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guelden

mhd. bis sprichw. · 11 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

MNWB
Anchors
22 in 11 Wb.
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Sprachstufen
7 von 16

Eintrag · Mittelniederdeutsches Wb.

1gülden m.

Bd. 2-1, Sp. 186

1 gülden , gülde , m. , Goldmünze, Gulden, als Münze, auch als Rechnungswert, 400 g. correnth (in Hamburger Münze, Hbg. 1559). — goltgülden, gōlden g. Goldgulden, nâ der g. sâte Festsetzung des Goldgehalts, nâ g. tāle nach Verhältnis des Gulden; (ge)bōgede g. d. i. in die Halsschnur, den Kranz als Schmuck oder Geschenk gebogene Gulden . — gôde, swâre, vulwichtige, ȫverlendesche , gōldene rînsche g. geldes, ȫverlendesche rînsche gülden kȫrvörsten münte (die Berechnung legt am häufigsten diese zugrunde), goltg., gōlden gülden oder rînsche g., auch kȫrvörsten g. nach den geistlichen Kurfürsten am…

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    güldenswv.

    Mhd. Handwörterbuch (Lexer)

    gulden , gülden swv. in Lexer übergulden, Lexer vergulden.

  2. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    1güldenm.

    Mittelniederdeutsches Wb. · +6 Parallelbelege

    1 gülden , gülde , m. , Goldmünze, Gulden, als Münze, auch als Rechnungswert, 400 g. correnth (in Hamburger Münze, Hbg. …

  3. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Gülden

    Adelung (1793–1801) · +6 Parallelbelege

    Der Gülden , des -s, plur. ut nom. sing. welches nur eine veränderte Aussprache des vorigen Wortes, und in einigen Gegen…

  4. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    gülden

    Goethe-Wörterbuch

    gülden s golden Michael Schilar M.S.

  5. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Gülden

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

    Gülden ( meißenscher G.), ältere sächs. Währungseinheit zu 21 Meißner Groschen, längere Zeit auf dem platten Lande gebrä…

  6. modern
    Dialekt
    gülden

    Mecklenburgisches Wb. · +3 Parallelbelege

    Wossidia gülden in der Zs. MeckWB begülden ( s. d. ).

  7. Sprichwörter
    Gülden

    Wander (Sprichwörter)

    Gülden Es ist niemand gar gulden 1 . – Petri, II, 272; Henisch, 1776, 46; Simrock, 4088. 1 ) Henisch (1775, 7) hat auch …

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit guelden

112 Bildungen · 54 Erstglied · 56 Zweitglied · 2 Ableitungen

Zerlegung von guelden 2 Komponenten

gul+den

guelden setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

guelden‑ als Erstglied (30 von 54)

Gülden-acker

PfWB

guelden·acker

Gülden-acker , Gulden-acker m. : FlN, dessen erster Wortteil entweder von gülden (wegen des guten Ertrags der Gewanne) oder von Gülden (wege…

Güldenbaum

Campe

guelden·baum

Der Güldenbaum , des — es, Mz. die — bäume , ein in Amerika wachsender Amberbaum mit Blättern, die denen des Ahorns gleichen (Liquidamber st…

güldenbēde

MNWB

guelden·bede

° güldenbēde , f. , (Eiderstedt) Zuschüsse zur Brandhilfe, Brandkasse, de hö̑geste b. = g. (daneben die niedrigere markbēde ).

Gülden-birne

PfWB

guelden·birne

Gülden-birne f. : eine Birnensorte, Gillebeeʳ [ ZW-Battw ]; vgl. PfWB Goldparmäne 2. —

güldene Hochtīd-plaster

WWB

güldene Hochtīd-plster m. [verstr.] Pflaster aus Menschenkot, das auf Brandwunden gelegt wird.

güldene Hochtīd

WWB

güldene Hochtīd f. [verstr.] goldene Hochzeit, 50. Jahrestag der Heirat.

güldenei

DWB

guelde·nei

-ei , n. , mittel gegen pest und vergiftung: alexicacus Corvinus fons lat. (1660) 1, 72 ; das güldeney für die infection macht man also: man…

güldenêr(e)

MNWB

guelde·nere

güldenêr(e) , -er , m. , Rentengläubiger, der Gülte, Zins von einem Gute zu empfangen hat.

güldenerz

DWB

guelde·nerz

-erz , n. : electrum, gunterfei, gulden ertz Jer. Felbinger nomencl. (1646) d 1 b ; ' bergstuffen, welche gold halten ' Frisch d.-lat. 1, 38…

güldenfarb

DWB

guelden·farb

-farb , adj. : guldenfar carpasinus Diefenbach 102 c ; ( junge wilde bienen sollen ) güldenfarb ... sein Sebiz feldbau (1579) 297 ; bei Fisc…

güldenflusz

DWB

guelden·flusz

-flusz , guldenflusz, n., das goldene vliesz, s. DWB vliesz 3; vgl. noch: der schendtlichen kotlachen ( eine schrift von Georg Eder 'das gul…

güldengänserich

DWB

guelden·gaenserich

-gänserich , m. , vielleicht im gegensatz zum einfachen gänserich ( potentilla anserina ) für den gelbgrün blühenden frauenmantel oder sinau…

