Eintrag · Althochdeutsches Wörterbuch
hasanâri st. m.
st. m. — Graff IV, 1048.
hasinari: nom. sg.? Gl 1,634,20 (M, 2 Hss., 12. Jh.). 4,280,39 (M, 14. Jh.).
einer, der glättet, ebnet: pintara (Kontextübers.) ł hasinari (Vok.-Übers., 1 Hs. fuogare ł hasinari) [mittam ei ordinatores, et] stratores [laguncularum, et sternent eum, et vasa eius exhaurient, et lagunculas eorum collident, Jer. 48,12] Gl 1,634,20. fuogari uł hasinari stratores [ebda.] 4,280,39; vgl. Götz, Glossen S. 185 f.; H. von Gadow, Archiv 217,401 setzt die Gll. in Beziehung zu hasanunga ‘Glasieren (von Töpferware)’ und führt damit für hasanâri auf die Bed. ‘Glasierer (vom Töpfer)’. Das ist möglich (vgl. auch gihasanôtî), jedoch angesichts der Bedeutungen von (gi)hasanôn ‘glätten, schleifen, feilen, (glättend) formen, gestalten, verfeinern’ und von hasan ‘kunstvoll behauen, wohlgestaltet’, hasano ‘kunstvoll’, (gi)hasanen ‘glätten, behauen (sc. Steine)’, die sämtl. außerhalb des Bereiches der Töpferei liegen, nicht zu sichern, so daß nur ein allgemeiner Bed.-Ansatz für hasinari als Vok.-Übers. zu rechtfertigen ist.