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has

ahd. bis Dial. · 10 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

MeckWB
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18 in 10 Wb.
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Eintrag · Mecklenburgisches Wb.

Has' m.

Bd. 3, Sp. 484
Wossidia Has' flekt. Hasen m. Hase, lepus timidus;[] 'ein Hase' Chytr. 363; meist gejagtes und volkstümlichstes Wild, was in unzähligen Rdaa. und Sprichwörtern, in Volksglauben und Spiel zutage tritt. 1. vom gejagten Hasen heißt es: dei Hund hett den Has' 'n Stiert ansett't, da der Hase im Lauf seinen gehobenen Schwanz dicht an den Körper schmiegt HaHagenow@LankLank; dem Jäger, der einen im Lager sitzenden Hasen schießen will, was nicht als waidgerecht gilt, ruft man zu: stick den Hasen den Katen nich an Schill. Kr. 3, 1b; Hasen scheiten nennt man das Einnicken und Nickköppen des Schlafmüden im Sitzen und fragt ihn: woväl hest all schaten? LuLudwigslust@EldenaEld; Ha Hagenow@RedefinRed; sprw.: väl Hunn' sünd den Hasen sin Dod RoRostock@KlockenhagenKlock; je köller de Winter, je fetter de Has' StaStargard@WulkenzinWulk; bei der Treibjagd wird der Hase mit Rufen gehetzt wie Has'! Has'! Ho! Ho! Ho! MaMalchin@QuitzenowQuitz; hepp Has'! Bri. 5, 109; hett Has'! HaHagenow@WittenburgWitt; MaMalchin@LuplowLupl; RoRostock@RibnitzRibn; Sta Stargard@SchönbeckSchönb; hi Has'! Has'! PaParchim@GoldbergGoldb; husch Has'! WiWismar@ThurowThur; Has', hüpp! MaMalchin@TeschowTesch; SchwSchwerin@PerlinPerl; die dem Geschrei kleiner Kinder ähnlichen Laute, die der Hase in Lebensgefahr oder verwundet hören läßt, deutet der Volksmund: oh weh, oh weh! Wo. V. 2, 460; den Dägen her! 461; wenn die Hunde hinter ihm her sind: min Mœg', min Mœg'! 458; haben sie ihn gepackt: krägen, krägen! 457. 2. dem Landmann ist er vertraut, so daß dieser bei warmem Frühjahrsregen sagt: nu will dei Salat un dei jungen Hasen woll wassen Schw Pinn; von sehr sandigem Boden heißt es: dor kann 'n 'n Hasen up 'n dreijöhrigen Dreisch bet int Lager nahspören PaParchim@PlauPlau; von schwacher Düngung: de Has' hett meßt Wa; von starkhalmigem Korn: dor kann dei Has' up lang lopen RoKühl; ebenso von starkhalmigem Raps: dor künn 'n Has' œwerlopen StaStargard@SchönbeckSchönb; Volksglaube meint von wogendem Korn: dei Hasen gahn dörch 't Kuurn Gü Güstrow@ZülowZül; wird von einem Schlag die letzte Ecke Korn abgemäht, so sagt man: nu sall dei Has' woll rut; der letzte Mäher jöggt den Hasen rut; die Binderinnen fragen dann: sœlen wi ok mit dei Schört kamen un den Hasen fangen? Wo. Ernt. 31; die gleichen Rdaa. gebraucht man vielfach beim Kartoffelaufnehmen; in GüGüstrow@MustinMust nennt man die letzte Garbe Has'; in HaHagenow@WaschowWasch und MaMalchin@Groß KöthelGKöth Has'garw; nach beendeter Ernte sagt man: nu löppt dei Has' œwer dei Hawerstoppel GüGüstrow@SabelSab; Dorfkrugname: Tau 'n lahmen Hasen Grabenitz bei WaWaren@KlinkKlink. 