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FLACKERN

nhd. bis spez. · 12 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

DWB2
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13 in 12 Wb.
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Eintrag · Grimm Neubearbeitung (1965–)

FLACKERN vb.

Bd. 9, Sp. 567
FLACKERN vb.mhd. vlackern. mnl. vlackeren, nnl. vlakkeren. die zugehörigkeit von me. flakeren, ne. dialektal flacker; an. flo̧kra, n. flakre, norw. flakre, schwed. flackra als direkte entsprechungen ist nicht gesichert. die weitere etymologie ist unklar, eine verbindung mit der idg. wz. *plāk‐, *plāg‐ ‘schlagen’ wird erwogen (vgl. LIV 2484 *pleh2g- ‘schlagen’). bis zum 18. jh. schwach bezeugt. 1 flattern, zucken; sich ohne erkennbares ziel bewegen: ⟨2.h14.jh.⟩ er sach auch berge unde dal/ vol banier vlackern uber al Johan ûz d. Virgiere 1426 P. 1781 das deutsche flackern, hin und her bewegen, zeiget, daß das lat. flagrare, brennen, nur eine übergetragene bedeutung von der flackernden bewegung ist Adelung ursprung 35. ⟨1822⟩ nur oben in des königs schloß,/ da flackerts, da lärmt des königs troß Heine s. w. 1,47 W. ⟨1881⟩ statt der soliden .. manier, in welcher der alte seine historien zu malen pflegte, (war) eine verschwommene, unruhig flackernde behandlung der formen und farben eingerissen Heyse ges. w. [1924] I 3,609. 1914 der orkan. dächer fallen flackernd auf die felder Herrmann‐N. sie 91. 1995 auch kann sich Europa darüber freuen, daß seine flackernde politik den prozeß im nahen osten nicht noch mehr belastet hat frankf. allg. ztg. 130,23.(sich) unruhig hin und her bewegen; häufig auch funkeln. von den augen: ⟨14.jh.⟩ syn ougen .. / .. vlackerden in dem gebere,/ recht als id eyn karfunckel were Karlmeinet A 539,35 LV. 1843 nur das coquette flackern seiner augen in der ersten scene war mir störend Kühne carneval 115. ⟨1891⟩ sein auge flackert irr im düstern George w. 1,37 B. ⟨1912⟩ er fuhr zusammen, seine augen flackerten, er versuchte, ein blatt zu verbergen Schnitzler I 2,381. 1997 die blicke der nüchternen ausgräber .. flackern, wenn sie auf den legendären .. grabhügel des Achill angesprochen werden frankf. allg. ztg. 210,39. 2 ungleichmäßig brennen. a mit bewegter flamme lodern. oft bildlich von gefühlen: ⟨v1510⟩ dise haben ir lieb gantz allein vff in gott gezogen, in des lieb ire hertz vnd sele flackert Geiler bilgerschafft (1512) 46b. 1626 avff dieser stimme klang der zorn sich mehr erzeigt/ vnd flackert in die höh wie ein bewegte fackel Werder Tasso, Jerusalem 52b. 1673 aus dieser stadt .. sahe er hohe flammen himmelwärts flackern Dapper, n. welt 106a. ⟨1799⟩ flackernd steigt die feuersäule,/ durch der straße lange zeile/ wächst es fort mit windeseile Schiller 1,51 H. 1838 schon .. hörte ich .., daß der alte hamburger leuchtthurm mit seinem flackernden steinkohlenfeuer weiter und heller geleuchtet, als der neue englische mit seinem lampenfeuer Wienbarg tgb. 30. ⟨1878⟩ lieblich war die nacht, die kurze,/ vor dem tag der sonnenwende;/ auf der Iburg stumpfem kegel/ flackerten die opferbrände F. W. Weber ges. dicht. 3,54 W. ⟨1934⟩ mit starkem, schwerem geruch schwebte die bowle, von unsichtbaren armen getragen, flackernd und züngelnd herein Zuckmayer ges. w. (1960)1,317. 1996 mit der landung der amerikanischen raumfähre Columbia ist auch das olympische feuer wohlbehalten und lustig flackernd auf die erde zurückgekehrt frankf. allg. ztg. 157,26. b ungleichmäßig, mit bewegtem schein oder wechselnder intensität leuchten. hauptgebrauch im 20. jh.: 1664 das liecht flackert so sehr Duez dict. 2,154a. ⟨1796⟩ das mondslicht flackerte an den kirchfenstern Jean Paul I 5,170 ak. 1830 heiligenbilder, die, an der wand hängend, durch das flackernde licht und die beweglichen schatten zu leben scheinen Heine s. w. 4,378 W. ⟨1886⟩ das indiskrete lämpchen/ flackert, leuchtet und verlischt Holz 1,116 F. 1927 lassen wir den schalter rasch spielen, verschwimmen die einzelnen stromstöße ineinander, die lampe flackert Pohl elektrizitätslehre 91. 1975 die neonröhren klickten, flackerten, brannten schließlich Degenhardt brandstellen 93. 2000 gegen 20.00 uhr flackern wieder die strahlen von taschenlampen durchs unterholz spiegel 31,24.Bartels
3912 Zeichen · 103 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Flackern

    Adelung (1793–1801) · +4 Parallelbelege

    Flackern , verb. reg. neutr. mit dem Hülfsworte haben, im gemeinen Leben, sich schnell hin und her bewegen; besonders in…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    flackern

    Goethe-Wörterbuch

    flackern a unruhig, zuckend brennen; von der Flamme, einmal mit metonym Bezug von etwas Verbrennendem [ üb die Tiefurter…

  3. modern
    Dialekt
    flackern

    Mecklenburgisches Wb. · +5 Parallelbelege

    flackern sich hin- und herbewegen, flackern: wo flacker dat Füer! (im Volksreim) Bartsch 1, 299; Mi 22 a ; der Wind flac…

  4. Spezial
    flackern

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    fla|ckern vb.intr. 1 (unruhig brennen) flocoré (-ra), ziloré (-rëia) 2 ‹fig› (zittern: z.B. Stimme) tremoré (trëmora). ▬…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit flackern

5 Bildungen · 0 Erstglied · 2 Zweitglied · 3 Ableitungen

Zerlegung von flackern 2 Komponenten

flack+ern

flackern setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

flackern als Zweitglied (2 von 2)

aufflackern

DWB

auf·flackern

aufflackern , tremule sursum flagrare, nnl. opflakkeren, opflikkeren: die herzen müszen aufflackern zu gott in feures weis. Keisersb. has im…

verflackern

DWB

ver·flackern

verflackern , verb. flackernd vergehen, verlöschen. Adelung versuch 4, 1418 .

Ableitungen von flackern (3 von 3)

entflackern

DWB

entflackern , micare, flackern: die glut, vom hirtenkreis umwacht, verschwärzt entflackernd rings die nacht. Salis 51 ; der feuertrunk, gesc…

verflackern

DWB

verflackern , verb. flackernd vergehen, verlöschen. Adelung versuch 4, 1418 .

Zerflackern

Campe

Zerflackern , v. ntr . mit sein , flackernd aus einander fahren, oder flackern und aus einander fahren, und sich verlieren. D. Zerflackern .