on öhre Mon. Dat erschte Joəhr ene jonge Sunn, dat twedde J. en Döchterlein, bis dat et fifontwentig (25) send; f. öm den Dösch; dann wett (weiss) de Brut, wat sorgen ös! Kemp-Grefr (u. a. Lieder sonst). Mittags wird dem Bräutigam der Teller weggenommen, u. er muss mit der Braut aus einem Teller essen; die Dorfjugend ist darauf bedacht, dem Koch etwas wegzuschnappen Bernk-OKirn. Ist das Mahl zur Hälfte vorüber, so suchen die Burschen der Braut einen Schuh wegzunehmen, den der Bräutigam wieder einlösen muss Verbr. Nachmittags geht der Brautzug durchs Dorf (der Koch voran, dem man einen Löffel angehangen hat); den Begegnenden wird ein Schnäps-chen aus der mitgeholten Flasche vom Bräutigam gereicht Eif. Am Hochzeitsabend entfernt sich die Braut still von ihrem Platze u. besteigt den an der Hintertüre wartenden Wagen (Kutsche), dessen Räder mit Stroh umwickelt sind, u. wird oft in 1—2 Stunden dauernder flotter Fahrt zu Verwandten entführt; mit Hilfe einiger Gäste fährt der Bräutigam am andern Tage auf die Suche (er weiss natürlich, wo die Braut ist); das nennt man de Brütt verstoppen Klevld, de Brut stehlen NBerg. Nach dem oft sehr reichlichen Hochzeitsschmaus wurden die Brautleute, der Bräutigam vom nächsten Nachbarn, die Braut von der nächsten Nachbarin, dreimal um das Hiəhl (s. Hahl) geleitet, nachdem vorher der Herd, bes. durch Flachs, in grosse Glut gesetzt worden war; beim erstenmal wurde dabei gesprochen: Gott der Vater; dann wurde ein Schnaps getrunken; beim zweitenmal: Gott der Sohn (wieder ein Schnaps); beim drittenmal: Gott der hl. Geist (wieder ein Schnaps) Nfrk (veralt.). Beim Schlusse des ersten Tages suchte sich das Brautpaar still zu entfernen; doch es gelang ihm nicht; es wurde in die Brutskammer geleitet (Brut on Brügen no Bett brengen); mit der Musik voran, zog man mit ihnen bis zur Kammertür; dabei wurde gespielt u. gesungen: Friederika, stoh stell, dou wettst (weisst) jo, wat ek well; de Trapp herop no Bett, dat geht jo so nett! Rees. Im Köllertale (Saarbr) bildete der Altweiwerdanz den Schluss der H.; alle Frauen, junge u. alte, hatten das Recht, ihn mitzumachen, wenn sie auch nicht zur H. geladen waren; nach den Klängen der Musik tanzten sie um die in der Mitte stehende Braut, jede mit einem leichten Stocke bewaffnet. Die Männer (Hochzeitsgäste) suchten nun von den vier Ecken des Saales her die Braut herauszuziehen, was die Frauen dann abwehrten; der Tanz dauerte so lange, bis es den Männern im Angriff von allen vier Ecken aus gelang, der Braut habhaft zu werden. — Dem Junggesellen, der sich zur Zeit auch ernstlich um die Hand der Braut beworben hat, wird in der Nacht vor der ersten kirchl. Verkündigung von den Burschen ein schwerer Stein in aller Stille vor das Haus gebracht u. dieser dann mit einem Kranze oder einem satirischen Spruch geziert Eif; die verlassene Braut bekam am Hochzeitstage ihres ehemaligen Bräutigams einen schweren Stein mit einem Putztuch drüber (damit sie sich damit die Tränen abtrockne) vor das Haus gerollt; auf den Stein malte man gewöhnlich ein von einem Pfeile durchbohrtes Herz MGladb, Geld; man stellt(e) ihr einen Strohmann, ihm eine Strohfrau in den im Hofraume stehenden Baum [ne Mann (en Frau) setzen] Rip, SNfrk. Am Vorabend der H. wird das künftige Haus der Neuvermählten gestippt (gestützt); die Burschen schleppen alles mögliche Gerät herbei u. stellen es mit allerhand Plakaten u. Plunder behangen gegen das Haus Ahr. Der bescholtenen Braut streut man in der Hochzeitsnacht Häcksel von ihrer Türe bis zur Kirche Rip (es ist nur eine Auswahl aus den Hochzeitsbräuchen geboten). — Vorbedeutungen (einige). Die Braut darf, wenn sie den Brautkranz aufsetzt, nicht in den Spiegel sehen, das bringt Unglück; ebenso darf im Brautkranze auf dem Kopfe keine Lücke sein; am Hochzeitstage muss sie besonders aufpassen, dass nichts an ihrer Kleidung (bes. am Schleier) zerreisst, da dies Unglück bedeutet Verbr. Von zwei Paaren, an einem Sonntage zugleich getraut, wird eins unglücklich Simm-Horn. Diejenige