3. des Hasen Lauf, dessen Schnelligkeit und Unberechenbarkeit sowie seine Furchtsamkeit sind Grund für die Rdaa.: wenn dat Kuurn düer ward, dat Orrer bringt dei Has' RoRostock@KlockenhagenKlock; dei düren Prisen bringt dei Has', dei billigen dei Swinägel WaWaren@SchwarzSchwarz; nah de Grött geiht 't nich, süs haalt de Oß den Hasen in GüGüstrow@BützowBütz; gegen dei Tit, dat du kümmst, is dei Has' all lang' œwern Barg Ha Hagenow@RedefinRed; Schullen sünd keen Hasen, dee lopen nich[] weg Wa; StaStargard@NeustrelitzNStrel; ähnl. Arbeit is keen Has'' dee löppt nich weg Wa; die Ungewißheit, wohin der Hase seinen Lauf nimmt, liegt Wendungen zugrunde wie möten (willen) mal seihn, wuans dei Has' löppt wie die Sache geht Schw Pamp; Reut. 7, 207; Stillfr. Köst. 1, 264; de hadd den Hasen all lopen hürt (hatte den Zusammenhang schon erfaßt) 2, 108; kann 'n all' nich weiten, wo de Has' löppt, seggt Jochen un stellt de Fall up 'n Bœhn hen Wi; leiwer kann 'n hunnert Hasen häuden as ne Diern GüGüstrow@WarnowWarn; mißglückt einem etwas, so fragt man ihn: hest nu den Hasen seihn? Schö; vom O-beinigen heißt es: denn' kann dei Has' dörch dei Bein lopen RoRostock@BörgerendeBörg; von losem Gewebe: dat Tüg is so dünn, dor kann 'n Has' mit stahn Uhren dörchlopen LuLudwigslust@GranzinGranz; So lett man mennig Hasen lopen (gleichwohl läßt man manches ungestraft hingehen) Babst 2, 1; vom Feigling sagt man ironisch: dei is nich bang', dei geiht up 'n dodigen Hasen los HaHagenow@RedefinRed oder einfach: hei is 'n ollen Has' RoRostock@KlockenhagenKlock; und schon bei Gry. heißt es: 'vorzagede Lde ..., so den Hasen in erem bussem dragen' Lb. 1, Cc 1a; in Vergleichen: 'dat de vornemesten und meisten ... by em (dem Lutheraner Rosin) stnden, alse de Hase by synen Jungen (ihn verließen)' Slüt. G 2b; de Stun'n lepen man so, as de Hasen vör 'n Windhund Müll.-Friese 78; lopen künnen wi jo as de Hasen RoRostock@WarnemündeWarn; von sich überstürzender Hast: dat geiht, as wenn dei Has' bargdal löppt PaParchim@Groß NiendorfGNiend; von ungeschicktem Lauf: hei löppt as 'n dreibeinigen Has'. 4. auf Wohnung und Nahrung des Hasen beziehen sich die Rdaa.: wo dei Has' geburen is, dor treckt hei ümmer wedder hen SchöSchönberg@CordshagenCordsh; ick heit Has' un (min Nam is Has', ick) wahn in 'n Busch ich weiß von nichts LuLudwigslust@TewswoosTewsW; Wa; Abweisung der Frage wat sall dat warden? Ne Klink vör 'n Busch, dat dei Has' nich rutkümmt SchwSchwerin@NeuendorfNeu; kommt einem etwas verdächtig vor, so sagt man: wenn dor man nich Hasen in 'n Busch sünd SchöSchönberg@DemernDem; bei unvermuteten Entdeckungen: dat mußt ick weten (hätte ich wissen sollen), dat dar Hasen im Busch wären Mantz. Ruh. 24, 59; von jem., der in behaglichen Verhältnissen lebt, heißt es: dee sitt as Has' in 'n Kohlgoorden StaStargard@JatzkeJatzke; de Jung makte Mirken (Gebärden, Männchen) as en Has' in de Kohltid Derb. 2, 37; sprw.: dei Has', dei eins in 'n Kohl gahn hett, geiht öfter rin PaParchim@PlauPlau; von einer bes. Häßlichen heißt es: dei kann 'n in 'n Kohl stellen, dor kümmt kein Has' bi Dobb. 5. sonstige Eigenheiten des Hasen in Rdaa. und Vergleichen: hei slöppt as sonn' Has' mit offenen Augen RoRostock@DiedrichshagenDiedr; Scherzfrage: worüm slöppt dei Has' mit apen Ogen? Hei hett sonn' kort Fell, un wenn hei dei Ogen taumaakt, is sin Noorslock tau seihn Lu; vom Dickfelligen sagt man: dei hett sœben Fell as dei Has' HaHagenow@RedefinRed; Wa; im Abzählreim: Eine meine miren muren, Has' hett lang' Uhren Wo.