Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)
flehen
flehen
flehen Vb. ‘inständig bitten’, ahd. flē̌hōn (8. Jh.), flē̌hen (9. Jh.), mhd. vlēhen, vlēgen, vlēn ‘schmeichelnd, dringlich bitten’, asächs. flēhon, mnd. vlēn, mnl. nl. vleien und mit abweichender Bedeutung (sowie ungeklärter Anlautsvariante, s. auch fliehen) got. gaþlaihan ‘ermahnen, trösten’ sind etymologisch nicht näher zu bestimmen. Verwandtschaft mit anord. flār ‘schlau, hinterlistig’, aengl. flāh ‘trügerisch, listig, feindlich’ ist wahrscheinlich, wenn vermittelnd zwischen den unterschiedlichen Bedeutungen ‘unaufrichtig sein, heucheln’ angenommen wird. – erflehen Vb. ‘durch inständiges Bitten zu erlangen suchen, erbitten’, ahd. irflē̌hōn (8. Jh.), mhd. ervlēhen. flehentlich Adj. ‘dringlich bittend, inständig’, mhd. vlēhe(n)lich mit späterer Einfügung eines -t- als Gleitlaut.