Altarkerze (Brautkerze), die an der Seite der Braut oder der des Bräutigams am hellsten brennt, verkündet für den Betreffenden das längste Leben; dessen Kerze erlischt (flackert), der stirbt zuerst Verbr. Wird beim Hochzeitsmahle nicht alles aufgegessen, oder gibt es dabei keine Scherben, dann wird die Ehe nicht glücklich Verbr. Verschwindet das Brautkännchen, muss einer von den Brautleuten bald sterben Koch. In geschlossener Zeit vollzogene Ehen werden binnen Jahresfrist durch den Tod geschieden Schleid-Hellenth. — RA.: Wie de Brautfährer, su de ganz H. Bitb-Wiersd. Beim orme Man dauert de H. än Dag, beim reichen M. moss se zwing (2) oder drei Dog unhalen ebd. Boll (bald) es de H. bowen in't Duərp, boll unnen Ess. Dau muss och net mänen (meinen), dat all Dag H. bei es wer Bitb-Dudeld; et as net got, wenn all Däg am (im) Johr H. wär Bitb-Wiersd. Eich gen dir än (Ohrfeige), dat dau mänst, et wir H. a Kanddaf (Kindtaufe) zugleich! WBitb. En H. ohne Musik es as en Kuss ohne Bart on en Ei ohne Salt (Salz) Rees. Eng H. brengt de angere Elbf; et is H. so klän, et git noch än [et micht sech (draus) noch an], — et fend sech noch es (einmal) en Rhfrk, Allg. Wann de H. no der Kirche geht, op allen Ecken ne Gabbeck (Gaffer) steht Köln-Poulh. Sie hon H. gehall, die Katz hinner'm Fauer (Uwe) is neischt gewahr wor bei einer H. in engstem Rahmen Hunsr. Bi dem enen wüəd de H. gefiərt, dem angeren wüəd se begrawen bald folgt eine neue H. (man grub bei dem Hause des mutmasslich nächsten Hochzeiters ein Loch in die Erde u. begrub darin eine Schnapsflasche, damit sie bei diesem wieder aufstehe (d. h. die H.) Gummb-Berghsn. Wer well e gross H. mache, den moss och viel Kouche backe Bernk-Sulzb. Der Düvel hät H. gesagt, wenn es bei Sonnenschein regnet Düss, Wesel, Bo-Alfter, May-Hausen, Saarbr; de Sonn hat H. Ottw-Neunk. Staats (fein gekleidet) wie op en H. Schleid-Hellenth. Et ös beister op en H. gonn äs op e Begräfnes Monsch-Witzerath. Et gäht dor (g. of, dreiht dar, reckt) wie of Mattese (Mattsen) H. es langt eben, es ist knapp aufgetischt, es bleiben keine Reste übrig Rhfrk, Mosfrk bis zur Ahr, mit der scherzh. Forts. wei se Kapes meih hatten, dou hatten se och Flasch (Fleisch) meih Trier-Clüsserath, — do os de Frau vam Aldor on (in) dat Kondbet ku Koch-Urschmitt; dat gung als we op Märgen H.; do wor neist un kom neist un blif neist Daun-Neroth. Er sieht aus bie en Hond, de of de H. giht May-Kirchesch. Mer kann nit mit äm (einem) Arsch uf zwei H.de sitze Kreuzn. De küt we de Spillmann zor H. gelegen Köln-Stdt. De Brauttringen (-tränen) musse gekrosch (gekrischen, geweint) gen, wonn net fir der H., dann dernot (darnach) Prüm, Daun. För de H. sät de Brügem: du Engel; on sin se en half Johr getraut, dann sät se: du Bengel Klev-Üdem. No der H. wörd egebroken (eingebrochen) begattet Sol. — Juchhe, H. es hei; all de lope te Hop (Hauf) un wolle sech ameseere (amüsieren); dann well ech dat Dengk och ens probeere! MGladb-Bonnenbr. Ännchen, Padentchen, wat häschte ean deinem Kännchen? Ruden Wein on weissen W., morgen soll de H. sein! Merz-Bachem. Ruhe im Hause, Frieden im Saustall, Kiərmes em Backes, H. em Huhnerloch! Scherzr. Waldbr. Hannes, Schlabannes, Schlabocksenben, jog die al Weiwer vun der H. hem! Mosfrk. — Wenn me in den Augus noch ein Kärschenblum an den Baum süht, dann krig me ein H. Mörs-Asbg. Wenn de Bom blöuht buten de Tit, dann gef et en H. of en Lik (Leiche) Meiderich, Nfrk. Drei Lampe zeglich (zugleich auf dem Tische) bedüggen (bedeuten) H. odder en Lich (Leiche) LRip, SNfrk. — b. H. hale zur ersten hl. Kommunion gehen Monsch-Mulartzhütte, Dür-Stdt 1880, Bergh-Hüchelhv, Verbr. in Geilk, Heinsb, Erk, Kemp. — c. Leichenschmaus nach dem Begräbnis Lediger Bitb-Scharfbillig. — 2. übertr. a. de H. halen (halten) ein Geldgeschenk den Brautleuten überreichen Altk-Birken. — b. der Pitter on dat Ann hän vill H. gemacht manche Leute sind bei allen Gelegenheiten dabei Koch-Kaifenh.
28814 Zeichen · 387 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Hóchzeit