[] V. 4, 1079; im Neckruf an den Jungen, dem das Hemd aus der Hose sieht: Has' mit 'n Stüz! MaMalchin@UpostUp. 6. sehr beliebt ist die Koppelung mit Voß (Fuchs); so sagt man zum schreienden Kinde: dat hüren jo Hasen un Vöß StaStargard@WulkenzinWulk; eine schlechte Laderin, die ihr Fuder nach hinten hat schräg abfallen lassen, muß hören: got, dat wi nich an 'n Busch sünd, süs hadd'st alle Hasen un Vöß up 'n Wagen StaStargard@WulkenzinWulk; eine Erinnerung an die vorgerückte Zeit weist man ab: Klock is för Hasen un Vöß Wa; die Mahnung, sich zu waschen: Hasen un Vöß warden ok nich wascht MaMalchin@RemplinRempl; von einsamer Gegend heißt es: dor seggen sick Voß un Has' gaud' Nacht allgem.; anders Reut.: Voß un Has' säden sick dor Gun Morgen, Minschen wahnten dor (um LuLudwigslust@DömitzDöm) nich 4, 462; so eine Gegend durchzieht die Voßun Has'bahn, die mecklen burgische Südbahn, mit ihrer Strecke Dömitz-Ludwigslust Schw; beim Fallen zweier Kegel ruft der Junge: Voß un Has'! RoRostock@BlankenhagenBlank; die Feststellung eines groben Irrtums du denkst ok woll, dat Voß Has' is Wa wird gern verstärkt, indem man sagt: ick dacht, dat Voß Has' wir, un as ick tausach, wir 't 'n Fäuder Heu allgem.; vgl. Mantz. Ruh. 24, 61. 7. redend tritt der Hase in manchen Beispielsprichwörtern auf: wat buten woll för Wäder is? säd' dei Has', set achter 'n Marlhalm HaHagenow@WittenburgWitt; SchöSchönberg@QuestinQuest; wo is dei Welt grot, säd' dei Has', as hei achter 'n Kohlkopp set HaHagenow@RedefinRed. 8. weitere Redensarten, Sprichwörter, Reime und Rätsel; a. Spr. einen einen Hasen an den Sadel hängen jem. einen Possen, einen Schabernack spielen: '(der Angeschuldigte) wolle ... ihnen (den Beschwerdeführenden) einen Haasen am Sattel hängen, daß sie und die Ihrigen lange daran zu fressen hätten' (MaMalchin@GnoienGnoi 1542) D. Schröd. Kirchenhist. 1, 450; 'em einen Pussen tho rytende, einen Hasen an den Sadel tho hengende' Gry. Lb. 2, O 2b; sieht jem. recht fröhlich aus, so fragt man ihn: di hebben s' woll 'n Hasen in de Kœk jaagt? Wi; von etwas, das man sucht und nicht finden kann, wird gesagt: dor is dei Has' mit œwer 'n Tun sprungen Wo. Sa.; 'niemals' wird umschrieben: dor ward hei mit farig, ihre dei Has' 'n Ei leggt PaParchim@PlauPlau; der Osterhase aber ist gemeint, wenn es vom Osterwetter heißt: is ne Küll', dat dei Has' gor kein Eier leggen kann, dei Noors snappt tau RoRostock@KlockenhagenKlock; Neckreim auf den Vornamen Luise: Lowiesch, Lowaasch, Wat maakt de Has'? He sitt up 'n Wimen Un leggt Rosinen Wo. V. 4, 327; wo jem. ganz ungestört ist, dor hinnert em nich Hund oder Has' Wa; groß ist die Zahl der Rätsel und Scherzfragen über den Hasen wie Wat is dat Best an 'n Has'? Dat Fett un Fleesch Wo. V. 1, 532 c; Wennihr hett dei Has' dei meisten Tähnweihdag'? Wenn dei Hund em bitt 625 a; Wennihr springt dei Has' œwer 'n Bom? Wenn dei Bom afhaug't is 638 b; Wennihr löppt dei Has' œwer dei[] mihrsten Barg'? Wenn hei œwer pläugt Land löppt 641; Wo liggt de Has' am warmsten? In de Pann' 690; Worüm kickt dei Has' sick üm? Wil hei hinnen kein Ogen hett 769; Wecker Diert ett mit Läpeln? Dei Has' (dessen Ohren in der Jägersprache Löffel heißen) 818. 