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Fiedel

nhd. bis spez. · 10 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Pfeifer_etym
Anchors
12 in 10 Wb.
Sprachstufen
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Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)

Fiedel f.

Fiedel f.

Fiedel f. mittelalterliches Streichinstrument der Spielleute, ‘Geige’, ahd. fidula (9. Jh.), mhd. videl(e), mnd. vēdele, viddel(e), mnl. vēdel(e), nl. vedel, aengl. fiþele, engl. fiddle, anord. fiðla, schwed. (mundartlich) fela ist etymologisch ungeklärt. Da es sich um ein im Germ. verbreitetes Wort handelt, ist germ. Herkunft (ohne weitere bisher erkannte Anknüpfungsmöglichkeiten) durchaus erwägenswert. Die allenthalben vertretene Herleitung aus dem Mlat. ist wohl abzulehnen, da mlat. vitula, vidula ‘Saiteninstrument’ erst im 11. Jh. (Constantinus Africanus) bezeugt ist. Direkte Anknüpfung der germ. Formen an das Verb lat. vītulārī ‘frohlocken, jubeln, einen Sieges- oder Lobgesang anstimmen’ (vgl. auch Vītula ‘Göttin des Sieges und des Jubels über den Sieg’) bleibt fragwürdig. Eher ist mlat. vitula als Latinisierung von ahd. fidula bzw. einer entsprechenden germ. Form anzusehen. – fiedeln Vb. ‘auf der Fiedel spielen’, mhd. videlen. Fiedelbogen m., mhd. videlboge.
978 Zeichen · 36 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    2. Fiedel

    Adelung (1793–1801) · +6 Parallelbelege

    2. Die Fiedel , plur. die -n. 1) Eine nur in der niedrigen Sprechart übliche Benennung einer Geige oder Violine, besonde…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Fiedel

    Goethe-Wörterbuch

    Fiedel einmal -id- als einfaches Instrument von Dorf-, Wirtshausmusikanten; bes in pejor Zshg [ Odoardo: ] die gellende …

  3. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Fiedel

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

    Fiedel (v. lat. fides , die Saite), alter deutscher Name der Streichinstrumente ( fidula schon im 9. Jahrh. bei Otfried)…

  4. modern
    Dialekt
    Fiedelf.

    Pfälzisches Wb.

    Fiedel f. : ' Geige ', Fidel (fidəl) [ KU-Erdb ]. Südhess. II 710 ; Rhein. II 441 ; Bad. II 144 .

  5. Sprichwörter
    Fiedel

    Wander (Sprichwörter)

    Fiedel 1. Die Fiedel macht das Fest. Holl. : Hebt je vreugde, neem eene vedel. ( Harrebomée, II, 363. ) 2. Man raus, dan…

  6. Spezial
    Fiedel

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Fie|del f. (-,-n) ‹mus› (der Geige ähnliches Saiteninstrument) vidora (-res) f. , fidola (-les) f.

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit fiedel

25 Bildungen · 20 Erstglied · 3 Zweitglied · 2 Ableitungen

fiedel‑ als Erstglied (20 von 20)

fiedelboge

DWB

fiedel·boge

fiedelboge , m. plectrum, mhd. videlboge: Volkêr dër snëlle zôh nâher ûf der banc einen videlbogen starken, michel unde lanc, gelîch einem s…

Fiedelbogen

Pfeifer_etym

fiedel·bogen

Fiedel f. mittelalterliches Streichinstrument der Spielleute, ‘Geige’, ahd. fidula (9. Jh.), mhd. videl(e), mnd. vēdele, viddel(e), mnl. vēd…

Fiedelbohrer

Adelung

fiedel·bohrer

Der Fiedelbohrer , des -s, plur. ut nom. sing. eine Art eines Drillbohres, welcher vermittelst einer umgeschlungenen Schnur von zwey Persone…

fiedelbret

DWB

fiedel·bret

fiedelbret , n. verächtlich eine schlechte geige: o Chapelain, der du auf altem fiedelbret beatae memoriae, mit einem fiedelbogen, den vater…

Fiedelbrett

Campe

fiedel·brett

Х Das Fiedelbrett , des — es, Mz. die — er . 1) Ein mit Saiten bespanntes Brett. 2) Eine schlechte Geige, in Spott. Uneigentlich. O Chapelai…

Fiᵉdeleboªge

WWB

Fiᵉdele-boªge m. 1. Geigenbogen ( Wal Bh ). — 2. Fiddelbogen altes, stumpfes, abgenutztes Messer ( Wbg Wg).