    Adelung (1793–1801) · +4 Parallelbelege

    Die Hóchzeit , plur. die -en. 1) * Eine jede hohe, d. i. feyerliche Zeit, ein Fest, und in engerer Bedeutung, ein hohes …

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Hochzeit

    Goethe-Wörterbuch

    Hochzeit 1 Eheschließung, Vermählung, Heirat von Mann u Frau, häufig auch für die damit verbundene Feier, Festlichkeit, …

  3. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Hochzeit

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57) · +2 Parallelbelege

    Hochzeit , hohe Zeit, d.h. Fest, Ehrentag, der Tag des Abschlusses der Ehe, womit ein Brautpaar sein Eheleben beginnt; d…

  4. modern
    Dialekt
    Hochzeitf.

    Pfälzisches Wb. · +1 Parallelbeleg

    Hoch-zeit f. : 1. a. α. 'Eheschließung', Hochzet (hoxdsəd), -zeit, -zit, -zich (-dsiχ, -dsiš), -zeʳt (-dsəʳd), Hukset (h…

  5. Sprichwörter
    Hochzeit

    Wander (Sprichwörter)

    Hochzeit 1. Af der Hochzet wêch Brît, nô der Hochzet Koamer uch Nît. ( Siebenbürg.-sächs. ) – Schuster, 263. 2. Auff Hoc…

  6. Spezial
    Hochzeit

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Hoch|zeit f. (-,-en) noza (-zes) f. ▬ Goldene Hochzeit noza d’or f. ; Diamantene Hochzeit noza de diamant f. ; Hochzeit …

Verweisungsnetz

89 Knoten, 85 Kanten

Tap auf Knoten öffnet Detail · Drag zum Umpositionieren · Scroll zum Zoomen

1-Hop 2-Hop
Filter:
Anchor 6 Hub 1 Kompositum 70 Sackgasse 12

Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit hochzeit

310 Bildungen · 290 Erstglied · 19 Zweitglied · 1 Ableitungen

Zerlegung von hochzeit 2 Komponenten

hoch+zeit

hochzeit setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

hochzeit‑ als Erstglied (30 von 290)

hochzeit als Zweitglied (19 von 19)