9. des Hasen Namen zeigen bes. die Anrufe der Kinder an ihn: Martin (Matten, Mauken, -o-, Möking), täuw 'n bäten (lop nich so dull), sast 'n Breif mitnähmen Wo. V. 2, 1109; du, Lampe, stah mal still, sast 'n Breef mitnähmen ebda; Graujack, täuw ebda; ferner das Tiergespräch mit der Kröte (Fru Abendblank): Herr König von Engelland 29; Herr Junker Spring-int-Feld 50; oll Stümmelstiert 40; andere Namen sind: Wippstiert, -noors, Wuppnoors, -wupp, Kohlmul S. 341; ferner: Fäuten RoRostock@GresenhorstGres; Söckhacken Wa; Languhr Welln. Volk 79; de Gris', Musch Gris' Schill. Kr. 3, 1a; Christöffing Wa; statt Matten gelegentlich auch Matthies WiWismar@WendorfWend; ein bis zu drei Vierteln der Normalgröße ausgewachsener Hase heißt Dreilöper Schill. Kr. 3, 1a; Wo. Sag. 2, 334. 10. übertr.: falschen Hasen falscher Hase, das Gericht aus gehacktem Schweine- und Rindfleisch allgem.; als Viehfutter Mischung von Häcksel und Heu HaHagenow@WittenburgWitt; rod' Has' die rotbraune Branntweinkruke StaStargard@DrosedowDros; blinn' Hasen Kothaufen Ro Rostock@BörgerendeBörg; SchöSchönberg@GrevesmühlenGrev; Has' un Voß das Weihnachtsgebäck der in langen Streifen zusammengebackenen Kinnjes'poppen GüGüstrow@KrakowKrak; Hasen un Vöß Kleiderläuse Wa; sehr häufig ist der übertr. Gebrauch in Zss. wie Bœhn-, Dackhas' (Katze); Sackhas' (Filzlaus); Popp-, Stutenhas' (Gebäck); Pöllhas' (Pellkartoffel); Stöwhas' (Wind); Drellhas' (Spinnfehler) und bes. in meist spöttischen Bezeichnungen für Menschen: Grand-, Sand-, See-; Kohl-, Wörtel-; Quik-, Unglückshas'; von jem., der durch lautes, lärmendes Wesen die allgemeine Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen pflegt, heißt es: du büst ümmer Has' uppe Trummel Ro Rostock@DierhagenDierh; als Familienname meist in der hd. Form Hase. 11. in Volksglauben und -brauch spielt der Hase eine mannigfaltige Rolle; so als Wetterprophet: verlassen die Hasen das hohe Getreide und verkriechen sich an geschützten Stellen, dann gibt es Regen; wen das Heimweh übermannen will, der soll sprechen: ierst de Has' un denn de Hund Schw; vor allem ist er Fruchtbarkeitstier und versteckt deshalb als Osterhas' die Eier im Garten und hängt Fastelabend Eierkringel auf den Zaun Schw; vgl. Hasenbrot; der Hase als Vegetationsdämon s. ob. 2; über den Weg laufend bringt er Unglück; von der rechten Seite kommend, kann er auch Glücksbote sein Bartsch 2, 127; mit dem Erbsensäen muß man aufhören, sobald ein Hase über das Ackerstück läuft, weil die Saat sonst vom Ämel befallen wird StaStargard@WulkenzinWulk; selbst von Hasen zu träumen bringt Unglück KTrebb;[] der Hase ist nämlich auch Hexenerscheinung und ist an der Wilden Jagd beteiligt; vor dem Waud' zieht ein weißer Hase her Gü Güstrow@WolkenWolk; ein gespenstischer Hase hockt auf Bartsch 1, 175; der Drak erscheint als Hase Jb. 24, 193; der Hase ist auch selbst Schatzhüter und beißt einem Schatzgräber die Nase ab Wa; allgem. herrscht der Glaube, daß Hexen sich in Hasen verwandeln, bes. in dreibeinige (s. Bartsch 1, 133 f.; 2, 38; 40; 470), und daß diese Hasen Korn und Lebensmittel stehlen, den Kühen die Milch absaugen (s. die Zs. Botterhas' 1, 1061) und sonst unter dem Vieh allerlei Unheil anrichten; auch nehmen Bauersfrauen und Gutsherren Hasengestalt an, um die Arbeit der Knechte und Mägde unbemerkt