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glüh

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DWB
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Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

glüh adj.

Bd. 8, Sp. 436
glüh, gluh, adj. , glühend, glänzend. es scheinen zwei ursprünglich verschiedene wörter zusammengefallen zu sein: einmal nd. gloi, das deutlich aus gloien rückgebildet ist, und zweitens nd. glû, das im ablaut mit glau (s. d.) steht, vgl. in Niedersachsen die redensarten: ein glau- oder glumädgen; glau- oder gluauge; glau oder glu aussehen Chr. Ulr. Grupen von d. teutschen frau (Göttingen 1748), vorrede bl. b 3b, sowie weiter nd. glûpen, glûnen, glûstern, mhd. glûch 'glänzend', nhd. glauch 'hell, glänzend' (vgl. teil 4, 1, 4, 7921). glû und glau sind beides tiefstufen der wurzel *ghlōu- in ags. glōwan = an. glóa, s. Walde-Pokorny 1, 627. auch glû als rückbildung aus glühen (glûen) zu betrachten, wie es Kluge-Götze 211 tut, wäre auf hochdt. boden durchaus möglich; da das wort aber nd. herkunft ist, bestehen schwerlich die lautlichen voraussetzungen für eine solche annahme: md. glûn reicht nur ganz vereinzelt auf nd. gebiet hinüber, s. die formen von glühen in den heutigen mundarten, sp. 443. verbreitung und form. das wort ist in der form glû (gluw, gluh) mit den dialektischen spielarten gloi, glei, glô, die md.-nd. glûwen, glûn, nd. gloien, gleien 'glühen' entsprechen, für das md. und nd. sprachgebiet seit dem 15./16. jh. bezeugt. die nhd. form glüh, die zufrühest in einem vereinzelten beleg des 17. jh. auftritt (vgl. unten 3 a), wird erst im laufe des 18. jh. schriftsprachlich geläufig (als neubildung aus der mundartlichen form gluh in anlehnung an das verbum?). daneben bleibt bei autoren norddeutscher herkunft gluh bis in die gegenwart gebräuchlich. das dialektische kerngebiet dieser form liegt heute im ostfälischen mit einschlusz des altmärkischen, vgl. Danneil altmärk. 65; 'mundart in und um Fallersleben' d. dt. mundarten 5, 145 Frommann; Block Eilsdorf im nd. jb. 34, 65; Damköhler Nordharzer wb. 62; Schambach Göttingen 65; Fromme ma. v. Hohenbostel 36 Alpers; dazu stellen sich vereinzelte belege aus den nordniedersächsischen küstenmundarten: bremisch-niedersächs. wb. 2, 518; Krüger Emden 54; Schumann Lübeck 74. zu gliu diphthongiert in der mundart von Hastenbeck, vgl. Deiter hannov. geschichtsblätter 24, 48; ebenso in Lesse, s. Löfstedt ostfäl. studien 1, 28. zu jlou in der Stieger ma., vgl. Liesenberg 146. spontane senkung von û > ô erklärt die ostfries. form glô, s. Doornkaat-Koolman 1, 640 f. (vgl. trôən 'trauen', trôrn 'trauern' bei v. Mohr die vocale der oldenbg. ma. im nd. jb. 30, 50, Sarauw nd. forschungen 1, 230). in glolechte 'glühhell' (Botho chron. d. Sassen v. j. 1492 fol. 149) bei Schiller-Lübben 2, 123 (von dort auch bei Lasch - Borchling 1, 123) blieb wohl nur der umlaut unbezeichnet. doch läszt sich glô wie glôlehte auch als alte umlautlose rückbildung aus glôian deuten. neben glû steht innerhalb der nd. maa. die umgelautete rückbildung aus gljen glj, die teilweise mit diphthongierung zu gloi (gleu) und folgender entrundung zu glei (glay) geworden ist, vgl. Sarauw a. a. o. 259 f. ob diphthongierungsform oder reine umlautsform vorliegt, lassen ältere belege ebenso wie ältere mundartliche aufzeichnungen oft nicht sicher erkennen; vgl. gloi in der Münsterer chronik v. j. 1557 (unten 1 a); gloye Brinckmeier gloss. dipl. 1, 924; gloi gĩn 'als glühender mann spuken' Crecelius oberhess. wb. 427; gloi, gleu neben glei bei Doornkaat-Koolman 1, 633. die entrundete form glei (glay) ist (bisweilen nur in übertragener bedeutung oder mit bedeutungsverengerung, s. u. 3 b, c u. d) hauptsächlich für das ostfries. und nordalbing. sprachgebiet belegt: Doornkaat-Koolman ostfries. 