Breinhochzeit

Wander

brein·hochzeit

Breinhochzeit Es ist eine Breinhochzeit. ( Oberösterr. ) So nennt man im »Obern Mühlviertel« eine Hochzeit ohne Tanz.

hundehochzeit

DWB

hunde·hochzeit

hundehochzeit , f. : denn so blind und unsinnig ist beide bapsthum und Türke, das sie beide die stummen sünde unverschampt treiben, als ein …

hundshochzeit

DWB

hunds·hochzeit

hundshochzeit , f. wie hundehochzeit sp. 1921: ( ein haus ) wenig fressens, vil laufens geit gleich wie auf einer hundshochzeit. H. Sachs 3,…

jubelhochzeit

DWB

jubel·hochzeit

jubelhochzeit , f. jubiläum einer hochzeit: die silberne jubelhochzeit ( einer 25 jährigen ehe ) feiern. v . Göckingk im leben Fr. Nicolais …

Mattheshochzeit

Wander

Mattheshochzeit Es ist eine Mattheshochzeit, es fehlt nichts als Brot und Wein. – Luther's Hauspostille. Warum aber Mattheshochzeit, da die …

nachhochzeit

DWB

nach·hochzeit

nachhochzeit , f. repotium Dief. 493 b ; repotia, so man die eier iszt, gastmäler so man morndrigs desz hochzeits halt. Maaler 298 c ; nachh…

nonnenhochzeit

DWB

nonnen·hochzeit

nonnenhochzeit , f. die feierliche einkleidung einer nonne ( ihre vermählung mit dem himmlischen bräutigam ): hierauf wardt die nonnenhochze…

Opferhochzeit

DRW

opfer·hochzeit

Opferhochzeit, n. hoher kirchlicher Feiertag, an dem das Opfer (I 2) entrichtet wird zu yedem hochzit, der da viere seind, gen. die vier opf…

priesterhochzeit

DWB

priester·hochzeit

priesterhochzeit , f. : Bartholomeus Bernhard, probst zu Kemberg, der die erste priesterhochzeit zu Luthers zeiten ... gehalten. Mathesius L…

Schliefhochzeit

DRW

schlief·hochzeit

Schliefhochzeit, f. vorehelicher Beischlaf vgl. schlupfen (II) was aber sontst ... bůßwirdiger sachen sind als ... einer syn frouwen, vor un…

Sonntagshochzeit

DRW

sonntags·hochzeit

Sonntagshochzeit, f. Eheschließung an einem Sonntag; wegen des anschließenden Festes als Entweihung des Sonntags zT. verboten bdv.: Sonntags…

strohhochzeit

DWB

stroh·hochzeit

-hochzeit , f. , nozze di paglia cioè dopo che la sposa è stata sverginata da un altro fuor del matrimonio Kramer t.-ital. 1 (1700) 697 b ; …

Taghochzeit

DRW

tag·hochzeit

Taghochzeit, f. auch Tage- tagsüber stattfindende, iU. zur Abendhochzeit üppig ausgestattete Hochzeitsfeier bdv.: Tagbrautlauft to den dach …

vorhochzeit

DWB

vor·hochzeit

vorhochzeit , f. , das eigentliche hochzeitsfest einleitend: dieweil auch biszher mit den vorhochzeiten groszer miszbrauch geweszt, ... demn…

winkelhochzeit

DWB

winkel·hochzeit

winkelhochzeit , f. , ' eine heimlich geschlossene heirath in verächtlicher bedeutung ' Campe 5, 731 ; Kotzebue sämtl. dram. w. 23, 39 .

Zigeunerhochzeit

Wander

zigeuner·hochzeit

Zigeunerhochzeit Eine Zigeunerhochzeit bedarf keiner Musik. Poln. : Obejdzie się cygańskie wesell bez muzyki. ( Lompa, 26. )

Ableitungen von hochzeit (1 von 1)

unhochzeitlich

DWB

unhochzeitlich , adj. adv. , gth. v. hochzeitlich: das unhOechzeitlich kleid ( Matth. 22, 11 ) Nas antipap. 5, 175 a ; D. Fr. Strausz 10, 15…