zu beaufsichtigen Wo. Sag. 2, 332 ff.; der Hexenhasenglaube spielt wohl auch in dem Spruche mit, mit dem man die jungen Gössel auf die Weide bringt: hier jag' ick juch in dat Gras, de leew Gott bewohr juch vör Hasen un Vöß StaStargard@WulkenzinWulk; im Küselwind soll ein dreibeiniger Hase sitzen SchwSchwerin@NeuendorfNeu; nach Seemannsglauben läuft eine Windbö als Hase dem Segler in stets gleichem Abstande voraus Wo. Seem. 2, 148; möglicherweise liegt hier indes eine volksetymologische Umdeutung der Windhose (mda. Windhas') vor; vgl. Has' f. 12. im Spiel a. Has' in 'n Kohl: die Spieler bilden, sich bei den Händen fassend oder sich einhakend, einen Kreis, den Kohlgoorden, einer, der Has', steht in dessen Mitte; ihn fragen die andern: Has', wo büst nah 'n Kohl rinkamen? und erhalten zur Antwort: Rinsprungen; sie fragen weiter: Wo wist wedder rutkamen? Mit der Antwort: O, will mal seihn oder: Ick spring' wedder rut versucht er, den Ring der andern zu durchbrechen; gelingt es ihm, so läuft er fort, und die andern suchen ihn zu greifen; wer ihn erhascht, wird Has'; oder es wird sofort nach der Sprengung des Ringes ein neuer Has' gewählt GüGüstrow@WardowWard; LuLudwigslust@LoosenLoos; Schildt 99. b. Has' un Jäger: in einem scharf umgrenzten Teil des Waldes verstecken sich die Hasen; einer der Spieler ist Jäger, muß sie suchen und den Gefundenen dreimal anschlagen; dieser wird damit Hund und hat dem Jäger bei der Jagd zu helfen; scheiten, also anschlagen darf aber nur dieser selbst PaParchim@WulfsahlWulfs; in LuLudwigslust@Alt KrenzlinAKrenzl bauen sich die Hasen Wohnungen aus Streu mit langen Gängen davor; der Jäger kommt mit seinen Hunden und ruft Holtdag, worauf die Hasen hervorlaufen; mit dem Ruf Holtdag vörbi beginnt er die Jagd; durch einen Schlag mit der Hand wird der Has' erlegt, in seiner Wohnung auch durch den hineingerollten Ball des Jägers. c. Has', ick seih di, ein Versteckund Greifspiel wie Hahn, ick seih di (s. Hahn 8 b) Ro. d. Has', hüpp ein Hinkspiel Ro Rostock@KessinKess. 13. Dim.: Hääschen, gesprochen hšən, ä. Mda. Hääsken; bes. häufig in der Sprache der Kinderwartung; so im Kitzelspruch:[] Hääschen, verrecke di, verstecke di, dat di de grot Blockhund nich kriggt (dat de grönjackte Jäger di nich uppe Jack kümmt), Hääschen, to Hus! Wo. V. 3, 270 a; beim Versteckspiel mit dem Schoßkind: pip, pip, Höösche, pip! 269; Anrede im Tiergespräch: Herr Hääsche Moschü 2, 73; im Sprw.: nu, Hääschen, nu danz (jetzt zeig' deine Kunst) Schill. Kr. 3, 1b; kumm, Hääschen, willen danzen, säd' dei Voß taun Hasen, donn fret hei em up GüGüstrow@GülzowGülz; Reut. 1, 142; Camm. Reg. 65; Häsing im Kitzel- und Spielreim: Häsing to Mahl, Klüter to Schal, Häsing, bluck up Wo. V. 3, S. 320. — Weitere Zss.: Fläut-, Preister-, Voßhas'. — FN.: Hasenbäk, -barg, -breid', -brok, -brügg', -bucht, -busch, -goorden, -grundsoll, -hoff, -holt, -horst, -hüürn, -kamp, -koppel, -kraug, -kul, -land, -lock, -lop, -moor, -noors, -rämel, -see, -strang, -togg, -twiet, -uurt, -winkel, -wisch; Has'kœk; 'auf der Hasenheide'. — Mnd. hase. — Br. Wb. 2, 601; Dä. 178a; Kü. 1, 687; Me. 2, 530; Schu. 2.
15949 Zeichen · 161 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 8.–11. Jh.
    Althochdeutsch
    has