1, 633; Richey id. Hamburg. 75; Mensing schlesw.-holst. 2, 388; ferner auf niederländischem boden: Molema Groningen 124; vgl. dazu: 'auch die form glei ist für glu in gebrauch, aber nur in der abgeleiteten bedeutung n' gleie dern' Danneil altmärk.-plattdt. ma. 65; glei, adj., hübsch, schön von angesicht, aber auch heiter, munter Frischbier preusz. 1, 236. (entsprechende entrundungen verzeichnet für Oldenburg v. Mohr nd. jb. 30, 68; für Dithmarschen Kohbrok lautstand des žym-gebiets, 1901, 35). nicht durch entrundung, sondern durch diphthongierung des altfries. ē (= umlaut von ō) ist das ei in nordfries. gläy Outzen 96 und wohl auch westfries. glei Dijkstra 1, 459 entstanden, vgl. Siebs gesch. d. engl.-fries. sprache 239. vereinzelt bleibt ostpreuszisch gli (entrundete form aus nhd. glüh?), vgl. E. Lemke volksthümliches in Ostpreuszen 1 (1884) 166. bedeutung und gebrauch. 11) 'feurig glühend'. 1@aa) von glühenden metallgegenständen, holz, kohlen u. ä.: (die führer der wiedertäufer) sint bynnen Munster up den marckede mitt gloien tangen gedodet (1557) Münster. chron. 1, 337 Ficker; komm selbst ... und probe, was auf kleinen gluhen stäben Louisa, die bewährte köchinn, bräth Klamer Schmidt poet. br. (1782) 135; bis des erzes glühe stange wie ein wurm sich wand und krümmte Fr. W. Weber Dreizehnlinden (1907) 143; ich bin ja kein brennender heiliger, ... der auf glühem rost ruht wie auf kühlen, weichen rosen H. Watzlik d. pfarrer v. Dornloh (1930) 234. schon früh adverbiell gebraucht im compositum: ein donre kam unde ein blixsem unde entfengede den dom up der borch, dat de sparlatten unde dack glolechte brande (1492) Botho chron. d. Sassen 149 nach Schiller-Lübben 2, 123. von einem niedergebrannten ort: das sakramentsche gluhe nest Sankt Amand, was zu der groszen bataille bei Ligny gehörte ... da legts mich hin zu den andern in den brand und qualm Wilh. Raabe d. Horn v. Wanza (31903) 118. mundartlich verzeichnet bei Danneil altmärk. 65; im idiotikon von Eilsdorf (nd. jb. 34, 65); bei Damköhler Nordharzer wb. 62; Schambach Göttingen 65. als feste verbindung ist glühe kohlen geläufig: heisz brennt wie glühe kohlen des schurken sterbepfühl Langbein bei Campe 2, 409; ihr kriegskleid hat die farbe glüher kohlen; drauf steht: bei mir ist friede nicht zu holen J. D. Gries Fortiguerra (1831) 7, 28; vgl. ferner Fr. Rückert poet. w. (1867) 8, 67; Fr. W. Weber Dreizehnlinden (1907) 65. mundartlich bei Hertel Thüringen 107. daher auch: die lohe verlodert; der ofen ist gluh Bürger w. 60b B. von der sonne: sie (die flur) stirbt, vom winde siech, von gluher sonne versengt G. J. Schaller verm. ged. (1789) 67; am strande des gelobten lands im glühen stich des sonnenbrands kämpft Ludowig der fromme C. F. Meyer ged. (1900) 267; und (die sonne) schenkte dann dem sand, dem harten ton, jedem wesen ihren glühen morgentrank P. Dörfler Peter Farde (1929) 65. 1@bb) in vereinzelten belegen überwiegt auch hier das visuelle (sieh unten 2): die ebenen, die noch eben mit dem gluhen rand der sonne begränzt waren, sie haben keine gränzen mehr Bettine Göthes briefwechsel mit einem kinde 2 (1835) 247; am himmel stand der rote sonnenball, getrübt von dunst, ein glüher karneol Annette v. Droste-Hülshoff ges. schr. 1 (1878) 101; am heitren dach ein glüher sonnenstreif; weit in der abendferne tiefe glocken F. Langheinrich an das leben (o. j.) 77. 