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guelden

mhd. bis sprichw. · 11 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

WWB
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22 in 11 Wb.
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Sprachstufen
7 von 16

Eintrag · Westfälisches Wb.

gülden Adj.

Bd. 2, Sp. 1314

gülden Adj. [verstr.] 1. golden, aus Gold bestehend. Ne güllene Keïe (Kette) ( Kr. Iserlohn Isl Is ). Ne güllene Spang ( Kr. Beckum Bek Vh ). Ne güllene Öüer (Uhr) ( Kr. Meschede Mes Kr. Meschede@Bracht Br ). Schaope häbbt nen güldenen Foot; wo de henträädt, daor wödd et good Schafsmist ist guter Dünger (WMWB). — Ra.: De güllene Mirrelwiäg vermittelnde, die Extreme meidende Lösung eines Problems ( Kr. Meschede Mes Kr. Meschede@Bracht Br ). Dat sün güldne Appels in sülwernen Scholen das sind besonders wertvolle Gegenstände, Handlungen ( die krfr. Städte Bochum, Herne u. Wattenscheid Bch die krf…

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    güldenswv.

    Mhd. Handwörterbuch (Lexer)

    gulden , gülden swv. in Lexer übergulden, Lexer vergulden.

  2. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    1güldenm.

    Mittelniederdeutsches Wb. · +6 Parallelbelege

    1 gülden , gülde , m. , Goldmünze, Gulden, als Münze, auch als Rechnungswert, 400 g. correnth (in Hamburger Münze, Hbg. …

  3. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Gülden

    Adelung (1793–1801) · +6 Parallelbelege

    Der Gülden , des -s, plur. ut nom. sing. welches nur eine veränderte Aussprache des vorigen Wortes, und in einigen Gegen…

  4. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    gülden

    Goethe-Wörterbuch

    gülden s golden Michael Schilar M.S.

  5. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Gülden

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

    Gülden ( meißenscher G.), ältere sächs. Währungseinheit zu 21 Meißner Groschen, längere Zeit auf dem platten Lande gebrä…

  6. modern
    Dialekt
    gülden

    Mecklenburgisches Wb. · +3 Parallelbelege

    Wossidia gülden in der Zs. MeckWB begülden ( s. d. ).

  7. Sprichwörter
    Gülden

    Wander (Sprichwörter)

    Gülden Es ist niemand gar gulden 1 . – Petri, II, 272; Henisch, 1776, 46; Simrock, 4088. 1 ) Henisch (1775, 7) hat auch …

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit guelden

112 Bildungen · 54 Erstglied · 56 Zweitglied · 2 Ableitungen

Zerlegung von guelden 2 Komponenten

gul+den

guelden setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

guelden‑ als Erstglied (30 von 54)

Gülden-acker

PfWB

guelden·acker

Gülden-acker , Gulden-acker m. : FlN, dessen erster Wortteil entweder von gülden (wegen des guten Ertrags der Gewanne) oder von Gülden (wege…

Güldenbaum

Campe

guelden·baum

Der Güldenbaum , des — es, Mz. die — bäume , ein in Amerika wachsender Amberbaum mit Blättern, die denen des Ahorns gleichen (Liquidamber st…

güldenbēde

MNWB

guelden·bede

° güldenbēde , f. , (Eiderstedt) Zuschüsse zur Brandhilfe, Brandkasse, de hö̑geste b. = g. (daneben die niedrigere markbēde ).

Gülden-birne

PfWB

guelden·birne

Gülden-birne f. : eine Birnensorte, Gillebeeʳ [ ZW-Battw ]; vgl. PfWB Goldparmäne 2. —

güldene Hochtīd-plaster

WWB

güldene Hochtīd-plster m. [verstr.] Pflaster aus Menschenkot, das auf Brandwunden gelegt wird.

güldene Hochtīd

WWB

güldene Hochtīd f. [verstr.] goldene Hochzeit, 50. Jahrestag der Heirat.

güldenei

DWB

guelde·nei

-ei , n. , mittel gegen pest und vergiftung: alexicacus Corvinus fons lat. (1660) 1, 72 ; das güldeney für die infection macht man also: man…

güldenêr(e)

MNWB

guelde·nere

güldenêr(e) , -er , m. , Rentengläubiger, der Gülte, Zins von einem Gute zu empfangen hat.

güldenerz

DWB

guelde·nerz

-erz , n. : electrum, gunterfei, gulden ertz Jer. Felbinger nomencl. (1646) d 1 b ; ' bergstuffen, welche gold halten ' Frisch d.-lat. 1, 38…

güldenfarb

DWB

guelden·farb

-farb , adj. : guldenfar carpasinus Diefenbach 102 c ; ( junge wilde bienen sollen ) güldenfarb ... sein Sebiz feldbau (1579) 297 ; bei Fisc…

güldenflusz

DWB

guelden·flusz

-flusz , guldenflusz, n., das goldene vliesz, s. DWB vliesz 3; vgl. noch: der schendtlichen kotlachen ( eine schrift von Georg Eder 'das gul…

güldengänserich

DWB

guelden·gaenserich

-gänserich , m. , vielleicht im gegensatz zum einfachen gänserich ( potentilla anserina ) für den gelbgrün blühenden frauenmantel oder sinau…