    Althochdeutsches Wörterbuch · +4 Parallelbelege

    has Gl 1,729,58 s. uuahsan.

  2. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    hasswm.

    Mhd. Handwörterbuch (Lexer) · +1 Parallelbeleg

    has swm. s. hase.

  3. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    has

    Mittelniederdeutsches Wb.

    has < hars, s. 3 hart.

  4. modern
    Dialekt
    Has

    Elsässisches Wb. · +9 Parallelbelege

    Has [Hâs fast allg.; Hôs Geisp. K. Z. ; Pl. –ə] m. 1. Hase. Rda. I ch ha b e H. gsë hn ! — Hätts t i h m Salz uf d e r W…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit has

1.707 Bildungen · 1.614 Erstglied · 88 Zweitglied · 5 Ableitungen

has‑ als Erstglied (30 von 1.614)

Hasert

SHW

Has-ert Band 3, Spalte 151-152

Hasa, El

Meyers

has·ael

Hasa, El , Landschaft in Arabien (s. d., S. 654).

Hasak

RhWB

Hasak hasak  Simm-Laub Sg. t. m.: grimmiger Hass; den hot en H. uf en.

hasal

AWB

hasal st. m. , mhd. nhd. hasel f. ; as. hasal, mnd. hasel, hassel, mnl. hasel m. ; ae. hæsel m. ; an. hasl m. — Graff IV,1060. hasal: nom. s…

hasala

EWA

has·ala

hasala¹AWB f. ō-St., in Gl. ab dem 12. Jh.: ‚Haselstrauch, Hasel(nuß); corulus‘ (Corylus Avellana L.), in Gl. 4,32,46 übertragen auf den ‚Ma…

hasala1

AWB

hasala 1 st. f. ; vgl. mhd. nhd. hasel f. — Graff IV, 1060. Erst seit dem 12. Jh. und nur im Nom. Sing. belegt. Als Fem. analog zu anderen B…

hasala2

AWB

hasala 2 ( st. sw.? ) f. , mhd. hasel f., nhd. hassel, hasel m. u. f. — Graff IV,1061. hasal-: nom. sg. -a Gl 3,361,29; -o ( zu -o vgl. Brau…

hasalah

EWA

has·alah

hasalah(i)AWB n. ja-St., in Gl. ab dem frühen 11. Jh.: ‚Haselgebüsch; coryletum‘. Zum kollektivbildenden Suffix -ahi vgl. Krahe-Meid 1969: 3…

hasalah(i)

AWB

hasal·ahi

hasalah ( i ) st. n. — Graff IV,1061. hasalahi: nom. sg. Gl 2,369,27 ( clm 18 375, 9. Jh., Glosse 11. Jh. ). 3,466,18; hasel-ach: nom. sg. 3…

hasalberi

KöblerAhd

hasal·beri

hasalberi , st. N. (ja) nhd. Heidelbeere? ne. blueberry E.: s. hasal, beri (2) L.: Splett, Althochdeutsches Wörterbuch 1, 56

hasalboum

AWB

hasal·boum

hasalboum st. m. , mhd. haselboum, nhd. haselbaum . hasel-boum: nom. sg. Gl 3,41,30. 4,49,32 ( Sal. a 1 ); -bovm: dass. 3,352,45; -bAvm: das…

hasalgans

AWB

hasal·gans

hasalgans st. f. — Graff IV,220. hasel-gans: nom. sg. Gl 3,29,17. 29. 37 (-gās); -gens: dass. 38/39; hasil-gans: dass. 36 ( 3 Hss. ); hesel-…

hasal[h]nuz

AWB

hasal [ h ] nuz st. f. , mhd. haselnuz, nhd. haselnuß; as. hasalnota ( vgl. Gallée, Vorstud. S. 128 ), mnd. hasel-, hasselnote, mnl. haselno…

hasal[h]nuzkerno

AWB

hasalhnuz·kerno

hasal [ h ] nuzkerno sw. m. hasel-nuze-chernen: dat. sg. Nc 753,27 [95,5]. Haselnuß ( kern ), Frucht des Haselstrauches : unde uzer adamante…

hasalhuon

AWB

hasal·huon

hasalhuon st. n. , mhd. haselhuon, nhd. haselhuhn; mnd. has(s)elhôn ( vgl. Lasch-Borchling, Mnd. Hwb. I,2,243 ). — Graff IV,959. Nur im Nom.…

hasalhōn

KöblerAs

hasal·hōn

hasalhōn , st. N. (a) nhd. Haselhuhn ne. hazelhen (N.) ÜG.: lat. Phasianus Gl Hw.: vgl. ahd. hasalhuon* (st. N. a, iz/az) Q.: Gl (= Brill, R…