1@cc) von dem physisch-seelischen vorgang des 'erglühens': sie bot ein blatt und wandt sich um, erzitternd, glüh gleich der granate Annette v. Droste-Hülshoff ged. (1844) 226; Margarita ... schlug die augenlider über die sehr schönen braunen augen herab, wurde ganz glüh im angesichte und schüttelte leise das haupt Stifter s. w. 2 (1901) 291. 'erhitzt': auf meinem angesicht sein (des adlers) schatten ruht und läszt die glühen wangen mir erkalten G. Keller ges. w. 9 (1889) 144. 1@dd) von inneren vorgängen; besonders als ausdruck leidenschaftlich gesteigerter erregungszustände: das alles macht im tiefsten grunde mein herz so gluh! die rasche flamme leckt die worte weg! Klamer Schmidt poet. br. (1782) 111; da du geboren wardst, beteten, gluherer inbrunst voll, Seraphim G. J. Schaller verm. ged. (1789) 3; mich zum höchsten gut emporzuadeln ward mein herz voll glüher leidenschaft Kosegarten rhapsodien 1 (1790) 47; von glüher lust entzündet K. Förster ged. 1 (1843) 281 Tieck. hierher wohl auch ein mundartlicher beleg der neueren zeit: glû maken durch geschrei und lärm leute in aufregung versetzen und herbeirufen 'hei het de ganze nâwerschop glû makt' Damköhler Nordharzer wb. 62. 22) 'glänzend, leuchtend', entsprechend dem gebrauch von glau und glühen I B. 2@aa) von leuchtenden, funkelnden augen (glüh von augen in abweichender bedeutung auch unter 4): sie borgen dann die list vom fuchs; vom spürhund ihre nasen. die gluhen augen von dem luchs Bürger w. 65a B.; weh, kinder, weh uns! was zu thun? ruft altpapa mit demutsvoller amtswürde, gluher augen koller J. H. Voss s. ged. 6 (1802) 231; fuhr er auf, die augen blitzten, glüh vom Sachsentrotz, dem alten Fr. W. Weber Dreizehnlinden (1907) 43; ein schwarzer kater schleicht herzu, die krallen scharf, die augen gluh Wilhelm Busch kritik d. herzens 3; als er ihre glühen augen, ihre heisze angst sah, vermochte er die volle wahrheit wieder nicht zu sagen P. Dörfler d. lampe d. törichten jungfrau (1930) 201. vgl. dazu die mundartlichen belege bei Fromme ma. v. Hohenbostel 36 Alpers; Frommann d. dtschen maa. 5, 145 ('mundart in und um Fallersleben'); Danneil altmärk. 65. 2@bb) vom widerschein des feuers oder des sonnenlichts: und an dem boden, wo er trat, wuchs eine sprossende flämmchensaat. aber auf einem steine, mitten im glühen scheine lag ... eine schlange mit bunten schilden Fr. Rückert poet. w. 12 (1882) 70; dort blitzts auf, das ist der Rhein, wo sich zwischen rebenhügeln bei dem glühen morgenschein burgen in den fluten spiegeln Eichendorff s. w. 1 (1864) 402. von farbempfindungen: erdbceren fand ich, glüh wie rubin Annette v. Droste-Hülshoff ges. schr. (1878) 1, 154; draus lachten glühe, frischgepflückte rosen J. Mosen ged. 2 (1863) 28. 33) von der voraufgehenden gruppe musz eine verwandte bedeutung 'blank, hellschimmernd' getrennt werden, die sich beim verbum nicht nachweisen läszt, dagegen bei glüh schon in frühneuhochdeutscher zeit ausgebildet ist (vgl.glau 2 und 4; glauch 1 a). 3@aa) mehrfach bei Luther, wohl dem niederdeutschen entnommen: seine augen (waren in einer erscheinung) wie ein fewrige fackel, seine arm und füsze wie ein gluu ertz (in anderen ausgaben: hell, glatt) Daniel 10, 6, hierzu fügt die bibel von 1569 (Wittemberg bei Hans Lufft) die randglosse: gluu 'hell, klar, polirt etc.', während Mathesius Sarepta (1571) 74b dazu bemerkt: hie erscheinet der son gottes an seinen henden und füszen auch in kupffer gestalt, ertz ist rot kupffer. allein hie stehet ein wort dabey, das heiszt gluw, vielleicht glüend oder gar kupffer, oder das hell, klar oder polirt ist und sein glantz hat, wie