Eintrag · Köbler Mhd. Wörterbuch
gien st. V.
gien , st. V.
- Vw.:
- s. jehen (1)
Eintrag · Köbler Mhd. Wörterbuch
gien , st. V.
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Althochdeutsches Wörterbuch · +4 Parallelbelege
gîên sw. v. — Graff IV,106. gîêt: 3. sg. Nb 144,1 [155,8]; gîîen: inf. Nc 699,11 [17,8] ( verschr.? ). 1) gierig sein: u…
Köbler Mnd. Wörterbuch · +1 Parallelbeleg
gien , st. V., sw. V. nhd. gestehen, bekennen Hw.: s. gēn (1) E.: s. gēn (1) L.: Lü 124a (gien)
Grimm (DWB, 1854–1961) · +1 Parallelbeleg
gien , n.? , pl. giner ( s. u. ); deverbativum von gienen, dünn bezeugt. ursprünglich ' öffnung ' (gienen A), s. ae. gin…
Herder (Konv.-Lex., 1854–57) · +2 Parallelbelege
Gien (Schiäng), französ. Stadt im Dep. Loiret, an der Loire mit 6200 E., Wollentuchfabrikation, starkem Verkehr.
Mecklenburgisches Wb. · +2 Parallelbelege
Gien n. Blockrolle, Flaschenzug Ro Ribn . Engl. gin. Me. 2, 374.
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Wortbildung
62 Bildungen · 48 Erstglied · 11 Zweitglied · 3 Ableitungen
DWB
gienäffig , adj. , zu gienaffe: sol doch der schriber, so er darzuo berfft wirdt, nit ginAeffig sin Riederer rhetor. (1493) c 6 a .
WWB
giᵉn-ǟr Adv. [Hellweg, verstr. Wie Pad] 1. vorhin, eben, soeben. Ieck sin gnär nao daowiäsen ( Sos Am ). Hai ïes g(e)nǟr kuemen ( Sos So = S…
DWB
gienaffe , m.; schelte, soviel wie gähnaffe teil 4, 1, 1, 1148. zu gienen B als einer, der gähnend oder dumm schauend, müszig den mund offen…
DWB
gienaffen , vb. , dumm oder müszig gaffen; aus dem vorigen: das etzlich still stehen und gynaffen Carlstadt von bepstl. heylickeit (1520) c …
PfWB
Gienanth FN.: 'bekannte pfälzische Unternehmer-Familie', in RA.: Er is so reich wie de Ginand (in Eisenberg) [ KU-Schmittw/O ]. So alt hot d…
DWB
gienen , vb. , klaffen, den mund aufsperren, gähnen; klagen, keuchen ( lachen ). herkunft und form. ahd. ginên, ginôn, mhd. ginen; mit a- um…
FWB
1. ›bersten, aufspringen, sich auftun‹; auch vom Aufblühen der Blumen gesagt; am ehesten hier anschließbar: ›aus etw. (einer klaffenden Wund…
WWB
giᵉnen-mal Adv. jientmol manchmal (Frbg.) ( Olp At).
DWB
giener , m.; zu gienen B 1 d, einer der viel gähnt, oscitator: hiletus ( quasi hians ) giner (15. jh. ) Diefenbach 277 b ; gAener ... oscita…
WWB
Giᵉnerē Jenseits ( Mes Br).
WWB
giᵉne-wǟrdend Adj. [Lippe] jennewährn Tüit vergangene Zeit, die man nicht miterlebt hat, sondern nur aus Erzählungen kennt ( Det Is = PLATE-…
WWB
giᵉne-wǟrdens Adv. allmählich. Et wött ginnewǟrns duister ( Höx Sb ).
Idiotikon
gieneⁿ Band 2, Spalte 330 gieneⁿ 2,330
DWB
gienfisch , m. , auch gähnfisch, ' eine art ... lippfische, auch gähnfisch, gienmaul ( labrus hiatula L. )' Campe 2, 374 a : channus vel cha…
AWB
gi . engemes Mayer, Glossen S. 14,24 s. gi- hengen.