hasalmusicha

EWA

hasalmusichaAWB f. ō- oder n-St., nur in Gl. des 10. und 11. Jh.s: ‚Haselwurz; asa- rum‘ (Asarum europaeum L.) (nhd. mdartl. veraltet haselm…

hasalmusihha

AWB

hasalmusihha f. hasal-musicha: nom. sg. Gl 5,29,27 ( clm 18 192, 11. Jh. ). Mayer, Glossen S. 50,8 ( clm 4541, 10. Jh. ). Haselwurz, Asarum …

hasalnuz

EWA

hasal·nuz

hasalnuzAWB f. i-St., in Gl. ab dem 11. Jh.: ‚Haselnuß, Mandel, Walnuß; amygdala, avellana, iuglans, nux‘ (mhd. haselnuz, nhd. Haselnuß; as.…

hasalnuzkerno

EWA

hasalnuz·kerno

hasalnuzAWB f. i-St., in Gl. ab dem 11. Jh.: ‚Haselnuß, Mandel, Walnuß; amygdala, avellana, iuglans, nux‘ (mhd. haselnuz, nhd. Haselnuß; as.…

hasalo

KöblerAhd

hasalo , sw. M. (n) nhd. „Hasel“ (F.) (2) (eine Weißfischart) ne. name of a fish ÜG.: lat. congrum Gl Hw.: s. hasala (2) Q.: Gl (10. Jh.) W.…

hasaluuurz

AWB

hasaluuurz st. f. , mhd. nhd. haselwurz; as. hasaluuort st. m. ( s. Gallée, Vorstud. S. 128 ), mnd. haselwort; ae. hæselwyrt f. — Graff I,10…

hasalworz

KöblerAhd

hasalworz , st. F. (i) Vw.: s. hasalwurz*

hasalwurz

EWA

hasal·wurz

hasalnuzAWB f. i-St., in Gl. ab dem 11. Jh.: ‚Haselnuß, Mandel, Walnuß; amygdala, avellana, iuglans, nux‘ (mhd. haselnuz, nhd. Haselnuß; as.…

hasalīn

KöblerAhd

hasalīn , Adj. nhd. „haseln“, Hasel..., aus Haselholz seiend, vom Mandelbaum stammend ne. of hazel ÜG.: lat. (amygdalinus) Gl, (chelydrus) G…

hasan

AWB

hasan adj. — Graff IV,1047. hasn-: acc. sg. f. -a Gl 2,450,45 ( 2 Hss. ); superl. dat. pl. -istun 756,13. kunstvoll behauen, wohlgefügt, -ge…

hasanâri

AWB

hasan·ari

hasanâri st. m. — Graff IV, 1048. hasinari: nom. sg.? Gl 1,634,20 ( M, 2 Hss., 12. Jh. ). 4,280,39 ( M, 14. Jh. ). einer, der glättet, ebnet…

hasanen

AWB

has·anen

? hasanen sw. v. ; vgl. Raven II,63 s. v. hasinôn, Ahd. Gl.-Wb. S. 259 s. v. hasanôn. Nach Förster, Verbalendungen S. 210 ist Abschwächung v…

has als Zweitglied (30 von 88)

ANTHAS

Hederich

ant·has

ANTHAS , ános, Gr . Ἀνθὰς, άνος, ( Tab. XI .) Neptuns und der Alcynoe, einer Tochter des Atlas, Sohn, welcher in der Gegend der Stadt Anthed…

ANTĬPHAS

Hederich

ANTĬPHAS , antis , ( Tab. XXXI .) einer von des Laokoons beyden Söhnen, wovon der andere Thymbräus hieß, beyde aber endlich nebst dem Vater …

Augste(n)has

Idiotikon

Augste(n)has Band 2, Spalte 1668 Augste(n)has 2,1668

Bäwerhas'

MeckWB

Wossidia Bäwerhas' m. Ha Hagenow@Besitz Bes , wie das Folg.

Birghas

ElsWB

birg·has

Birghas [Pìrkhâs Obhergh. ] m. Spottname für Esel im Gebirge.