die auszlegung auffm rand an dem ort vermeldet. was nun disz eigentlich für ein gluw, glauch oder hell kupffer gewesen sey, können wir nicht eigentlich sagen. es sind viel metall die da gleiszen und schimmern, ob es wol nicht alles gold oder glantz ist; randglosse: was gluw ertz wey: text: das hebreische wort, damit Daniel disz kupffer von andern unterscheiden wil, heiszt eigentlich polirn, auszfegen, auszwischen, wie man harnisch blanck machet ... oder kupfferne tiegel ... hell und klar machet. vgl. auch a. a. o. bl. 40b; ferner: aber nu sind solche rotten (scil. die wiedertäufer) unser schleiffstein und polirer, die wetzen und schleiffen unsern glauben und lere, das sie glw und rein wie ein spiegel glentzen Luther w. 30, 2, 212 W.; das (das schwert des glaubens) immer fein scharff und glw bleibe Luther 5 (Jena 1566) 526b. im compositum gluhneu 'nagelneu': es ist jtzt ein gantz glu newe welt, die amptleut und adel wollen nicht hesscher sein, es sey dem adel zu nahe. juristen wollen nicht schirmer sein, es sey ferlich bey groszen herrn; theologen wollen nicht streffer sein, es verdreust die leute Luther w. 50, 430 W.; bei Petri d. Teutschen weiszh. (1604) Aa 7b und Henisch (1616) 1669 zitiert in der form glühneu; wenn der maulwurff todt ist, so sihet er eben so gluh aus, als wenn er lebt Petri d. Teutschen weiszheit (1604) Sss 2b; we den ketelhaken glue schüret, de is des anderen dages lyke blanc bei Schiller-Lübben 2, 123; de nyen gluen hoyde (hüte) un blancke kragen ebda. mundartlich im nd. sprachraum heute weit verbreitet, vgl. Block idiotikon von Eilsdorf im nd. jb. 34, 65; Schumann Lübeck 74; Mensing schlesw.-holst. 2, 398; als glimmerglu im bremisch-niedersächs. wb. 2, 518. 3@bb) der nd. nordwesten hat im zusammenhang mit dem friesischen daneben eigene anwendungsmöglichkeiten entwickelt, die sich vor allem auf die atmosphäre (luft, himmel) und entsprechende naturerscheinungen beziehen: de lücht (luft, himmel) is so glô, dat d'r gên wulkje an to sên is Doonkaat-Koolman ostfries. 1, 640; dat weder is glei 'freundlich, sonnig' Mensing schlesw.-holst. 2, 388; vgl. dazu: de zon schijnt glei (wässerig, hell) Molema Groningen 124, und de gleije sinne 'helder schijnende zon' Dijkstra friesch wb. 1, 459; Outzen fries. 96. 3@cc) übertragen auf personen im sinne von 'hübsch, schön von angesicht' (vgl.glatt teil 4, 1, 4, sp. 7708); dann auch 'heiter, vergnügt, munter'. mundartlich im nd. verbreitet, vgl. glei Mensing schlesw.-holst. 2, 388; gley Richey id. Hamburg. 75; glei Danneil altmärk. 65; glei Frischbier preusz. 1, 236. literarische belege sind selten: de stadtmeegede seeth tho malen gluw (nd. 16. jh.) fastnachtspiele 2, 966 Keller; 'rotwangig': wie bin ich nun dem schlafe doch so gram, dem wachen, wie so gut! itzt, Lucifer, siehst du am näherahm mich noch so glüh als hätt ich sanft geruht Göckingk lieder zweier liebenden (1779) 61. 3@dd) in wechselwirkung mit glatt (vgl.glatt und glei teil 4, 1, 4, sp. 7734) hat das wort in der mundartl. form glei neue bedeutungen gewonnen: glänzend, gleiszend, verführerisch, falschfreundlich, heuchlerisch, vgl. 'n glei gesigt, 'n glei wîf Doornkaat-Koolman ostfries. 1, 633; glei un slierig snacken wie glattsnacken Mensing schles.-holst. 2, 388. 44) zu der von 2 a verschiedenen anwendung auf die augen als 'scharfsichtig, listig, schlau blickend' (wie glau 2) vgl. Doornkaat-Koolman ostfries. 1, 640. hierher wohl auch: ihre dunklen augen waren nicht grosz, aber gluh und nicht ohne eine gutmütige schlauheit im ausdruck Ricarda Huch Ludolf Ursleu (1922) 17.
14272 Zeichen · 330 Sätze