Fiᵉdeleboªr

WWB

Fiᵉdele-boªr m. Fīdlbuar ganz feiner, bes. von Möbelschreinern benutzter Bohrer ( Olp Ro = BRÖCHER 24). ¶ Hierher?

fiedelei

DWB

fiedelei , f. elende musik.

fiᵉdelen

WWB

fiᵉdelen V. [verstr.] 1. geigen, (auf der) Geige spielen. — Sprichw.: Wieker de Wohrheit fidelt, krig(t) wat mit den Baß up den Kopp ( Tek L…

fiedeler

DWB

fiedeler , fidicen, ags. fiðelere, mhd. durchaus in gutem sinn ob ëʒ dir wol gevalle, vil liebe vrouwe mîn, sô wold ich gërne senden nâch de…

fiedelharz

DWB

fiedel·harz

fiedelharz , n. colophonia, geigenharz: verschmäh den weirauch nicht, er ist nicht rein gelesen und, da ichs recht beseh, nur fiedelharz gew…

fiedellein

DWB

fiedel·lein

fiedellein , n. geiglein, violinchen. mhd. ein welhisch videllîn. Renner 16751 .

fiedelmann

DWB

fiedel·mann

fiedelmann , m. fidicen, fiedler: wer von natur zu dergleichen eitelkeit inclinieret, der bedarf einen fiedelmann, so ist der tanz fertig. W…

fiedelrümpfchen

DWB

fiedelrümpfchen , n. lonicera xylosteum, sonst auch pfeifenröhrle, weil aus dem strauch tabacksröhren geschnitten werden, die dem hals einer…

fiedeltreutchen

DWB

fiedeltreutchen , n. einer ( von zwein priestern ) hätte dem andern hinter dem rücken nachgeredet, als wäre er auf der universität mit Fiede…

fiedelumpump

DWB

fiedelumpump : da giengs fidelumpump! ibi sonabant pandurae. Stieler 490 ; fidellumppump! sieben lächerliche geschnälz, fliegendes blatt um …

fiedelwerk

DWB

fiedel·werk

fiedelwerk , n. der son gottes machet Adam und Eva kittelein oder schürzlein von rauhen fellen, daran lieszen sich Adams fromme nachkommen g…

fiedel als Zweitglied (3 von 3)

Pfaffiedel

Adelung

Das Pfaffiedel , des -s, plur. inus. S. Adelung Pfaffenbaum .

speifiedel

DWB

spei·fiedel

speifiedel , f. theil eines prangers ( vgl. fiedel 3, theil 3, 1624), an dem der eingeschlossene dem anspeien oder verspotten preisgegeben i…

strohfiedel

DWB

stroh·fiedel

strohfiedel , f. , volkstümliche bezeichnung für das xylophon, auch holzharmonika, hölzernes gelächter, s. gr. Brockhaus 15 20, 506; engl. s…

Ableitungen von fiedel (2 von 2)

Fiᵉdele

WWB

Fiᵉdele f. [verstr.] Fiddel ( Wal Bh ) Geige, Fiedel. ¶ Vgl. RHWB 2,441: Fiddel II Bed. 1; NDSWB 4,522: Fiddel¹ , Fīdel. Zus.: → Stok~ , Str…

gefiedel

DWB

gefiedel , n. fiedelei, mit geigen u. ä., ein elend gefidele Stieler 490 , ein armseliges gefidel Ludwig 709 ; das war .. ein gefiedel, gefl…

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APA
Cotta, M. (2026). „fiedel". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 13. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/fiedel/pfeifer_etym
MLA
Cotta, Marcel. „fiedel". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/fiedel/pfeifer_etym. Abgerufen 13. May 2026.
Chicago
Cotta, Marcel. „fiedel". lautwandel.de. Zugegriffen 13. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/fiedel/pfeifer_etym.
BibTeX
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  author       = {Cotta, Marcel},
  title        = {„fiedel"},
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