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2. Fiedel

nhd. bis spez. · 10 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Adelung
Anchors
12 in 10 Wb.
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Eintrag · Adelung (1793–1801)

2. Fiedel

Bd. 2, Sp. 147
2. Die Fiedel, plur. die -n. 1) Eine nur in der niedrigen Sprechart übliche Benennung einer Geige oder Violine, besonders einer Geige von der geringsten Art. Ihr streicht die schreyende Fiedel Serenaten in einsamer Nacht, Zach. 2) Ein Werkzeug von Holz in Gestalt einer Fiedel, welches leichtfertigen Personen am Pranger um den Hals und um die Hände geleget wird; eine Geige. Jemanden in die Fiedel spannen. 3) Der erste Grad der Folter, welcher in einer Schnur bestehet, die um das Ende des Elbogens und hin und her gezogen wird; die Schnur, die Geige, von 1 Fiedeln. Anm. Dieses Saiten-Instrument lautet im Engl. gleichfalls Fiddle, im Angels. Fithele, im Holländ. Vedel, Vele, im Nieders. Feddel, im Dän. Feddel, Fedder, im Schwed. Fidel, Fidla, im Isländ. Fidla, im mittlern Lat. Fiala, Figella, Fidella, Vidula, Vitula. Fidula kommt von einem Saiten-Instrumente oder einer Pandora schon bey dem Ottfried vor. Was Hobscheit (Schönes) an Vidlen wer, Hornegk. Es ist so ausgemacht noch nicht, daß es zunächst von dem Lat. Fides, Saiten, ein Saiten-Instrument, herkomme. Es kann auch zu dem folgenden Zeitworte fiedeln, hin und her bewegen, und mit demselben zu feilen gehören. Ihre leitet es von dem Goth. und Isländ. fidra, fitla, leicht berühren, her. Im Nieders. ist für Fiedel auch Funfel, für fiedeln funfeln, fumfeien, üblich.
1335 Zeichen · 28 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    2. Fiedel

    Adelung (1793–1801) · +6 Parallelbelege

    2. Die Fiedel , plur. die -n. 1) Eine nur in der niedrigen Sprechart übliche Benennung einer Geige oder Violine, besonde…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Fiedel

    Goethe-Wörterbuch

    Fiedel einmal -id- als einfaches Instrument von Dorf-, Wirtshausmusikanten; bes in pejor Zshg [ Odoardo: ] die gellende …

  3. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Fiedel

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

    Fiedel (v. lat. fides , die Saite), alter deutscher Name der Streichinstrumente ( fidula schon im 9. Jahrh. bei Otfried)…

  4. modern
    Dialekt
    Fiedelf.

    Pfälzisches Wb.

    Fiedel f. : ' Geige ', Fidel (fidəl) [ KU-Erdb ]. Südhess. II 710 ; Rhein. II 441 ; Bad. II 144 .

  5. Sprichwörter
    Fiedel

    Wander (Sprichwörter)

    Fiedel 1. Die Fiedel macht das Fest. Holl. : Hebt je vreugde, neem eene vedel. ( Harrebomée, II, 363. ) 2. Man raus, dan…

  6. Spezial
    Fiedel

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Fie|del f. (-,-n) ‹mus› (der Geige ähnliches Saiteninstrument) vidora (-res) f. , fidola (-les) f.

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit fiedel

25 Bildungen · 20 Erstglied · 3 Zweitglied · 2 Ableitungen

fiedel‑ als Erstglied (20 von 20)

fiedelboge

DWB

fiedel·boge

fiedelboge , m. plectrum, mhd. videlboge: Volkêr dër snëlle zôh nâher ûf der banc einen videlbogen starken, michel unde lanc, gelîch einem s…

Fiedelbogen

Pfeifer_etym

fiedel·bogen

Fiedel f. mittelalterliches Streichinstrument der Spielleute, ‘Geige’, ahd. fidula (9. Jh.), mhd. videl(e), mnd. vēdele, viddel(e), mnl. vēd…

Fiedelbohrer

Adelung

fiedel·bohrer

Der Fiedelbohrer , des -s, plur. ut nom. sing. eine Art eines Drillbohres, welcher vermittelst einer umgeschlungenen Schnur von zwey Persone…

fiedelbret

DWB

fiedel·bret

fiedelbret , n. verächtlich eine schlechte geige: o Chapelain, der du auf altem fiedelbret beatae memoriae, mit einem fiedelbogen, den vater…

Fiedelbrett

Campe

fiedel·brett

Х Das Fiedelbrett , des — es, Mz. die — er . 1) Ein mit Saiten bespanntes Brett. 2) Eine schlechte Geige, in Spott. Uneigentlich. O Chapelai…

Fiᵉdeleboªge

WWB

Fiᵉdele-boªge m. 1. Geigenbogen ( Wal Bh ). — 2. Fiddelbogen altes, stumpfes, abgenutztes Messer ( Wbg Wg).