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Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Glühadj, adv

    Campe (1807–1813) · +1 Parallelbeleg

    Glüh , adj . u. adv . glühend. Heiß brennt wie glühe Kohlen Des Schurken Sterbepfühl. Langbein. Uneigentlich, wie glühen…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit glueh

101 Bildungen · 96 Erstglied · 0 Zweitglied · 5 Ableitungen

glueh‑ als Erstglied (30 von 96)

glühäugig

DWB

glueh·aeugig

glühäugig , adj. : der glühäugige kopf mit dem satanisch lächelnden munde fürst Pückler br. eines verstorbenen (1831) 1, 262 ; nur hier und …

glühauge

DWB

glueh·auge

glühauge , n. , leuchtendes auge: wäre es auch selbst ein zigeunerhauptmann wie du einer bist mit deinen glühaugen fürst Pückler briefw. 1 (…

glühbalken

DWB

glueh·balken

glühbalken , m. , technischer fachausdruck: glühbalken eiserne stäbe, welche auf der glühmauer und brandmauer der glühe horizontal liegen un…

glühbirne

DWB

glueh·birne

glühbirne , f. , die birnenförmige, luftleere glaskugel der elektrischen lampe, die den glühfaden umschlieszt, nach ihrer erfindung in der f…

Glühböbchen

PfWB

Glüh-böbchen n. : = Glühwürmchen 1, -bebche [ Don-Gottlob ]; vgl. Boben 1 a.

glühdunkel

DWB

glueh·dunkel

glühdunkel , adj. : ihre augen sind glühdunkel Gutzkow zauberer von Rom (1858) 2, 11 .

glüheisen

DWB

glueh·eisen

glüheisen , n. , kolben- oder nadelförmiges eisen zum wegbrennen krankhafter gebilde: obwohl seine ( des wundarztes ) anwendung von blutverg…

glühen

DWB

glu·ehen

glühen , verbum. herkunft. ahd. gluoen, mhd. glüen, as. gloian ( in gloianden candentem ahd. gl. 2, 718, 73; 10. jh. ), mnd. glöyen, gljen,…

glühen

FWB

1. ›vor Hitze glühen (von Sachen)‹; mehrfach ütr. und in Vergleichen.; 2. ›etw. zum Glühen bringen, glühend machen‹.; 3. ›brennen (von einem…

glühend

DWB

glueh·end

glühend , partizipiales adjektiv oder adverb. der verbale charakter tritt schon zurück in den festen verbindungen glühende kohlen, glühendes…

glühendbiegsam

GWB

gluehend·biegsam

glühend-biegsam in glühendem Zustand biegsam, von Glasmasse [ Glasblasen ] Das alles geschieht mit der zerbrechlichsten, glühend biegsamsten…

