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flackern

nhd. bis spez. · 12 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

DWB
Anchors
13 in 12 Wb.
Sprachstufen
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23

Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

flackern

Bd. 3, Sp. 1706
[]flackern, flagrare, frequentativ von flacken 2. ahd. aber erscheint flokarôn, flogarôn, ardere, splendere, flagrare und volitare, wie sich aus flogarônti, volatilis, volucris (Graff 3, 763) und altn. flögra volitare entnehmen läszt und auch dem sinne nach die flackernde flamme sich mit der flatternden berührt. nur éinmal, gl. jun. 232 steht flagarôntiu, volatilis, wenn nicht verdruckt statt flogarôntiu. flogarôn stammt doch ab von fliogan, volare, bei flackern könnte rücksicht aufs lat. flagrare gewaltet haben. mhd. begegnet keins von beiden, weder flogern noch flagern, flackern, nur Karlmeinet 539, 35 heiszt es von Karls augen: si vlackerden in dem gebere, recht als id ein karfunkel were. hierzu fügt sich das nnl. flakkeren und flikkeren flagrare, ags. fliccerian, engl. flicker motare alas, wie flattern in flittern, flamme in flimmer übergeht. nhd. flackren radiare. Mones anz. 5, 86, oft bei Keisersberg: nim feuer, es flackert stets ufhin gegem himel zu, da oben ist sein natürliche stat. XV. staffeln 27a; die schmid die schütten ettwann wasser uf die kolen, nit das sie sie leschen, aber das das feuer hernach dester höher flackere und brinn. brösamlin 33c; mit keinem andern cleid kunt sie nit gefüglicher sin komen für got, wenn mit disem witen goltschinenden mantel der woren inbrünstigen liebe, in deren ir herz ganz flackeret was. bilg. 45c; dise haben ir lieb ganz allein uf in gott gezogen, in des lieb ire herz und sele flackert. 46b; ist unser herz nit heisz entzündet und flackeren in uns worden in andacht und liebe. 129c; es sind die da meinten ein mensch möcht durch ein flackrende liebe also in gott versupft werden, das er sein eigen wesen also ganz verlür, als ein tropf wassers sich verleurt in einem vollen vasz mit wein. selenpar. 78b; das füer der unküscheit flackert in dir und der hafen deines buchs begert glust. narrensch. 155a; nim ein exempel in einem liecht, wan es schier ausgebrant ist, so lüchtet es und flackert am clärsten. 200b. Luther verwendet das wort nicht, im 16. 17 jh. ist es selten und wird erst im 18 üblicher. es fehlt bei Dasypod., Frisius, Maaler, Henisch, steht aber bei Stieler 492. als der morgenstern im osten herfür flackerte. Simpl. K. 52; wenn in edlen herzen er die schönsten flammen freudig flackern siehet. Götz 2, 217; verschlänge doch stets dich ihr glühender schlund, und müstest du ewig da flackern, o hund, vom zeh bis zum wirbel beschwefelt. Bürger 81a; des flammenreichs meister sind rastlose geister. bald schlängelt ihr lauf sich mondwärts hinauf, bald flackern sie fix hernieder zum styx. Matthisson 145; aufwirbelten viel tausend wilde flammen und flackerten in éin gewölb zusammen. Göthe 41, 62; flackernd steigt die feuerseule, durch der strasze lange zeile wächst es fort mit windeseile. Schiller 78b; immer näher flackert die flamme. Körner 1, 126; lösche du des verstandes flackernde lampe mit deinem schein. Rückert 350; ja, wie ein flämmchen, flackert eine rose, die noch aus eden stammt, in meinem busen. Platen 73b; den flackernden athem (der kranken brust). J. P. Hesp. 2, 241; so knackert und flackert jetzt die musik in mir. Bettine br. 1, 271; bei dem unsichern flackern der nachtlampe. tageb. 217. man sagt: das licht, der kien flackert zu stark, ich kann nicht dabei arbeiten. s.aufflackern, ausflackern, entflackern, zerflackern.
3380 Zeichen · 60 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Flackern

