Eintrag · Mittelhochdeutsches Wb. (MWB)
gehege stN.
2 ‘Einfriedung; eingefriedetes Gebiet’
3 militär. ‘Verhau, Palisadenwerk’ ,
1 ‘dichtes Gebüsch, Gesträuch, Wald’ ain gemöß und ain gehag HvNstAp 8912; durch den wald und durch das gehag ebd. 11164. 5272; also rait ich [...], / daz ich kom uͦzz rechten phaden / und verait in wildez gehag Teichn 531,127; untz daz ich chom in ein gehag, / do manik pluͤd auf doͤrn lag Suchenw 24,84 2 ‘Einfriedung; eingefriedetes Gebiet’ daz ich [...] han verchouft [...] dem ersamen herren pischolfen Heinrichen [...] minen boumgarten [...] vnd die ækkhær, die dar an ligent, als daz wazzer vnd daz gehag seit [anzeigt] UrkCorp (WMU) 2939,3; quod nullus infra limites dicte piscationis impedimentum, quod gehege dicitur, faciat vel usurpet UrkMerseb 521 (a. 1308). – eingefriedetes Jagdrevier (vgl. Dalby, Mediaeval Hunt, 76a): so muͦzz er [Jäger] lauffen immer me / und haut arbeit in dem gehag Teichn 487,87 (oder zu 1?) 3 militär. ‘Verhau, Palisadenwerk’, bildl.: der hiez [...] dishalp dem gehac, / daz da von den tôten lac [durch die Leichenhaufen entstand] , / wurken [...] durch die erden einen schaht / langen unde tiefen Ottok 49163. – übertr. für ‘Verteidigung’, in der Wendung dehein gehege hân ‘nicht standhalten (können)’ der Crichen lac da vil erslagen. / sie waren vil na verzagen, / wen sie hetten dehein gehege. / sine kvnden irre slege / lenger niht erliden. / sie fluhen in ir hamiden Herb 14549; sie hetten lenger dehein gehege: / in wart zv vil der slege, / die sie bloz enphingen ebd. 13601. 13024. 14895; wan ich bin sat und al zu vol / unsalden und grozer slege, / daz ich han keyn gehege Hiob 3914
MWB 2 254,37; Bearbeiter: Tao