Gülden-gasse

PfWB

guelden·gasse

Gülden-gasse f. : Straßenname in RO-Als, Gillegass. Die dort Wohnenden sind die Gillegässeʳ . —

Gülden-gewanne

PfWB

guelden·gewanne

Gülden-gewanne f. : FlN in LU-Muttstdt: amtl. In der Guldengewann, in LU-Opp: mda. Gillegewann ; in Kirchhbol: amtl. In der Gültengewann, a.…

Güldengroschen

Campe

guelden·groschen

Der Güldengroschen , des — s , d. Mz . w. d. Ez. in manchen Gegenden so viel als ein Gulden oder 16 Groschen. Bei den Sächsischen Bergleuten…

gülden-groß

PfWB

guelden·gross

gülden-groß Adj. : ' so groß wie ein Guldenstück '. De Hennerich awwer hot am Backe schier fascht e gillegroßes Loch [ Kühn Hamet 8].

güldengünsel

DWB

guelden·guensel

-günsel , auch güldengünzel u. ä., m. ursprünglich wohl f., da aus mlat. consolida entstanden; so auch Bock kräuterb. (1539) 1, 89 b ; Taber…

Gülden-hār

WWB

guelden·har

Gülden-hār n. Güllenhoar Frauenhaar (Polytrichum piliferum) ( Kr. Lippstadt Lst Dr).

güldenjahr

DWB

guelden·jahr

-jahr , n. : ( Bonifaz viii. ) der die welt zum ersten mit dem güldenjar generret und verfüret hat Luther 7, 385 Bindseil; das bepstisch röm…

güldenklee

DWB

guelden·klee

-klee , guldenklee, m., teilweise für den gelbblühenden steinklee ( melilotus officinalis ) gebräuchlich, bezw. für lotus corniculatus, s. N…

güldenkraut

DWB

guelden·kraut

-kraut , guldenkraut, n., aus der Schweiz für verschiedene gelbblühende pflanzen belegt ( teucrium supinum, solidago virgaurea, helianthemum…

güldenlack

DWB

guelden·lack

-lack , m. , für goldlack, cheiranthus cheiri, aus Mitteldeutschland belegt, s. Pritzel-Jessen 89 ; ursprünglich wohl gülden-lac-viol allg. …

Gülden-lak

WWB

guelden·lak

Gülden-lak m. [Münsterl] Goldlack (Erysimum cheiri, Cheiranthus cheiri). Dat sünt Güllāken ( Kr. Beckum Bek Vh ). ⟨ Gül- [verstr.], Gul- [ K…

guelden als Zweitglied (30 von 56)

ārnōldesgülden

MNWB

arnold·es·guelden

ārnōldesgülden , ārnoldeschegülden, ārndesg ., m. , niederländ. (geldernsche) Münze (1435 = 11 schillinc lü̂b. münte).

begülden

MNWB

begülden , begüldigen , swv. , (mit Renten) ausstatten, beschenken.

belîfgülden

MNWB

belîfgülden , swv. , jem. mit einer Leibrente begaben.

bischop(p)esgülden

MNWB

° bischop(p)esgülden , m. , Bischofsgulden (von Utrecht; 1424 = 13 s., 1441 = 15 s. lüb.).

goldgülden

DWB

gold·guelden

goldgülden , adj. der ält. sprache als steigerung von golden: ein leibfarb schillerisch gewand mit einem goldtgüldinen band ir zarten leib g…

hōrn(e)gülden

MNWB

horne·guelden

hōrn(e)gülden (horen-) , m. , Horngulden, mit einem gehörnten Wappen beprägte Münze. Doch s. auch hȫrnen, 1 hōrnsch.

kȫrvörstengülden

MNWB

kȫrvörstengülden (koerfürster-) Gulden der rheinischen (geistlichen) Kurfürsten, Rhînsche k., ȫverlandesche k. —

kôrgülden

MNWB

kor·guelden

° kôrgülden , m. , Zahlung eines Gulden (Ub. Hildesh. 8, 5), = kôrgelt.

lîfgülden

MNWB

lif·guelden

° lîfgülden , swv. (Braunschweig: Nd. Jb. 43, 76), = belîfgülden, s. d.

ȫvergülden

MNWB

oever·guelden

ȫvergülden (oͤuerguͤlden) , ōver- (auer-) , + ōber- , swv. : mit Gold überziehen, vergolden, „auratus oͤverguͤldet ” (Chytr.), ênen bûten un…

ōrtgülden

MNWB

ort·guelden

ōrtgülden , ōrts- , m. : Münze, ein Viertel eines Gulden; — vgl. auch 1 ōrt 6.

pêtergülden

MNWB

peter·guelden

° pêtergülden , m. : eine Goldmünze, Gulden mit dem Abbild des Hlg. Petrus (Livl. Ub. II 2, 528).

pêtermansgülden

MNWB

° pêtermansgülden , m. : eine Goldmünze, Gulden mit dem Abbild des Hlg. Petrus (Mitt. Osnabr. Gesch. 6, 161 = Jesse Quellenb. 188; vgl. ebd.…

Ableitungen von guelden (2 von 2)

begülden

MNWB

begülden , begüldigen , swv. , (mit Renten) ausstatten, beschenken.