Fiᵉdeleboªr

WWB

Fiᵉdele-boªr m. Fīdlbuar ganz feiner, bes. von Möbelschreinern benutzter Bohrer ( Olp Ro = BRÖCHER 24). ¶ Hierher?

fiedelei

DWB

fiedelei , f. elende musik.

fiᵉdelen

WWB

fiᵉdelen V. [verstr.] 1. geigen, (auf der) Geige spielen. — Sprichw.: Wieker de Wohrheit fidelt, krig(t) wat mit den Baß up den Kopp ( Tek L…

fiedeler

DWB

fiedeler , fidicen, ags. fiðelere, mhd. durchaus in gutem sinn ob ëʒ dir wol gevalle, vil liebe vrouwe mîn, sô wold ich gërne senden nâch de…

fiedelharz

DWB

fiedel·harz

fiedelharz , n. colophonia, geigenharz: verschmäh den weirauch nicht, er ist nicht rein gelesen und, da ichs recht beseh, nur fiedelharz gew…

fiedellein

DWB

fiedel·lein

fiedellein , n. geiglein, violinchen. mhd. ein welhisch videllîn. Renner 16751 .

fiedelmann

DWB

fiedel·mann

fiedelmann , m. fidicen, fiedler: wer von natur zu dergleichen eitelkeit inclinieret, der bedarf einen fiedelmann, so ist der tanz fertig. W…

fiedelrümpfchen

DWB

fiedelrümpfchen , n. lonicera xylosteum, sonst auch pfeifenröhrle, weil aus dem strauch tabacksröhren geschnitten werden, die dem hals einer…

fiedeltreutchen

DWB

fiedeltreutchen , n. einer ( von zwein priestern ) hätte dem andern hinter dem rücken nachgeredet, als wäre er auf der universität mit Fiede…

fiedelumpump

DWB

fiedelumpump : da giengs fidelumpump! ibi sonabant pandurae. Stieler 490 ; fidellumppump! sieben lächerliche geschnälz, fliegendes blatt um …

fiedelwerk

DWB

fiedel·werk

fiedelwerk , n. der son gottes machet Adam und Eva kittelein oder schürzlein von rauhen fellen, daran lieszen sich Adams fromme nachkommen g…

fiedel als Zweitglied (3 von 3)

Pfaffiedel

Adelung

Das Pfaffiedel , des -s, plur. inus. S. Adelung Pfaffenbaum .

speifiedel

DWB

spei·fiedel

speifiedel , f. theil eines prangers ( vgl. fiedel 3, theil 3, 1624), an dem der eingeschlossene dem anspeien oder verspotten preisgegeben i…

strohfiedel

DWB

stroh·fiedel

strohfiedel , f. , volkstümliche bezeichnung für das xylophon, auch holzharmonika, hölzernes gelächter, s. gr. Brockhaus 15 20, 506; engl. s…

Ableitungen von fiedel (2 von 2)

Fiᵉdele

WWB

Fiᵉdele f. [verstr.] Fiddel ( Wal Bh ) Geige, Fiedel. ¶ Vgl. RHWB 2,441: Fiddel II Bed. 1; NDSWB 4,522: Fiddel¹ , Fīdel. Zus.: → Stok~ , Str…

gefiedel

DWB

gefiedel , n. fiedelei, mit geigen u. ä., ein elend gefidele Stieler 490 , ein armseliges gefidel Ludwig 709 ; das war .. ein gefiedel, gefl…

Zitieren als…
APA
Cotta, M. (2026). „fiedel". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 15. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/fiedel/adelung?formid=F01321
MLA
Cotta, Marcel. „fiedel". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/fiedel/adelung?formid=F01321. Abgerufen 15. May 2026.
Chicago
Cotta, Marcel. „fiedel". lautwandel.de. Zugegriffen 15. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/fiedel/adelung?formid=F01321.
BibTeX
@misc{lautwandel_fiedel_2026,
  author       = {Cotta, Marcel},
  title        = {„fiedel"},
  year         = {2026},
  howpublished = {lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern},
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  urldate      = {2026-05-15},
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