    Adelung (1793–1801) · +4 Parallelbelege

    Flackern , verb. reg. neutr. mit dem Hülfsworte haben, im gemeinen Leben, sich schnell hin und her bewegen; besonders in…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    flackern

    Goethe-Wörterbuch

    flackern a unruhig, zuckend brennen; von der Flamme, einmal mit metonym Bezug von etwas Verbrennendem [ üb die Tiefurter…

  3. modern
    Dialekt
    flackern

    Mecklenburgisches Wb. · +5 Parallelbelege

    Wossidia flackern sich hin- und herbewegen, flackern: wo flacker dat Füer! (im Volksreim) Bartsch 1, 299; Mi 22 a ; der …

  4. Spezial
    flackern

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    fla|ckern vb.intr. 1 (unruhig brennen) flocoré (-ra), ziloré (-rëia) 2 ‹fig› (zittern: z.B. Stimme) tremoré (trëmora). ▬…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit flackern

20 Bildungen · 0 Erstglied · 17 Zweitglied · 3 Ableitungen

Zerlegung von flackern 2 Komponenten

flack+ern

flackern setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

flackern als Zweitglied (17 von 17)

abflackern

PfWB

ab-flackern schw. : ' sterben '. Er is am Abflackere [Kaislt PS-Geisbg ]. Syn. s. PfWB sterben .

ANFLACKERN

DWB2

DWB2 ANFLACKERN vb. DWB2 DWB2 DWB2 1 sich erregt, unruhig (mit flackerndem blick) an jmdn. wenden: 1912 da flackerte er mich an: ‘wie heißt …

aufflackern

DWB

auf·flackern

aufflackern , tremule sursum flagrare, nnl. opflakkeren, opflikkeren: die herzen müszen aufflackern zu gott in feures weis. Keisersb. has im…

ausflackern

DWB

aus·flackern

ausflackern , aufhören zu flackern, ausflammen: das licht hat ausgeflackert, ist erloschen.

entflackern

DWB

ent·flackern

entflackern , micare, flackern: die glut, vom hirtenkreis umwacht, verschwärzt entflackernd rings die nacht. Salis 51 ; der feuertrunk, gesc…

Entgegenflackern

Campe

entgegen·flackern

○ Entgegenflackern , v. ntr. mit haben, einem Kommenden schon von weiten flackern, nach ihm zu flackern. »Wie er um die Ecke biegt flackert …

herumflackern

PfWB

herum·flackern

herum-flackern schw. : 'herumflimmern'. Es flackeʳt mer vor'm Aag rum [ LU-Opp ]; vgl. PfWB flackern 1 b. —

Umfláckern

Campe

Umfláckern , v. ntr . mit haben , und der Fügung eines trs . ich umflackere, umflackert, zu umflackern , flackernd, mit Geflacker umgeben, »…

upflackern

MeckWB

Wossidia upflackern dass. Wo. Sa.

verflackern

DWB

ver·flackern

verflackern , verb. flackernd vergehen, verlöschen. Adelung versuch 4, 1418 .

Wegflackern

Campe

weg·flackern

Wegflackern , v. ntr . mit sein . 1) Flackernd sich entfernen, wegbewegt werden. 2) Flackernd wegbrennen. D. Wegflackern. D. — ung .

Zerflackern

Campe

zer·flackern

Zerflackern , v. ntr . mit sein , flackernd aus einander fahren, oder flackern und aus einander fahren, und sich verlieren. D. Zerflackern .

Zuflackern

Campe

Zuflackern , v. ntr . mit sein , zu oder nach etwas hin flackern, flackernd sich bewegen. D. Zuflackern .

Ableitungen von flackern (3 von 3)

entflackern

DWB

entflackern , micare, flackern: die glut, vom hirtenkreis umwacht, verschwärzt entflackernd rings die nacht. Salis 51 ; der feuertrunk, gesc…

verflackern

DWB

verflackern , verb. flackernd vergehen, verlöschen. Adelung versuch 4, 1418 .

Zerflackern

Campe

Zerflackern , v. ntr . mit sein , flackernd aus einander fahren, oder flackern und aus einander fahren, und sich verlieren. D. Zerflackern .