Bœhnhas'

MeckWB

boehn·has

Wossidia Bœhnhas' m. Bodenhase. 1. die Katze Wo. Sa.; Schw. 2. Pfuscher, unzünftiger Handwerker, zumeist Schneider, der heimlich auf dem Bœh…

Botterhas'

MeckWB

botter·has

Wossidia Botterhas' m. Hexe in Gestalt eines dreibeinigen Hasen, welcher in den Kuhstall hineinschleicht und die Kühe ausmelkt Bartsch 2, 39…

bühnhas

DWB

buh·n·has

bühnhas , m. was bönhase sp. 237: Amsterdamer bühnhas. Seumes werke 1, 208 .

CALCHAS

Hederich

CALCHAS , antis, Gr . Κάλχας, αντος, des Thestors Sohn, daher er denn öfters bey den Dichtern Thestorides heißt. Hom. Il. Α. 69 . Er gieng a…

canephas

KöblerMnd

canephas , M. Vw.: s. kanefas

canphas

KöblerMnd

canphas , M. Vw.: s. kanefas

cephas

MLW

cephas (ke-, -phe) , -ae MLW subst. de re v. Y. Congar, Rev. du moyen âge MLW lat. 8 (1952) p. 5sqq. 1 petra — Fels : MLW Agob. epist. 8,10 …

Cholhas

Idiotikon

Cholhas Band 2, Spalte 1669 Cholhas 2,1669

Chün(g)elihas

Idiotikon

Chün(g)elihas Band 2, Spalte 1669 Chün(g)elihas 2,1669

Chüngelhas

Idiotikon

Chüngelhas Band 2, Spalte 1669 Chüngelhas 2,1669

Dackhas'

MeckWB

Wossidia Dackhas' m. Katze Schill. Kr. 3, 6 a ; übertr. Dachdecker Ro.

Drellhas'

MeckWBN

drell·has

Wossidia Drellhas' f. beim unachtsamen Spinnen im Faden entstandener Knoten Bri. 2, 243.

Eichhas

ElsWB

eich·has

Eichhas m. 1. Eichhorn Str. 2. ein essbarer Schwamm, boletus umbillatus Zinsw. Demin.

Elephas

GWB

Elephas in einer Liste lat Tiernamen GWB N8,143,10 Beschreibg ZwKnoch GWB N8,328 Morph Plp → GWB Ohio- GWB Sumpf- Caroline Vollmann C. V.

exochas

MLW

exochas (exagodras, esagrodas) , -adis f. ( ἐξοχάς ) ani extuberatio, tuberculum — Hämorrhoidenknoten : MLW Alphita I p. 290,27 exagodras (e…

Fläuthas'

MeckWB

Wossidia Fläuthas' m. im Tierreim: Dor kümmt de Fläuthas' mit 'n langen Swanz Un sett't sin Brut up 'n Vördanz Wo. V. 2, 1679.

Frōshas

Idiotikon

frō·s·has

Frōshas Band 2, Spalte 1669 Frōshas 2,1669

Garte(n)has

Idiotikon

Garte(n)has Band 2, Spalte 1669 Garte(n)has 2,1669

Gart(en)has

ElsWB

garten·has

Gart(e n )has [Kârtahôs Balzenh. Mütt. ; Khorthâs Hüttenh. ] m. Feldfrosch. — vgl. Idiotikon Schweiz. 2, 1669.

Glasihas

ElsWB

Glasihas [Klàsihâs Str. ] m. Soldatendirne (die sich auf dem Glacis herumtreibt).

Grandhas'

MeckWB

grand·has

Wossidia Grandhas' m. Spottname der Bewohner von Schö Schönberg@Dassow Dass .

Ableitungen von has (5 von 5)

Emphase

Pfeifer_etym

Emphase f. ‘(affektvoller, übertriebener) Nachdruck (beim Reden), Eindringlichkeit’, um 1700 wohl unter Einfluß von gleichbed. frz. emphase …

erhasen

DWB

erhasen , pavere, furchtsam sein, niederducken wie ein hase, span. alebrarse, schweiz. erhaset, forchtsam, zaghaft, frigens. Frisius 585 b ;…

hase

DWB

hase , m. lepus. ahd. haso, ags. hara, altn. heri, schwed. dän. engl. hare, nl. haese, haas, mhd. hase, im nhd. auch mit verlust des auslaut…

urhase

Lexer

ur-hase swm. urus, aurochs od. urhase Voc. 1482.

Verhas

Meyers

Verhas , Jan , belg. Maler, geb. 9. Jan. 1834 in Termonde, gest. 31. Okt. 1896 in Schaerbeek bei Brüssel, bildete sich zuerst bei seinem Vat…