AWB
gi- engen sw. v. ; ae. geengan; vgl. got. gaaggwjan. — Graff I, 341. gi-enge: 3. sg. conj. O 5,23,249; -angti: 3. sg. conj. prt. 3,15,51 ( P…
KöblerAe
giengra , sw. M. (n) Vw.: s. geongra
WWB
giᵉn-heªr Adv. ginther von dort her (Lippe OESTERH).
WWB
giᵉn-hiᵉne Adv. [verstr. Lippe Hal] gïenthen ( Hal Bh ) dorthin.
WWB
-giᵉnig in Vbdg. mit dem Artikel: Pron.Dem. der-, die-, dasjenige. Daigīnige „derjenige“ ( Isl Is ). Dat gefoll deämjïenegen dem Betreffende…
Campe
† Der Gienitz , des — es , o. Mz . ein Name des Gensters.
WWB
giᵉn-kant Adv. gennekant(e), gönne-, günnekant(e) jenseits (WMWB).
WWB
Giᵉn-kante f. Gennkant(e) Jenseits (WMWB).
DWB
gienläufer , m. , tau des giens Röding 1, 654; v . Alten 4, 254 . —
DWB
gienloch , n. , fachausdruck der anatomie, von Hyrtl kunstw. d. anat. (1884) 63 als äuszerer gehörgang ( meatus auditorius externus ) erklär…
DWB
gienlöffel , m. , scheltwort wie maulaffe; mit 1 löffel, narr, tor ( teil 6, 1120), von gienen B 1 c gebildet, vgl. gienaffe , gienöffel , a…
Herder
Gienmaschine , dient zum Reinigen der Baumwolle von den Samen.
DWB
gienmaul , n. , auch m., zu gienen. 1 1) das aufgesperrte maul, sperrmaul; als schelte ' maulaffe '. 1@a a) zu gienen B 1 a, als offenes mau…
DWB
gienmuschel , f. , name einer muschelart, chama, tridacna gigas, riesen-gienmuschel Brehm tierl. (1890) 10, 458 ; zu gienen B 1 a nach dem k…
Meyers
Gienmuscheln ( Chamidae ), Familie der Muscheln mit den Gattungen Chama L . und Diceras Lam . Die etwa 50 Arten der erstern leben in wärmern…
MWB
aihterdeggien stM. → aftertëchan MWB 1 137,27;
KöblerMhd
begien , st. V. nhd. zugeben, einräumen, sich eintragen lassen E.: s. be, gien W.: nhd. DW- L.: Lexer 369b (begien), Hennig (begien)
KöblerMnd
beprivelegien , sw. V. Vw.: s. beprivelēgen
MNWB
giltstāvenprivilēgien Gildeprivilegien.
MNWB
+° legien , f. , Legion (SL: Körner).
DRW
Malengien, n. nur mittelniederländisch, aus französisch malengin: Betrug, Arglist überwiegend in Rechtsformeln zur Beteuerung der redlichen …
MNWB
° prîvilêgien , swv. : ein Sonderrecht verleihen , mit einem Privileg ausstatten, dat genante gādeshûs mit etlĩken gü̂deren begiftiget bevrî…
KöblerMnd
prīvilēgien , sw. V. nhd. „privilegieren“, bevorrechten, ein Sonderrecht verleihen, mit einem Privileg ausstatten Q.: Meckl. Jb. 3 207 E.: s…
KöblerMnd
statprivilēgien , F., N. Vw.: s. statprīvilēgie*
Idiotikon
Usagien Band 1, Spalte 564 Usagien 1,564
KöblerMhd
wedirgien , anom. V. Vw.: s. widergān
KöblerMhd
begien , st. V. nhd. zugeben, einräumen, sich eintragen lassen E.: s. be, gien W.: nhd. DW- L.: Lexer 369b (begien), Hennig (begien)
MNWB
suffrâgâneus , ° -giêne (Nd. Jb. 8, 87), m. ( Plur. -gânien ), Bischof der einem Erzbischof unterstellt ist, Weihbischof.
DWB
vergienen , s. verginen.