glühendheiß

GWB

gluehend·heiss

glühend-heiß Getrenntschr a von der Sonneneinstrahlung 41 2 ,33,31 Eurip,PhaethonVersuch b von einem schmerzend heißen Gegenstand, einmal im…

glühendheisz

DWB

glühendheisz , adj. : sie macht ein eysen glüenthais Hans Sachs 22, 468 lit. ver.; sonst ward ich in der dämmrung glühendheisz, dacht ich: d…

glühendhell

DWB

gluehend·hell

glühendhell , adj. , zu glühen I B: da erhebt sich neugeboren aus des morgens rosenthoren glühendhell die himmelsbraut Körner w. 2, 40 Hempe…

glühendig

DWB

glueh·endig

glühendig , glüh(e)nig , adj. , mhd. glüendic; ableitung vom partizip glüende ( Lexer 1, 1040 ). form und verbreitung. aus mhd. glüendic hab…

glühendmilde

GWB

gluehend·milde

glühend-milde Wohlerleuchtet, glühend-milde [Hell erleuchtet aber milde Var ] | Zog der Fluß im Abendschein 4,68 Wohlerleuchtet 1 Caroline V…

glühendrot

DWB

gluehen·drot

glühendrot , adj. , spiegelt verschiedene bedeutungen von glühen wider: glendroht Schottel teutsche haubtsprache (1663) 83 ( in einem verze…

glühendschmelzend

GWB

glühend-schmelzend im Glühen schmelzend, von Glasmasse B36,128,24 Knebel 23.8.22 Caroline Vollmann C.V.

glühendschwarz

DWB

gluehend·schwarz

glühendschwarz , adj. : kaum hatte des fremden glühendschwarzes auge ( das mädchen ) getroffen, als ( es ) seinen blick abwandte W. Hauff s.…

glühendstark

GWB

gluehend·stark

glühend-stark [ Psyche üb Satyros: ] Wie glühend stark umher er schaut! 16,85 Satyros 150 → anglühen aufglühen durchglühen durchglhen entgl…

glühendwild

DWB

gluehend·wild

glühendwild , adj. , nur im romantischen schrifttum belegt: künstlich regst du schöne glieder, glühendwild, zärtlichmild tauchest in musik d…

glühenig

DWB

glühenig , adj. , s. glühendig

glüher

DWB

glu·eher

glüher , m. , gehilfe des münzmeisters Unger-Khull steir. wortschatz 296 ; mittelnd. glöyer(e), glö(j)er Lasch-Borchling mnd. hwb. 1, 123 . …

glüherscheinung

DWB

glueh·erscheinung

glüherscheinung , f. , in technischen werken häufiger: das licht ( der glühlampe zeigt sich ) nicht wie bei jenen ( den bogenlampen ) als fl…

Glühespan

Campe

glueh·espan

Der Glühespan , des — es, Mz. die — späne , in der Scheidekunst, Eisenkalk der noch nicht mit Sauerstoff gesättiget ist, und der entstehet, …

glühfaden

DWB

glueh·faden

glühfaden , m. , s. o. glühbirne: ( der gelbe schein der glühbirne ) rührt her von feinzerstäubter kohle, die allmählich von dem glühfaden s…

Ableitungen von glueh (5 von 5)

entglühen

DWB

entglühen , incandescere, incalescere, anfangen zu glühen, nnl. ontgloeijen: der geuszt ins feuer öl, flut auf entglühte steine. Lohens tein…

erglühen

DWB

erglühen , ahd. argluoian ( Graff 4, 292 ), mhd. erglüejen ( wb. 1, 551 b ). 1 1) intr. incendi, incalescere: das feuer erglüht; gleich dem …

glühe

DWB

glühe , f. , verbalsubstantiv zu glühen, verschiedentlich bezeugt, doch nicht in zusammenhängender überlieferungsreihe: als ' zustand des gl…

verglühen

DWB

verglühen , verb. aufhören zu glühen. aus älterer zeit nicht nachgewiesen, erst bei Adelung versuch 4, 1434 ; zusammensetzung mit glühen, de…

Zerglühen

Campe

Zerglühen , v. ntr . mit sein , durch anhaltendes Glühen entzwei gehen, zerstöret werden. D. Zerglühen .