Gülden-gasse

PfWB

guelden·gasse

Gülden-gasse f. : Straßenname in RO-Als, Gillegass. Die dort Wohnenden sind die Gillegässeʳ . —

Gülden-gewanne

PfWB

guelden·gewanne

Gülden-gewanne f. : FlN in LU-Muttstdt: amtl. In der Guldengewann, in LU-Opp: mda. Gillegewann ; in Kirchhbol: amtl. In der Gültengewann, a.…

Güldengroschen

Campe

guelden·groschen

Der Güldengroschen , des — s , d. Mz . w. d. Ez. in manchen Gegenden so viel als ein Gulden oder 16 Groschen. Bei den Sächsischen Bergleuten…

gülden-groß

PfWB

guelden·gross

gülden-groß Adj. : ' so groß wie ein Guldenstück '. De Hennerich awwer hot am Backe schier fascht e gillegroßes Loch [ Kühn Hamet 8].

güldengünsel

DWB

guelden·guensel

-günsel , auch güldengünzel u. ä., m. ursprünglich wohl f., da aus mlat. consolida entstanden; so auch Bock kräuterb. (1539) 1, 89 b ; Taber…

Gülden-hār

WWB

guelden·har

Gülden-hār n. Güllenhoar Frauenhaar (Polytrichum piliferum) ( Kr. Lippstadt Lst Dr).

güldenjahr

DWB

guelden·jahr

-jahr , n. : ( Bonifaz viii. ) der die welt zum ersten mit dem güldenjar generret und verfüret hat Luther 7, 385 Bindseil; das bepstisch röm…

güldenklee

DWB

guelden·klee

-klee , guldenklee, m., teilweise für den gelbblühenden steinklee ( melilotus officinalis ) gebräuchlich, bezw. für lotus corniculatus, s. N…

güldenkraut

DWB

guelden·kraut

-kraut , guldenkraut, n., aus der Schweiz für verschiedene gelbblühende pflanzen belegt ( teucrium supinum, solidago virgaurea, helianthemum…

güldenlack

DWB

guelden·lack

-lack , m. , für goldlack, cheiranthus cheiri, aus Mitteldeutschland belegt, s. Pritzel-Jessen 89 ; ursprünglich wohl gülden-lac-viol allg. …

Gülden-lak

WWB

guelden·lak

Gülden-lak m. [Münsterl] Goldlack (Erysimum cheiri, Cheiranthus cheiri). Dat sünt Güllāken ( Kr. Beckum Bek Vh ). ⟨ Gül- [verstr.], Gul- [ K…

guelden als Zweitglied (30 von 56)

ārnōldesgülden

MNWB

arnold·es·guelden

ārnōldesgülden , ārnoldeschegülden, ārndesg ., m. , niederländ. (geldernsche) Münze (1435 = 11 schillinc lü̂b. münte).

begülden

MNWB

begülden , begüldigen , swv. , (mit Renten) ausstatten, beschenken.

belîfgülden

MNWB

belîfgülden , swv. , jem. mit einer Leibrente begaben.

bischop(p)esgülden

MNWB

° bischop(p)esgülden , m. , Bischofsgulden (von Utrecht; 1424 = 13 s., 1441 = 15 s. lüb.).

goldgülden

DWB

gold·guelden

goldgülden , adj. der ält. sprache als steigerung von golden: ein leibfarb schillerisch gewand mit einem goldtgüldinen band ir zarten leib g…

hōrn(e)gülden

MNWB

horne·guelden

hōrn(e)gülden (horen-) , m. , Horngulden, mit einem gehörnten Wappen beprägte Münze. Doch s. auch hȫrnen, 1 hōrnsch.

kȫrvörstengülden

MNWB

kȫrvörstengülden (koerfürster-) Gulden der rheinischen (geistlichen) Kurfürsten, Rhînsche k., ȫverlandesche k. —

kôrgülden

MNWB

kor·guelden

° kôrgülden , m. , Zahlung eines Gulden (Ub. Hildesh. 8, 5), = kôrgelt.

lîfgülden

MNWB

lif·guelden

° lîfgülden , swv. (Braunschweig: Nd. Jb. 43, 76), = belîfgülden, s. d.

ȫvergülden

MNWB

oever·guelden

ȫvergülden (oͤuerguͤlden) , ōver- (auer-) , + ōber- , swv. : mit Gold überziehen, vergolden, „auratus oͤverguͤldet ” (Chytr.), ênen bûten un…

ōrtgülden

MNWB

ort·guelden

ōrtgülden , ōrts- , m. : Münze, ein Viertel eines Gulden; — vgl. auch 1 ōrt 6.

pêtergülden

MNWB

peter·guelden

° pêtergülden , m. : eine Goldmünze, Gulden mit dem Abbild des Hlg. Petrus (Livl. Ub. II 2, 528).

pêtermansgülden

MNWB

° pêtermansgülden , m. : eine Goldmünze, Gulden mit dem Abbild des Hlg. Petrus (Mitt. Osnabr. Gesch. 6, 161 = Jesse Quellenb. 188; vgl. ebd.…

Ableitungen von guelden (2 von 2)

begülden

MNWB

begülden , begüldigen , swv. , (mit Renten) ausstatten, beschenken.